Gleichstellung von Bachelor und Meister?!

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Da musst du dir nur mal diverse Geisteswissenschaften anschauen...
Andere Studiengänge beinhaltet deine angesprochenen Punkte und zusätzlich sind zusätzlich noch 30-40h in der Woche an der Uni. Es gibt also riesige Unterschiede im Zeitaufwand! Von daher kann man diese pauschale Aussage einfach nicht treffen.
Lernheit, Recherche, Vorbereitung auf Klausuren und Nachbereitung der Berufsschule gibt es auch in der Ausbildung...
 
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Seppuku schrieb:
Lernheit, Recherche, Vorbereitung auf Klausuren und Nachbereitung der Berufsschule gibt es auch in der Ausbildung...

Guter Witz^^

Sorry, dass klingt jetzt vielleicht herabwürdigend, was es gar nicht sein soll, aber um mal Beispiele zu nennen:

Fachkräfte für Bäderbetriebe (meistens wurd im Bekanntenkreis nur sehr guter Hauptschulabschluss oder eher Realschulabschluss genommen) berechnen z.B. das Volumen eines Wasserbeckens -> das hatte man schon vorher in der Schule, da steckt 0 Aufwand hinter. Niemand arbeitet sich da tot oder annähernd so viel wie in einem Studium das nötig ist, die kommen nichtmal Ansatzweise an den Arbeitsaufwand im Abitur ran.

Dann IT-Systemelektroniker: bissl PHP/Java scripten, Anfängerbücher aus dem Internet reichen für die ganze Ausbildung. Mathematik hab ich, als ich in der 11ten Klasse war, meinen Kollegen im 3. Ausbildungsjahr schon ausgeholfen und Nachhilfe gegeben...sagt wohl alles darüber, wie viel da unterrichtet wird.
Ebenso in Englisch.

Anderer Bekannter: Garten- und Landschaftsbau.
Mathematik auf Realschulniveau, restliche Fächer zwischen Hauptschule und Realschule - kaum neues.

Weiterer Freund: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung:
Etwa Abi-Stoff (vereinfacht) bis einschließlich 12. Klasse - wie gesagt, vereinfacht und das in 3 Jahren Ausbildung...

Guter Bekannter: KFZ-Mechatroniker.
Ähnlich wie beim Garten- und Landschaftsbau, bissl gehobener in Deutsch und Mathematik, aber nicht mal annähernd Abiniveau...


Anderer Bekannter: Bauzeichner.
War an 2 verschiedenen Berufsschulen, auf der einen wars leicht unter Abi-Grundkurs-Mathe-Niveau, auf der anderen sogar fast äquivalent zum Leistungskurs...
Restliche Fächer, je nach Relevanz, Real bis Abi-Grundkursniveau, so in etwa...



Natürlich haben sie, außer dem "normalen schulischen Kram" auch noch fachspezifische Fächer, ABER in denen arbeitet sich auch niemand tot...

...was man also ganz einfach daran sieht (Fakten!): in keiner Ausbildung wird der Lernaufwand des Abiturs übertroffen (wie auch, die sollen ja auch noch zwischenzeitlich arbeiten & nicht die ganze Zeit Schulstoff büffeln).
Und das Abitur, da wird mir wohl jeder beipflichten, ist ja schon ein -absoluter- WITZ gegen den Lernaufwand im Studium...



Sicher gibt es da möglicherweise Ausnahmen bei z.B. den Geisteswissenschaften, wo weniger als in technischen, naturwissenschaftlichen, informatischen, ...-Studiengängen zu tun ist, aber selbst die dürften wohl (zumindest was ich bis jetzt von Philo, Psychologie, u.s.w. mitbekommen hab) bei weitem noch den Lernaufwand des Abi's übertreffen.
 
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Fu Manchu schrieb:
Was du übersiehst ist die Lernzeit, Recherche, Klausurvorbereitung, Nachbereitung nach den Vorlesungen. Ein Studium wie du es beschrieben hast gibt es nicht.

Nunja so ganz stimmt das nicht, bei gewissen Lehramtsstudenten könnte man echt meinen, dass diese nichts zu tun haben mit 2-3 Tagen Vorlesung und ansonsten frei.
Die Lernzeit und Nachbereitung kann man bei manchen vernachlässigen, da diese das eh nicht machen, weswegen er dann doch nicht so ganz unrecht hat.
Aber gernerell stimmt deine Aussage, dass es soetwas nicht gibt. Mein Beispiel ist ja nur eine Ausnahme, wobei selbst da das nicht immer/wircklich gilt.
 
@ ascer

Ist dir eigentlich bewusst, dass du sehr einseitig vergleichst?
Du vergleichst nur das theoretische Wissen von unterschiedlichen Ausbildungswegen. Das gleiche könnte man mit der speziellen Praxiserfahrung machen, da würde dann die "normale" Ausbildung gegenüber dem Studium (fast) immer gewinnen...
Und in den ersten Semestern weiß ein Student auch so gut wie nichts "relevantes". Was hast du eigentlich studiert, um so von oben herab argumentieren zu können?
 
Seppuku, wir sprachen hier doch nicht von Fähigkeiten, die trainiert werden, von Problemlösungen oder irgendeinem sonstigen Kram, dem man in der Arbeitswelt begegnet.
Es war nicht die rede von praktischen Fertigkeiten - das die in der Arbeitswelt natürlich deutlich überwiegen, würde niemand abstreiten, hab sogar ich schon mehrmals erwähnt.

Wir sprachen vom LERNAUFWAND und da kann jede Ausbildung maximal mit dem Abi aufschließen (wobei die meisten, wie bereits angesprochen, ja sogar im Vergleich zum Abi -deutlich- weniger machen) und das Abi ist halt, vom LERNAUFWAND her gesehen, ein Witz im Vergleich zu dem, was im Studium auf einen wartet..
 
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ascer schrieb:
......und das Abi ist halt, vom LERNAUFWAND her gesehen, ein Witz im Vergleich zu dem, was im Studium auf einen wartet.....

Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich war in der Schule immer ein Mathe-Ass, Leistungskurs immer mindestens 13 Punkte, erfolgreiche Teilnahmen an Mathe-Olympiaden usw., und das mit sehr bescheidenem Lernaufwand. Dennoch musste ich für Lehrveranstaltungen wie Analysis I, Analysis II und Lineare Algebra an der Uni extrem viel Zeit investieren, um da mit halbwegs brauchbaren Noten durchzukommen. Während des Semesters pro Woche pro Lehrveranstaltung locker 2-3 Stunden (neben Vorlesung und Tutorium!) und dann nochmal locker 30-40 Stunden Klausurvorbereitung pro Fach.
 
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Seppuku schrieb:
Da musst du dir nur mal diverse Geisteswissenschaften anschauen...
Andere Studiengänge beinhaltet deine angesprochenen Punkte und zusätzlich sind zusätzlich noch 30-40h in der Woche an der Uni. Es gibt also riesige Unterschiede im Zeitaufwand!

Ist das wieder die Mär von der einfachen Geisteswissenschaft mit viel Zeit zum Entspannen? Ich kenne Leute die Geschichte und Philosophie studiert haben und nur weil das auch in meinen Augen Spinner sind ist deren Studium trotzdem anspruchsvoll. Und ich würde nicht so weit gehen und es mit denen der MINT-Studiengänge gegenüberstellen und Vergleiche anstellen. Man kann es auch mit seinen Vorurteilen übertreiben.

Seppuku schrieb:
...Lernheit, Recherche, Vorbereitung auf Klausuren und Nachbereitung der Berufsschule gibt es auch in der Ausbildung...

Da kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln. Ich habe Informatikkaufmann gelernt und Lernaufwand und Vorbereitung zu den Klausuren war lächerlich, und von Recherchen haben wir als Azubis mal gar nichts gehört im Unterricht. Und Nachbereitung - nicht einen Augenblick, und das galt für alle Azubis bei uns. Und wenn ich mir andere Azubis anschaue, auch die in unserer Firma - gaaanz entspanntes Leben.
 
Fu Manchu schrieb:
Ist das wieder die Mär von der einfachen Geisteswissenschaft mit viel Zeit zum Entspannen?
Es kommt wohl darauf an, was man als Maßstab nimmt...
Da ich keine Geisteswissenschaft studiert habe, kann ich mich nur auf Aussagen Bekannter berufen, die ein Doppelstudium (Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft) betrieben haben (oder habe ich es auch bei meiner Exfreundin gesehen (BWL)). Und deren Fazit fällt ziemlich eindeutig aus...
Und klar ist der Lernaufwand deutlich geringer in der Ausbildung. Der Schwerpunkt einer Ausbildung liegt auch nicht auf dem Lernen von theoretischen Zusammenhängen...

@ ascer

Bitte nochmal meinen Post 198 lesen, in welchen Zusammenhang ich das geschrieben habe. Sonst ist es müßig über einen Vergleich zu diskutieren, der so nie aufgestellt wurde...
In welchem Semester bist du eigentlich?
 
Ich hab den Post durchaus gelesen, aber trotzdem hat der Azubi ja Arbeitszeit max. 5*8 = 40 Std. pro Woche zu verrichten...

Natürlich drehen die da keine Däumchen, aber jeder der mir erzählen will, von 40 Pflichtarbeitsstunden hält nichtmal 15min. pro Woche Kaffeekränzchen, der lügt einfach...insofern arbeitet man sich da ja definitiv nicht tot.

In der Berufsschulzeit haben sie ja i.d.R. dann nochmal einiges an Stunden weniger und Lernaufwand ist halt schon im Vergleich zum Abi minimal.

Natürlich kann man ebenfalls nicht pauschal sagen, dass jedes Studium ein 10-14 Std. Vorlesung, Praktikuk, Lernen, Übung, Vor- & Nachbereitung u.s.w. bedeutet...aber wie man es auch dreht und wendet, es wird die absolute Ausnahme sein, dass ein Student mehr Zeit als ein Azubi hat.

I.d.R., rein quantitativ, hat der Azubi weniger Wochenstunden, die er in seine Ausbildung investieren muss.

Und dazu kommt dann noch, dass eben gerade der Lernaufwand ja nicht nur aus der Quantität resultiert (die ja, wie gesagt, extrem viel niedriger ist, logischerweise) sondern auch aus der Qualität des zu lernenden Stoffes, und der ist, Lernaufwandsmäßig betrachtet, ja i.d.R. in der Ausbildung nicht mal auf Abiniveau....und da das Abitur, wie ebenfalls schon mehrfach von mehreren angesprochen wurde, wiederrum quantitativ noch qualitativ vom Lernaufwand her mit einem Studium auch nur ansatzweise verglichen werden kann...

...lässt sich daraus schon sehr deutlich sagen, ohne jetzt irgendeine Wertung daraus zu ziehen, ganz objektiv und neutral: Der Azubi hat das entspanntere / ruhigere / chilligere, oder wie auch immer man es nennen möchte, Leben.



@Seppuku zur non-topic Frage: Gerade Vorlesungsfreie Zeit, 1. Semester überstanden..
 
Ist doch LOGISCH das eine Ausbildung nicht über das Schulniveau von Abi hinausgeht, wie will man den sonst kompensieren, das zB Leute mit Mittlerer Reife und Abi den gleichen Beruf erlernen. Irgendwo muss ein Mittelweg gefunden werden, das alle die den Beruf erlernen wollen die gleichen Chancen haben.

Genauso die Aussage, "Informatikkaufmann Ausbildung war lächerlich.." - klar für dich, für viele andere nicht.
Ich kann dir auch sofort von einem ehemaligem Komolitonen erzählen, stell dir vor für den war Informatik-Bachelor ein Witz, hat er auf einer Arschbacke abgesessen und mit 1,0 beendet und macht jetzt direkt danach seinen Dr. in Schottland an der Uni.

Das Azubi Gequatsche versteh ich eh nicht, heißt der Thread: Azubi's werden auf Bachelor Nievau gestellt oder Meister und Bachelor sind ab sofort gleichgestellt.
Und das ein Azubi ein "lockereres" Leben hat, als einer der Studiert ist ja wohl logisch.
Da könnte man btw auch ne Diskussionsrunde drauß machen: es war (oder ist?) doch in Planung das man automatisch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung das Abitur erhält.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Labtec: Ich empfinde es ebenso als logisch, andere hier aber wohl anscheinend nicht^^

Was abgeschlossene Ausbildung -> Geselle erhält Abitur angeht, ist genauso, in meinen Augen, einfach kompletter Schwachsinn. Das Abitur gibt es doch, weil dort ausschließlich schulisches Wissens auf höchstem Niveau (abgesehen von Uni) bearbeitet wird.
Eine Ausbildung hat damit genau -gar nichts- zu tun. Wozu soll denn der Geselle zusätzlich zu seinem Gesellenbrief, der ihm seine praktischen Fertigkeiten attestiert, noch ein Abitur erhalten?
Er hat doch NICHTS dafür(Abitur) getan und er besitzt auch kaum eine Fertigkeit, die ein Abiturient inne hat.

Genauso umgekehrt.
Man stelle sich mal vor, ich gebe einfach einem Abiturienten einen Gesellenbrief, meinetwegen als KFZ-Mechatroniker...sehr sinnvoll, wenn der Junge nie 'nen Schraubenschlüssel in der Hand hatte..

Andersrum: Nie ein einziges Integral berechnet, aber Abitur bekommen...Nonsense...

aber das is eh OT hier^^
 
OT, genau so ist ist. Die teilweise rechthaberische Überheblichkeit, mit der hier vor allem das Abitur und die akademische Ausbildung vergöttert wird, läßt eine weitere sachliche Diskussion nicht mehr zu.
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