Tomsenq schrieb:
Der Vertrag wird täglich neu geschlossen über die Dienstleistung und kann auch täglich vom Anbieter gekündigt werden genau wie vom Kunden.
Ich habe nur ein Ein-Tageslaufzeit und ich kann täglich kündigen und natürlich gekündigt werden ohne das eine Seite damit vertragsbrüchig würde.
Täglich kündbar heisst aber nicht, dass der Vertrag täglich neu gemacht wird sondern nur dass Du keine vertraglich festgelegte Mindestlaufzeit mit Kündigungsfrist wie z.B. 4 Wochen oder 12 Monate hast. Der Vertrag verlängert sich einfach automatisch um einen Tag, wenn keiner der beiden Vertragspartner daran was ändert.
Ergo: Wenn Ich nicht kündige und von dem Provider nicht gekündigt werde, gelten die AGBs zum Vertragsabschlussdatum, ausser der Provider informiert mich über Änderungen die ich entweder annehmen oder ablehen und deswegen ausserordentlich kündigen kann. Was bei einer Mindestlaufzeit von 1d natürlich sinnfrei ist. Ist ja logisch. Hintenrum austauschen der AGBs ist also schon mal nicht.
Wenn also zum Vertragsbeginn LTE-Router erlaubt waren und Freenet mir nicht die AGBs mit anderen Regeln unter die Nase hält die ich per opt-in bestätigen muss, bin ich vollkommen vertragskonform, wenn ich weiterhin einen LTE-Router verwende und sauge bis die Luft glüht.
Es ist laut FAQ sogar so dass man 14 tage pausieren kann ohne zu bezahlen. Es steht da ausdrücklich, dass dein aktueller Tarif wieder gestartet wird. Wird nicht auf die neuen AGBs hingewiesen, sind die alten gültig. Wird darauf hingewiesen wäre es nicht mehr der selbe Vertrag und ich müsste die AGBs annehmen oder eben kündigen.
Ausserdem steht da immer noch sehr prominent auf der ersten Seite "
https://freenet-funk.de/" in den FAQs:
Ich kann entweder 1GB LTE für 0,69€ oder UNBEGRENZT LTE für 0,99€ buchen.
Von Fair-Use oder einer nicht näher spezifiziertem Obergrenze steht da nix. Wenn es eine Grenze gibt, wie hoch auch immer, wäre das zumindest irreführende Werbung zum Nachteil von Providern welche die Grenzen korrekt angeben bzw eine echte Flatrate zu einem deutlich höheren Preis anbieten.
Fakt ist also, dass Freenet natürlich dem Kunden zum Laufzeitende kündigen kann. Also zum nächsten Tag, falls in den AGBs für Kündigungen für den Teil des Providers nicht etwas anderes vermerkt ist. Könnte ja durchaus sein z.B. wegen der Rufnummernmitnahme etc.). Genauso kann ich täglich kündigen ohne eine Frist beachten zu müssen.
Problematisch wird das Ganze in dem Moment, wenn der Provider Sachen bewirbt, die er nicht einhalten kann oder will wie z.B. unbegrenztes Downloadvolumen und versucht das Ganze wieder über die AGBs auszuhebeln und Kunden kündigt weil sie eben diese Leistung genutzt haben.
Abgesehen davon: Was ich sowieso nicht verstehe ist, warum schreiben die nicht einfach z.b. pro Tag 15GB oder ähnliches statt Flatrate. Sind immer noch 450GB/Monat und für dann 30€ vermutlich immer noch konkurenzlos billig ( in Deutschland). Ware fair und transparent dem Kunden gegenüber.
Cunhell