Gigabyte GTX 780 in Fractal R3 zu heiß

tox1c90

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Hallo!

Hab seit kurzem eine Gigabyte GeForce GTX 780 WindForce 3X OC Rev. 2.0, eingebaut im gedämmten Fractal Define R3 Gehäuse.
Mit wird das Teil ein bisschen zu warm, vor allem in Anbetracht dessen, dass die meisten Tests der Karte sogar maximal 75°C unter Furmark bescheinigen, wodurch die Karte das Temp-Target nicht erreicht und mit maximalem Boost laufen kann.

Bei mir wird die Karte aber schon ~74°C in BF3 und wenn ich Furmark laufen lasse ist sie nach 1-2 Min. bei 80°C und dann schaltet sich der Boost aus. Die Temp. stellt sich dann auf 85-86°C ein und bleibt konstant, Lüfter dann bei ~70%.

Jetzt habe ich Verdacht, dass das an einer etwas unzureichenden Gehäusebelüftung liegen könnte.

Momentan habe ich:

Hinten ausblasend: BeQuiet ShadowWing 120mm Midspeed auf ~600 rpm
Vorne unten einblasend: Fractal-Lüfter 120mm auf 5V (k.A. welche rpm)
Unten (gehäuseboden) einblasend: BeQuiet ShadowWing 140mm Midspeed auf ~600rpm

Und irgendwie wird das innen ziemlich kuschelig, dauert auch recht lang, bis nach Volllast-Ende sich die Temperaturen wieder auf idle-Niveau einfinden.

Was würdet ihr vorschlagen, sollte ich probieren? Meint ihr z.B. zwei Silent Wings 2 140mm oben in den Gehäusedeckel würden etwas bringen?

Oder könnte das eine schlechte Karte sein, die ich erwischt habe? Ansonsten funktioniert die super, der Kühler scheint auch richtig zu sitzen.

Wäre für jeden Tipp dankbar! :)
 
85°-86° ist hoch - aber nicht zu hoch.

Unter 90° solltest Du Dir keine Sorgen machen.

Und ein Lüfter vorn und einer hinten - rein - raus - sollte normal genügen mMn.

Und Furmark ist ja auch ein Hardwareextremtest.
 
Aber es ist doch komisch, dass die Karte nur bei mir so heiß wird, oder?

Ich hab auch den Eindruck, wenn ich nach 2 Stunden spielen die Gehäuserückwand anfasse, dass man da drin einen Kuchen backen könnte so warm ist es. :)

Würde es schon gerne bisschen kühler haben, fragt sich nur, wie ich das am effektivsten hinbekomme, auch bezüglich Lüfteranordnung.
 
600rpm sind bei dicker hardware unter last etwas wenig, um für genug zirkulation zu sorgen. bei 1000rpm sollten die temps besser werden.

in gedämmten gehäusen ist die temperatur immer etwas höher.
 
Du must bedenken, das viele die Karten in einem offenen Testaufbau testen, was ein riesiger Unterschied zu einem Gehäuse ist. Wenn Du ein gedämmtes hast, erhöht sich die Temperatur weiter. Der Grundwert im Idle und die unter Vollast sind einfach höher. Ein Karte mit der Art der Belüftung kann von einem Seitenlüfter profitieren. Ob Push oder Pull müsstest Du mal testen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hatte das Problem mit einem Define R2 Gehäuse auch. Ich habe oben in den hintern von beiden einen 140ger Lüfter eingebaut und gut war´s.
 
Meine Karte im Referenzdesign wird auch 80 Grad heiß. Da brauchst du dir also kreine Sorgen zu machen.
 
Den Lüfter vom Boden würde ich nach oben in den Deckel verlegen, am besten mit einem zweiten baugleichen BQ. Luft wird unten nachgesogen bei Unterdruck. Sollte da kein Filter vor sein, solltest Du einen verbauen, da sonst viel Staub in das Gehäuse kommt.
 
Ok, dann probier ich das mal.

Habt ihr eigtl. Erfahrungen, wie sich die in den Be Quiet - Netzteilen eingebaute Lüftersteuerung so macht? Mein Straight Power E5 hat drei temperaturgeregelte Lüfteranschlüsse, und ich überlege gerade, ob ich die beiden Deckellüfter und den hinteren dann einfach da dranklemmen sollte.

Oder ist das beim Fractal R3 unsinnig, weil das NT ja gar keine Luft aus dem Gehäuse einsaugt sondern Frischluft von außen, die ja dann kühl ist, was bedeuten würde die Lüfter drehen nie hoch? Da wäre interessant, wo der Temperaturfühler im Netzteil sitzt. Wenn der die eigene Erwärmung vom NT misst, würde es ja wieder Sinn machen, denn das erwärmt sich ja proportional zur anliegenden Last und somit auch zur Wärmeentwicklung im GEhäuse.

Eine richtige Lüftersteuerung habe ich nicht außer der beim Fractal mitgelieferten Poti-Slotblende. D.h. infrage käme diese, die geregelten Netzteil-Anschlüsse oder mit 5V/7V/12V-Adapter an Molex-Anschluss vom Netzteil.
Bei letzterem sollte 7V-Betrieb für die Deckenlüfter eigtl. reichen oder? Oder ist das bei den Silent Wings 2 eh egal, weil die auch auf 12V unhörbar sind?
 
Imho war die E5 Serie sehr defektanfällig. Die Lüftersteckplätze am NT lassen sich sehr leicht überlasten. Ich würde das nicht machen, zumal die 600 Rpm. Variante eh sehr leise sein sollte. Die würde ich einfach so direkt an drei Pin anschließen, ob die bei 7 Volt überhaupt noch anlaufen ist auch die Frage.
 
So, hab jetzt zwei 140mm Silent Wings 2 im Deckel, Temperaturen sind jetzt runter auf maximal 80°C in Furmark.

Hat also schon etwas gebracht :)
Allerdings lasse ich die Silent Wings nur auf 7V laufen, weil man sie auf 12V dann wieder raushört. Allerdings nicht in dem Maße mehr, wie sie dann auch mehr Luftstrom erzeugen.

Vielleicht mach ich die dann doch noch auf 12V, wenn es nochmal deutlich was bringen würde.
Ergänzung ()

Würdet ihr eigtl. oben Staubfilter draufpacken? Es gibt ja so Staubfilter mit Magnetrahmen, die man von außen einfach an das Gehäuse dranmachen kann.

Ich überlege aber gerade, ob es überhaupt sinnvoll ist, ausblasende Lüfter mit Staubfilter zu versehen. Das würde natürlich verhindern, dass während der PC aus ist, Staub durch die Decke ins Innere reinrieselt.
Andererseits verhindert es dann natürlich auch, dass im Innern befindlicher, aufgewirbelter Staub hinausgeblasen wird, weil ja dann die Staubfilter im Weg sind.
 
Ok :)

Ich denke ich hab auch den Grund gefunden für die noch immer höheren Temperaturen der 780 im Vergleich zu anderen Erfahrungsberichten.

Hab mal die Abdeckung der Lufteinlässe an der Seitenwand abgeschraubt, die sind ja etwa auf Höhe der Grafikkarte. Das ist ja die gleiche Dämmverkleidung, die Fractal auch im Gehäusedeckel angebracht hat, und die man für die zusätzlichen Lüfter abschrauben muss.

Kaum waren die Lüftungslöcher an der Seitenwand offen, ist die Temperatur der GPU ratzfatz um weitere 6°C nach unten gefallen.
Hab mal die Hand an die Graka gehalten. Die Gigabyte-Karte bläst massiv Abluft direkt zur Seite weg, diesem "Triangle"-Kühlerdesign geschuldet (siehe hier: http://www.gigabyte.de/MicroSite/275/3x-Triangle-Cool.html). Das Fractal R3 ist jedoch vergleichsweise schmal im Innenraum und dann sind da noch die Dämmmatten, die die Luftauslässe des Graka-Kühlers dann fast ersticken.

Das wundert mich dann nicht, dass die Abwärme gar nicht nach oben kann, sondern sich im Bereich der Grafikkarte staut.
 
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Das hattest Du aber zuletzt nicht erwähnt, dass an der Stelle immer noch die Abdeckung drauf ist. In meinem ersten Post schrieb ich auch, dort (auch testweise) einen Lüfter zu verbauen, dafür muss natürlich die Abdeckung weg. Ich bin eher für sowenig Lüfter wie möglich und so viel wie nötig. Wenn der Boost nun gehalten wird, würde ich es so lassen. Außer, das Du unbedingt einen Filter an die Öffnung setzen solltest. Dort kommt sonst zuviel Dreck rein.
 
Also irgendwie kapiere ich auch gar nicht mehr, was da einige für einen Quark zusammengetestet haben.

Mehrere Reviews bescheinigen der Karte geradezu utopische Volllast-Temperaturen von maximal 67°C nach mehrstündigem Benchmark-Parcour.

Keine Ahnung was die für eine Karte getestet haben, aber das was Gigabyte momentan verkauft kann das nicht sein. Selbst mit Gehäusebelüftung auf Maximum dauert es keine zwei Minuten und die Karte erreicht die 70°C.
67-70°C habe ich in BF4 mit aktiviertem Vsync, wenn die GPU laut GPU-Z nur zwischen 60 und 70% ausgelastet ist.
Mach ich Vsync aus und lasse daher die GPU mit 99% Auslastung laufen, werden das ganz schnell 77-80°C.

Aber laut einigen Reviews bleibt die Karte ja angeblich nach einer Stunde Furmark bei 72-76°C und rennt immer noch mit 1100 MHz Boost. :lol:

Also entweder hat Gigabyte mittlerweile etwas verändert an der Karte oder es gibt eine große Streuung bei dem Modell. Ich habe jetzt auch einzelne Reviews gefunden, die meine eigenen Erfahrungen bestätigen. Die also auch zum Ergebnis kommen, dass die Karte ganz normal beim Spielen, nicht einmal nur in Furmark, sich immer schnell bis zum Temp-Target aufheizt und dann da bleibt.

Es macht auch irgendwie Sinn, schließlich ist das Temp-Target ja ein "Target", d.h. die Karte optimiert sich auf diese Temperatur hin. Ist sie erheblich kühler, wird die Lüftergeschwindigkeit soweit reduziert, dass sie wieder Richtung 80°C geht.

Von daher verstehe ich gar nicht, wie es möglich ist, da überhaupt bei 67°C dauerhaft zu bleiben. Wenn die Lüftersteuerung korrekt auf GPU Boost abgestimmt ist, dürfte das gar nicht eintreten, weil das würde ja heißen, die Lüfter drehen viel schneller als nötig, um das Temp-Target zu erreichen.
Genau das merke ich jetzt beim Einstellen der Gehäuselüfter. Wenn ich die Gehäuselüfter höher drehe, geht die GPU-Temperatur kurz runter, aber kurze Zeit später dreht der GPU-Lüfter dann bisschen langsamer, sodass die GPU-Temp. wieder den höheren Wert erreicht.
Man bekommt die Karte also gar nicht wirklich kühler, egal wie man sich anstrengt, weil bei optimiertem Gehäuse-Airflow dann eben die Karte ihre eigene Kühlung zurückdreht.
 
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Vielleicht liegt es an der Revision 1.0? Ich hab die GHz OC Edition und hab bei BF4 maximal 70°C bei 55% Fan Speed. Mein Case ist auch das R4 und dort bläst nur ein Lüfter kalte Luft rein und einer hinten raus.
 
Ich hab ja die Rev. 2.

Die meisten Tests mit den 67°C bezogen sich ja auf die Rev. 1 und die Rev. 2 soll angeblich ja noch etwas kühler sein.

Spielst du mit Vsync oder hast einen fps-Limiter an? Wenn ja, dann würden sich unsere Temperaturen ja in etwa decken. Mit Vsync hab ich auch nur 67-70°C, aber dann ist die GPU auf Ultra auch nur zu 60-70% ausgelastet.

Ich hatte ja schon den Verdacht, dass der Kühler vielleicht nicht richtig sitzt, aber rein optisch passt alles und die Luft, die die Karte zur Seite wegbläst ist unter Volllast wirklich heiß, d.h. der Kühler transportiert schon ganz gut Wärme ab.
 
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Du hast Deine Frage(n) schon teilweise selbst beantwortet. Da es unmengen an Gehäusen und möglichen Konfigurationen gibt, wählt man den offenen Testbench zum testen. Das entspricht aber nicht der Wirklichkeit, da jeder wohl ein Gehäuse nutzt, sprich die Werte fallen schlechter aus.

V-Sync ist gut für das Stromsparen solange Du eine Horizontalfrequenz von (niedrigen) 60Hz hast und es vermeidet tearing. Solltest Du ein Spiel samt Einstellungen haben, das nichtmal 60Fps erreicht, wird auch die GPU wieder richtig gefordert.

Furmark ist Stuss, damit richtest Du nur die Spawas zu Grunde.

Du solltest mal nachgucken, bis zu welcher Kernspannung sich die GPU hochschraubt und dann könnte man solange den Wert reduzieren, bis die Karte instabil wird. Auch macht es Sinn ein eigenes Lüfterprofil zu schreiben, dass Deinen Bedürfnissen gerecht wird. Inwieweit sich das flashen lässt, weiß ich bei Kepler nicht. Den Boost empfinde ich eher als hinderlich, das svl7 Bios ist da die richtige Maßnahme, wenn es auf diese Variante passt. Den Lüfter würde ich mal fixieren, um den maximalen Boost zu ermitteln, nur nicht 100%. Dann wählst Du das Minimum, mit dem 80 Grad bei Dir nicht ganz erreicht werden, das sollte dann der ideale Kompromiss aus Lautstärke und Boost sein, den Du in Deiner Konfiguration mit dem Serienbios erreichst. Da viele die Karte haben und übertaktet betreiben, können Dir sicher einige dabei behilflich sein.

Abweichungen bei der Temperatur können sich auch durch fehlenden oder ungleichen Anpressdruck oder schlechter Wärmeleitpaste ergeben.
 
Wenn dein Gehäuse das unterstützt, baue vieleicht auf der Seite noch einen starken Lüfter ein.
Der sollte dann direkt auf die Grafikkarte pusten.
 
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