1. sata express: scheint mehr oder weniger tot zu sein, die auswahl an entsprechenden laufwerken ist gering, der aufpreis recht hoch und so wie ich das sehe bleiben die meisten hersteller erst mal bei sata3 oder m.2.
2. m.2: hier sind die preise für entsprechende laufwerke auch noch recht teuer, die auswahl wird aber langsam größer und die preise sinken. die frage wäre allerdings, ob es sich wirklich lohnt irgendwann mal eine m.2 ssd nachzurüsten, auch wenn diese in zukunft vielleicht mal nur unwesentlich mehr kosten als ihre sata3 gegenstücke. jeder der sich schon mal eine ramdisk eingerichtet hat und von dort aus programme gestartet hat weis was ich meine, wenn ich sage "die unterschiede die man in der praxis merkt sind sehr gering". wenn du einen pc zur verfügung hast, der über 8gb oder mehr ram verfügt und eine sata ssd hat, dann kannst du auch einfach mal testen, was du mit einer schnellen m.2 ssd maximal erreichen kannst. einfach pc neustarten und ein beliebiges programm öffnen, dann weist du wie lange es dauert, wenn die daten von ssd geladen werden. dann programm schließen und direkt noch mal öffnen (alle benötigten daten sollten nun aus dem arbeitsspeicher geladen werden) und schon weist du was im idealfall mit einer sehr schnellen m.2 ssd möglich wäre. an die übertragungsraten und zugriffszeiten vom arbeitsspeicher komen selbst die schnellsten m.2 ssd's nicht heran.
ich für meinen teil denke, das m.2 während der "lebenszeit" heutiger systeme vermutlich keine nennenswerten vorteile bringt.
3. thunderbolt: wurde bisher trots theoretisch sehr guter möglichkeiten selten genutzt und es sieht für mich auch nicht so aus, als würde sich das in absehbarer zeit ändern.
4. usb3.1: viele schreien momentan nach den neuen usb3.1 anschlüssen, der tatsächliche nutzen ist aber bisher sehr eingeschränkt. selbst die alten usb2 anschlüsse sind in der praxis meist mehr als ausreichend schnell. auf einer tastatur die an einem usb3.1 anschluss hängt kannst du nicht schneller tippen, eine maus an einem usb3.1 anschluss arbeitet nicht schneller oder genauer, ein headset an usb3.1 hört sich nicht besser an. wer einen wlan stick anschließt wird sich freuen, wenn er mal die rund 30mb durchsatz eines usb2 anschluss voll ausnutzen kann, geschweige denn, das er an die grenze von usb3 kommen würde. der einzig wirkliche nutzen von usb3 steckplätzen sind momentan externe festplatten und sehr schnelle usb-sticks, ein nennenswerter vorteil von einem entsprechenden usb3.1 gerät würde sich aber auch nur dann ergeben, wenn das angeschlossene gerät dann auch wirklich mehr daten liefern kann als ein usb3 anschluss überträgt. externe festplatten sind dann auch schon weitgehend raus, sofern es da in den nächsten jahren keine deutlichen steigerungen der geschwindigkeit gibt und es bleiben nur noch externe ssd's und sehr schnelle usb-sticks.
wenn du ständig sehr große datenmengen auf externe speicher überträgst, dann könnte sich usb3.1 lohnen, wenn du aber nur gelegentlich mal eine datensicherung auf eine externe hdd machst, dann vermute ich mal, das du in absehbarer zeit keine vorteile vom neuen anschluss hast.
oft angesprochen wird bei usb3.1 auch die schnellade-funktion, die tatsächlich recht nützlich scheint. wäre nur die frage, ob wirklich jemand hinter seinen pc klettert, nur um da das kabel anzuschließen um handy, tablet oder was auch immer zu laden? wirklich nützlich wäre dies meiner meinung nach erst, wenn diese anschlüsse auch am frontpanel vom gehäuse zu finden sind.
ich will dir die vielen anschlussmöglichkeiten nicht madig machen, nur ob das wiklich über 100€ aufpreis wert ist, wage ich zu bezweifeln. wenn du einen der anschlüsse irgendwann wirklich mal brauchst, dann lässt sich das vermutlich jederzeit auch günstig per steckkarte nachrüsten. wenn mir heute einer erzählen würde, das sich die 100€ aufpreis für ein mainboard mit (damals modernen) usb3 anschluss gelohnt haben, weil er sich jetzt eine passende externe usb3 festplatte gekauft hat, dann würde ich als erstes feststellen, das er usb3 heute auch problemlos
für 6,50€ bekommen hätte. wenn mir einer heute sagen würde, das sich damals 100€ aufpreis für ein mainboard mit thunderbolt gelohnt haben, dann wäre meine erste frage, ob er den anschluss überhaupt schon mal verwendet hat.
auch zu erwähnen wäre da noch, das nicht nur die neuen skylake mainboards die entsprechenden steckplätze haben, sondern das es auch viele haswell boads mit solchen anschlüssen und steckplätzen gibt. wer sich vor ein paar monaten ein 200€ haswell board kaufen wollte mit usb3.1, thunderbolt und m.2 hat hier im forum meist zur antwort bekommen: "die anschlüsse brauchst du vermutlich sowieso nicht, da kannst du beim mainboard locker 100€ sparen." wer sich jetzt ein skylake system für 150€ mehr kaufen will, um die neuen anschlüsse zu haben (die überigens auch bei den günstigen skylake boards nicht selbstverständlich sind), bekommt meist die antwort: "das ist eine gute investition, irgendwann wirst du die neuen anschlüsse bestimmt mal brauchen."
ich frage mich da nur, was hat sich in den letzten 3 monaten so gravierend geändert, das vorher 100€ aufpreis sich nicht lohnten und nun 150€ rechtfertigt?
wie gesagt, alles nur meine meinung, vielleicht kommt auch alles anders und die vielen anschlüsse und steckplätze sind irgendwann doch sehr sinnvoll. mach dir da am besten deine eigenen gedanken und überlege dir gut, was du brauchst und was nicht. immerhin entscheiden die gewünschten/benötigten anschlüsse nicht nur, ob skylake oder haswell sinnvoller ist, sondern auch, ob ein teures mainboard sinn macht oder ein günstiges reicht.