Geräteinternen Speicher erweitern

Brati23

Lt. Commander
Registriert
Sep. 2018
Beiträge
1.441
Hallo Zusammen

Eine Freundin hat sich eine Stickmaschine gekauft. Das Teil war wirklich teuer aber an den Anschlüssen wurde (wie so oft) gespart. Es ist leider kein LAN Anschluss vorhanden und auch nicht WLAN fähig.

Schön wäre es die Stickdateien direkt vom PC aus auf die Maschine zu bekommen und genug Speicher zu haben.

Vorhandene Anschlüsse:
2 x USB 2.X (für USB Stick oder ähnliches)
1 x USB (wie beim Drucker) welcher beim Anschluss an den PC als Interner Speicher der Maschine angegeben wird.

Ablauf bis jetzt:
1: Datei am PC auf den USB Stick laden, USB Stick umstecken, auf Maschine öffnen.
oder
2: Die Datei am PC auf den internen Speicher der Maschine ziehen, auf Maschine öffnen.

Problem:
1: Jedes mal umstöpseln. (bei einer neuen Datei)
2: Der interne Speicher der Maschine ist sagenhafte 5MB gross! Selbst für Stickdateien viel zu wenig Platz.

Lösungsansatz eines Laien:
1: USB Stick mit WLAN oder RJ45 (muss aber nicht nur senden sonder empfangen)
2: Ein direktes USB Patchkabel, Vater/Vater (wird so vermutlich auch nicht funktionieren)
Eine externe Festplatte mit 2 USB Anschlüssen. (gibts das)
Ein USB Splitter bzw. Verteiler (es müssten ja beide aktiv sein)

Vielleicht hat jemand von Euch noch einen guten Input für mich.

Vielen Dank schonmal und einen schönen Sonntag.
Grüsse Brati
 
Zuletzt bearbeitet:
Versuche ein Android Smartphone als USB Stick Ersatz im Modus "USB Massenspeicher" oder "USB mass storage" zu nutzen. Wichtig: nicht im Modus MTP!
Wenn das klappt, dann kannst du über sehr viele Methoden die Datei aufs Smartphone bringen, inkl. Windows Netzlaufwerk.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland
Android ab Version 4.3 und später ist zu MTP gewechselt, davor war es USB mass storage.
Ein altes Smartphone sollte billig auf ebay zu schießen sein. Oder eines welches cyanogenmod 10.1 oder früher unterstützt, das wäre ideal. Cyanogenmod deswegen weil gerootet die Möglichkeiten viel besser sind z.B. einen Samba server laufen zu lassen.

Du wirst basteln müssen, aber gehen sollte es auf jeden Fall. Dein S7 kam mit Android 6.0 und hat zwischenzeitlich 8.0, d.h. damit geht es nicht, ausser man kann es in den Einstellungen ändern.
 
Ich habe hier noch ein Samsung GT-S5690 mit Android 2.3.6 rumliegen.
Werde ich beim nächsten Besuch gleich versuchen.
Weisst Du ob ich dann auch auf die SD-Karte zugreifen kann? (muss ich erst noch kaufen)
Der 146MB grosse interne Speicher vom Telefon ist zwar schon einiges besser als die 5MB der Maschine aber vermutlich auch bald voll.
Beim anstöpseln sollte der Akku auch gleich geladen werden oder?

Meist Du ich finde noch ein Programm zum synchen welches unter Android 2 läuft?
Das Telefon wird nur für diesen Zweck benutzt, es könnte also auch etwas anderes aufgespielt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sambadroid funktioniert ab 2.3. Es könnte aber root brauchen. Root wäre auch hilfreich um die SD Karte beliebig mounten zu können.
Ansonsten nach einem Custom ROM wie einem alten cyanogenmod suchen. Es könnte ein Android 4.x auf dem Gerät lauffähig machen.
 
Ich bin gerade am Sambadroid einrichten. Root ist eingerichtet und superuser funktioniert.
Es kommt am PC (Win10) der Fehler: Sie können keine Verbindung mit der Dateifreigabe herstellen weil sie unsicher ist. Diese Freibgabe erfordert das veraltete SMB1-Protokoll blibla. Ihr System erfordert midestens SMB2.
 
Danke Dir vielmals. Das werde ich, sobald ich dazu komme, versuchen.
Entstehen dadurch keine Sicherheitsrelevanten Nachteile ausser ggf. im Heimnetzwerk? Ist es zu verantworten?

Ein weiteres Problem hat sich ergeben. Da die Maschine zwischendrin, ggf. auch mal zwei bis drei Tage ausgeschaltet ist, würde das Telefon durch den leeren Akku vermutlich ausschalten.
Ich habe versucht einen USB-HUB mit Netzteil dazwischen zu klemmen. Dann wird der Akku wohl geladen aber ich bekomme keine Verbindung zur Maschine mehr hin.

Hast Du eine Idee wie ich das lösen kann? Gibt es da ein spezielles Kabel?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich mich richtig erinnere, maximale Passwortlänge kürzer, SMB im Heimnetz gesamt wird etwas langsamer weil SMB1 eben ineffizienter ist. Kann auch ein Passwortproblem vorhanden sein, also relativ leicht knackbare Passwörter.
Im Internet hat SMB egal welche Version sowieso nie etwas zu suchen. Ich würde SMB1 nutzen für so einen Zweck wie bei dir.

Keine Ahnung, USB Hubs machen imho immer wieder komische Probleme, oder es ist auch die Strickmaschine. Die wird wahrscheinlich auch nur einen billigen Arduino oder so was nutzen.
 
Brati23 schrieb:
2 x USB 2.X (für USB Stick oder ähnliches)
Das sind Host Ports, USB ist ja eine Point-to-point Verbindung und man muss immer einen Host und einen Client Port verbinden, zwei Client Ports miteinander oder zwei Host Ports miteinander zu verbinden geht nicht. Da muss eben ein Datenträger ran, dann Verwaltet die Maschine dessen Filesystem und kann auf die Dateien zugreifen.
Brati23 schrieb:
1 x USB (wie beim Drucker) welcher beim Anschluss an den PC als Interner Speicher der Maschine angegeben wird.
Dies ist ein Client Port, da muss der PC ran und kann dann die Daten auf deren internen Speicher schreiben. Hier könnte man vielleicht ein NAS ranhängen, die haben ja USB Host Ports, den internen Speicher der Maschine dort einbinden, eine Freigabe erstellen und dann von PC auf diese Freigaben Daten kopieren, sofern das NAS mit dem Filesystem des Speichers der Maschine umgehen kann.
Brati23 schrieb:
1: USB Stick mit WLAN oder RJ45 (muss aber nicht nur senden sonder empfangen)
Nur wie soll das gehen auf der Maschine die Treiber zu installieren und dann müsste sie auch noch in der Lage sein über Netzwerk Daten zu übertragen, wozu sie ab Werk ja offenbar nicht vorgesehen ist. Da sehe ich wenig Chancen.
Brati23 schrieb:
2: Ein direktes USB Patchkabel, Vater/Vater (wird so vermutlich auch nicht funktionieren)
S.o, es muss immer ein Client mit einem Host Port verbunden werden, aber die Maschine hat ja beide Arten von Ports und wenn der PC nicht zu weit weg steht, kann man sie ja über den Client Port mit diesem verbinden.
 
Vielen Dank für Eure Antworten.

1 x USB (wie beim Drucker) welcher beim Anschluss an den PC als Interner Speicher der Maschine angegeben wird.
Dies ist ein Client Port, da muss der PC ran und kann dann die Daten auf deren internen Speicher schreiben. Hier könnte man vielleicht ein NAS ranhängen, die haben ja USB Host Ports, den internen Speicher der Maschine dort einbinden, eine Freigabe erstellen und dann von PC auf diese Freigaben Daten kopieren, sofern das NAS mit dem Filesystem des Speichers der Maschine umgehen kann.
Das klingt nach einem Lichtblick! Wobei der Speicher dadurch ja nicht grösser wird oder? Was ist der Vorteil gegenüber direkt am PC? (ausser der erreichbarkeit)

Die Lösung mit dem Telefon würde funktionieren, wenn nicht das Problem mit der Stromversorgung wäre.
Das Smartphone automatisch einzuschalten sobald es geladen wird bekomme ich nicht hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Brati23 schrieb:
Das klingt nach einem Lichtblick! Wobei der Speicher dadurch ja nicht grösser wird oder?
Nein, aber dafür gibt es ja die beiden USB Host Ports, da könnte man ja vielleicht einen USB Stick anklemmen um die Kapazität zu erweitern, wenn die Maschine dies unterstützt, also nicht nur Daten von und auf dort angeklemmte Datenträger schreiben kann. Das ist ja eine Frage der FW der Maschine.
Brati23 schrieb:
Was ist der Vorteil gegenüber direkt am PC? (ausser der erreichbarkeit)
Nur die Erreichbarkeit, da USB Kabel ja maximal nur ein paar Meter lang sein dürfen, musste ein PC an den man die Maschine hängt, ja relativ nahe bei ihr stehen, ein NAS zwar ebenfalls, aber kann auch es dann von weiter weg bedienen.
 
Wenn du einen extra PC/Computer ranhängst, was das Smartphone ja am Ende auch ist, dann wäre ein Single Board Computer optimal. Ein NAS ist relativ teuer. Ein SBC kostet ab ca. 20€, z.B. eine Android TV Box mit amlogic S905,S905X,S095D. Die kommen schon fast immer mit root wegen Sambadroid, haben eine eigene Stromversorgung die nicht via USB funktioniert und man kann da auch ein normales echtes Linux draufpacken wenn man will.

Alternativ einen Raspberry Pi jeder Art. Der braucht im Gegensatz zur Android TV Box aber noch dazu ein Netzteil, Gehäuse und SD Karte die man alle extra kaufen muss. Also ~10€ für einen RPi Zero 15-20€ gebraucht wohl weniger plus Rest https://geizhals.de/?fs=raspberry+Pi+zero&hloc=at&hloc=de&in=

Ein Raspberry Pi Zero kann beides: als USB Master oder Client Port funktionieren so wie das Smartphone. D.h. es kann ein GB großes Netzwerklaufwerk sein so wie jetzt das Smartphone. Ist auch kleiner. Die S905X Android TV Box kann in der Regel nur Master, d.h. man muss es ggf. hin und her kopieren aber nicht umstecken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank Euch beiden.

Ich hab hier noch ein Pi4 mit SD rumliegen welches zur Zeit nicht gebraucht wird. Fast zu OP aber sollte ja trotzdem gehen. Oder brauch ich explizit das Pi Zero?
Leider geht es da vermutlich Richtung programmieren / Linux was bei meinem Wissenstand schnell zu Frust führen kann :/
 
MaxOrdinateur schrieb:
Ein NAS ist relativ teuer.
NAS steht nur für Network Attached Storage, nicht für Geräte einer Hersteller der mit Q oder S beginnt oder irgendein Geräte wo NAS drauf steht! Jeder Rechner, von Pi bis Dual Xeon/EYPC Server der Speicherplatz im Netzwerk bereitstellt ist ein NAS!
 
Das mag Holt wissen aber jemand der eine Stickmaschine anschließen will und sich anscheinend nicht mit *nix, Android, USB Ports, etc. auskennt eher nicht :)

Für "normale Menschen" ist ein NAS das was man unter NAS auf gh.de oder auch amazon findet.
 
Ein NAS der Marke S steht auch daneben und könnte genutzt werden.
Doch, ist mir schon bewusst dass ein Pi oder Phone auch als Server/NAS dienen kann.
Was ich nicht weiss ist wie ich es an die Maschine anbinden soll. Bzw. die Maschine daran.

Wenn ich das richtig versteh wäre der beste "Weg" wohl ein PI (egal welcher Art) mit Samba? Geht das auch per Kabel?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne die Maschine zu kennen, sehe ich aufgrund Deiner Beschreibung zwei Möglichkeiten:
1.) Entweder nutzt Du die USB Host Ports und hängst das ein Phone an, welches dann wie ein USB Stick genutzt wird, so wie Du es auch an den PC hängen und auf seine Dateien zugreifen kannst, nur ist dann eben die Stickmaschine der PC. Dazu müsste man aber wissen was die Maschine mit einem USB Stick anfangen kann, ob da nur Dateien hin und her kopiert werden können oder es wie eine Speichererweiterung genutzt werden kann.

2.) Du nimmst das NAS um über den USB Client Port um Daten auf den internen Speicher der Maschine zu schreiben, dann hast Du natürlich keine Speichererweiterung, aber musst eben nicht in der Nähe (maximale USB Kabellänge) der Maschine sein. Ob Pi mit Samba oder S NAS, Du würdest dann das NAS anstelle des PC anschließen, dann kannst Du ja wohl den internen Speicher der Maschine zugreifen und für diesen erstellst Du eine Freigabe im Netzwerk und kannst dann übers Netzwerk darauf zugreifen.
 
Holt schrieb:
1.) Entweder nutzt Du die USB Host Ports und hängst das ein Phone an, welches dann wie ein USB Stick genutzt wird, so wie Du es auch an den PC hängen und auf seine Dateien zugreifen kannst, nur ist dann eben die Stickmaschine der PC.
Die Lösung von MaxOrdinateur funtioniert theoretisch wie sie soll, hat aber einen Hacken.
Maschine aus = Phone wird nicht mehr geladen und der Akku ist bald leer.
Mit einem USB-HUB mit Stromversorgung erkennt die Maschine das Phone nicht mehr.

Zu Option 2: Der PC steht gleich daneben. Die Dateien müssen nicht im Netzwerk erreichbar sein.

MaxOrdinateur schrieb:
Ein Raspberry Pi Zero kann beides: als USB Master oder Client Port funktionieren so wie das Smartphone. D.h. es kann ein GB großes Netzwerklaufwerk sein so wie jetzt das Smartphone.

Kann hier weiter angesetzt werden? Kabel von PC an PI ind von PI an Maschine? Wäre zu einfach oder?
 
Zurück
Oben