geistiges eigentum ist grundsaetzlich erst einmal ein oekonomisches konzept.
Richtig, aber was ist, wenn dieses ökonomische Konzept bald nicht mehr aufgeht, weil sich immer mehr Leute dazu entschliessen ihr "geistiges Eigentum" der Menschheit zu schenken.
Ein Schriftsteller, dem es weniger auf den Gewinn ankommt, sondern mehr darauf, möglichst viele Leute zu erreichen, der braucht nun keinen Verleger mehr dazu, sondern kann sein Werk einfach und für ihn kostenlos übers Internet verteilen.
Das gleiche gilt natürlich auch für Musiker.
Und es gibt weltweit hunderttausende von Open Source Software Entwicklern, die ihre Arbeiten der Menschheit zur Verfügung stellen, weil sie eben die Menschheit als ganzes sehen und auch den Menschen in den ärmsten Ländern die Chance geben wollen moderne Software zu benutzen, sie zu studieren (offener Quellcode) und zu verstehen.
Diese Software durchläuft dank des offenen Konzeptes, bei dem jeder seinen Beitrag leisten kann, eine Evolution, die ihre Qualität in beachtlicher Geschwindigkeit steigen lässt.
Ähnliches gilt z.B. auch für die freie Enzykopädie
Wikipedia . In 10 Jahren könnte das die umfangreichste Enzyklopädie aller Zeiten sein.
So sieht z.B. Microsoft die freie Software als eine der grössten Bedrohung im nächsten Jahrzehnt und befürchtet das bald niemand mehr ihr "geistiges Eigentum" kaufen will.
Darum bereiten sich nun die Verfechter des "geistigen Eigentums" auf einen Krieg gegen die Verfechter einer freien Informationsgesellschaft vor. Ihre Waffen heissen z.B. Softwarepatente, TCPA, NGSCB u.s.w. .
Hiermit soll den Leuten die Möglichkeit genommen werden, ihr "geistigen Eigentum" der Menschheit zu schenken.
Ich bin jedenfalls gepannt wie es in Zukunft weitergehen wird und hoffe, dass die Gesetzgeber sich nicht kaufen lassen und es verhindern werden, dass die Freiheit auf der Strecke bleibt.
Ausserdem hoffe ich, dass dadurch der fragwürdige Begriff "geistiges Eigentum" in nicht allzu ferner Zukunft nur noch in Geschichtsbüchern zu finden sein wird.