Gemeinsame Wohnung auflösen

Benzer

Fleet Admiral
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Nov. 2007
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16.902
Hallo zusammen,

meine Freundin (25) und ich (30) haben uns getrennt und lösen jetzt die gemeiname Wohnung auf.
Dazu hätte ich gerne ein paar Ratschläge / Meinungen denn es gibt zwei Streitpunkte.

Im Mietvertrag der Wohnung sind wir beide als Mieter eingetragen.
Gekündigt ist die Wohnung zum 31.3.2014.

1.
Meine Freundin ist jetzt schon mit ein paar Sachen zu Ihren Eltern gegangen und wird dort vermutlich auch bis zu Ihrem Auszug bleiben. Sie ist jetzt auf dem Standpunkt, dass Sie nur noch 50% der Kaltmiete zahlen muss und ich dafür die Nebenkostenrückzahlung bekommen soll.
Ich bin auf dem Standpunkt, dass wir alles weiterlaufen lassen wie bisher und Sie 50% der Warmmiete, Heizkosten & Strom zahlt und wir die Nebenkostenrückzahlung 2/3 & 1/3 aufteilen und Sie die zwei Drittel bekommt.

Sie sagt halt sie erzeugt keine Nebenkosten mehr und muss diese somit auch nicht zahlen.
Ich sage das die Nebenkosten alles Pauschalen sind die auf das Jahr gerechnet werden und sie deswegen weiter zahlen muss, aber den größeren Teil zurückbekommt da Sie ja weniger erzeugt hat. Nebenbei sind in den Nebenkosten ja auch fixe, nicht verbrauchsabhängige Kosten wie z.B. die Mülltonnen enthalten.

2.
Wir haben wenig im Haushalt gemeinsam angeschafft. Allerdings habe ich viele Sachen angeschafft die nicht mit umgezogen werden können und nach dem Abbau schrottreif sind. Wie z.B. die Arbeitsplatte der Küche.
Sie sagt - das ich dann halt Pech habe.
Ich sage das wir diese Dinge, die nach dem Auszug schrottreif sind 50/50 teilen sollten.

Was denkt ihr darüber? Wie würdet ihr die Themen angehen? Gibt es da rechtlich irgendwelche Ansatzpunkte?

Für die Zukunft werde ich wohl manches anders machen im Bezug auf die gemeinsame Wohnung und gemeinsames Beschafftes, aber jetzt muss ich erstmal das hier klären...
 
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit/keine rechtliche Beratung/ keine Garantie und keine Gewähr :) :

Sofern sie nicht aus dringenden Gründen (z.B. häusliche Gewalt) gegangen ist, sind die (alle) Kosten für die Wohnung bis zur Auflösung 50:50 zu teilen, da sie auch im Mietvertrag steht und somit die selben Rechte/Pflichten hat wie Du.
Im Falle eine Rückerstattung ist diese dann auch 50:50 aufzuteilen.

Angeschaffte Dinge gehören in diesem Fall (nur Freundin, nicht Verlobte, wenn ich es richtig verstanden habe) demjenigen, auf dessen Namen die Rechnung lautet. Ausnahme: geschenkte Gegenstände. Die gehören weiterhin dem Beschenkten.
Wobei der Nachweiß immer schwierig sein wird.

Die "Schrottteile" würde ich persönlich mit "mein Verlust" abhaken und gut.

Rechtliche Ansätze, sicherlich. Das sollte aber die allerallerletzte Möglichkeit sein. Ich habe mich (2001) nach 16 Jahre Ehe gütlich getrennt, ohne Schmutzwäsche. Und wir scheiben uns ab und zu mal ne Mail.

Reden halte ich für sinnvoller im Quadrat.
 
Warmmiete natürlich teilen. Abrechnung auch halbieren. Heizung bleibt bei jeweils die Häfte (in hohem Maße nicht verbrauchsabhängig). Bei Strom würde ich ihr zustimmen: Das solltest Du alleine tragen (da verbrauchsabhängig).
Die NK, die Du aufgezählt hast, sind natürlich ebenso nicht verbrauchsabhängig -> gehören zur Warmmiete -> teilen.

->Die angeschafften Sachen, die nciht mit umziehen können -> Versuchen, mit Nachmieter einen Abschlag auszuhandeln.

MfG,

Anon
 
Grundsätzlich steht sie bis zum Auszug voll mit im Mietvertrag und wenn Du z.B. heute vor einen Bus läufst, muss sie die Miete bis zum 31.3.2014 zahlen.
Sie hätte ja auch bereits vorher kündigen können und Du wärst in der Wohnung verblieben.

Allerdings ist es natürlich so, dass ausschließlich Du in der Wohnung jetzt noch Nebenkosten (Heizung, Strom, Warmwasser) verursachst.
Insofern würde ich ihr vorschlagen, dass Sie per sofort lediglich 50% der Kaltmiete trägt und Du die Betriebskostenvorauszahlungen alleine.
Fänd ich nur fair.
Wegen der paar Euro würde ich mich nicht streiten.

Nebenkostenrückzahlung für das Jahr 2013 dauert ja noch bis Herbst - ob Ihr Euch da überhaupt noch kennt - insofern die allein behalten und dafür siehe oben.

Und bezüglich der Anschaffungen:
Jedem gehört das, was er/sie bezahlt hat. Ihr seid nicht verheiratet.

Und ja, für die Zukunft ist man dann schlauer.
Ich habe sowas nach ner Scheidung hinter mir und die Konsequenz gezogen, dass in meine kleine Bude niemand mehr mit einzieht und ich auch nirgendwo mit einziehen werde.
Das ist die Krux auf dem Hamburger Wohnungsmarkt - 40% aller Hamburger Haushalte sind 1-Personenhaushalte :)
 
Zuletzt bearbeitet:
ich würde ihr höchstens die fixen nicht verbrauchsabhängigen NK weiter berechnen. Sachen wie Strom, Telefon usw die sie jetzt nicht mehr nutzt solltest du ab jetzt tragen denn sie nutzt es ja nicht mehr.

Auch finde ich es dreist von ihr, die Sachen wie Küchenplatte dir an den Nagel zu hängen, denn ihr habt die Sachen ja auch gemeinsam abgenutzt (sie soll ja froh sein das ihr diese "gemeinsamen Sachen nicht 50/50 angeschafft habt)... Sie sollte sich wenigstens mit einem % Teil beteiligen. Aber so ist das halt irgendwann... am Anfang ist Liebe und irgendwann ist die vorbei... deshalb sollte man sachen auch erstmal strikt trennen. Jeder kauft sein Zeugs und nimmt sein Zeugs bei Trennung mit.

Ich habe die Befürchtung das es bei mir evtl auch in absehbarer Zeit soweit sein könnte... ich weiß jetzt schon das ich hier genauso in den Schlamassel kommen könnte ;)
 
Hätte deine Freundin doch eher gekündigt, oder ging das nicht? Theoretisch sind die meissten Nebenkosten nicht verbrauchsabhängig, in einem grossen Mietshaus. Jedenfalls in meiner Gegend. Wie die Umstände sind weiss ich nicht. Ich würde zB ungern die Kündigungsfrist alleine tragen wollen. Aber das kommt ganz drauf an auf deine individuelle Situation deswegen ist sowas immer von der Situation abhängig.
Strom aber schon das ist ja meisstens auch nicht in den Nebenkosten vom Vermieter drin sondern extra. Aber wie das genau bei euch ist weiss ich nicht.
 
Aus diesem Grund teile ich ganz bewußt nicht bei gemeinsamen Neuanschaffungen die Kosten.
Mir gehört das gemeinsam angeschaffte Doppelbett, dafür der Kühlschrank ihr.
Der Geschirrspüler, welchen ich jetzt kaufe wird dann wieder mir gehören.


Aber schlaues Gerede bringt dir ja jetzt nichts mehr.
Und auch wie genau die rechtliche Situation aussieht.
Denn wenn sie der Meinung ist sie müsse nichts zahlen, was außer Anwalt bleibt dir da noch an Möglichkeiten?


Wenn du es ganz korrekt angestellt hättest, dann hättest du ab ihren Auszug Strom- und Heizkostenzähler notiert und das ganze ausgerechnet. Weitere Nebenkosten zu teilen ist Blödsinn, weil Müllgebühren, GEZ und sonstiges auch anfallt, wenn beide ausgezogen wären.


Aus Gründen der Fairness würde ich aber alles ganz normal teilen. Denn durch ihren Auszug bürdet sie ja dir höhere Kosten auf. Der mündliche und auch der schriftliche Vertrag sieht ja die Teilung aller anfallen kosten vor. Wenn sie dann woanders wohnen will obwohl sie noch das Wohnrecht in der gemeinsamen Wohnung hat ist das ihr Pech.
 
Wie schon von den meisten hier gesagt wurde, steht sie ebenfalls im Mietvertrag und muss somit die Hälfte der Warmmiete bezahlen. Das sie keine Nebenkosten produziert ist ja auch nicht korrekt, da vieles darin fix ist, bspw die Kosten für Mülltonnen.
Das sie diese nicht mehr nutzt, ändert ja nichts an der Tatsache, dass diese weiter bezahlt werden müssen.

Mit der Nebenkostenrückzahlung (sicher das es keine Nachzahlung wird?) gilt an sich auch 50:50. Du könntest natürlich jetzt alle Zähler aufschreiben und das am Ende ganz genau ausrechnen (also wieviel gemeinsam verbraucht wurde, und wieviel von dir alleine). Bei 3 Monaten dürfte das aber nicht viel ausmachen, sofern ihr keinen Garten zu bewässern habt (der aber auch euch beiden gehören würde).

Dasselbe beim Strom. Das sind ja nur Abschläge für ein Jahr. Der genaue Verbrauch wird erst am Jahresende abgerechnet, bzw beim Auszug.
Auch da könntest du jetzt den Zählerstand notieren und das am Ende rausrechnen.
 
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