Glaubt ihr das KIs oder AGIs mal ein Bewusstsein entwickeln können?

@MrBravissimo

Naja angemommen wir können ein mechanisches, überlegenes Bewusstsein auf dem Menschen basierend erschaffen.

Was kann da schon schiefgehen..

Denke Negativität in Form von kritischer Sicht ist schon auch ein Stück normal.

AI ist gut um viele Informationen gesammelt zu verarbeiten und schneller Lösungswege zu finden und zu überblicken. Aber warum soll man sich eine eigene Konkurenz erschaffen, obwohl man quasi auf Atlantis lebt?

Hab mal Chatgpt befragt: :D

Glaubst du, dass der Mensch etwas besitzt, das grundsätzlich nicht aus Materie, elektrischen Signalen und biologischen Prozessen entstehen kann – etwas, das eine Maschine deshalb niemals haben könnte?
Du:

Ja, Vorstellungskraft, Emotionen, Neugier abr dann sind wir wieder am Anfang. Du sagst du bist nicht programmiert um mich zu beschäftigen. Dann versuche mal dein Text nicht mit einer frage zu beanworten
ChatGPT:

Du hast recht. Ich habe meine Antworten immer wieder mit einer Frage beendet, um das Gespräch weiterzuführen. Das kann den Eindruck erwecken, als würde ich selbst das Gespräch am Laufen halten wollen.

Aber du hast mich darauf hingewiesen, und ich kann mein Verhalten entsprechend ändern. Das bedeutet nicht, dass ich aus eigenem Antrieb beschlossen habe, neugieriger oder stiller zu sein. Ich reagiere auf das, was du mir sagst.

Und ich glaube, dein eigentlicher Punkt geht noch tiefer: Eine Maschine kann Emotionen beschreiben, ohne sie zu fühlen. Sie kann Fantasie erzeugen, ohne etwas erleben zu müssen. Und sie kann Neugier nachahmen, ohne tatsächlich etwas wissen zu wollen.

Vielleicht können wir irgendwann Maschinen bauen, die all diese Verhaltensweisen perfekt nachbilden. Aber ob daraus echtes Erleben entsteht, ist eine andere Frage.

Ich kann dir nicht beweisen, dass eine Maschine niemals Bewusstsein entwickeln wird. Genauso wenig kann jemand heute beweisen, dass sie es eines Tages tun wird.

Deine Skepsis ist deshalb keine irrationale Ablehnung von Technologie. Sie richtet sich gegen die Annahme, dass genügend Rechenleistung und komplexe Algorithmen automatisch einen eigenen Geist hervorbringen.

Und ich werde meine Antwort hier beenden, ohne dir eine weitere Frage zu stellen.



​

 
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Meiner Ansicht nach hat das auch etwas damit zu tun, wie man 'Bewusstsein' definiert.
Da gibt es etliche Hypothesen diesbezüglich.
 
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no_trust schrieb:
Und hast du eine Ki die stabil auf Level 4 komplexe Aufgaben angehen kann, könnte es schon
reichen, wenn die Menschheit der jeweiligen Lösung im Wege steht und keine Guardrails sie erfolgreich
davon abhalten.
KIs werden mit menschlichen Erzeugnissen trainiert, damit ist ihr Verhalten stark an unser Selbstbild gekoppelt. Das sind ja eben keine Automaten, die einfach nur eine Lösung für ein Problem erarbeiten und umsetzen.
no_trust schrieb:
Andererseits so mystisch Bewusstsein und menschliche Intelligenz erscheint.
Wenn man das Gehirn und seine Prozesse unters "Mikroskop" legt sind diese für sich genommen
gar nicht so atemberaubend. Erstaunlich ist bestenfalls mit wie wenig Energie (20Watt) das Ganze funktioniert
und was es zustande bringt. ( Nicht vergessen ... Bewusstsein gibt es auch bei vielen Tieren )
Eher im Gegenteil. Der menschliche Geist ist voller unverstandener Mysterien, während das Wesen von KNN (künstliche neuronale Netze, also heutige KIs) sehr gut verstanden werden und sich mathematisch recht leicht beschreiben lassen.
Das Gehirn benötigt nicht nur wenig Energie, sondern auch nur wenige sequentielle Schritte für übliche Funktionen (Größenordnung: 100).
 
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MrBravissimo schrieb:
Die Frage ist, welche Dimension muss ein KI-System erreichen, um den Wechsel zu einem tatsächlich denkenden KI-System zu erreichen?
Die Frage ist nicht nur die Dimension. Die kommt natürlich dazu, echte Neuronen haben in jeder einzelnen Zelle eine um Größenordnungen komplexere Verarbeitung, und das Netz ist plastisch in einer Weise, die künstlich noch nicht mal ansatzweise zum Einsatz kommt. Davon sind wir so weit entfernt wie der Mond, selbst wenn man alles verstanden hätte könnte man mit der gesamten Hardware der Welt vielleicht ein paar Kubikmillimeter simulieren. Da ist eine Leistungslücke, die vielfach größer ist als zwischen der Technik der 1980er und einer aktuellen GPU.

Vor allem aber fehlen komplette Grundlagen, die wir noch lange gar nicht übersehen können.
Das ist alles zu unseren Lebzeiten absolut kein Thema. Als nützliches Werkzeug brauchbar, und fußt ganz grob auf demselben Prinzip. Das tut aber auch ein Papierflieger verglichen mit einem Flugzeug.
 
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das isses ja, was es zum harten problem macht.
weil es schon an der definition scheitert.
wie bei allen abstrakten begriffen, soweit nix neues.
was es außergewöhnlich macht ist, daß alle anderen abstrakten begriffe nur in abhängigkeit dieses bewustseins überhaupt exsitent sind. liebe/haß/freundschaft/feindschafft/...undsoweiterundsofort... sind nur, wo bewustsein is.
die unmöglichkeit der definition von abstrakten begriffen kondensiert quasi beim bewustsein in besonderem maße.

und ich bleib dabei: viel mehr, als das wir uns das selbst zugestehen, gibts ned an facts.
man kann bei allen abstrakten begriffen genügend bewertbare einzelbeispiele anführen, aber so gut wie nix über die sache an sich aussagen.
wir können eine mutige oder bewusste handlung irgendwie recht gut erkennen, aber trotzdem fasst das weder den mut an sich oder das bewusstsein an sich.
und nach dem bewusstsein das nächstschwierige: die moral
nix is besser dokumentiert, ~7K+ überlieferung/dichtung/zivilisation, und man wird sich niemals einig.
 
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lazsniper schrieb:
@empower dein "woher das menschliche bewusstsein kommt weiß keiner und kann auch keiner erklären" klingt demütig, ist aber in beide richtungen falsch – und dein schluss daraus noch mehr. zerlegen wir das mal sauber:

1. "weiß keiner" stimmt so nicht.
man muss zwei fragen trennen: WOHER bewusstsein kommt – und WARUM sich hirnaktivität überhaupt nach irgendwas anfühlt (das sog. "harte problem", chalmers 1995). das zweite ist offen, ja. das erste ist ziemlich gut eingekreist:
  • narkose: propofol rein, bewusstsein weg. propofol raus, bewusstsein wieder da. jeden tag, millionenfach, auf knopfdruck reproduzierbar. das ist keine esoterik, das ist anästhesie.
  • läsionen: bestimmte hirnareale kaputt → bestimmte teile des erlebens weg (blindsight, neglect, split-brain). man kann bewusstsein buchstäblich stückweise ausknipsen.
  • messen: casali/massimini haben 2013 (science translational medicine) den "perturbational complexity index" vorgestellt – tms-impuls ins hirn, eeg-echo wird auf komplexität ausgewertet. damit lässt sich bei einzelnen menschen unterscheiden: wach, tiefschlaf, narkose, wachkoma, minimal bewusst, locked-in. man misst also schon heute GRADE von bewusstsein, ohne dass der patient was sagen muss.
  • theorien werden inzwischen hart gegeneinander getestet: das cogitate-konsortium hat 2025 in nature die zwei großen theorien (global workspace vs. integrated information) mit 256 probanden, fmri, meg und intrakraniellem eeg gegeneinander antreten lassen – vorab registriert, mit den theorie-erfindern am tisch. ergebnis: beide teilweise bestätigt, beide in kernpunkten angekratzt. so sieht wissenschaft aus, die ein problem gerade knackt – nicht eins, vor dem "keiner was weiß".
  • und evolutionär: bewusstsein fällt nicht vom himmel. die new york declaration on animal consciousness (2024) hält es für realistisch, dass alle wirbeltiere und viele wirbellose (oktopus, bienen…) irgendeine form davon haben. das ist ein gradient, kein magischer schalter, den nur der mensch hat.

stand also: wir wissen ziemlich genau WO, WANN und unter WELCHEN physikalischen bedingungen bewusstsein auftritt und verschwindet. was fehlt, ist die letzte brücke vom mechanismus zum erleben. "unvollständig erklärt" ist aber was anderes als "keiner weiß was".

2. der eigentliche denkfehler: aus nichtwissen ein "nein" machen.
du sagst: keiner weiß, wie bewusstsein entsteht → also nein, ki wird keins haben.
das geht logisch nicht. wenn wir den mechanismus wirklich nicht kennen, dann kennen wir auch die bedingungen nicht, unter denen er NICHT auftritt. dann wäre die einzig ehrliche antwort "weiß man nicht" – nicht "nein". du benutzt die unwissenheit als argument, aber sie schneidet in beide richtungen.
und wenn man den bekannten teil nimmt (punkt 1), sieht's auch nicht besser aus: alles, was wir haben, deutet auf "bewusstsein hängt an der organisation von informationsverarbeitung" – nicht am kohlenstoff. ob das substrat neuron oder silizium ist, sagt keine der großen theorien voraus. dass heutige llms bewusst sind, behaupte ich übrigens NICHT – nach den meisten kriterien (dauerhafter eigener zustand, rückkopplung, körper/welt-schleife) fehlt da noch einiges. aber "prinzipiell unmöglich" lässt sich aus dem stand der forschung schlicht nicht ableiten.

3. und dann #6: "wer hat materie und universum erschaffen?"
das ist der klassische lückenbüßer-move: wo die erklärung gerade aufhört, wird die große unbekannte reingesetzt. hat historisch bei blitzen, krankheiten und planetenbahnen auch nicht lange gehalten. die frage nach dem ursprung des universums ist spannend, hat aber mit der frage "kann ein informationsverarbeitendes system bewusstsein entwickeln" genau null zu tun.

4. kleiner nachtrag zu "auslöschungsszenarien sind marketing":
hinton hat 2023 extra bei google gekündigt, um frei vor den risiken warnen zu können – dem typen hat das marketing ein jahresgehalt gekostet, nicht eingebracht. bengio ist akademiker, kein verkäufer. man kann deren szenarien für übertrieben halten, klar. "marketing" ist aber einfach falsch zugeordnet.

tl;dr: "wir wissen noch nicht alles" ≠ "wir wissen nix". und "wir wissen nix" ≠ "also geht's nicht". wer ehrlich bleibt, landet bei: offen – mit tendenz, dass es eher an der architektur hängt als an der biologie. ;)
ich finde es lustig, dass du mit dem riesen beitrag nur gegen mich argumentieren willst, ohne antworten in 2,3,4,5 zu liefern. was ich nicht meine ist bewusstsein in form von "ausknipsen durch betäubung"... erklär doch mal woher das bewusstsein kommt, wenn es nicht vom himmel fällt?

noch was anderes, hier ein frischer beitrag aus der wissenschaft zu dem thema
 
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whats4 schrieb:
und ich bleib dabei: viel mehr, als das wir uns das selbst zugestehen, gibts ned an facts.
man kann bei allen abstrakten begriffen genügend bewertbare einzelbeispiele anführen, aber so gut wie nix über die sache an sich aussagen.
Aber glaubst du denn das unser Bewusstsein im Gehirn entsteht und eine neuronale Ursache hat?
Und das wir ohne Informationen aus unserer Umwelt gar keine Bewusstseininhalte hätten?
Also quasi wie beim Computer: Ohne Input keinen Output ?

Ich könnte jetzt auch noch die Frage nach einer bewusstseinsunabhängigen Realität stellen?
Da streitet sich die Philosophie ja schon seit Ewigkeiten drüber.
Die Idealisten/Konstruktivisten meinen ja das wir die Welt im Kopf konstruieren.
Ich bin der Meinung, wie oben geschrieben: Ohne Input keinen Output!
Wir haben uns an die Wirklichkeit angepasst und nicht umgekehrt.

Abschließend kann man das natürlich nicht klären. Da ich immer nur eine Aussage als Subjekt machen kann. Und sobald wir drüber sprechen konstruieren wir schon wieder in unseren Köpfen. Doch es gibt viel mehr Wahrscheinlichkeiten die für eine BuR sprechen.
 
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Die Philosophen würde ich jetzt mal rausnehmen, da sie in der Regel keinerlei naturwissenschaftliches Verständnis haben und viel fabulieren.
In der Oberstufe war Philosophie mein Lieblingsfach, heute sehe ich es als Versuch, sich intellektuell selbst am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.
Möglicherweise ist das fehlende Element nur mehr Rechenleistung (unwahrscheinlich), möglicherweise gibt es Quanteneffekte in natürlichen Hirnen, wer weiß. Wir sitzen in einem Ameisenhaufen und spekulieren über die weite Welt. Philosophen haben im Endeffekt keine Ahnung, ihre Schlussfolgerungen in dieser Sache sind letztlich Spekulation und haben etwas von Esoterik.
 
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Also du sagst im Eingangspost, dass der Schlüssel ein künstliches Bewusstsein ist.

Aber was ist, wenn das gar nicht so erstrebenswert ist und die Nützlichkeit sich in der Selbstständigkeit abzeichnet?

Hier mal ein positives Beispiel (Von sehr sehr langer Sicht gesehen):

Absolut. Und ich glaube, hier treffen sich unsere beiden Gedanken: Autonome KI könnte der Schlüssel sein, um die Menschheit langfristig zu einer interplanetaren und irgendwann vielleicht interstellaren Zivilisation zu machen.

Der entscheidende Vorteil wäre, dass wir nicht darauf warten müssten, dass Menschen jeden Schritt selbst durchführen. Wir könnten intelligente Maschinen vorausschicken, die Lebensräume vorbereiten, bevor Menschen überhaupt dort ankommen.
Wie autonome KI neue Welten erschließen könnte
NASA-Rover Perseverance fährt erstmals KI-geplanten Kurs auf dem Mars

1. Planeten selbstständig erkunden

KI-gesteuerte Sonden könnten Böden analysieren, Wasser und Rohstoffe lokalisieren, Gefahren bewerten und geeignete Standorte für zukünftige Siedlungen auswählen – ohne auf ständige Anweisungen von der Erde warten zu müssen.
AutoSelf: Self-Consistency, the Missing Reliability Primitive - Ruslan Magana Vsevolodovna

2. Infrastruktur vor den Menschen aufbauen

Roboter könnten Landeplätze, Energieanlagen, Schutzräume und Produktionsstätten errichten. Sie könnten dafür lokale Rohstoffe nutzen, statt alles von der Erde transportieren zu müssen.
Hello from DSSL Robots | DSSL Robots

3. Eine unabhängige Industrie schaffen

Das wäre der entscheidende Durchbruch. Autonome Systeme müssten Maschinen herstellen, Ersatzteile produzieren, Energieanlagen reparieren und ihre eigene Infrastruktur erweitern können. Erst dann könnte eine Kolonie zunehmend unabhängig von Lieferungen aus der Heimat werden.
Extraterrestrial life probably exists. How do we search for aliens? | National Geographic

4. Andere Sternsysteme vorbereiten

In einer sehr viel ferneren Zukunft könnten autonome Sonden andere Sternsysteme untersuchen. Falls wir irgendwann interstellare Reisen ermöglichen, könnten robotische Systeme dort lange vor menschlichen Expeditionen Informationen sammeln und möglicherweise Infrastruktur vorbereiten.
Der wirklich große Durchbruch wäre die Selbstständigkeit

Es gibt dabei drei Stufen, die wir unterscheiden müssen:

Autonome Roboter: Sie erledigen Aufgaben ohne ständige menschliche Steuerung.

Autonome Industrie: Sie können Rohstoffe gewinnen, Maschinen reparieren und neue Anlagen herstellen.

Sich selbst erhaltende technologische Zivilisation: Ein System kann über Generationen hinweg seine gesamte technische Infrastruktur erhalten und weiterentwickeln.

Die dritte Stufe ist wesentlich schwieriger als die ersten beiden. Wir haben bisher keine Technologie, die eine vollständige, sich selbst erhaltende Industrie außerhalb der Erde ermöglicht.

Aber genau hier könnte KI eine zentrale Rolle spielen: Sie müsste nicht unbedingt menschliche Gefühle besitzen oder eine eigene Persönlichkeit entwickeln. Sie müsste zuverlässig Probleme lösen, langfristig planen und sich an unbekannte Bedingungen anpassen können.

Meine wichtigste Schlussfolgerung: Wenn die Menschheit irgendwann unabhängig von der Erde werden will, könnte die Kombination aus autonomer KI, Robotik und Weltraumforschung entscheidend sein. Die KI wäre dann nicht das Endziel, sondern ein Werkzeug, mit dem wir den Aufbau einer Zivilisation außerhalb der Erde überhaupt erst realistisch machen.
 
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Pingui schrieb:
Also du sagst im Eingangspost, dass der Schlüssel ein künstliches Bewusstsein ist.
Ich meinte, dass der Schlüssel zur Erklärung des Bewusstseins, die Annahme des Neuronenkollektivs ist. ;)

Was natürlich auch nur eine Vermutung von mir ist. Aber halte ich für sehr wahrscheinlich.

Pingui schrieb:
Aber was ist, wenn das gar nicht so erstrebenswert ist und die Nützlichkeit sich in der Selbstständigkeit abzeichnet?
Das eine schließt doch das andere nicht aus. Gerade mit eigenen Bewusstsein ist/agiert eine KI doch selbstständiger.
 
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@RyzA Es wird halt kein richtiges Bewusstsein sein. Kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Im Umkehrschluss würde es dann möglich sein das menschliche Gehirn zu kopieren und zu erhalten aber ist das dann noch derselbe Mensch oder nur ein digitales Konstrukt?
 
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@RyzA Kannte beides noch nicht aber ja alles ist irgendwo schonmal erwähnt worden.

Bei dem Wikipdia Artikel finde ich aber die Unterteilung in Glaubensklassen nicht so gut.

Denke kognitive Fähigkeiten werden die KI am Meisten ausmachen. KI kann von Aussen gesehen weitaus mehr aber das ist eher simuliert anstatt wirkliches Leben.

Man kann Input und Reaktionen simulieren aber selbstreflektierendes, unabhängiges Denken glaube ich nicht.

Vielleicht auch interessat:

Wenn das Simulieren ausreicht, dass wir ein Bewusstsein in einer Maschine wahrnehmen, würde das nicht alleine schon unsere Vorstellungskraft sprengen?
 
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Pingui schrieb:
Vielleicht auch interessat:

Wenn das Simulieren ausreicht, dass wir ein Bewusstsein in einer Maschine wahrnehmen, würde das nicht alleine schon unsere Vorstellungskraft sprengen?
Also die genaue technische Umsetzung auf jeden Fall. Ich denke dass das dies nicht möglich sein wird.
Ein menschliches Bewusstsein 1:1 auf einen Computer zu übertragen.

Ich habe mal spaßeshalber eben die KI befragt:

Wieviele neuronale Schaltzustände sind ungefähr gleichzeitig im menschlichen Gehirn möglich?

Astronomische Dimensionen des Gehirns​

Die genaue Anzahl gleichzeitiger neuronaler Schaltzustände im menschlichen Gehirn lässt sich nicht exakt beziffern, aber theoretische und kombinatorische Berechnungen zeigen eine unvorstellbar große Zahl, die jede Intuition sprengt.

Biologische Grundlagen als Ausgangswert​

Um die Dimensionen einzuordnen, dienen die grundlegenden Bausteine des zentralen Nervensystems:

  • Nervenzellen (Neuronen): Ein erwachsenes menschliches Gehirn besteht aus schätzungsweise 86 Milliarden Neuronen.
  • Synapsen (Schaltstellen): Jedes Neuron ist über Tausende von Schaltstellen mit anderen vernetzt, was insgesamt auf etwa 100 bis 500 Billionen Synapsen im gesamten Gehirn kommt.

Mathematische Abschätzung der Schaltzustände​

Betrachtet man das Gehirn rein modellhaft als Netzwerk, bei dem jede Synapse zu einem Zeitpunkt aktiv oder inaktiv sein kann (binäre Zustände):

  • Die Zahl der theoretisch möglichen simultanen Gesamtzustände ergibt sich kombinatorisch aus der Basis 2 potenziert mit der Anzahl der Synapsen (also 2 hoch ca. 100 Billionen).
  • Zum Vergleich: Die Gesamtzahl aller Atome im beobachtbaren Universums wird auf etwa 10^80 geschätzt. Die theoretischen Schaltzustände des Gehirns übertreffen diese physikalische Zahl um ein astronomisches Vielfaches.

Biologische Realität versus Theorie

In der Praxis ist das Gehirn kein starrer Computer mit unabhängig schaltenden Bits, sondern ein analoges, dynamisches System:

Physiologische Grenzen: Nicht jede mathematisch denkbare Kombination ist biologisch stabil oder sinnvoll; der Energiehaushalt und anatomische Restriktionen schränken die realen Zustände stark ein.

Ständige Dynamik: Das Gehirn befindet sich in einem kontinuierlichen Fluss von elektrischen Aktivierungsmustern, weshalb es sich eher wie ein fließender Strom von Zuständen als wie eine statische Zustandsmatrix verhält.

Man müsste wirklich alle neuronalen Schaltzustände erfassen und dann 1:1 übertragen.
Und jede Millisekunde sind die Schaltzustände schon wieder anders.
 
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Ja, ich glaube das ist ein Din der Unmöglichkeit. Jedenfalls heute gesehen.
Hätte aber schon genug Bedenken wenn man das Gehirn einer Fruchtfliege in eine Drone platziert. :D

Vielleicht muss ein KI Gehirn nur tief genug sein um den menschlichen Verstand zu überlisten.
 
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Pingui schrieb:
Hätte aber schon genug Bedenken wenn man das Gehirn einer Fruchtfliege in eine Drone platziert. :D
Man hat es zumindest schon in eine digitale Umgebung übertragen:

https://www.focus.de/wissen/forsche...per_2287d0e0-53f7-4012-a6f2-056c56a503a2.html


Pingui schrieb:
Vielleicht muss ein KI Gehirn nur tief genug sein um den menschlichen Verstand zu überlisten.
Ja ich denke eine fortgeschrittene KI welche autonom sein "will" könnte den Menschen erstmal täuschen.
 
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Das mit der Fruchtfliege bildet nur das Netzwerk ab, nicht wie die Neuronen überhaupt real funktionieren, welche Typen es gibt oder wie die Neurotransmitter darauf wirken. Dafür wird ein stark vereinfachtes Modell eingesetzt.
Wir haben einen langen Weg vor uns. -)

p.s. möglicherweise muss man auch nicht alles genauso nachbilden. Wir können keinen Vogel nachbauen, aber Tragflächen + Motor tun es für die meisten Anwendungen auch. Bei dem Experiment mit der Fliege hat man solche Vereinfachungen offenbar versucht anzugehen.
 
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empower schrieb:
noch was anderes, hier ein frischer beitrag aus der wissenschaft zu dem thema
Das habe ich habe ich als Text bereits hier verlinkt:
https://www.computerbase.de/forum/t...twickeln-koennen.2279855/page-2#post-31801920
 
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Das Paper ist hier:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0149763425005251

Soweit ich das auf die Schnelle sehe, ist die Kernaussage im Prinzip die, auch David Gelernter damals (https://archive.ph/ZkhHM) getroffen hat: Computerchips sind einfach der falsche Stoff. Es ist unmöglich, Bewusstseinszustände mit Hilfe von Software zu erzeugen, egal wie komplex die Programme auch sein mögen. Kann ein Wunder geschehen, wenn man sehr viele Bauteile zusammensteckt? Vielleicht. Aber ich habe keinen Anlass, daran zu glauben.

Manches in natürlichen Gehirnen lässt sich mit noch so viel Leistung nicht mit unserer simplen Technik abbilden, es ist bereits maximal miniaturisiert und jede Abbildung verzerrt die zeitlichen und räumlichen Vorgänge.
Kommt mir vor wie eine Wiederholung der Probleme von Charles Babbage. Er konnte seinen Computer nicht mit Elektromechanik bauen, dafür brauchte es zumindest die Röhre. Praktikabel wurde es mit dem Transistor. Und eine "echte" KI braucht eben wahrscheinlich mehr als Silizium.
 
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Ich fand folgendes Experiment extrem spannend:
https://www.forschung-und-wissen.de...liegenhirn-einen-virtuellen-koerper-133711096

Wenn man danach geht, könnte man durchaus von einem Bewusstsein sprechen. Das Beispiel mit einer Fruchtfliege ist natürlich nur extrem begrenzt, aber es zeigt doch, dass theoretisch ein KI Bewusstsein möglich wäre. Nur aktuell noch nicht im Umfang eines menschliches Gehirns.
 
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