Gleichstellung von Bachelor und Meister?!

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Auf welchem Planet lebt ihr denn? Bachelor sind normal sechs Semester.

@MrPsst: Mit deinem Zitat vergleichst du aber indirekt auch Friseure mit Architekten. Also man muss hier wirklich differenzieren wie ascer schon gesagt hat. Du kannst nicht einfach schließen, dass Meister höher als Bachelor ist, nur weil das in der Architekturbranche zu gelten scheint.

Und das ist auch ein gutes Beispiel für das, was ich in meinem letzten Post geschrieben habe, dass Bildungswege nicht vergleichbar sind, wenn dann nur die Berufe selbst.

Meiner Meinung nach könnte man hier mal dicht machen, alles wichtige ist eh schon genannt. Bevor jetzt wieder jemand wie holzbursche kommt und nochmal von vorne anfängt (dann aber bitte in halbwegs lesbarem Deutsch)
 
MR2007 schrieb:
Und das ist auch ein gutes Beispiel für das, was ich in meinem letzten Post geschrieben habe, dass Bildungswege nicht vergleichbar sind, wenn dann nur die Berufe selbst.

/sign

Das haben hier echt schon genug Leute gezeigt, denke ich...vor allem, wie gesagt, mit besonderer Betonung auf, seriöse Quellenangaben.

MR2007 schrieb:
(...)Bevor jetzt wieder jemand wie holzbursche kommt und nochmal von vorne anfängt (dann aber bitte in halbwegs lesbarem Deutsch)

:D :lol:
 
Ich kann das ganze Gelaber von wegen Diplom ist so viel geiler als Bachelor/Master nicht mehr hören.

Bei mir und sämtlichen anderen Fächern wo ich mich umgehört habe war das nichts weiter als die Verteilung der Diplommodule auf Bachelor + Master. Es stimmt zwar, dass beim Diplom meistens eine 6-monatige Praxisphase gegen Ende mit einbegriffen war. Aber dann kann man auch direkt in den Beruf starten.

Wo soll also der Unterschied sein?
Wahrscheinlich nur aus Prestigegründen oder um seinen eigenen Abschluss aufzuwerten. Abschluss sagt zumal gar nichts aus. Ein PhD bzw. ein Doktortitel bescheinigt einer Person die Fähigkeit intensiv zu forschen, trotzdem wird ohne genügend Erfahrung keiner Ernst genommen. Das gleiche gilt auch für den Abschluss, es bescheinigt einer Person ein gewisses Grundwissen und daher wird es auch sicherlich Menschen mit Meister geben, die jeden Bachelor/Master oder was auch immer fachlich in die Tasche stecken.

Aber rein auf dem Papier hat ein Bachelor nunmal die bessere theoretische Ausbildung. Aber mehr wird bei den Einstufungen ja auch nicht berücksichtigt. In der Praxis kann man wahrscheinlich bis der Hochschulabsolvent seine eigene Erfahrung gesammelt hat mit dem Meister mehr anfangen, rein formal ohne die jeweiligen Leistungen zu bewerten ist der Bachelor im theoretischen Wissen höher angesiedelt.
 
MR2007 schrieb:
Auf welchem Planet lebt ihr denn?
Auf meinem existiert Sarkasmus. :)

Die Aussage von MrPsst hat natürlich nichts mit der Realität zu tun. Bei der Rechtschreibung und der Aussage weiß ich nicht, ob er tatsächlich Akademiker oder doch nur ein Troll ist.

Der Bachelorabschluss [= Grundstudium + Teile des Hauptstudiums + Abschlussarbeit]

zählt selbstverständlich mehr als

das Vordiplom [= Grundstudium].
 
Zuletzt bearbeitet:
In manchen Studiengängen ists sogar so, dass alle die dreimal durch eine Prüfung gefallen sind den Bachelor bekommen; dieser ersetzt die Zwangsexmatrikulation.
 
[Sarkasmus]
Bachelor als Zwangsexmatrikulationsersatz habe ich auch mal gehört, aber ich kenne das anders und zwar so: Bei 10 erfolglosen Prüfungen im Diplomstudiengang bekommt man den Bachelor-Abschluss geschenkt. Quasi als Trostpreis.
[/Sarkasmus]
...

edit:
@pizza4ever
Falls mein Sarkasmus-Detektor (ausgerechnet meiner) nicht angeschlagen hat und ich das missverstanden habe: Sorry

edit2: Sarkasmus-Tags wurden hinzugefügt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist schwierig, weil Gleichstellung einfach hart lächerlich und Banane ist, auch wenn einige hier mit pseudo Argumenten kommen.
 
pizza4ever schrieb:
(...) auch wenn einige hier mit pseudo Argumenten kommen.

Dann lass uns doch aber wenigstens mit vernünftigen Argumenten, (seriösen) Quellen und objektiven Schlussfolgerungen unseren Standpunkt untermauern^^

Das, bis auf wenige Ausnahmen, fast nur Posts á la "Gleichstellung find ich gut", "Bachelor kann ja praktisch nix", "in der Praxis ist der Meister überlegen, also Gleichstellung gerechtfertigt, was will der Bachelor eigentlich im Beruf?" und Ähnliches gekommen sind, stimmt zwar, aber heißt ja noch lange nicht, dass die Gegenseite auf ein Mal auch mit solch leeren Phrasen daherkommen muss^^
 
Ok, ich habs zwar schon vorher bissi was dazu geschrieben, schreibs aber gerne nochmal:
Es erreichen ca 1/4 eines Jahrgangs die allgemeine Hochschulreife. Davon studiert ein gewisser Anteil, von diesem scheitern nochmal 50% innerhalb der ersten Semester (teils noch mehr) und erreichen den Bachelor; später gibt es noch den Weg Master --> Promotion.

Allgemeinv (evidenzbasiert!) lässt sich sagen, dass im Bereich der universitären Ausbildung der Bachelor der kritischste Punkt ist, hierbei scheitern die meisten. Der Anteil derjenigen, die den Master nicht erreichen ist gegen 0%. Eine Abwertung dieses Schrittes setzt die gesamte akademische Ausbildung herab, was in Anbetracht des doch steinigen Weges einfach nicht zu glauben ist; der Anspruch und die Dichte an Stoff ist beim Bachelor wesentlich höher, was zum Teil auch an der besseren Vorbildung dieser liegt.
Es geht hier nicht darum, den Meister schlechtzureden, der Meister hat in seinem Gebiet sehr tiefes Wissen; vom Niveau her aber sicherlich nicht mit dem Stoff eines Bachelors zu vergleichen. Und er Bachelor ist wesentlich schneller in der Lage sich in den Ausbildungszweig seiner Fachrichtung reinzuarbeiten als umgekehrt ... z.B. ist mein (WI!!) E-Technik mit Sicherheit tiefgründiger (Maxwell Gleichungen) als das eines E-Technik Meisters .. was NICHT heißt, dass ich besser Stromleitungen verlegen kann als er, aber durch das Verstehen der Grundlagen ist eine schnelle Einarbeitung in die Praxis eben einfacher als umgekehrt.
Ich wunder mich eh, dass das meiste Bashing IN Richtung der Akademiker geht als umgekehrt. Die Unterstellung, dass sämtliche Akademiker zwei linke Hände hätten ist einfach nur dreist, weil sowas in der Schule defakto nie (bzw nie ernsthaft) getestet wird sondern einzig und alleine kognitive Fähigkeiten; somit können das die meistne garnicht beurteilen. Auch sind gewissen Aussagen (es gibt auch dumme Abiturienten und hochbegabte Meister) sind isoliert genommen absolut korrekt; aber hier werden Fallbeispiele mit Tendenzen vollkommen durcheinander gebracht, weil in der Tendenz der IQ eines durchschnittlichen Abiturienten eben doch höher ist als das eines durchschnittlichen Realschülers. Ich les hier keine einzige abwertende Aussage über Meister (und mir würde da z.b. genug einfallen was Meister bei uns im Haus und sonstwo verpfuscht haben); umgekehrt aber doch einiges. Die Arroganz ist aber unbegründet und nicht aus der Sachsituation zu begründen...
 
@ pizza4ever

Das Grundstudium/Bachelor ist und war schon immer der kritische Punkt (man kann eben meist nicht mit der kompletten Anzahl von Studenten ins Hauptstudium). Sagt aber absolut nichts über die Qualität des Abschlusses aus. Wenn in den ersten Semestern 1-2 happige Klausuren drankommen, geht auch die Hälfte der Studenten. Wenn die Lehrinhalte, die danach kommen nicht besonders toll sind, bringt es auch nichts...
Hier wird also nichts abgewertet.

In naturwissenschaftlichen Fächern ist ein Bachelor wirklich meist nur ein qualifizierter Studienabbruch (das ist bei weitem nicht alleine meine Meinung). In diesen Bereichen ist eben ein längeres Studium nötig um sich ausreichend theoretisches Wissen und Praxiswissen anzueignen (und trotzdem wird man anschließend feststellen, dass die Anforderungen nach dem Studium teilweise komplett andere sind (Soft Skills...).
Und ja, ich habe studiert und bin in der "akademischen Laufbahn" sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Und gerade wenn ich Rückblickend mein eigenes Wissen in verschiedenen Studienabschnitten betrachte, wird diese Aussage noch mehr untermauert.

1:1 kann man diese verschiedenen Abschlüsse (Meister und Bachelor) sicherlich nicht vergleichen (dazu sind sie von Aufbau her zu verschieden). Aber ich würde z.B. einen Chemiebachelor einem Chemiemeister nicht unbedingt immer vorziehen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Seppuku schrieb:
Aber ich würde z.B. einen Chemiebachelor einem Chemiemeister nicht unbedingt immer vorziehen...

Zwei Dinge, erstens ist der "Standard" in der Chemie die Promotion, ein Chemie"meister" naja, wär nix anderes als ein Laborant. Und zweitens hat jeder Chemiker im Studium die Laborfähigkeiten mal gelernt.
Denn das Chemiestudium ist im Vergleich zu anderen Naturwissenschaften sehr praxisintensiv. Wir hatten im 1. Semester neben den Vorlesungen und co. noch 20h Praktikum in der Woche, im 2. Semester sind es 25h. Und danach gehts es gerade so weiter bis zum Schluss. Deshalb zählen ja auch die Bachelor Chemiker auch nur als überqualifizierte Laboranten, denn wie schon gesagt, der Standard ist die Promotion.

Also um das Chemiestudium zu bestehen, darf man auch keine allzu groben Hände haben (sonst hat man gar keine mehr) :D
 
Ich hab mir mal nun die ersten 3-4 Seiten durchgelesen. Da hats mir dann gereicht. Viel zu viel Ego Gehabe hier;)
Ich finde in Deutschland ist es eh ein wenig undurchsichtig, was die ganzen Abschlüsse angeht.
Ich habe eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und habe nun auch ein Studium an der Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie begonnen. die VWA gehört zur BCW Gruppe wie die FOM. also eine private Fachhochschule. An der VWA mache ich nun in 6 Semestern folgenden Abschluss:Wirtschafts-Diplom-Studiengang Betriebswirtschaft
Abschluss: Betriebswirt/-in (VWA)
In weiteren 2-3 Semestern den Bachelor. Ich habe nun 3-4 mal die Woche Abends Vorlesungen neben dem normalen Beruf wohl gemerkt. Also sehr viel Aufwand. Mit was ist das gleichzusetzen?
Ich denke ich habs evtl. schwerer als ein normaler Uni-Vollzeit Student. Vielleicht. Vielleicht auch nicht?
Woran macht man das fest? Diese Frage ist so schwer zu beantworten und die Vergleichbarkeit geht gegen Null.
Könnt ihr das beantworten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Studiengänge kann man untereinander gut vergleichen, denn hier gibt es Angaben wie ECTS, SWS und Workload, sowas gibt es bestimmt auch beim VWA-Studium. Wenn nicht, dann sollten Blicke in die Studien-/Prüfungsordnungen oder Lehrpläne ausreichen.

Wenn du nach den vielen Zwischenstationen am Ende einen BWL-Bachelor hast, dann hast du denselben Abschluss wie alle anderen BWL-Bachelor-Absolventen auch. Aber du hast wohl mehr Berufserfahrung als der Durchschnittsstudent ohne deine Zwischenstationen.

PS: Es wäre natürlich wahnwitzig, falls der Meister aufgrund seiner praktischen Kenntnisse trotz geringerem theoretischen Wissen auf der Stufe 6 des Bachelors eingeordnet wird, während du mit (ich sage das mal so verkürzt) Meister-Praxiskenntnissen und Bachelor-Theoriekenntnissen trotzdem auf der ganz normalen Meister/Bachelor-Stufe stehen würdest. Das zeigt einfach, wie sinnlos diese Einstufung ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wollte mich als Techniker ja eigentlich nicht äußern, ich tue es jetzt aber trotzdem.

Bachelor ist ein Ausbildungsgrad, welcher ursprünglich von der Industrie gefordert wurde.
Das Dumme ist jedoch, dass viele Personaler mal gar nix mit dieser Graduierung anfangen können. "Ist es nun Fisch oder Fleisch".

Das allg. Problem von vielen Akademikern ist doch nun mal, dass sie selten bis nie gelernt haben, wie man praktische Arbeit organisiert, ausführt bzw. realitätsnah bewertet.

Wie komme ich drauf?
Ich durfte das während meiner andauernden 16jährigen Zeit als Azubi, Laborant, Techniker, Abteilungsleiter beobachten.
Ich habe Führungsseminare besucht, bei welchem junge Akademiker die soziale Kompetenz einer Türklinke gezeigt haben.
Die haben teilweise die Notwendigkeit des Seminares zur Führung von Menschen gar nicht verstanden.
Arbeitsaufwand, Zeit wurde mit "Pi mal Daumen" kalkuliert.........

Zur praktischen Kompetenz.

MR2007 schrieb:
Zwei Dinge, erstens ist der "Standard" in der Chemie die Promotion, ein Chemie"meister" naja, wär nix anderes als ein Laborant. Und zweitens hat jeder Chemiker im Studium die Laborfähigkeiten mal gelernt.

JA ne ist klar !

Ich kenne genug lustige Chemie-Bachelors, die im Labor arbeiten dürfen/müssen bzw. für Auftragslaboratorien, Aufträge in das System tippeln.

Des Weiteren kenne ich einige erfolgreiche Chemie-Ingis (FH) und Techniker welche in der Abendform mal fix nebenbei den Ingi machen und schon vor Abschluss angeworbenen werden.

Ich behaupte, so ein Studie, Bachelor, Ingi oder Doktor kann nur in den seltensten Fällen die fachpraktische Erfahrung haben wie eine Laborant, Meister oder Techniker.

Bevor man Techniker wird, muss man 5 Jahre Berufserfahrung nachweisen, welche noch während der Weiterbildung zum Techniker erlangt werden kann.
Da Techniker meistens über 4 Jahre in der Abendform laufen und die Meisten während dessen Arbeiten, möchte ich behaupten, daß kein Studie mit seinen Praktika an diese Stundenzahl kommt.

Selbst ein Laborant mit einer Ausbildungszeit von 3,5 Jahren und einer Wochenarbeitszeit hat mehr Praxis am Wickel, natürlich ist die Theorie nicht ansatzweise so ausgeprägt wie bei einem Studium.
Der Laborant lernt ja nun auch für die praktische Laborarbeit.

Also bitte mal schön auf dem Teppich bleiben mit dem "praxisintensiven Studium".

Wir haben eine FH besucht, da durften wir uns dann angucken wie sich die Studies im Praktikum Siedeauszüge ins Geschicht "geschossen" haben.
Arbeitssicherheit brauchte man nicht........

Bevor mir ein Bachelor ins Labor kommt, stelle ich lieber nen frischen Laboranten ein.
Da weiß ich wenigsten, dass er schon gearbeitet hat.
 
Second Nick schrieb:
ECTS, SWS und Workload

Diese Vergleichspunkte sind leider zumindest hier eine totale Farce. Ein und derselbe Kurs mit identischen Wochenstunden Übungen, und gleicher Klausur. Trotzdem kriegt man je nach Studiengang zwischen 5 und 9 Creditpunkten dafür.

Oder anderes Beispiel, in diesem Fall kriegen zwar alle Studiengänge die identischen Credits, jedoch gibt es eine wunderbare Ankündigung das Personen aus einem anderem Studiengang nur 3 von 4 Aufgaben in der identischen Zeit lösen müssen. Wenn doch alle 4 Aufgaben gelöst werden sollten, werden die 3 mit den meisten Punkten gewertet.

Vergleichsmöglichkeiten seh ich überhaupt keine.
 
Das habe ich auch schon gemerkt. Während der Übergangszeit vom Diplomstudiengang zum Bachelorstudiengang haben die Bachelor weniger oder genauso viel leisten müssen wie die Diplomer, bekamen aber für eine bestandene Prüfung mehr ECTS-Punkte. Da sind SWS und Workload eindeutiger.

Allerdings steht auf Wikipedia, dass man inzwischen die ECTS-Werte an den Workload (die Arbeitsstunden) gekoppelt hat. Deshalb kann es sein, dass ECTS nicht mehr so willkürlich festgelegt wird wie früher noch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Entspricht 1 ECTS nicht schon immer einem Zeitaufwand von 30 Stunden?! Während meines Studiums waren die Professoren aber immer sehr flexibel und kreativ dabei, den Zeitaufwand für eine Lehrveranstaltung festzusetzen. Da wurden dann eben völlig überzogene 60 Stunden für die Klausurvorbereitung angesetzt, wenn mittels Übungen und Vorlesungen nicht die gewünschte Anzahl an ECTS zusammenkam...
 
Bei uns kommt einem das mit den Punkten auch komisch vor.
Teils hat man ein Fach, in dem man ackern muss wie ein Blöder,
mit Projekt, etc. Man kommt zu keinem anderen Fach mehr und bekommt
wesentlich weniger Punkte als in nem "Chill-Fach".
 
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