TalBar schrieb:
Wollt ihr gerade wirklich bestreiten das Nordkorea ein Scheißland ist?
Oder jedenfalls das berechtige Urteil abschwächen?
http://www.nordkoreareisen.de/
Hier, könnt ja selber mal nachsehen wie es dort ist.
Aber den Tourguide werdet ihr nicht los, und das hat schon extrem viel zu heißen...
ne, nordkorea ist in einem erbärmlichen zustand. es ist ein armes kommunistisches regime, in dem es gleiche und gleichere menschen geben. die menschen leiden unter armut, hunger und unterdrückung und die wenigen reichen kümmert die unterschicht eigentlich gar nicht und konsumieren amerikanische produkte, der angebliche erzfeind nordkoreas.
wenn ich den link lese, dann liest sich das auch schon wie eine propagandaschrift.
[...]Koreanische Demokratische Volksrepublik Korea[...] [...] das moderne sozialistische Korea[...] natürlich, die reiseveranstalter müssen hier euphemistische worte verwenden, sonst könnten sie ihren tourismus gleich begraben, aber ich kann ein gewisses kopfschütteln nicht verbergen.
es ist schwer festzustellen, wie echt das ganze ist. ich würde meinen, dass eine anzahl von leuten sicher ernsthaft trauert. man muss auch sehen, dass die leute nichts anderes kennen und deshalb kaum eine wahl haben, als das zu glauben, was man von oben hört. andererseits sind die leute gewiss auch nicht vollkommen blind, sonst gäbe es ja keine flüchtlinge nach südkorea. nur wird sowas nicht offen kommuniziert aus angst vor spitzeln und wenn man das system akzeptiert, lebt es sich einfacher als wenn man widerstand leistet.
@Helios co.
du musst bedenken, dass in der usa massive desinformation betrieben wird. zudem werden solche demonstrationen sehr emotional geführt, da ist eine versachlichung überhaupt nicht mehr möglich. und das ist ein grosses problem für das demokratische system in den usa. mit der emotionalisierung kann ich mehr leute mobilisieren, aber am ende haben die keine ahnung, um was es wirklich geht. die wohl älteste bestehende republik muss sich in der tat da mal ernsthaft darüber gedanken.
im grunde genommen würde ich nicht sagen, dass wir zuerst vor unserer haustür aufräumen müssen. denn hier kann ich meine meinung frei äussern, es ist bloss der diskurs, der entscheidet, wie die gesellschaft das aufnimmt. aber ich werde dafür nicht bestraft und eine gesellschaft ist immer in einem bestimmten diskurs "gefangen", egal unter was für einer regierungsform. daher müssten die westlichen staaten eigentlich nicht vor der eigenen haustür kehren, wären da nicht die beziehungen zu diktatorischen regimes wegen der stabilität. und genau das wird in nordkorea passieren. die menschenrechtslage ist unwichtig, entscheidend ist die stabilität.