geeigneter Switch für Straming, Gaming und surfen

ny_unity

Lt. Junior Grade
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Juli 2017
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Hallo liebe Computerbase-Gemeinde,

da mir hier schon des öfteren bei Neuanschaffungen mit Rat und Tat zu Seite gestanden wurde, probiere ich erneut mein Glück :-)

Ich baue der zeit ein neues EFH, im Moment sind wir noch beim Trockenbau, das bedeutet natürlich auch, dass man an die Kabel denken muss.

Das Verlegen der Kabel ist abgeschlossen, in allen Räumen liegen Cat7 S-FTP Kabel. Diese kommen alle in meinen Hauswirtschaftsraum zusammen. Insgesamt 16 Dosen.

Mein Hausanschluss wird eine 100 Mbit/s Leitung hergeben, angeschlossen dann an einer Fritzbox. Die Fritzbox soll anschließend mit einem Switch verbunden werden, in dem alle Endgeräte zusammen kommen.

Meine Frage jetzt, welche Variante besser ist und ob es eine bessere Lösung gibt:

Variante 1:
- Ich nehme vier Switches mit 8 Ports, ein Port geht immer jeweils an die Fritzbox

Variante 2:
- Ich nehme einen Switch mit 24 Ports, ein Port geht an die FritzBox

Alle Ports natürlich mit RJ-45 1000Base-T.

Eine Frage stellt sich mir: Kann man einen Switch mehrfach an die FritzBox anschließen, so das aus 1x 1000Base-T am Ende 4x 1000Base-T wird? Bei herkömmlichen Switches war es ja dann der Fall, dass es zu Überschneidungen und Abbrüchen kam.

Wenn es so etwas gibt, dann würde ich gern einen 24 Port Switch nehmen und alle 5 Ports der FritzBox an diesen Switch packen. Ich glaube so etwas bei dem Netgear GS808E gelesen zu haben, habe ich das richtig verstanden?

Gibt es andere Optionen, Anregungen oder bin ich total daneben, oder muss ich auf etwas speziell beim Kauf eines Switches achten? :)

Vielen Dank!

MfG

Erik
 
Nein, soweit ich weiss, kann die FB das nicht und macht bei der Leitung auch keinen Sinn.

Sowas wird nur in Netzwerken gemacht, wenn zwei Switche mehr Daten austauschen müssen.
Trunking nennt sich das. Ein 16er oder 24er reicht aus. Muss auch nicht fancy aussehen.
Ein Arbeitstier wie dieser reicht: 24er Unmanaged

16er unmanaged

Willste ein bisschen mehr, such Dir einen managed switch.
 
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Jop macht keinen Sinn da die FB ja sowiso nur max 100 Mbit rausgibt, 1 LAN Kabel dran und fertig.
Hol Dir wie vorgeschlagen so ein 16 - 24 Port Gbit Switch (hier aufpassen, es werden auch oft noch günstige 100 Mbit/s Varianten verkauft, Finger weg davon!). Falls später allenfalls das LAN segmentiert werden soll, gleich ein Full Managed (nicht Smart) Switch kaufen.

Beispiel Managed (und Rackmount):
https://geizhals.de/tp-link-t2600g-...ch-t2600g-28ts-tl-sg3424-a657267.html?hloc=de
https://geizhals.de/d-link-des-35-rackmount-managed-xstack-switch-des-3528-a369132.html?hloc=de
 
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wieso gibt die FB nur 100 raus? Hat doch Gbit-Lan... ist die FB 7490 - noch :-)
 
Der Zyxel GS1900-24E Switch bietet sich für dein Vorhaben an - 19“ Rackmontage Zubehör liegt dem Switch bei.
https://www.computerbase.de/preisve...-24e-eu0101f-gs1900-24e-gb0101f-a1027668.html

Die Bündelung mehrerer Netzwerkschnittstellen durch Link-Aggregation ist bei der Fritzbox nicht möglich und wäre auch in deinem Aufbau sinnfrei. Der Zyxel unterstützt statisches LAG und LACP - falls du ein modernes NAS mit mindestens 2 Netzwerkports daran betreibst aufeden Fall interessant.
 
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Wie man 16 Verbraucher mit zwei 8er Switchtes und ner FB zusammenschließen will, geht, wie oben beschrieben, niemals. Je ein Uplink zwischen Switch und FB läßt nur 2x 7 Ports für 16 Anschlüsse übrig ... Nonsens! Man könnte zwar die Nr 15 und 16 an die FB anschließen, aber damit wäre wirklich jeder Port belegt und ein späterer Ausbau ist nahezu unmöglich bei dem Bestand.
 
ny_unity schrieb:
wieso gibt die FB nur 100 raus? Hat doch Gbit-Lan... ist die FB 7490 - noch :-)

Ich glaube Lawnmower meinte damit, dass die Fritzbox vom Internet aus nur 100 Mbit/s zur Verfügung stellen kann und eine einzelne LAN-Verbindung zum Hauptswitchmit 1 Gbit/s dahingehend vollkommen ausreichend ist.

Prinzipiell möchte ich ergänzend zu meinen Vorrednern noch etwas zu deinen beiden Varianten sagen. Man sollte nach Möglichkeit immer so wenige Switches wie möglich und so viele wie nötig einsetzen. Hintergrund ist der, dass ein Switch intern genug Leistung hat, jeden Port mit jeweils 1 Gbit/s zu versorgen. Port1->2 bekommt also 1 Gbit/s ebenso wie parallel Port 7->13 und auch parallel Port 21->4. Hängen diese Ports nun aber an unterschiedlichen Switches, teilen sie sich den jeweiligen Uplink zum anderen Switch. Heißt: Wenn 2 Geräte an Switch 1 mit 2 Geräten an Switch 2 Daten austauschen, teilen sich beide den 1 Gbit/s Uplink und bekommen so zwangsläufig jeweils nur 500 Mbit/s.

Bezüglich der Größe kann ich nur zu einem 24er Switch raten. Ein 16 wäre ja schon durch die 16 Dosen voll, ein Uplink zur Fritzbox wäre dann .. .. der 17. Port?!? Selbst wenn es nur 15 Dosen + 1 Fritzbox wäre, ist ein voller Switch eher nicht so dolle, da Ports auch kaputt gehen können und dann fehlt wieder einer.. Es sollten daher immer 2+ Ports als Reserve frei sein. Es kann ja auch sein, dass beizeiten mal ein NAS dazukommt, ein zentraler Netzwerkdrucker, o.ä. Klar könnte man die 3 übrigen Ports von der Fritzbox verwenden, aber auch dann entsteht wieder der potentielle Flaschenhals.
 
Würde auch einen 24Port Gbit kaufen. Eventuell mit POE falls man mehrere POE Geräte hat wie WLAN APs, IP Telefone, Kamera, IP Türklingel, SmartHome gedöhns. Managed ebenfalls sinnvoll so kann man beispielsweise Kameras und SmartHome in eigenen VLANs isolieren. Geräte die nur übers Internet kommunizieren und nicht das eigene LAN brauchen kann man ebenso isolieren dann.
Was die Fritzbox in Sachen VLANs kann weiß ich aber nicht, ich persönlich finde das Teil fürs Eigenheim eh wenig praktisch weil der Anschluss für die Telekom ist idr im Keller, für WLAN und DECT Stationen ist das aber ein beschissener Standort.
 
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Jop, so war das gemeint :) - was bringt Dir X x 1 Gbit wenn dann die Anbindung hinten dran nur 100 Mbit/s ist?
Abgesehen davon: Mit den Full Managed Switchs kannst Du das jederzeit machen wenn z.B. in einem Raum 2 Anschlüsse rauskommen, könntest Du die zu einem virtuellen Port zusammenführen und hättest dann 2 Gbit/s zur Verfügung (der Client der da angeschlossen wird muss da dann aber auch mitmachen).

Das mit den 24 Ports + PoE wäre tatsächlich auch noch eine Überlegung wert, dann käme z.B. diese Geräte in Frage:
https://geizhals.de/tp-link-t2600g-...t2600g-28mps-tl-sg3424p-a1536817.html?hloc=de
https://geizhals.de/zyxel-gs2210-ra...tch-gs2210-24lp-eu0101f-a1535256.html?hloc=de
Die sind dann allerdings nicht mehr lüfterlos, laut und erzeugen ja nach Anzahl PoE Verbraucher ordentlich Abwärme - m.M.n. andere Anforderungen an den Installationsort als nur einfacher passiv gekühlter Switch.
 
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Er hätte dann einen 2x1Gbit Trunk aber keinen Anschluss mit 2Gbit. Die wenigsten Netzwerkprotokolle erzeugen mehr als eine Verbindung. Bringt also nur Vorteile sofern man Sachen parallel transferiert, der Upload zum NAS per FTP oder SMB bleibt 1Gbit. SMB3 Multi Channel kann zwar mehrere Verbindungen doch außerhalb von Windows geht das meines wissens nicht und privat wird man eher nen Synology NAS haben als nen MS Server.
 
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Nicht zuletzt ist es am Ende auch eine Kostenfrage. Klar wäre ein Full-Managed Switch mit PoE ideal, aber eben auch die teuerste Variante. Unmanaged wäre wiederum die günstigste Lösung. Wobei ich von einem unmanaged Switch bei 24 Ports als zentraler Switch abraten würde, da die Anforderungen mit der Zeit steigen werden und ein unmanaged Switch kann .. .. nix außer Switchen. Das Mittelding, ein Smart-Managed Switch, kann in der Regel immerhin VLANs und ggfs eben auch Link Aggregation, etc..

Für PoE kann man zur Not später auch zähneknirschend einen 8er PoE-Switch danebenstellen. Damit handelt man sich zwar im worst case wieder den Flaschenhals in Form des Uplinks zum Hauptswitch ein, aber wenn aktuell keinerlei PoE-Geräte vorhanden sind und auch kurz- bzw. mittelfristig keine geplant sind, stellt sich die Frage ob die Investition in einen 24er Full Managed PoE-Switch nicht einen Tick zu weit geht. Auch wirkt sich der Uplink zB bei PoE-Kameras und auch Access Points meist nicht so sehr aus, da zB das WLAN meist sowieso deutlich langsamer als 1 Gbit/s ist und selbst 2 APs den Uplink nur bedingt auslasten könnten....
 
cool, danke euch für die vielen Antworten... und in der Tat, ist Klingel mit Kamera, Türöffner, etc. im Plan, zwar nicht jetzt, aber die kommenden Jahre, die Leerrohre liegen schon ;-)

Daher bin ich jetzt so weit, das ein 24-Port PoE Switch genommen wird, full managed.

Jetzt habe ich weitere Fragen, PoE oder PoE+? Es reichen ja 6 Ports von den 24 die PoE/PoE+ haben, oder?

Ist es sinnvoll einen Switch zu nehmen, der wie nizakh LAG und LACP unterstützt, damit später ein NAS mit 2 Ports angeschlossen werden kann?

Gefunden habe ich den Netgear M4100, der kann aber das LAG/LACP nicht, oder?

weiteres Modell: Trendnet

Vielen Dank!

Erik
 
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@Bogeyman: Genau bez 2 x 1 Gbit - das muss man immer im Hinterkopf behalten; für ein NAS mit mehreren LAN Ports aber ideal sofern mehrere Clients da gleichzeitig drauf zugreifen.
 
Ich würde immer auf PoE+-Unterstützung achten (802.3at). Zwar reicht PoE (802.3af) für die meisten Geräte aus (APs, Kameras, etc), aber wenn dann eben doch mal ein Gerät dabei ist, dass zwar in der Theorie nicht soviel Saft braucht, aber eben PoE-Klasse xy anfordert, dann guckt man dumm aus der Wäsche.

Zur Erklärung: Bei PoE nach 802.3af/at kommunizieren PSE (PoE-Versorger) und PD (PoE-Abnehmer) miteinander und handeln eine Versorgungsklasse aus. Auch wenn ein Gerät unterm Strich vielleicht nur 10 Watt benötigt, kann es durchaus sein, dass die PoE-Elektronik beim PoE-Switch trotzdem 25 Watt anfordert und damit eben in den PoE+ Bereich geht.

Die Preisunterschiede zwischen Full-Managed-24-Port mit PoE bzw. PoE+ dürften auch eher marginal sein. PoE und kein PoE ist ein deutlicher Preisunterschied, aber PoE oder PoE+ wird preislich wohl eher nachrangig sein.
 
was sagst ihr zu den von mir zwei aufgeführten Geräten?

die von Lawnmower aufgeführten Geräte sind beide mit 24x PoE+, ist das sinnvoll, oder eher Stromfresser?

Was ist der Unterschied von den Geräten zu Lawnmower?

Die Geräte sind gefunden, es geht am Ende nur noch darum, sind 24x PoE+ notwendig und kann der Switch Port Trunking (für NAS mit 2x RJ-45)
 
Stromfresser ist relativ. Die Effizienz dürfte aber höher sein wenn du mehrere POE Geräte dran hängen hast, als jedes über einen eigenen Injektor versorgst, zumal viele Injektoren auch nervig sind im Rack, brauchen Platz, müssen irgendwo befestigt werden wenn man es gescheit machen will, und jedes Teil hat noch eigenen Netzstecker umso mehr Steckdosen brauchste usw.

Wenn du WLAN nicht über die Fritzbox machen willst weil du diese in den Keller stellst könntest du dir überlegen WLAN AP und Switch von Ubiquiti aus der Unifi Reihe anzuschaffen.
 
Ich habe mal noch eine kleine Frage... gibt es einen Switch, in dem ich die Verlegekabel direkt einklemmen kann, ohne Stecker? Würde für mich komfortabler sein, spare ich mir die Stecker...
 
Es geht doch um ein Haus oder nicht? Machts gescheit und hänge einen kleinen Netzwerkschrank an die Wand mit Patchpanel für die Kabel. Das ist kein Luxus sondern eher das Standardvorgehen und wenn mans selbst macht hat man auch nur die Materialkosten.
Was du suchst gibt es nicht und ist davon abgesehen auch ne dumme Idee.
Durch nen Netzwerkschrank und Patchpanel haste gewissen Staubschutz und auch ne Zugentlastung der Kabel und erden kannste so das Teil auch gescheit.
 
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Ich habe mich jetzt für folgende Konstellation entschieden:

Switch: http://www.netgear.de/business/products/switches/managed/M4100-24G-POE-plus.aspx#tab-highlights

Wandschrank, Erdung mit vorgenommen:
https://www.amazon.de/LogiLink-Wand...schrank,+19``&refinements=p_72:419117031&th=1

Patchfeld:
https://www.amazon.de/dp/B01N7R4GV8/ref=cm_sw_r_wa_api_dUhhAbKXMVHFS

Gibt es Einwendungen? Wenn später mal ein NAS mit 2x Netzwerkanschlüssen kommt, kann ich beide in den Switch stecken, richtig?

Danke!
 
Verlegekabel mit Stecker ist in der Regel eine schlechte Idee. Es gibt zwar Stecker, die auch für Verlegekabel freigegeben sind, aber grundsätzlich implizieren Stecker eine gewisse Mobilität, rein raus, hin und her. Da Verlegekabel ja steifer ist und dementsprechend anfälliger gegen Kabelbruch, ist Bewegung im Kabel eher nicht so schön. Klar, in einem festinstallierten Switch an der Wand oder in einem Netzwerkschrank wird man selten am Kabel rumfummeln, es geht aber ein bischen um's Prinzip. Lieber sauber machen und Jahrzehnte keine Probleme damit haben als ein paar Euro zu sparen und im worst case einen Kabelbruch riskieren..

Außerdem kann es ja durchaus sein, dass man irgendwann eben doch mal an die Kabel ran muss, weil man an einer Dose zB kein LAN braucht, sondern irgendwas anderes, zB für ein Analog-/ISDN-Telefon oder was weiß ich. Bei einem Patchpanel patcht man einfach um, Patchkabel raus aus dem Switch und rein in den ISDN-Port des Routers, oder was auch immer. Steckt das Verlegekabel direkt im Switch, mit Stecker, wird's nicht so einfach.
 
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