Führer Kim Jong Il ist tot - Nordkorea

HansAn

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Der Diktator Nordkoreas ist tot. Sein Volk trauert um ihn, als wäre es ihr Vater.

http://www.youtube.com/watch?v=ccsNr9UJeVY

Das ist ja extrem wie die Leute um ihren grossen Führer trauern. Stellt euch mal vor ihr lebt 50 Jahre abgeschottet in einem Land ohne zu wissen wie bzw. was ausserhalb Nordkoreas wirklich abgeht. Ihr glaubt einfach nur der Propaganda vom Führer, dass er und sein Vater dieses Land gegründet haben, die Bevölkerung beschützt haben und dass sie die einzigen sind die für das Volk sorgen können. Darum wird er wie ein Vater verehrt. Auch müssen sie stets bereit zum Kampf gegen den Erzfeind Südkorea, für das Vaterland und den grossen Führer bis ans Lebensende sein.

Allein sich das vorzustellen geht ja kaum. 50 Jahre Gehirnwäschen habens in sich.

Was haltet ihr vom Tod Kim Jong Ils? Ist das Weinen echt oder eher Fake aus Angst man könnte hingerichtet werden? Ist eine solche Staatserziehung heute in einer quasi Demokratie überhaupt noch möglich? Erleben wir nicht bereits eine Rückentwicklung in die Zeit des Schweigens?

Lords
 
Die hälfte von denen verhungert und trotzdem trauern die diesem Schwein hinterher...armes Land wirklich, die wissen ja gar nix was in der Welt so abgeht..kann auch was gutes dran sein aber dann sollte es denen wenigstens gut gehen..
 
Naja, man sollte nicht alles glauben, was die Staatsmedien inszenieren...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Überflüssiges Komplettzitat entfernt.)
Ich nehme das eben NICHT von den Medien weil die nix wahres zeigen sondern von Leuten die da waren und gesehen haben was da abgeht...bzw es direkt von den Betroffenen erfahren
 
ich überlege schon ne ganze weile, ob die leute weinen weil einer angefangen hat und der staatliche sicherheitsdienst zuschaut.. oder ob das alles echt ist.
man kann heute ja alles stellen, keine frage.
aber in dem fall macht eine echtheit eine neue dimension auf. eine in der gefragt werden muss ob die nun physich besser leben, auch wenn zu wenig futter da ist, die architecktur echt unmenschlich isr, aber dafür ein personenkult sonder gleichen installiert wurde.
ist genau gleich wie das glauben an irgend welche götter, da gibt es keinen unterschied - beides ist surreal und irre.
das land ist ein einziges freilichtexperiment, ein wahnsinnig interessantes dazu.
aber die nachrichten über arbeitslager mit 20% mortalitätsrate, die riesige pornosammlung vom ex führer.. sehr seltsames land.

für mich stellt sich also die frage, was ist besser:
a) unser system in dem alle alles haben können, aber es sich nicht alle leisten können und deswegen depressiv werden.
b) sozialistisch kommunistischer ausbeuterstaat mit hardcore personenkult, aber dafür offensichtlich echter trauer dem toten diktator gegenüber.

in dem fall klammere ich auch die hungersnoten aus, und die arbeitslager. in der ddr waren die leute (wenn sie das system akzeptiert hatten) glücklicher als wie sie es in der brd im schnitt werden konnten..
 
Allein sich das vorzustellen geht ja kaum. 50 Jahre Gehirnwäschen habens in sich.

Ist es bei uns denn wirklich so anders? Was denkst du wie die Hirnwäsche im Kalten Krieg bei uns abging oder noch krasser in den USA?

Wir sind die Demokratie, wir leben in der freien Welt, wir können machen was wir wollen, wir sind das Licht und wir sind klug und haben die beste Technik.

<->

Die sind unfrei, die müssen Schuften wie die Hunde und kriegen nur Gurken dafür, die sind doof, ihre Schulen sind Mist, ihre Technik ist Schrott.

So ging und geht das doch ab! Und das Schlimme ist: den meisten fällt das nicht einmal auf, ganz im Ggenteil, sie machen unbewusst sogar aktiv mit, haben aber selbst keine Ahnung. Das ist die höchste Form der Propaganda.

In den USA gehen Leute auf die Straßen um gegen die sozialen Reformen durch Obama zu demonstrieren. Der Mann hat lediglich eine Pflichtkrankenversicherung eingeführt um die Missstände zu beseitigen, die im Gesundheitssystem in den USA unerträgliche Ausmaße angenommen haben und wird dann auch noch als Kommunist beschimpft - und das auch noch meist von den Leuten, die durch die Reformen profitieren würden. Das ist Gehirhwäsche in Höchstform und unterschideit sich in ihrem Resultat in keinster Weise von dem, was in Nordkorea jetzt passiert oder seiner Zeit nach Stalins Tod passiert ist!

Worauf ich damit hinaus möchte: Bevor wir über andere Reden, sollten wir erst einmal bei uns anfangen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
irgendwie reizt es mich mal dorthin zu reisen, um deren Leben zu "beobachten". Ein Freund von mir ist nach Kuba gereist und hat viel positives berichtet. Bei denen scheint das Leben echt noch in Ordnung zu sein. Sie haben überhaupt keine Sorgen, der Staat kümmert sich um das Leben und das Wohl des Volkes. Die einzige Aufgabe des Bürgers ist es für den Staat zu arbeiten und ihn notfalls bis zum Tod zu verteidigen.

Wie läufts bei uns ab? Kein Stolz aufs Vaterland, keine Pflicht zur Verteidigung des Landes, keine Arbeitspflicht, keine Disziplin, keine anständige Versicherung auch durch den Staat... irgendwie ist ihr System stabiler, aber dafür weniger Fortgeschritten.

Was würdet ihr kaufen? Einen langsamen, alten unterentwickelten Trabbi, der euch aber bestimmt die nächsten 100 Jahre dienen wird oder einen Porsche Cayenne, der in 2 Jahren hinüber ist und ihr einen neuen kaufen müsst?
 
Gegenfrage: Was würdest du dir kaufen, langsamen, alten unterentwickelten Trabbi, der euch aber bestimmt die nächsten 100 Jahre dienen wird, bei dem du dir im Notfall aber weder Reperatur, Ersatzteil, geschweige denn einen neuen kaufen kannst (des Geldes wegen, einfach weils die Dinger halt grad nicht gibt), oder einen Porsche Cayenne, der in 2 Jahren hinüber ist und ihr einen neuen kaufen müsst, mir es aber aufgrund des wirtschaftlichen Systems leisten könnte, und auch genügend Angebot und Konkurrenzkampf für Weiterentwicklungen und niedrigeren Preise gibt?
 
@HansAn
So einfach dort hin reisen, geht nicht. Grundsätzlich darf kein Ausländer dort alleine durch das Land reisen. Es ist immer jemand da, der dich durch die Gegend führt und überwacht. D. h. du wirst dich nicht frei bewegen dürfen. Und du kannst dir sicher sein, dass man dich nicht in die Slumgebiete gehen lässt. Vorher weist man dich einfach aus.
 
hat irgendwer je diese slumgebiete gesehen? sehen die aus wie in südamerika oder afrika oder die zeltstädte der us-amerikaner die ihre häuser verloren haben?

kaum einer und hier niemand weiß, was dort wirklich los geht. aber die grauenhaftesten greauenhaftigkeiten werden hervorgeholt.

man wird ja auch gleich hingerichtet, wenn man nicht trauert.

ein bißchen mehr wissen täte wirklich not.
 
Ein paar Leute erinnern mich an mich selbst, wenn ich zuviel gelacht habe...

So traurig können die also gar nicht sein :x
 
Ich würde nicht zwangsläufig von gestellten Szenen ausgehen.

Wenn du ein Kind von der Geburt an dazu konditionierst, das eine gewisse Sache der Mittelpunkt seines Lebens ist, dann wird es wahrscheinlich genauso reagieren, wenn du diese entfernst. Auch wenn die Sache schon schimmelt. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
hal9000 schrieb:
hat irgendwer je diese slumgebiete gesehen? sehen die aus wie in südamerika oder afrika oder die zeltstädte der us-amerikaner die ihre häuser verloren haben?

kaum einer und hier niemand weiß, was dort wirklich los geht. aber die grauenhaftesten greauenhaftigkeiten werden hervorgeholt.

man wird ja auch gleich hingerichtet, wenn man nicht trauert.

ein bißchen mehr wissen täte wirklich not.

Auf Google Earth kann man glaube ich Konzentrationslager erkennen.

Was sagt ihr dazu?
Um die Häuser erkenne ich überall Mauern und Nordkorea ist ja bekannt für Zwangsarbeit in der Landwirtschaft, um die 'wohlhabende' Bevölkerung in den Städten zu ernähren.
Im ganzen Land gibt es Dörfer die so aussehen.


Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht was ich machen würde wenn ich in diesem Land in einer Menschenmasse stehe und alle heulen um den 'einzigartigen Führer'.
Ich würde wohl mitheulen damit ich nicht auffalle oder zumindest mittrauern.
 

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Ich bin jetzt absolut kein Luftbild-Experte, aber für mich könnte dieses Bild auch aus Mitteleuropa sein, Mauern um Bauernhöfe? kommt hier net selten vor, mehrere lange gezogene Bauernhöfe gibts bei uns im Waldviertel auch - ich will das jetzt nicht verneinen, dass es nicht solche Lager in NK gibt, nur erkennen tu ich auf dem Bild nix.
 
Ist auch nur eine Vermutung von mir.
Auffallend finde ich es aber trotzdem, weil so ziemlich jedes Gebäude ummauert ist.
Man kann es auf dem Bild nicht so gut erkennen, weil ich es verkleinern musste.
 
Also ich hab von einem bekannten der vor einiger zeit (15 bis 20 Jahre) dort war gehört, dass er und die anderen mit denen er da war von leuten gehört haben welche auf dem land wohnen und schon so weit gehen mussten und leichen ausgraben mussten nur um nicht zu verhungern....
inwieweit was dran ist /war weiß ich nicht aber er war niemand der irgendwelche stories erzählt hat..
 
Eine abenteuerliche Diskussion. Da sieht einer "Konzentrationslager", weil um ein Grundstück eine Mauer gezogen ist. Ein anderer sieht mit "dem verrückten Sohn als Nachfolger" der noch "durchgeknallter ist als sein Vater" schon den Untergang des Abendlandes. Von Hinrichtungen bei Trauerverweigerung ganz zu schweigen.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich keiner die Luftbilder deutscher Schulen anguckt. Die sind nämlich eingezäunt. Wer weiß, welche Arbeitslager sich dahinter verbergen...
Vielleicht kann uns der zweite Berichterstatter auch mitteilen, in welcher Kneipe Kim Jong Un regelmäßig verkehrt, wo wir uns dann selbst davon überzeugen können, wie "durchgeknallt" er ist.

Spekulieren ist schön und gut. Aber eine gewisse Informationsbasis, eine gewisse Neutralität und ein gewisser Anstand (Stichworte: "trauern die diesem Schwein hinterher", "ein Bescheuerter weniger auf der Welt") sollte schon gewahrt bleiben.

Auch Nordkorea ist ein souveränes Land. Und wenn ein Mensch stirbt, ist es prinzipiell nicht "schön".
 
@antifa2004:

Sei doch nicht so streng mit uns :D
Auf Wikipedia gibt es Berichte über Konzentrationslager zur landwirtschaftlichen Nutzung Nordkoreas und dass die Arbeiter dort eingesperrt sind und nur zum Arbeiten existieren.
Warum sollte es also so abwegig sein, dass man auf Satellitenbilder tatsächlich diese Lager sehen kann.

An eine solide Informationsbasis über Nordkorea ist schwer zu kommen.


PS:
Einen Zaun um einen Schulhof wirst du über Satellitenbilder kaum sehen können da dieser wenig Schatten wirft :D
 
Es gibt Menschen um die trauert die ganze Welt,
ich glaube das ist im Einzelfall auch gut so,
nur in diesem Fall trauern nur einige wenige Gleichgesinnte.
Er ist für die Welt sicherlich kein Verlust, nur für die Familie.
Dennoch ruhe er in Frieden (verdient oder unverdient)
er war schließlich auch ein Mensch - nur ob ein Guter oder Böser - dies sollte sein Volk entscheiden!​
 
Zuletzt bearbeitet:
Wollt ihr gerade wirklich bestreiten das Nordkorea ein Scheißland ist?
Oder jedenfalls das berechtige Urteil abschwächen?

http://www.nordkoreareisen.de/
Hier, könnt ja selber mal nachsehen wie es dort ist.
Aber den Tourguide werdet ihr nicht los, und das hat schon extrem viel zu heißen...
 
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