grub erkennt Windows-Bootloader - welche Distribution?

ManBla

Lieutenant
Registriert
Mai 2016
Beiträge
521
Hallo zusammen,

eine einfache Frage.

Ich habe auf meinem PC neben Windows 10 die eine oder andere Linux-Distribution laufen.

Welche Distribution, die ihr nutzt, bindet in der grub.cfg den Windows-Bootloader ein? -sofern ihr überhaupt Windows nutzt.

Gruß
Manfred
 
Erfahrung aus jüngerer Zeit habe ich da zwar nur von Debian, aber da wird ein vorhandenes Windows problemlos eingebunden.
 
Danke für die Antworten.

Ich nutze zB Sabayon, dessen Bootloader auch den Windows-Bootloader einbindet.
ArchLinux kann es nicht.
Auch andere Distributionen wie Mageia, PCLinuxOs u.a. schaffen es nicht.

Gruß
Manfred
 
ManBla schrieb:
ArchLinux kann es nicht.
Doch, sicher:
Code:
pacman -S grub os-prober && grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg
Wie oben schon erwähnt, wird os-prober benötigt, damit Windows erkannt wird. Die meisten Distros bringen es schon automatisch mit, andere eben nicht.
Arch gibt os-prober nach der Grub-Installation als empfohlene Abhängigkeit an.

Das alles setzt natürlich voraus, dass sowohl die jeweilige Linux-Distro und Windows beide entweder im UEFI-Modus oder beide im Legacy/BIOS-Modus installiert wurden.
 
Hallo zusammen,
heute habe ich es doch mit ArchLinux geschafft.
Windows ist dabei mit erschienen.
Allerdings war das seltsam zu beobachten und hat lange gedauert.
Während bei Sabayon es sehr schnell vonstatten geht, hat es bei ArchLinux
fast eine Stunde gedauert.
Kein Wunder: denn es wurden alle Partitionen durchlaufen und alle Verzeichnisse
kamen in /var/lib/os-prober/mount vor.
Erst ganz am Ende des grub-mount und grub-probe-Prozesses tauchten die Distributionen
unter grub-mkcofig -o /boot/grub/grub.cfg auf.

Aber immerhin - es hat diesmal geklappt.

Gruß
Manfred
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

os-prober ist sehr langsam weil alle Platten nach Systemen gescannt werden.

Ich würde immer empfehlen os-prober nicht zu installieren und stattdessen einen eigenen Entrag in /etc/grub.d/ zu schreiben.

Infos dazu hier:
https://wiki.archlinux.org/index.php/GRUB#Windows_installed_in_UEFI.2FGPT_Mode_menu_entry
oder hier:
https://wiki.archlinux.org/index.php/GRUB#Windows_installed_in_BIOS.2FMBR_mode

Solange du die Win-Partition nicht neu formatierst musst du den Entrag auch nicht mehr anpassen.

Gruß
Dirk
 
Hallo Baldr!

Du wirst es fast nicht glauben: ich mache das schon viele Jahre so.
Grund für die grub2-Geschichte mit os-prober war bisher nur, den Windows-Bootloader
eingebunden zu bekommen.
Außerdem habe ich festgestellt, daß - wenn os-prober genutzt wird - die eine oder andere
Distribution dann nicht startet, weil irgendwelche Einträge in der kernel-Zeile fehlen oder anders lauten.

Daher starte ich die Distribution mit dem Bootloader nur bis level 3 und mounte dann die
verschiedenen Distributionen, sofern sie ihren grub in die normale /boot-Partition installiert haben,
andernfalls mounte ich die entsprechende EFI-Partition, wo ich dessen grub oder grub2-Verzeichnis finde und dann auf die grub.cfg zugreifen kann.

Das ist mit mc wunderbar zu lösen, denn im linken Fenster ist mein Bootloader-Verzeichnis mit grub.cfg
und rechts die gemountete Partition mit grub.cfg. Rechts öffne ich grub.cfg und kopiere in die Clipdatei,
aus der heraus ich dann links in die grub.cfg aus der Clipdatei heraus einfüge, was ich kopiert habe.

So komme ich sehr schnell an die entsprechenden Einträge und damit booten alle Distributionen ohne Fehler.

Gruß
Manfred
 
So würde ich’s auch machen!

Geht aber nur wenn du Grub installierst und eine grub.cfg erzeugt hast. Reicht im Zweifel beim Hauptsystem anzulegen und die Einträge manuell zu schreiben.

Da die grub.cfg bei einigen Distris nach einem Update neu geschrieben wird, lege ich mir lieber jeweils einen getrennten Eintrag (auf Basis der 40_custom) in /etc/grub.d/ an. Beispiel: XX_win10, XX_arch-test, XX_ubuntu usw.

Wobei man bei einigen Distris dabei aufpassen muss (Ubuntu z.B.) da sich nach jedem Kernel-Update auch der Name der vmlinuz und der initrd.img ändert. Es geht aber auch, von Grub aus einen anderen Grub-Loader zu starten um das Problem zu vermeiden.

Gruß
Dirk
 
Ich sichere mir von meinem Haupt-Bootloader grundsätzlich die grub.cfg unter /root/tmp.

Wenn sich zB. bei Sabayon ein neuer Kernel ergibt, was so kaum stattfindet, es sei denn, ich installiere ihn selbst,
dann habe ich wenigstens die bearbeitete grub.cfg in Sicherheit und kann diesen oder jenen Eintrag dann korrigieren.
Ganz anders ist es, wenn bei einer Distribution häufige Kernel-Updates erfolgen, dann muss ich nur darauf achten, die Kernel-Bezeichnung in grub.cfg vom Haupt-Bootloader zu ändern.

Bei ArchLinux ist das nicht nötig, da bleibt die erste Bezeichnung ohne jede Änderung.

So hat jeder seine Methode, wie es am einfachsten, schnellsten, sichersten ist.

Da ich mir sehr vielen Distributionen arbeite - besser gesagt - sie teste, bin ich schon auf unterschiedlichste
grub-Einstellung gestoßen.
Übrigens macht es mir Spaß zu forschen, wie man Linux-Dtsributionen installieren kann ohne einen Bootloader, der möglicherweise meinen Haupt-Bootloader überschreibt.

Einige Erfolge habe ich damit schon gehabt.

Gruß
Manfred
 
Gestern abend habe ich einmal gentoo gestartet und den os-prober nachinstalliert.
Und was ich kaum glauben konnte: grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg erbrachte eine
vollständige Liste aller Distributionen einschließlich des Windows-Bootloaders,
obwohl gentoo nicht im UEFI-Modus installiert ist.

Gruß
Manfred
 
Zurück
Oben