Seppuku schrieb:
Lernheit, Recherche, Vorbereitung auf Klausuren und Nachbereitung der Berufsschule gibt es auch in der Ausbildung...
Guter Witz^^
Sorry, dass klingt jetzt vielleicht herabwürdigend, was es gar nicht sein soll, aber um mal Beispiele zu nennen:
Fachkräfte für Bäderbetriebe (meistens wurd im Bekanntenkreis nur sehr guter Hauptschulabschluss oder eher Realschulabschluss genommen) berechnen z.B. das Volumen eines Wasserbeckens -> das hatte man schon vorher in der Schule, da steckt 0 Aufwand hinter. Niemand arbeitet sich da tot oder annähernd so viel wie in einem Studium das nötig ist, die kommen nichtmal Ansatzweise an den Arbeitsaufwand im Abitur ran.
Dann IT-Systemelektroniker: bissl PHP/Java scripten, Anfängerbücher aus dem Internet reichen für die ganze Ausbildung. Mathematik hab ich, als ich in der 11ten Klasse war, meinen Kollegen im 3. Ausbildungsjahr schon ausgeholfen und Nachhilfe gegeben...sagt wohl alles darüber, wie viel da unterrichtet wird.
Ebenso in Englisch.
Anderer Bekannter: Garten- und Landschaftsbau.
Mathematik auf Realschulniveau, restliche Fächer zwischen Hauptschule und Realschule - kaum neues.
Weiterer Freund: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung:
Etwa Abi-Stoff (vereinfacht) bis einschließlich 12. Klasse - wie gesagt, vereinfacht und das in 3 Jahren Ausbildung...
Guter Bekannter: KFZ-Mechatroniker.
Ähnlich wie beim Garten- und Landschaftsbau, bissl gehobener in Deutsch und Mathematik, aber nicht mal annähernd Abiniveau...
Anderer Bekannter: Bauzeichner.
War an 2 verschiedenen Berufsschulen, auf der einen wars leicht unter Abi-Grundkurs-Mathe-Niveau, auf der anderen sogar fast äquivalent zum Leistungskurs...
Restliche Fächer, je nach Relevanz, Real bis Abi-Grundkursniveau, so in etwa...
Natürlich haben sie, außer dem "normalen schulischen Kram" auch noch fachspezifische Fächer, ABER in denen arbeitet sich auch niemand tot...
...was man also ganz einfach daran sieht (Fakten!): in keiner Ausbildung wird der Lernaufwand des Abiturs übertroffen (wie auch, die sollen ja auch noch zwischenzeitlich arbeiten & nicht die ganze Zeit Schulstoff büffeln).
Und das Abitur, da wird mir wohl jeder beipflichten, ist ja schon ein -absoluter- WITZ gegen den Lernaufwand im Studium...
Sicher gibt es da möglicherweise Ausnahmen bei z.B. den Geisteswissenschaften, wo weniger als in technischen, naturwissenschaftlichen, informatischen, ...-Studiengängen zu tun ist, aber selbst die dürften wohl (zumindest was ich bis jetzt von Philo, Psychologie, u.s.w. mitbekommen hab) bei weitem noch den Lernaufwand des Abi's übertreffen.