Glasfaser Anschluss Keller - Wohnung per Patchkabel - Alternative?

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Hallo zusammen,

die Deutsche Glasfaser realisiert in einem Mehrfamilienhaus zwei Glasfaseranschlüsse. Dazu müssen vom Keller Patchkabel in die zwei Wohnungen gelegt werden. Ich bin als Hauseigentümer/Vermieter betroffen und möchte das Problem gerne lösen. Bei Glasfaser reden wir ja im Moment von bis zu 200mbit Up/Down. Die Verbindung besteht zwischen einer "Verteilerbox" im Keller und dem Router in der Wohnung.

Die erste Idee, die Ich hatte, wäre Powerlan zu nutzen, allerdings habe ich die Befürchtung, dass in einem Mehrfamilienhaus eine zu geringe Bandbreite vorliegen wird, da zuviele "Störsignale" und eine zu hohe Leitungslänge vorliegt. Die betreffenden Steckdosen auf die gleiche Phase zu bringen wäre dagegen kein Problem. Ich habe aber mal zwei Adapter Paare bestellt und werde mit diesen und iperf mal ein paar Tests machen.

Nächste Idee wäre dann die bestehende Telefonleitung zu nehmen. Allerdings ist die halt nur 4-adrig. Bekomme ich damit dann (1+2,3+6) 10mbit oder 100mbit hin? Hier wiedersprechen sich meine Googletreffer ;)

Die offentsichtlichste Variante ist ein jeweiliges Netzwerkkabel in die Wohnung zu legen. Ich erinnere mich dunkel, dass es zwei Arten von Kabel gibt. Einmal zum Krimpen mit Steckern und einmal zum Auflegen auf Dosen. Hier bin ich mir nicht sicher, was die bessere Variante wäre. Jeweils ein Stecker am Ende oder eine Dose am Ende. Ich habe das Krimpen als komplizierter in Erinnerung als das Auflegen auf eine Dose. Welche Kabel wären denn leicher zu verlegen? Gibt es generell Netzwerkkabel, die möglichst dünn sind und/oder leicht zu verlegen? Speziell für die zweite Wohnung wäre ein zu verlegendes Kabel nicht mal ebenso verlegt, weil keine Leerrohe existieren. Wenn man jetzt ein neues Kabel in die Wohnung legt, sollte dieses aber wohl mindestens 500mbit, oder besser gleich 1Gbit als Reserve, schaffen.

Gibt es sonst noch Alternativen oder Erfahrungen?
 

blackshuck

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du brauchst sogenannte verlegekabel, die du dann auf dosen patchst. ich würde direkt cat7-kabel verlegen, aber es reichen auch schon cat5e. ich würde als minimum aber cat6 velegen! die können alle gigabit, bzw. sogat 10gbit

kabel sind umso leichter zu verlegen, je weniger schirmung sie haben. dadurch erhöht sich dann aber die anfälligkeit für störungen;)
 
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Nilson

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Verleg Kabel, alles andere ist Murks. Unten dann ein kleines Patchfeld (8 Ports oder so für die Zukunft) und dann mit Cat6 oder Cat7 Verlegekabel zu Auf-/Unter-Putzdosen. 1 GBit hast du damit sicher.
 

Lawnmower

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Wiso nicht einfach Glasfaser bis in die Wohnung legen und dann da eine Dose an die Wand? Du hast 2 Glasfaserkabel die ins Haus kommen und 2 Wohnungen - passt doch genau. Vorallem weil jetzt immer auch mehr Router auf den Markt kommen werden wo man Glasfaser direkt einstecken kann.
 
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D1rty

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Als Mieter würde ich mir wünschen, dass mein Hauseigentümer/Vermieter nicht die für ihn kurzfristigste günstigste Lösung im Kopf hat, sondern die beste für den Bewohner der Wohnung und diejenige, die die beste Investition für die Zukunft darstellt.
Lass Cat7 Kabel verlegen. Von einem professionellen Unternehmen.
 

Masamune2

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Warum nicht die Fasern in die Wohnungen ziehen? So müssten die beiden Mieter ihre Router ja in den Keller hängen und in ihrer Wohnung dann nochmal einen Router/AP weil sie ja sicher W-LAN möchten.

Was sagt den die Deutsche Glasfaser dazu? Die haben den Fall ja sicher öfter und ne professionelle Lösung.
Ich hätte erwartet das in den Keller ein Mini-DSLAM kommt und in die Wohnung das Signal über die bestehende Telefonleitung kommt. Dann können die Mieter dort mit normalen VDSL Routern eine Verbindung aufbauen.
 

MissVerstanden

Ensign
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@masamune2: das wäre schön.

Ich kann die genauen technischen Bezeichnung der Geräte zwar nicht wiedergeben aber die Glasfaser adern aus der straße werden im Keller zunächst in einer Box gesammelt. Diese ist passiv, benötigt also keinen Strom. Von dort werden sie per vorgekrimpten Glasfaserkabeln mit einer weitere Box (Ich meine der Techniker der DG hätte sie "NT-Box" genannt) pro Anschlussinhaber verbunden. Für diese Kabel schreibt die DG 20mm Kabelkanäle vor, da die Kabel wie gesagt nicht vor Ort gekrimpt werden sondern mit Stecker verlegt werden. Diese Kabel werden also von der DG verlegt.
Diese "NT-Box" benötigt jeweils einen Stromanschluss. Von dieser "NT-Box" geht es dann per Netzwerkkabel (also RJ45) zum Router. Der Router steht dann in der Wohnung. Dieses Netzwerkkabel ist mein Problem.

Klar hätte ich gerne diese NT-Box in die Wohnung gelegt, aber 20mm Kabelkanäle sind mir dann doch etwas zu heftig und selber Glasfaserkabel verlegen und krimpen (lassen) im Vergleich zu teuer.

Also es geht hier um vernünftige aber auch kostengünstige Lösung.
 

blackshuck

Commander
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