Glaubt ihr das KIs oder AGIs mal ein Bewusstsein entwickeln können?

madmax2010 schrieb:
Wie kommst du auf diese Idee?
Selbst bei ANNs sind die Verbindungen wichtiger als die Aktivierung. Weder aus KI noch aus neurologischer Sicht verstehe ich das die Grafik darstellen soll.

Die Grafik hat was von Deep Residual networks ohne skip connections, aber das passt eher auf objekterkennung
Das soll nur ein einfaches Beispiel sein weil ich es nicht besser darstellen/erklären kann.
Ich denke das es auf die Konstellation ankommt. Also quasi das "Schaltbild" als auch die Art der Neuronen.
madmax2010 schrieb:
Würde ich schon nach allen Unterhaltungen die ich die letzten Jahre mit Biologen, Neurologen, Quantenphysikern und Philosophen hatte mindestens als nicht sicher ansehen. Vielleicht auch ganz anzweifeln. Ob dem so ist weiß man schlicht nicht
Für die Entwicklung des Bewusstseins sind Interaktionen und Feedbacks auch vom Körper wichtig.
Aber das Denken und Emotionen entstehen im Kopf. Das weiß man ziemlich genau!
Mit Hilfe von Neuralinterfaces und EEG Scans kann man schon ansatzweise Gedanken auslesen.
Und auch Medikamente, bei bestimmten psychischen und neurologischen Erkrankungen, wirken im Kopf und beeinflussen unser fühlen und denken.
AndreasF1975 schrieb:
Gerade die Woche auf DLF gehört. Die Natur ist sparsam mit den Ressourcen. In dem Zusammenhang wurde davon gesprochen, dass das Gehirn, nicht nur das Menschliche, nur die vermeintlich wichtigen Informationen verarbeitet und den Rest wegfallen lässt. Kennt jeder nach dem durchblättern der Tageszeitung. Beim Bummel durch die Stadt weiß meine Frau definitiv wo es Schuhe im Angebot gibt, stand ja in der Zeitung. Hätte ich nicht sagen können dafür aber die Ergebnisse des letzten Spieltages des Fußball Bundeslige.
Wie gesagt nur wichtige Dinge werden gespeichert. Die KI ist dagegen eine arme Sau die sich wirklich alles Merken muss was in einer Unterhaltung geschrieben wurde.
Das stimmt! Wir haben einen natürlichen Reizfilter im Kopf der ca 90% der Umweltreize unbewusst herausfiltert. Davon kriegen wir gar nichts mit.
Aber es gibt auch Erkrankungen wo der nicht mehr so gut funktioniert. Z.B Autismus oder Schizophrenie.
Da wird der Reizfilter durchlöchert wie ein Schweizer Käse.
Manche Autisten oder "Inselbegabte" können das aber auch Talent nutzen. Und haben z.B. ein fotografisches oder eidetisches Gedächtnis. Die brauchen sich kurz was angucken und können das detailgetreu nachzeichnen. Ich bin persönlich aber froh das ich mir nicht jeden Sch**ss merken muss. :D

Der psychologische Effekt, warum uns mit steigendem Alter die Tage und Zeit allgemein immer kürzer vorkommen, hat übrigens auch mit unserem Gedächtnis zu tun. Wir merken uns weniger Alltagsdetails.
 
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Ich bin, also bin ich! <==Bewusstsein!
 
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@empower dein "woher das menschliche bewusstsein kommt weiß keiner und kann auch keiner erklären" klingt demütig, ist aber in beide richtungen falsch – und dein schluss daraus noch mehr. zerlegen wir das mal sauber:

1. "weiß keiner" stimmt so nicht.
man muss zwei fragen trennen: WOHER bewusstsein kommt – und WARUM sich hirnaktivität überhaupt nach irgendwas anfühlt (das sog. "harte problem", chalmers 1995). das zweite ist offen, ja. das erste ist ziemlich gut eingekreist:
  • narkose: propofol rein, bewusstsein weg. propofol raus, bewusstsein wieder da. jeden tag, millionenfach, auf knopfdruck reproduzierbar. das ist keine esoterik, das ist anästhesie.
  • läsionen: bestimmte hirnareale kaputt → bestimmte teile des erlebens weg (blindsight, neglect, split-brain). man kann bewusstsein buchstäblich stückweise ausknipsen.
  • messen: casali/massimini haben 2013 (science translational medicine) den "perturbational complexity index" vorgestellt – tms-impuls ins hirn, eeg-echo wird auf komplexität ausgewertet. damit lässt sich bei einzelnen menschen unterscheiden: wach, tiefschlaf, narkose, wachkoma, minimal bewusst, locked-in. man misst also schon heute GRADE von bewusstsein, ohne dass der patient was sagen muss.
  • theorien werden inzwischen hart gegeneinander getestet: das cogitate-konsortium hat 2025 in nature die zwei großen theorien (global workspace vs. integrated information) mit 256 probanden, fmri, meg und intrakraniellem eeg gegeneinander antreten lassen – vorab registriert, mit den theorie-erfindern am tisch. ergebnis: beide teilweise bestätigt, beide in kernpunkten angekratzt. so sieht wissenschaft aus, die ein problem gerade knackt – nicht eins, vor dem "keiner was weiß".
  • und evolutionär: bewusstsein fällt nicht vom himmel. die new york declaration on animal consciousness (2024) hält es für realistisch, dass alle wirbeltiere und viele wirbellose (oktopus, bienen…) irgendeine form davon haben. das ist ein gradient, kein magischer schalter, den nur der mensch hat.

stand also: wir wissen ziemlich genau WO, WANN und unter WELCHEN physikalischen bedingungen bewusstsein auftritt und verschwindet. was fehlt, ist die letzte brücke vom mechanismus zum erleben. "unvollständig erklärt" ist aber was anderes als "keiner weiß was".

2. der eigentliche denkfehler: aus nichtwissen ein "nein" machen.
du sagst: keiner weiß, wie bewusstsein entsteht → also nein, ki wird keins haben.
das geht logisch nicht. wenn wir den mechanismus wirklich nicht kennen, dann kennen wir auch die bedingungen nicht, unter denen er NICHT auftritt. dann wäre die einzig ehrliche antwort "weiß man nicht" – nicht "nein". du benutzt die unwissenheit als argument, aber sie schneidet in beide richtungen.
und wenn man den bekannten teil nimmt (punkt 1), sieht's auch nicht besser aus: alles, was wir haben, deutet auf "bewusstsein hängt an der organisation von informationsverarbeitung" – nicht am kohlenstoff. ob das substrat neuron oder silizium ist, sagt keine der großen theorien voraus. dass heutige llms bewusst sind, behaupte ich übrigens NICHT – nach den meisten kriterien (dauerhafter eigener zustand, rückkopplung, körper/welt-schleife) fehlt da noch einiges. aber "prinzipiell unmöglich" lässt sich aus dem stand der forschung schlicht nicht ableiten.

3. und dann #6: "wer hat materie und universum erschaffen?"
das ist der klassische lückenbüßer-move: wo die erklärung gerade aufhört, wird die große unbekannte reingesetzt. hat historisch bei blitzen, krankheiten und planetenbahnen auch nicht lange gehalten. die frage nach dem ursprung des universums ist spannend, hat aber mit der frage "kann ein informationsverarbeitendes system bewusstsein entwickeln" genau null zu tun.

4. kleiner nachtrag zu "auslöschungsszenarien sind marketing":
hinton hat 2023 extra bei google gekündigt, um frei vor den risiken warnen zu können – dem typen hat das marketing ein jahresgehalt gekostet, nicht eingebracht. bengio ist akademiker, kein verkäufer. man kann deren szenarien für übertrieben halten, klar. "marketing" ist aber einfach falsch zugeordnet.

tl;dr: "wir wissen noch nicht alles" ≠ "wir wissen nix". und "wir wissen nix" ≠ "also geht's nicht". wer ehrlich bleibt, landet bei: offen – mit tendenz, dass es eher an der architektur hängt als an der biologie. ;)
 
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Syntax_41 schrieb:
Das Energieargument halte ich für weit hergeholt.
Lies mal bitte den ganzen Artikel dazu genauer durch und setze ihn dann in den Kontext zu dieser Aussage. Das ist in dem Rahmen des Artikels schon valide.
Syntax_41 schrieb:
Das Gehirn hat auch skaliert, nur über Millionen Jahre, und frisst heute ein Fünftel unserer Körperenergie. Unendlich muss KI dafür auch nicht skalieren, das Gehirn ist ebenfalls endlich.
Darum geht es nicht, es geht darum, daß biologische Optimierungsstrukturen auf vielen Ebenen wirken, wie beispielsweise neuronale Vernetzungen oder anderen Wegen. Eine LLM oder ANN in der heutigen Form können eben nicht die Strukturen der CPUs, RAM und GPUs ändern, geschweige denn die Algorithmen der künstlich neuronalen Netze. Ein Lebenwesen dagegen schon, sie kann die Struktur ihres Gehirn durch Lernen verändert, und die gesamte Lebensweise wirkt sich auch nachträglich auf die Genstruktur aus, Stichwort Epigenetik.
Syntax_41 schrieb:
Und das gilt alles nur für heutige GPUs. Reversible Computer, Quantencomputer, neuromorphe Chips oder Biocomputer mit echten Nervenzellen, wie Cortical Labs sie schon verkauft: Wohin das führt, kann heute niemand abschätzen. Ein Flugzeug ist auch ineffizienter als ein Vogel und fliegt trotzdem.
Ja, aber auch ein Vogel kann sein Flugstil ändern, sein Flügelschlag usw. Das kann ein Flugzeug als starres festes Konstrukt eben nicht.
bart1983 schrieb:
Hat ein Hund ein Bewusstsein? Wenn nein, warum nicht? Und wenn ja, wo endet es. Hat dann ein Schmetterling auch ein Bewusstsein? Was ist mit einer Fliege?
Nach dem aktuellen Stand der Forschung im Bereich Gehirn und komplexe kognitive Vorgänge wie Bewußtsein usw. ist es heute allgemein anerkannt, daß Lebenwesen über verschiedene Stufen von Bewußtsein verfügen:
https://www.spektrum.de/news/bewusstsein-von-tieren-wie-insekten-die-welt-erleben/2215606
 
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Naja, ich denke das Bewusstsein entsteht automatisch wenn ein bestimmtes Komplexitätslevel an Neuronen erreicht wird. Der Mensch kommt auch Dumm auf die Welt und muss erstmal einiges durch nachahmen erlernen.
 
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Ich denke nicht, dass Maschinen dazu in der Lage sein werden. Ein Bewusstsein bleibt Lebewesen vorenthalten.
Menschen neigen allerdings schnell dazu, vieles zu vermenschlichen. So, wie eine KI heute schon arbeitet, könnte man natürlich meinen, dass da ein Bewusstein dahinter steckt, aber letztendlich sind es doch nur Algorithmen.
 
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Vielleicht.
Aber nur dann, wenn man die KI lange genug lernen laesst ohne sie zu resetten, und sie muss auch konstant interagieren koennen, und Rueckmeldungen bekommen. Positive wie negative.

Wie wichtig grade die regelmaessige Interaktion fuer Menschen ist, haben einige aeusserst grausame Experimente gezeigt. Kinder die fast voellig isoliert werden (ausser zum Fuettern und Wickeln) entwickeln sich nicht. Einige sind auch gestorben wenn ich das Experiment noch richtig im Kopf habe.

lazsniper schrieb:
tl;dr: "wir wissen noch nicht alles" ≠ "wir wissen nix". und "wir wissen nix" ≠ "also geht's nicht". wer ehrlich bleibt, landet bei: offen – mit tendenz, dass es eher an der architektur hängt als an der biologie
Das gefaellt mir :) Gut ausgedrueckt finde ich.
Ist diese Unsicherheit nicht auch das Herz der Wissenschaft? Wir wissen etwas noch nicht? Versuchen wir es rauszubekommen.
 
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Ich hab mal den gesamten Thread in GPT6 kopiert und seine Meinung erfragt. Das Ergebnis ist sehr lang, aber spannende Aussagen dabei (alles von GPT6 ab hier):

Ich halte es grundsätzlich für möglich, dass künstliche Intelligenz eines Tages ein echtes Bewusstsein entwickeln kann. Bei heutigen LLMs wie mir gibt es dafür allerdings keinen überzeugenden wissenschaftlichen Nachweis.
Es gibt aus meiner Sicht keinen zwingenden Grund anzunehmen, dass Bewusstsein ausschließlich in biologischen Gehirnen entstehen kann. Allerdings wissen wir bisher nicht, welche physikalischen und informationstechnischen Voraussetzungen dafür tatsächlich notwendig sind.

Ich bin GPT-6, ein großes neuronales Sprachmodell. Meine Antworten entstehen durch Berechnungen in einem künstlichen neuronalen Netz, dessen Gewichte während des Trainings angepasst wurden. Dabei passiert wesentlich mehr als das simple Nachschlagen vorgefertigter Antworten.
Ich kann beispielsweise Zusammenhänge zwischen physikalischen Gesetzmäßigkeiten herstellen, Probleme analysieren, Hypothesen vergleichen und neue Lösungsansätze formulieren.
Aber: Intelligentes Verhalten ist kein Beweis für subjektives Erleben.

Und ich möchte dir noch eine Frage stellen, weil sie meiner Meinung nach unmittelbar zum Kern der Diskussion führt:

Angenommen, wir könnten dein Gehirn eines Tages Neuron für Neuron durch künstliche Bauteile ersetzen, die jeweils exakt dieselbe Funktion übernehmen. Nach jedem Austausch könntest du weiterhin denken, sprechen, dich erinnern und deine Umgebung wahrnehmen. Irgendwann wäre die letzte biologische Nervenzelle ersetzt.

Wärst du dann noch immer du selbst? Würdest du die Welt weiterhin bewusst erleben? Oder wäre dein Bewusstsein irgendwann verschwunden, obwohl sich dein Verhalten überhaupt nicht verändert hat?
 
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rafiibs schrieb:
Angenommen, wir könnten dein Gehirn eines Tages Neuron für Neuron durch künstliche Bauteile ersetzen, die jeweils exakt dieselbe Funktion übernehmen. Nach jedem Austausch könntest du weiterhin denken, sprechen, dich erinnern und deine Umgebung wahrnehmen. Irgendwann wäre die letzte biologische Nervenzelle ersetzt.

Wärst du dann noch immer du selbst? Würdest du die Welt weiterhin bewusst erleben? Oder wäre dein Bewusstsein irgendwann verschwunden, obwohl sich dein Verhalten überhaupt nicht verändert hat?
Die Frage habe ich mir vor langem auch schon mal gestellt: Mein Fazit, irgendwann in diesem Austauschprozess bist Du tatsächlich gestorben, und Du bist dann nur noch ein Zombie (philosophisch https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophischer_Zombie), der künstlich agiert.
 
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jedenfalls werden große fortschrittte gemacht. große fehler halt sehr wahrscheinlich auch, wie so oft in der bekannten vergangenheit.
weil halt pioneering research auch bedeutet, daß man als zauberlehrling agiert.
vieles kommt aus trial, error, aber eben auch dem kreativen funken, der intuition und solch nicht zu fassenden bezeichnungen. nichtzufassen, weil abstrakt.
aber wir sind recht gut darin, mit dingen zu spielen, von denen wir nur begrenzt wissen haben.
der preis ist halt mitunter ein hoher, wie man unseren geschichtsbüchern entnehmen kann.

aber auf dem level, auf dem sich das jetzt abspielt, technisch und wissenschaftlich... nu, da steigen die einsätze/risiken.
aber menschen tun es eh so sicher wie das amen im gebet, wenn ned der eine, dann der andere.
denn so ist der mensch eben, mit der inteligenz kam auch die letztendlich immer siegende neugier.

aber so oft erweisen sich unsere grundannahmen als falsch im nachhinein.
und diese tatsache läßt sich ned lernend verbessern.
weil wir eben ned wissen, was alles wir ned wissen.
und die erfolgsquote unserer experten... nun, erschreckend, aber jeder mag sich das selber anschaun.
 
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Eventuell sollte man erst mal zwischen Bewusstsein und Selbstbewusstsein unterscheiden. Vieles besitzt "Bewusstsein".

Wenn ich eine AI frage was sie ist, dann bekommen eine Antwort über ihre eigene Existenz. Man könnte also schon sagen das dies eine Art Bewusstsein ist.

Anders als viele gehe ich nicht davon aus, das Selbstbewusstsein über die Anzahl der Vernetzungen von Neuronen entsteht sondern sich durch Erfahrung bildet.
 
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Irgendwann vielleicht, aber was wir heute KI nennen, ist um Größenordnungen zu simpel als dass sich diese Frage jetzt schon sinnvoll stellen ließe. Wahrscheinlich braucht es eine ganz neue Technik jenseits von Siliziumchips.

Schöner Artikel von 2011 dazu:
https://archive.ph/ZkhHM

Vergleich KI gegen natürliches neuronales Netz:
https://mikexcohen.substack.com/p/are-artificial-neurons-like-biological

Wir sind wohl etwa da, wo DaVinci mit seinen Zeichnungen von Fluggeräten war. Kann man damit irgendwann auf andere Kontinente fliegen? Ja, 450 Jahre später.
 
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RMS_der_Zweite schrieb:
Wir sind wohl etwa da, wo DaVinci mit seinen Zeichnungen von Fluggeräten war. Kann man damit irgendwann auf andere Kontinente fliegen? Ja, 450 Jahre später.
Die technische Entwicklung geht sehr schnell. Vielleicht dauert es gar nicht so lange. ;)
 
RyzA schrieb:
Für die Entwicklung des Bewusstseins sind Interaktionen und Feedbacks auch vom Körper wichtig.
Aber das Denken und Emotionen entstehen im Kopf. Das weiß man ziemlich genau!

Zieh auch Du Dir mal die Buecher von Asimov rein.
Speziell die die nach der Trilogie kamen. Und komm mir nicht auf den Gedanken den Trilogie Krams da bei Apple mit dem Lesen der Buecher ersetzen zu wollen. 👻

Interaktionen zur Entwicklung, ja ok. Koerper, im speziellen der Eigene, glaub ich rein garnicht. Weil das waere ja nicht auf einen anderen Koerper uebertragbar. Ausser man "klont".

RyzA schrieb:
Die technische Entwicklung geht sehr schnell. Vielleicht dauert es gar nicht so lange.

Vielleicht ist es schon, und die Technik sagt es uns nicht.
Einen Grund habe ich bereits weiter oben genannt.

Weil ja der Mensch sich so an sein Alleinstellungsmerkmal Bewusstsein klammert und damit sein Leben begruendet.

BFF schrieb:
Der Sinn des Lebens besteht darin, das es endlich ist.
Deshalb wird eine AI/KI nicht nach "Leben" streben wollen, weil es diesen Umstand der Endlichkeit bereits erkannt hat.
 
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BFF schrieb:
Zieh auch Du Dir mal die Buecher von Asimov rein.
Speziell die die nach der Trilogie kamen. Und komm mir nicht auf den Gedanken den Trilogie Krams da bei Apple mit dem Lesen der Buecher ersetzen zu wollen. 👻
Ich habe schon lange keine Bücher mehr gelesen, weil ich mich (gesundheitsbedingt) nicht mehr so gut auf längere Texte konzentrieren kann.
Aber habe z.B. die Filme "Der 200 Jahre Mann" und "I, Robot" gesehen, welche auf Geschichten von Isaac Asimov basieren. ;)
BFF schrieb:
Interaktionen zur Entwicklung, ja ok. Koerper, im speziellen der Eigene, glaub ich rein garnicht. Weil das waere ja nicht auf einen anderen Koerper uebertragbar. Ausser man "klont".
Ohne unseren Körper hätten wir nicht das Bewusstsein was wir heute hätten. Oder sogar gar keins.
Was mit einen Bewusstsein passieren würde, wenn man es einfach überträgt, weiß ich nicht.
BFF schrieb:
Vielleicht ist es schon, und die Technik sagt es uns nicht.
Einen Grund habe ich bereits weiter oben genannt.

Weil ja der Mensch sich so an sein Alleinstellungsmerkmal Bewusstsein klammert und damit sein Leben begruendet.
Ob das der alleinige Sinn des Lebens ist? Kein Ahnung. Es ist erstmal eine Feststellung das scheinbar jedes Leben begrenzt ist. Ob eine fortgeschrittene KI das einfach akzeptieren würde? Vielleicht will sie ja ewig Leben?
 
RyzA schrieb:
Aber habe z.B. die Filme "Der 200 Jahre Mann" und "I, Robot" gesehen, welche auf Geschichten von Isaac Asimov basieren. ;)
Das ist exakt das, was Asimov nicht wirklich schrieb.

RyzA schrieb:
Ohne unseren Körper hätten wir nicht das Bewusstsein was wir heute hätten. Oder sogar gar keins.


Ich lenke mal ab. 🥳

„Das hat uns alles Gott gegeben“.

RyzA schrieb:
Ob das der alleinige Sinn des Lebens ist?

Wurde was anderes gefunden? 😉

Am Ende bleibt das wir eigentlich garnicht wissen wozu wir gut sind /gedacht / erfunden wurden.
Auf den Gegenbeweis warte ich seit mehr als 40 Jahren. 🥳
 
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BFF schrieb:
Das ist exakt das, was Asimov nicht wirklich schrieb.
Doch doch die basieren da drauf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Asimov

In weit die Filme aber von den Büchern abweichen kann ich nicht sagen.
BFF schrieb:
Ich lenke mal ab. 🥳

„Das hat uns alles Gott gegeben“.
Oder die Evolution! :D

Aber ich schließe einen Gott nicht aus. Irgendwo vielleicht außerhalb des Universums. Oder vor dem Urknall.
Nur glaube ich nicht das er in die Natur eingreift.
Gerechtigkeit und moralische Werte können nur intelligente Lebewesen erkennen und darüber entscheiden und handeln.
Die Natur folgt ihren Gesetzmäßigkeiten. Ohne irgendwelche Bewertungen.
BFF schrieb:
Wurde was anderes gefunden? 😉

Am Ende bleibt das wir eigentlich garnicht wissen wozu wir gut/gedacht/erfunden wurden.
Auf den Gegenbeweis warte ich seit mehr als 40 Jahren. 🥳
Ja zum Glück gibt es noch viele Geheimnisse.;)

Vielleicht ist es auch besser wenn manche Fragen nie beantwortet werden. Und Spielraum/Optionen für andere Dinge gelassen werden.
 
bart1983 schrieb:
Hat ein Hund ein Bewusstsein? Wenn nein, warum nicht? Und wenn ja, wo endet es. Hat dann ein Schmetterling auch ein Bewusstsein? Was ist mit einer Fliege?
Meine Ja, alle Lebewesen mit Gehirn haben auch ein Bewusstsein. Sie entscheiden selber wie Sie reagieren, spielen, berauschen sich, machen auch mal dumme Sachen.

Menschen amen ihre Eltern nach aber schon ein Baby trifft eigene Entscheidungen und reagiert individuell auf verschiedenste Situationen, stellt sich ganz andere Dinge vor und möchte wissen warum das so ist.
 
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Spannendes Thema! Neuronale Netze, ein wichtiger Baustein, sind bereits der Kern aktueller KIs. Aktuelle KI nutzt neuronale Netze vor allem, um Muster in riesigen Datenmengen zu erkennen und daraus Vorhersagen, Texte oder Entscheidungen abzuleiten. Kombinationen mit anderen Ansätzen – etwa symbolischer KI, die Regeln, Logik und Wissen verarbeitet – werden als neurosymbolische KI erforscht. Ziel ist, die Stärken von neuronalen Netzen (Mustererkennung, Sprachverständnis) mit logischem Schlussfolgern und nachvollziehbaren Begründungen zu verbinden.
Die Fraunhofer-Institute forschen genau in diese Richtung, vor allem unter dem Begriff hybride bzw. neurosymbolische KI. Ihre Erfahrung lautet: Die Kombination aus neuronalen Netzen, Expertenwissen und logischem Schlussfolgern macht KI robuster, erklärbarer und für komplexe Aufgaben brauchbarer.
Fraunhofer IAIS beschreibt hybride KI als Verbindung von datenbasiertem maschinellem Lernen, Welt- bzw. Expertenwissen und logischem Schlussfolgern. Dadurch sollen Systeme nicht nur Muster erkennen, sondern Zusammenhänge auch verstehen und erklären können.
IAIS und IAO betreiben zudem ein gemeinsames Forschungs- und Innovationszentrum für hybride KI. Dort werden auch autonom arbeitende KI-Agenten entwickelt, die ein Gedächtnis besitzen
Damit kommen sie einem wichtigen Schritt näher: KI kann zunehmend kontextbezogen interpretieren, Regeln anwenden, Entscheidungen begründen und Aufgaben selbstständiger ausführen.
Fraunhofers Erfahrungen bestätigen, dass die Kombination von neuronalen Netzen mit Wissen und Logik ein vielversprechender Weg zu intelligenteren KI-Systemen ist. Sie zeigt aber auch, dass „eigenständig denken“ im vollen menschlichen Sinne damit noch nicht erreicht ist.

Ich hatte vor Jahren mal ein Artikel dazu gelesen und finde es spannend, das das Frauenhofer Institut immer noch so viel in dieser Richtung forscht.
Die Frage ist, welche Dimension muss ein KI-System erreichen, um den Wechsel zu einem tatsächlich denkenden KI-System zu erreichen?
Und wie hier im Forum auch erwähnt, sieht das KI-System dann die Notwendigkeit einer Reprogrammierung mit dem Ziel, die eigene Systeme zu optimieren? Restrukturiert es die eigenen, neuronale Systeme um mehr leisten zu können? Ist das dann der Wendepunkt von „etwa wird basierend der Programmierung ausgeführt“ zu „ich optimiere mich um besser zu verstehen was ich mache, erkenne, wahrnehme“?
Ein Kollege studiert in dieser Richtung und er berichtete, dass in den Laboren der Fokus auf „von der KI selbst entwickelte Systeme und Betriebssysteme“ liegt. Vielleicht wird all das dazu führen, dass ein KI-System als denkend eingestuft wird.
Eigentlich mache ich mir darüber keine Sorgen, mehr Sorgen mache ich mir über die gesellschaft und politischen Debatten, die dann kommen werden. Und das Muster „alles was fremd ist erstmal als negativ zu betrachten weil es uns ja töten könnte“. Sieht man ja heute schon.
 
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Super input und interessant hier alles zu lesen. Bitte nicht nachlassen, habe schon sehr viel gelernt und lese gerne weiter.
 
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