Leserartikel GSmartControl statt CrystalDiskInfo

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Zusammenfassung:
Caramon2 schrieb:
  1. GSC laden und installieren
  2. ausführen, Datenbank aktualisieren und einmalig die Einstellungen anpassen
  3. Laufwerk(e) doppelklicken und gucken ob "PASSED"
  4. einen vollen Selbsttest durchführen und prüfen ob "without errors"
  5. gelegentlich die Punkte 2-4 wiederholen.
Bei Auffälligkeiten im verlinkten Sammelthread nachfragen.

Da offenbar viele CrystalDiskInfo nutzen, obwohl das nicht viel taugt (hier habe ich beide verglichen) und noch nicht mal einen SMART-Selbsttest starten kann (es müsste dazu nur dem Laufwerk sagen, dass es den Test durchführen soll: Fortschritt und Ergebnis wird in den normalen SMART-Werten gezeigt: Das ist trivial!), schreibe ich hier eine grundlegende Einführung für die Windows-Version, die aber auch mit der Linux-Version genutzt werden kann.

Hinweis: Zur Analyse der SMART-Werte gibt es einen Sammelthread.

Zuerst die passende Windows-Versionen herunterladen und installieren: GSmartControl Downloads
(bei Linux einfach per Paketmanager)

Nach dem starten als erstes die Datenbank aktualisieren:

GSmartControl_1.png

Das sollte man gelegentlich wiederholen, wobei es normal ist, dass die sehr unregelmäßig aktualisiert wird und manchmal wochenlang nichts kommt.

Als nächstes die Einstellungen anpassen:

GSmartControl_2.png

Anschließend mit Strg+R die Laufwerke neu einlesen.

Dann kommt man per Doppelklick in die jeweiligen Details:

GSmartControl_3.png

Wenn das Laufwerk (noch) nicht in der Datenbank ist, ist das nicht weiter tragisch, da das meiste quasi standardisiert ist. Nur manches wird nicht erkannt. - Aber selbst dann kann man zumindest am normalisierten Wert erkennen, ob es OK ist: Bei den meisten Werten steht 100 für 100%, also i. O.:

GSmartControl_4.png

Remaining Lifetime scheint mir noch am aussagekräftigsten zu sein, weil die TBW ja nach diversen Test ziemlich daneben liegen können.

Das Gegenstück dazu ist %used:

GSmartControl_5a.png

Interessanterweise gibt es Laufwerke, bei denen beides nicht zusammenpasst: z. B. meine alte 120 GB BX500 (2018 gekauft), hat momentan noch 87% remaining, aber schon 27% used: Das war vorher schon asynchron, aber seit dem ich sie im USB-Gehäuse als PVR-Laufwerk am Sat-Receiver nutze, steigt %user noch schneller.

Bei Mouseover gibt es bei beiden Tabs mehr oder weniger ausführliche Beschreibungen (bei remaining Lifetime steht z. B. nur, dass es die remaining Lifetime anzeigt…):

GSmartControl_5b.png

Und so sieht ein Selbsttest aus (der volle hätte 30 Min. gedauert, darauf wollte ich für den Screenshot nicht warten):

GSmartControl_6.png

Währenddessen kann man das Laufwerk weiter nutzen, wodurch der Tests aber entsprechend länger braucht und bei Festplatten können die konkurierenden Zugriffe natürlich zu starken Kopfbewegungen führen.

Zwei der viel Laufwerke oben sind übrigens per USB angeschlossen, also darüber funktioniert das auch.
 
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netter Artikel, aber für den Otto Normal Verbraucher einfach viel zu kompliziert. Meiner Meinung nach
 
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Es geht ja meistens um Leute die nicht so viel Ahnung haben und da kommt man GSmartControl überhaupt nicht weit, aber ich schaue es mir heute Abend mal an. Danke für die Anleitung.
 
@MadDog: Seit wann interessieren sich Otto/Ottilie Normalo für SMART-Werte? - Oder lesen überhaupt hier im Forum?

Du gehst von der falschen Zielgruppe aus.

Zock schrieb:
Es geht ja meistens um Leute die nicht so viel Ahnung haben und da kommt man GSmartControl überhaupt nicht weit,
Was gibt es an "PASSED" unten beim ersten Tab und "no errors" beim Selbsttest nicht zu verstehen? - Das entspricht sozusagen der Motorkontrollleuchte beim Auto.

Für die Details (sozusagen das auslesen des Fehlerspeicheres beim Auto) ist der verlinkte Sammelthread da.
 
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Caramon2 schrieb:
Seit wann interessieren sich Otto/Ottilie Normalo für SMART-Werte? - Oder lesen überhaupt hier im Forum?
Es gibt genug Threads bei CB zum Thema SSD/HDD wo auch weniger erfahrene Fragesteller in der Lage sind ein CrystalDiskInfo Screenshot auf Nachfrage nachzuliefern damit mindestens essentielle Infos des Datentraegers ersichtlich sind. Denke dass diese mit komplizierteren Tools schnell ueberfordert waeren.
Aber fuer Interessierte ist GSmartControl sicher eine Beschaeftigung wert.
 
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Vlt wäre es interessant oben zu schrieben was dir Zielgruppe ist und weswegen man das alles machen sollte.
Es ist in der Tat so das es etwas speziell ist, so gut wie niemand Interessiert sich für Smart Werte.
 
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Ein paar Anmerkungen:
Caramon2 schrieb:
Wenn das Laufwerk (noch) nicht in der Datenbank ist, ist das nicht weiter tragisch, da das meiste standardisiert ist.
Es stimmt, dass das nicht tragisch ist, da sich viele Hersteller an informelle Konventionen halten. Aber standardisiert ist kein einziges SMART Attribut. Hat in der Praxis durch die selbst auferlegten Konventionen wenig Auswirkungen, aber die ATA Spec hilft einen bei der Bedeutung der Attribute kein bisschen weiter.

Caramon2 schrieb:
Aber selbst dann kann man zumindest am normalisierten Wert erkennen, ob es OK ist
Genau so ist SMART zu nutzen und nur so. Wenn der normalisierte Wert >= Threshold ist, ist alles in Ordnung. Das ist das Einzige, was zählt. Könnte man eventuell ein wenig hervorheben.

Die ganzen Rohwerte sind eigentlich komplett egal. Zur richtigen Interpretation der Rohwerte braucht man oft Informationen die für normale Kunden gar nicht zur Verfügung stehen. Im Beispiel aus dem Artikel: Attribut 180, ungenutzte Reserveblöcke: 52. Sind 52 viel oder wenig? Wie viele Blöcke hat der Flash überhaupt? Für den normalen User komplett nicht interpretierbar.
 
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schneup schrieb:
wo auch weniger erfahrene Fragesteller in der Lage sind ein CrystalDiskInfo Screenshot auf Nachfrage nachzuliefern damit mindestens essentielle Infos des Datentraegers ersichtlich sind.
1. Was nützt das, wenn wie bei meinem verlinkten Vergleich dort oft nur Herstellerspezifisch steht und viele Details fehlen?

2. Von GSmartControl kann man auch Screenshots machen: s. o. ;)

Fujiyama schrieb:
Vlt wäre es interessant oben zu schrieben was dir Zielgruppe ist und weswegen man das alles machen sollte.
Gute Idee. Ich warte aber, was sich vielleicht sonst noch ergibt.

Generell gilt aber: Das hier ist für Leute, die sich dafür interessieren.

Wer sich nicht dafür interessiert, sieht es sich gar nicht erst an, also brauche ich die bei der Beschreibung auch nicht berücksichtigen. - Das würde nur unnötig Arbeit machen und die Beschreibung unübersichtlicher, weil ich für alles viel weiter ausholen müsste.
 
Mehr Daten bedeutet nicht gleich mehr an Information. Selbst die Zusammenfassung zu einem „GUT“ bei CDI führt hier zu Nachfragen.

Am Ende reicht das sogar meist aus, um zu sagen weiter nutzen oder Elektroschrott.

Das es kein Profitool ist sollte klar sein, das war auch nie die Zielgruppe. Ebenso dein Anspruch, das CDI nun selbst Smartwerte erstellen soll, war doch nie Ziel des Tools. Es sollte Werte anzeigen.

Komischer Vergleich ….. Äpfel - Birnen
 
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Vlt zeigt ja jemand Interesse kann aber mit dem Thema nichts anfangen
Im Grunde muss man dazu auch kein Roman verfassen. Da reichen vermutlich ein paar Zeilen.
 
Ich habe den Eindruck, dass viele nicht verstehen, welche Aufgabe SMART hat:

Das ist nicht dazu da, defekte Laufwerke zu reparieren, oder irgendwie noch an verlorene Daten zu kommen, sondern damit man rechtzeitig bemerkt, wenn ein Laufwerk im "sterben" liegt, um die Daten zu sichern, bevor es akut wird:
Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology (SMART bzw. S.M.A.R.T., deutsch System zur Selbstüberwachung, Analyse und Statusmeldung) ist ein Industriestandard zur Überwachung von Festplattenlaufwerken (HDD) und Solid-State-Drives (SSD) und dient der Vorhersage eines möglichen Ausfalls des Speichermediums.
Ist ein Laufwerk erst mal hin, braucht man kein SMART mehr.

Deshalb sollte man gelegentlich kontrollieren, ob es Auffälligkeiten gibt und hin und wieder auch einen Selbsttest laufen lassen: BEVOR etwas passiert!

Dafür ist dieser Thread:
  1. GSC laden und installieren
  2. ausführen, Datenbank aktualisieren und einmalig die Einstellungen anpassen
  3. Laufwerk(e) doppelklicken und gucken ob "PASSED"
  4. einen vollen Selbsttest durchführen und prüfen ob "without errors"
  5. gelegentlich die Punkte 2-4 wiederholen.
Bei Auffälligkeiten im verlinkten Sammelthread nachfragen. Das hat hier nichts zu suchen.
 
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Vielleicht hast du ja mit dem Titel einfach die falsche Erwartungshaltung geweckt?
CrystalDiskInfo ist halt kein Tool, das für ein permanentes Monitoring ausgelegt ist.

Und ja, deine Kritik, dass CrystalDiskInfo nicht mal einen Smart-Selftest starten kann, ist berechtigt.

Gleichzeitig muss ich aber auch sagen: Anstatt Aufwand in die SMART-Überwachung zu stecken, wäre eine Backup-Strategie das deutlich sinnvollere.
 
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Caramon2 schrieb:
Da offenbar viele CrystalDiskInfo nutzen, obwohl das nicht viel taugt (hier habe ich beide verglichen) und noch nicht mal einen SMART-Selbsttest starten kann (es müsste dazu nur dem Laufwerk sagen

Der Post ist nett geschrieben. 👍

Aber.
Mich persönlich interessieren die S.M.A.R.T. rein garnicht wenn es darum geht einen Datenträger bzw. das was darauf ist zu retten.

In 99% wird der Datenträger an ein System hier angeschlossen und ein Image gezogen.
An der Stelle merkt man wie dreckig es dem Datenträger geht aka Dateisystem- oder Hardwarefehler.
Ergänzung ()

Caramon2 schrieb:
Das ist nicht dazu da, defekte Laufwerke zu reparieren, oder irgendwie noch an verlorene Daten zu kommen, sondern damit man rechtzeitig bemerkt, wenn ein Laufwerk im "sterben" liegt, um die Daten zu sichern, bevor es akut wird:
Das rückt verdammt weit in den Hintergrund wenn man sich sicher ist das die Daten sicher sind. Im Allgemeinen nennt man das funktionierendes / funktionales Backup.

Ich persönlich schau mir eigentlich nie die Smartwerte meine Datenträger an ausser wenn ich hier im Forum mal einen Screenshot brauche zur Erklärung. Selbst in meinen NAS schau ich nicht hin. Die Teile melden sich von allein wenn was ist.
 
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schneup schrieb:
Es gibt genug Threads bei CB zum Thema SSD/HDD wo auch weniger erfahrene Fragesteller in der Lage sind ein CrystalDiskInfo Screenshot auf Nachfrage nachzuliefern damit mindestens essentielle Infos des Datentraegers ersichtlich sind.
Vor allem kann man den Laien-Usern die Faustregel mitgeben:
Zeigt CDI "Vorsicht" an, bitte Datenträger tauschen. 🤷‍♂️
Caramon2 schrieb:
einen vollen Selbsttest durchführen und prüfen ob "without errors"
D. h. ich kann mit GSC einen S2-Extended-Smart-Test auf NMVE-SSDs durchführen?
 
tollertyp schrieb:
Vielleicht hast du ja mit dem Titel einfach die falsche Erwartungshaltung geweckt?
CrystalDiskInfo ist halt kein Tool, das für ein permanentes Monitoring ausgelegt ist.
GSmartControll auch nicht.

tollertyp schrieb:
Gleichzeitig muss ich aber auch sagen: Anstatt Aufwand in die SMART-Überwachung zu stecken, wäre eine Backup-Strategie das deutlich sinnvollere.
Weshalb "anstatt"? beides schließt sich doch nicht aus, sondern ergänzt sich eher:
  1. Bei deutlich schlechter werdenden SMART-Werten sollte man ggfs. häufiger sichern und sich bei nächster Gelegenheit einen Ersatz zulegen.
  2. Was nützen dir Backups, wenn die Sicherungslaufwerke überraschend die Grätsche machen, weil du deren SMART-Werke nicht kontrolliert und keinen Selbsttest durchgeführt hast? - Frag mal Murphy, was der davon hält. ;)

BFF schrieb:
Mich persönlich interessieren die S.M.A.R.T. rein garnicht wenn es darum geht einen Datenträger bzw. das was darauf ist zu retten.
Wenn es dich gar nicht *) interessiert, weshalb ließt du den Thread dann überhaupt? ;)

*) "gar nicht" schreibt man gar nicht zusammen. :)

BFF schrieb:
Das rückt verdammt weit in den Hintergrund wenn man sich sicher ist das die Daten sicher sind. Im Allgemeinen nennt man das funktionierendes / funktionales Backup.
Wie kannst du sicher sein, wenn du nicht kontrollierst, ob die Sicherungslaufwerke überhaupt noch sicher sind?

mchawk777 schrieb:
D. h. ich kann mit GSC einen S2-Extended-Smart-Test auf NMVE-SSDs durchführen?
Woher soll ich wissen, ob du Zugriff auf NVMe-SSDs hast?

Da GSmartControll nur ein Frontend für smartctl ist, kann es alles, was das kann - und das ist nicht wenig.
 
@Caramon2: Tatsache. Vermutlich habe ich mich zu sehr von den Smartmontools "irritieren" lassen, das ja den Daemon mitbringt.

Caramon2 schrieb:
Wie kannst du sicher sein, wenn du nicht kontrollierst, ob die Sicherungslaufwerke überhaupt noch sicher sind?
Welche Garantien gibt es, dass SMART Fehler aufdeckt?
 
Caramon2 schrieb:
Wie kannst du sicher sein, wenn du nicht kontrollierst, ob die Sicherungslaufwerke überhaupt noch sicher sind?
In dem ich es tue. Und das seit man die Daten des ZX Spectrum auf den Musikkassetten auf andere Kassetten kopieren konnte.

Mir zu unterstellen das ich meinen Krams nicht kontrolliere ist etwas heftig. 🥳

Momentan kommst Du @Caramon2 mir so vor das Du Dein Tool für Dich gefunden hast. Völlig ok. Aber mehr nicht.

Weiterhin hat das Tool (und andere) wie weiter oben getippt nicht wirklich Einfluss was getan wird wenn es zu spät ist.

Caramon2 schrieb:
Wenn es dich gar nicht *) interessiert, weshalb ließt du den Thread dann überhaupt?

Um Leser dieses Threads vor Leuten wie Dich zu bewahren. 😉

Nenee. Ich rette halt semiprofessional Leuten die ich mag den Arsch wenn irgendwas aus der Vergangenheit auf teilweise uralten Datenträgern z.B. das Originale Testament liegt oder ein Jemand über Jahre den Überblick verloren hat wann er/sie/es wann/wo gelöscht hat. 😎
 
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tollertyp schrieb:
Gleichzeitig muss ich aber auch sagen: Anstatt Aufwand in die SMART-Überwachung zu stecken, wäre eine Backup-Strategie das deutlich sinnvollere.
Also ich mache beides, die SMART-Überwachung (HD Sentinel) aber eher für das bessere Gefühl.
 
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@BFF Ich glaube es geht @Caramon2 weniger um Rettung als um Früherkennung.
Nichtsdestotrotz ist sein Auftreten und die Ausdrucksweise bei aller Euphorie über die Entdeckung eines alten Tools bzw. GUI dafür fehl am Platz.
Und wenn man schon mit Murphy kommt ... Dann zeigen sich Fehler sowieso nicht genau dann wenn du den Extended Test ausführst. :D
 
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