Habe ich das nur geträumt, oder entspricht es der Tatsache?

1lluminate23

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Habe ich das nur geträumt, oder entspricht es der Tatsache?, dasss der Microsoft Defender keine eigenen Heuristik-Scanner besitzt und sich auf die Cloud und Signaturen auf Malware-Jafd stützt?

Anti-Malware-Scanner ohne Cloud-Anbindung finden teilweise drastisch weniger Malware als mit der Cloud.
Aber ein weiteres Standbein ist eine eigene Heuristik. Scanner mit einer guten Heuristik sind z. B. Kaspersky, ESET, welche wiederum auch gute Resultate ohne Cloud-Anbindung finden.

Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, die Cloud-Anbindung ist das Mittel der Wahl. Manche Scanner erreichen laut AV-Cputaritivesw ohne Cloud nicht mal ->60% Erkennungsrate. Mit Cloud dann im guten 90% Bereich.

Aber ich schweife ab. Mir ging es nur darum, ob der Microsoft Defender einen Heuristik-Bestandteil besitzt.
Heuristik ist aber auch oft für False Positives bekannt.
 
geträumt hast du's nicht komplett, aber ganz so schwarz-weiß isses auch nicht ;)

der defender hat schon eigene heuristik an bord — generische signaturen, lokale ml-modelle (die erkennungen mit "!ml" hinten dran kommen genau daher) und die verhaltensüberwachung laufen alle direkt aufm rechner, ganz ohne cloud. dass offline trotzdem noch was hängen bleibt, zeigt ja genau das.

aber dein kernpunkt stimmt: der defender ist extrem cloud-lastig gebaut. in den av-comparatives offline-tests lag der teils nur bei ~60-70%, mit cloud dann im 99er-bereich. kaspersky und eset stecken deutlich mehr ins lokale und fangen auch offline noch 90+. microsofts philosophie ist halt "der rechner ist eh dauernd online, das schwere zeug (block at first sight, cloud-ml, sandbox-detonation) rechnen wir bei uns".

kurz: heuristik ja, aber eher als notnagel — das eigentliche gehirn wohnt in redmond in der cloud. und zu den false positives: aggressive lokale heuristik ist da der klassiker, die cloud entschärft das paradoxerweise eher — mehr kontext, weniger fehlalarme.
 
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@lazsniper Vielen Dank für deinen guten, wertigen und verständlichen Beitrag zum Thema. Damit kann ich was anfangen und verstehen.

Vielen Dank!
 
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Interessant zu wissen
lazsniper schrieb:
der defender ist extrem cloud-lastig gebaut. in den av-comparatives offline-tests lag der teils nur bei ~60-70%, mit cloud dann im 99er-bereich.
Wobei die Realität nicht nur ist, dass man eh immer online ist, sondern auch, dass die wahrscheinlich 99% der Schadsoftware auch seinen Weg über das Internet auf den PC findet.
Ob man offline wirklich noch eine gute Erkennung braucht ist durchaus diskussionswürdig und wahrscheinlich in vielen Situationen gar nicht notwendig.
 
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Restart001 schrieb:
mit dem Tool "MRT" ?
Das ist ein altmodischer Spyware-Scanner - und der sucht nur nach bekannter Spyware.
Der kommt also bei der Erkennungsrate nicht annähernd da ran, was vollwertige AVs oder Malwarescanner leisten.

Standardmäßig wird der monatlich duch Windows Update aktualisiert und im Hintergrund ausgeführt.
 
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lazsniper schrieb:
microsofts philosophie ist halt "der rechner ist eh dauernd online, das schwere zeug (block at first sight, cloud-ml, sandbox-detonation) rechnen wir bei uns".
Was aber eben auch dazu führt, dass die Signatur eines neu erkannten Schädlings direkt an alle Rechner mit dem Defender gehen kann. In schweren Fällen steht innerhalb weniger Minuten für sämtliche Windows Rechner ein ergänztes Signaturupdate bereit.
 
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