Gewährleistung trotz Kühlertausch - Antwort ASUS

guillome schrieb:
hallo?
sorry, aber im alten thread leute (teilweise zurecht!) als kriminelle und betrüger zu bezeichnen und dann diesen satz vom stapel lassen finde ich schon ein wenig rechthaberisch.


p.s. es gibt genügend technische defekte die nicht von einem unsachgemäß aufgeschraubten kühler stammen können. ein grafikkartenhersteller sollte mit eigenen technischen mitteln und erfahrungen keine probleme haben das festzustellen

Der Punkt ist doch ob ich die Veränderung in der Fehlerbeschreibung zugebe oder ob ich auf heile Welt mache und den Kühler drauf mache und versuche es über GARANTIE zu regeln. Wenn ich die Sache über die Gewährleistung mache ist das ja kein Problem-nur die Garantie ist nicht mehr vorhanden.

Gewährleistung hat nichts mit Kundenfreundlichkeit oder Kulanz zu tun-die ist gesetzlich vorgeschrieben. Und sicher können die Graqfikkarten Hersteller die Fehlerursache lokalisieren.....DAS MÜSSEN SIE ABER NICHT weil in der Gewährleistung umgekehrete Beweislast stattfindet. Das die Hersteller noch 98% der Karten zurück schicken dürfte evtl. auch andere Gründe haben als die Kundenfreundlichkeit-hier wird wohl eher ein Kostenfaktor entscheiden ob getestet wird oder nicht. Und die Frage ist auch in wieweit die Defekte aufgetreten sein würden wenn der Tausch nicht stattgefunden hätte-dieses was wäre wenn Spiel kann man als Kunde nicht gewinnen. Es ist um das erschleichen der Garantie gegangen und nicht um die Pflicht der Gewährleistung.
 
och dope ;)
es ist doch in unserem thread und bei der problemstellung total egal ob nun garantie oder gewährleistung! es geht doch um betrüger oder nicht! und das letzte ist doch wohl zumindest bei asus nun eindeutig zugunsten des kunden geklärt :)

aber mit der beweispflicht hast du theoretisch absolut recht. jedoch praktisch habe ich es in den seltensten fällen erlebt, dass hardwarehersteller nach den abgelaufenen 6 monaten auf einen kundenbeweis pochen. meistens sind es die zwischenhändler wie z.b. mf die dann sagen geh direkt zum hersteller und nicht über uns.
sollte ich mitbekommen, dass ein hersteller bei sowas (nicht nur grafikkarten) probleme macht, dann würde ich diesen hersteller boykottieren und jedem den ich einen neuen rechner zuzusammenschrauibe und berate dringendst von diesem hersteller abraten.
 
guillome schrieb:
p.s. es gibt genügend technische defekte die nicht von einem unsachgemäß aufgeschraubten kühler stammen können. ein grafikkartenhersteller sollte mit eigenen technischen mitteln und erfahrungen keine probleme haben das festzustellen
Das überschätzt Du etwas.
Ich kann als Grakahersteller über div. Diagnosetools herausfinden ob die GPU, der Speicher, irgendein Transistor, ne Leiterbahn oder was auch immer defekt ist, aber die Ursache für diesen Defekt bekomme ich so erst einmal nicht heraus.
Dazu müßte ich alle Teile der Graka unter ein Rasterelektronenmikroskop legen.:freak:

Ich möchte nicht wissen wieviele Grafikkarten schon beim Einbau durch eine elektrostatische Entladung abgeschossen werden, bloß weil Kunde Fachmann sich nicht geerdet hat. Wieviele patschen mit ihren Knubbelfingern direkt auf der Graka herum und hinterlassen so ein Fett-Schweis Gemisch auf der Platine das zur Oxidation führen kann auf dem PCB.:rolleyes:
 
GRAKA0815 schrieb:
Ich möchte nicht wissen wieviele Grafikkarten schon beim Einbau durch eine elektrostatische Entladung abgeschossen werden, bloß weil Kunde Fachmann sich nicht geerdet hat. Wieviele patschen mit ihren Knubbelfingern direkt auf der Graka herum und hinterlassen so ein Fett-Schweis Gemisch auf der Platine das zur Oxidation führen kann auf dem PCB.
jo genau diese sätze kann ich gut nachvollziehen, ist sehr verständlich und für den hersteller ärgerlich....

aber es gibt auch leute die alles astrein mit großer sorgfalt machen und den kühler ohne probleme verbauen. bei denen läuft dann die graka jahrelang astrein. wenn es dann aber in seltenen fällen zu einen technischen defekt kommt der nicht im einflussbereichs des getauschten kühlers liegt sind die erlichen leute dann die gelackmeierten - nur weil sie eine leisere und besser gekühlte hardware haben wollten. bei asus scheint das nun nicht mehr der fall zu sein und das ist auch aus kundesicht gut so :)
 
Zuletzt bearbeitet:
guillome schrieb:
jo genau diese sätze kann ich gut nachvollziehen, ist sehr verständlich und für den hersteller ärgerlich....

Ich kann Dir sagen, als Hersteller / Händler hast Du schon einige Kröten zu schlucken.
Die schlimmsten Erfahrungen habe ich gemacht was Kulanz angeht.

Fall1:
Kunde kauft sich eine FX5900 Personal Cinema.
Nach ca. 6 Monaten reklamiert er beim Händler einen defekt.
Händler schickt die Karte an mich zurück und ich tausche aus.
Nach einem weiteren Monat kommt auch diese Karte wieder wegen eines angeblichen defekts und Kunde möchte sein Geld wieder haben.
Ich biete ihm den Austausch gegen eine höherwertige Grafikkarte an (6600GT) und zusätzlich noch eine extra TV-Karte. Kunde stimmt zu.
Als ich die FX5900 PC teste, stellt sich heraus das die einwandfrei funktioniert. Er hatte wohl das BS neu installiert und die Einstellungen der Personal Cinema nicht mehr hinbekommen. Aber weiter, kaum sind 8 Wochen rum ist der Lüfter der 6600GT abgeraucht und nun möchte er ohne Kompromisse sein Geld wiederhaben.
Daraufhin wird ihm schriftlich mitgeteilt, dass bei einer FX5900 PC kein Mangel vorgelegen hat, und der Händler daher erst 2x nachgebessert habe und so noch einmal nachbessern dürfe. Kunde ist nicht einverstanden, zieht vor Gericht und bekommt mit der Begründung recht, dass die Angaben des Händlers als auch des Herstellers unglaubwürdig seien.:freak:

Fall2:
Kunde geht in ein Ladengeschäft, greift zielstrebig nach einer GF 6800GT PCIe, bezahlt und verschwindet. Am nä. Tag kommt er mit seinem Computer zu dem Händler. Grafikkarte im Arsch und Motherboard. Was hat er gemacht? Versucht eine PCIe Graka in den AGP Slot zu Hämmern.:rolleyes:
Händler fragt mich was ich tun könnte. Ich sagte, dass ich bereit wäre die Graka gegen eine AGP Version auszutauschen, bzw. wenn er sich jetzt ein neues Board mit PCIe zulegt ihm eine neue PCIe 6800GT zu zusenden. Kunde will aber auch das MB bezahlt haben, was ich aber nicht einsah. Kunde geht vor Gericht und bekommt recht.
Begründung:
Auf der Verpackung stand rechts: AGP 8x / PCIe 16x und damit sei für den Kunden nicht klar ersichtlich um welche Version es sich handelt. Auch die zusätzliche Aufbringung eines orangen Aufklebers mit dem Hinweis das es sich um eine PCIe Karte handelt ändere nichts an der Sache.
Fazit:
Kunde ist sich zwar unsicher, sieht sich aber nicht genötigt im Laden nachzufragen.
Kunde muß irgendwann gemerkt haben, das der Einbau doch nicht so einfach ist.
Kunde merkt das aber anscheinend erst, als Grafikkarte UND Motherboard zammelig sind.
Ergo: Stell dich nur blöd genug an und du bekommst recht.
 
Das ist ja richtig ärgerlich @ Graka, tust mir leid...
Aber das ist wirklich so, da gibts Leute, die hauen nen Silencer drauf, übertakten bis die Karte glüht und nur weil dann z.b. ne 6800gt nicht den Ultra takt mitmacht, wir se eingeschickt...
 
Hi Graka,

Ich verstehe deinen Ärger, allerdings sind das sicher Extremfälle und betrifft einen minimalen Prozentsatz. Also so schlimm kann das Leben des Herstellers nicht sein, sonst würde er nicht mehr herstellen :)

Anderseits kenne ich genug Fälle bei welchen es anders herum ist. Da ist der Kunde der Blöde, auch vor Gericht.
Insoweit teile ich deine Meinung auf Alles betrachtet nicht. Außerdem darfst du nicht vergessen, dass RMA einkalkuliert ist und in einem guten Unternehmen nicht auf den Idealfall. Dazu kommt noch, dass die Hersteller zig Karten herstellen die einzeln an den Endverbraucher verkauft werden. Wenn die alle nun statt jedes Jahr eine Graka lieber aller 2 Jahre einen Komplettpc kaufen würden, möchte ich das Geschrei der Hersteller mal hören. Schwarze Schafe gibt es überall.
 
Naja, Extremfälle?
Das waren die beiden letzten Fälle aus Dezember!

Ich bin nun seit fast 6 Jahren hier tätig als sog. "Hersteller".
Davor war ich 1 Jahr tätig bei einem PC, PC-Teile und Mobilfunk Händler, davor 1 Jahr bei einem Großhändler und davor 1 Jahr in einem Western Digital / SyQuest ServiceCenter.
Da erlebste Dinge die krabbeln strack der Wand hoch.

Überhaupt frage ich mich schon seit langem, ob hier überhaupt noch von einem *mündigen* Bürger / Verbraucher ausgegangen wird in der deutschen Rechtssprechnung.
Anscheinend nicht mehr.

Das sage ich jetzt nicht als Hersteller, denn außer in Grafikkarten bin ich selbst überall Verbraucher / Kunde!;)
 
Jim Phelps schrieb:
Warum mein Ursprungsthread geschlossen wurde, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Das lag an dem Unsinn, der teilweise in dem Thread geschrieben wurde. ;)
guillome schrieb:
p.s. es gibt genügend technische defekte die nicht von einem unsachgemäß aufgeschraubten kühler stammen können. ein grafikkartenhersteller sollte mit eigenen technischen mitteln und erfahrungen keine probleme haben das festzustellen
Abgesehen davon, dass - wie GRAKA0815 schon ausführlich dargestellt hat - zwar ohne große Umstände der Fehler als solcher festgestellt werden kann, aber nicht unbedingt die Ursache des Fehlers, ist das Ganze aber auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

Was ist billiger? Sich auf eine Sicht- und Funktionskontrolle zu beschränken, im Zweifel auch mal einem ungerechtfertigten Garantieanspruch nachzukommen und damit einige Grafikkarten zu verschenken oder mit großem Kostenaufwand in Form von Messtechnik und Arbeitszeit jede reklamierte Karte genauestens zu überprüfen, ggf. mit dem Rattenschwanz an Folgekosten z.B. durch Gerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang trotz eigentlich klarer Rechtslage bei abgewiesenen Retouren? Offenbar ist man bei Asus zu dem Schluss gekommen, dass die erste Variante insgesamt günstiger ist und damit die betriebswirtschaftlich bessere Lösung darstellt. :)

Oder in Kurzform: Asus nimmt es bewusst in Kauf, in diesen Fällen besch****n zu werden. :D

Zumal sich die so in der Aussenwirkung dargestellte Kulanz sicherlich nicht negativ auf die Absatzzahlen auswirken dürfte.

Viele Grüße, Tiguar
 
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