Hardware für FreeNAS

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Lieutenant
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Feb. 2008
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Hi Leute,

Ich möchte einen Rechner für FreeNAS zusammenstellen.

Die Eckdaten:
- 16 oder 32 GB ECC Memory
- CPU.. sollte einfach möglichst stromsparend sein und ausreichend Power für ZFS haben (Ich werde Prüfsummen und Dedup benutzen, Verschlüsselung wahrscheinlich eher nicht).
- 6 SATA Ports (ich plane 3-4 HDDs und 2 SSDs)
- Möglichst kompaktes Gehäuse mit Wechselrahmen und vernünftiger Kühlung

Ich weiß, es ist ziemlich speziell.. aber vllt könnt ihr mir trotzdem helfen.

LG
Alex
 
Könntest du bitte etwas genauer beschreiben, was du damit vorhast? Ich kann mir gerade nicht vorstellen, wofür ein NAS so viel RAM brauchen könnte.
Weitergehende Aufgaben als Server/Virtualisierungsplattformfallen mit FreeNAS wohl eher weg...
 
smiile: ECC für Datenintegrität. Ich werde soviel ausgeben, wie nötig ist, aber eben auch nicht mehr. Ich achte auf den Preis, weil ich insgesamt 4-5x davon anschaffen möchte (nur einer davon wird allerdings den maximalen RAM bekommen).

bikingtrumpet: Es ist der zentrale Speicherort für 2 Xenserver (Datenbanken, Terminalserver, Mail und Backupserver) und wird zum Booten per iSCSI von mehreren Windows Clients genutzt.
 
Wenn du ein NAS möchtest mit hoher Geschwindigkeit: Kauf ein NAS bei Synology oder Qnap mit Atom Prozessor.

Willst du einen Server für Virtualisierung und Serveranwendung nimm den PC oder Server den du dir denkst und Spiel Win Server 2008 R2 oder Ubuntu, Debian etc. drauf.

Freenas is ne Performance kröte.


Edit: Bei der oben beschriebenen Verwendung frage ich mich immer wieder warum hier keine Fertig Server von HP oder Dell gekauft werden und dann im Nachhinein mit SSDs erweitert werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Flo: Belege bezüglich Performance?

Ein Hardware NAS halte ich für unterlegen. Ich will die Features von ZFS haben (Prüfsummen, Rekonstruktionen der Arrays in wenigen Sekunden usw.)
 
Belege bezüglich Performance: Habe mal Freenas bei mir am i7 2600K mit 8GB Ram laufen gehabt und habe 30 MB/s im lesen zusammen gebracht. Bei 4 * 2 TB im Raid Z1.

Wie stellst du dir bei sagen wir mal 300 - 600GB Platten genau die Rekonstruktion in wenigen Sekunden vor? Da macht keine Platte oder SSD auf dieser Welt mit.

Mein DS411+ schafft 105 MB/s im Lesen und 95 MB/s im schreiben, nur so als Vergleich.

Getestet wurde mit dem kopieren von 6 Debian DVD Images.
 
Hier würde ich auch eher zu Debian oder Server 2008 R2 greifen, die sind beide wesentlich leistungsfähiger als dasdoch sehr abgespeckte/spezialisierte FreeNAS.
Gibt es FreeNAS überhaupt als 64bit-Version, was bei der Anwendung auch kein Schaden wäre?

flo36 schrieb:
Edit: Bei der oben beschriebenen Verwendung frage ich mich immer wieder warum hier keine Fertig Server von HP oder Dell gekauft werden und dann im Nachhinein mit SSDs erweitert werden.

Das ist eine gute Idee. Anscheinend laufen ja kritische Systeme über den Server, dann kannst du bei Fertigsystemen auch im Falle eines Falles auf einen Support zählen, gegen Einwurf großer Scheine in schneller Reihenfolge sogar innerhalb von 24h. :)
Da würde ich nicht wegen ein paar € selber das Basteln anfangen, wenns im Fall der Fälle teuer wird...
 
Freenas is ein Billignas OS(zumindest kommt es mir so vor).

HP und DELL unterstützen nebenbei gesagt auch div. Linux distris und haben auch Perfekten Support(4 Stunden Vor Ort Service usw.)

Bei Eigenbau kannste mal locker 1 Rechner als Ersatzteillager bereit halten.

Bei HP(meine Erfahrung):
1.: Mobo defekt: Mobo kommt mit Techniker aus Wien zu uns. 3 Stunden Später läuft wieder alles.
2.: Raidcontroller Cache defekt: Cache nach 2 Stunden mit Techniker wieder eingebaut.
3.: Festplatte defekt: Festplatte nach 45 min. wieder im Server.
 
flo: Kann es sein, dass du Platten mit 4kb Sektoren verwendet hast? Das verträgt sich nicht wirklich mit ZFS. Und natürlich gibt es FreeNAS in 64 bit (setzt doch auf FreeBSD auf). Sorry, aber ich habe den Eindruck, dass Du nicht wirklich tief in der Materie steckst.

Ebenso der "Tipp" mit Dell ist überflüssig. Die Systeme sind einfach teuer und nicht besonders gut.. zu dem Preis kaufe ich lieber 2 Systeme, auf denen ich eine Replikation laufen lasse.
Ergänzung ()

FreeNAS ein billig OS?

Es ist FreeBSD mit einer Weboberfläche. Sorry, aber die Software (ZFS, Dedup, Prüfsummen, RaidZN) ist Hardware NAS um Längen voraus.

Eigentlich möchte ich dazu keine weitere Diskussion führen. Bisher habe ich noch keine sinnvolle Antwort auf meine eigentlichen Fragen gehört. Eine Downtime von mehreren Stunden ist im Übrigen inakzeptabel, weshalb die Hardware mindestens doppelt bei uns vorhanden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das es Freenas in 64- Bit gibt weiß ich( die Aussage oben kam nicht von mir). Ich hatte es wegen der 8 GB selbst auch mit 64-Bit laufen. Du kannst gern mit Freenas spielen, denn mehr is es in meinen Augen nicht.

Raid Z is schön und gut mit all seinen Vorteilen, aber komischerweiße laufen auf der Welt Millionen von Raid 0,1,5,6 usw. Systemen auch Tag und Nacht rund. Auch ohne Raid Z.

Wenn dir die fertigen Server zu teuer sind Sparste am falschen Platz.

Freenas = Frickel FreeBSD mit Weboberfläche.

Viel Spaß beim Spielen.

Zu deinen Eigentlichen Fragen:

Ne Anständige Intel Xeon Quad CPU, 16 GB Kingston ECC Ram auf ein Supermicro oder Tyan Mobo.

Bei den SSDs(Denke mal für die Datenbanken und Terminal Server) nimm irgendwelche mit SLC Chips.

Festplatten: 10k - 15k Upm HDDs mit 146 - 600 GB und SAS (falls das Mobo es unterstützt). Seagate oder WD.

Gehäuse 19" oder Standpc?
 
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Ist schon eine Weile her, dass ich FreeNAS das letzte Mal benutzt habe :)

Im Allegemeinen schließe ich mich flo36 an, eher würde ich noch ein "richtiges" FreeBSD einsetzen, damit bist du am Ende flexibler.
Redundante Systeme sind schön und gut, aber das bietet eben auch keine absolute Sicherheit. Wenn du dann alleine dastehst, hast du halt schlechte Karten. Und wenns nur darum geht, von irgendjemandem Schadensersatz zu fordern, wenn alles in die Hose geht ;)
Glaub mir, bei dieser Thematik hab ich so meine Erfahrungen (zwar nicht mit Servern im Speziellen, aber mit so komplexen wie kritischen logistischen Systemen)

Es muss ja auch nicht unbedingt Dell sein ...

Der Vorschlag mit dem Hardware-NAS kam wohl eher daher, dass du am Anfang nach einem NAS gefragt hast, und erst nach und nach aufgekommen ist, dass du eigentlich nach einem "Universalserver" suchst ;)
 
Du Verstehst mich glaube ich absichtlich Falsch. Ich habe nichts gegen ZFS, die von dir aufgezählten Vorteile treffen ohne weiteres zu und deswegen is es den normalen Raidtechniken auch überlegen. Ich meinte nur, das es eben Server gibt die in deinem Anwendungsgebiet auch Problemlos mit normalen Raid techniken laufen.

Nur warum nimmst du dann keinen vollständigen OpenBSD oder FreeBSD Server sondern Freenas?
Zitat aus Wiki: Das aktuelle FreeNAS 8.x.y ist eine Minimal-Version der FreeBSD 8.2-Distribution auf Basis von NanoBSD.

Aber Bastel Server und keine Standzeiten, Sorry das sind 2 Dinge die irgendwie nicht zusammen passen.

Redundanz bei Servern is ja gut, aber alles Doppelt und Dreifach kaufen, nur weils billiger is?

Und zur Herstellerthematik: Dell und HP waren nur Beispiele.
 
biking: Kein Universalserver, es soll wirklich nur als NAS dienen.

flo: Mehrere günstigere Server sind nun mal besser als ein einziger "guter" Server. 0 Downtime bekommt man nur über Software wie Onlinereplikation hin. Dass das wirklich geht, kann ich dir aus Erfahrung sagen (zZ nutze ich dafür DRBD, aber ZFS ist einfach überlegen, da es auch "stille" Fehler im RAID aufspüren kann).

Zu Raid5 möchte ich dir auch folgenden Artikel ans Herz legen, gerade wenn Du es mit großen Drives benutzt:
http://www.zdnet.com/blog/storage/why-raid-5-stops-working-in-2009/162
 
Wir haben es jetzt alle Verstanden. ZFS Gut, Raid 5 Böse.

Definier mir mal bitte nen stillen Fehler. Meinst du damit nichmehr lesbare Sektoren?

War Sun/Oracle bei euch und hat Propaganda gemacht oder warum verteidigst du dein ZFS so sehr?

Außerdem zum hundertsten mal: Ich hab nie was gegen ZFS gesagt. Es war ein Vorschlag.

Wenn du ein NAS mit BSB willst dann hier: Die Enterprise Line von FreeNAS, TrueNAS:

http://www.ixsystems.com/
 
Ich weiß zwar nicht, wer "wir" ist, aber es ist schon mal gut, wenn du es verstanden hast. Und ich weiß auch nicht, wer "Euch" ist, denn ich kümmere mich um die Systeme selbst.. und zwar nicht hauptberuflich. Angesichts der unsachlichen Kommentare ohne jeden Gehalt ("Propaganda", "FrickelOS", "schlechte Performance") fällt es mir schwer, über eine eigentlich technische Sache zu reden. Einigen wir uns doch einfach darauf, dass du deinen Support rufst, wenn das Array nicht mehr rekonstruiert werden kann, und ich vertraue einfach auf meine Lösung.

Stille Fehler sind solche, bei denen immer noch Daten ohne Fehler gelesen werden, aber die Daten verfälscht sind (kommt selten vor, gibt es aber auch.. Beispiel: defekter RAM bei non ecc Systemen, defekter SATA Controller, defekte Festplattenelektronik usw).

Quad Xeon sind übrigens overkill für diese Lösung.

Welche AMD Boards mit ECC könnt ihr empfehlen? Die CPUs von AMD unterstützen ECC wohl fast alle, oder? Welche stromsparende CPU könnte man nehmen? Wie hoch die Leistung sein muss, kann ich leider nicht abschätzen, aber ich denke, dass etwas in der Klasse von Core 2 Duo ausreichend sein müsste. Ist bei AMD die NIC immer über die Southbridge angebunden (einige FreeNASler behaupten, dass daher die schlechte Performance kommt.. was ich eigentlich auch nicht so wirklich nachvollziehen kann) oder gibt es etwas vergleichbares zu Intel?

Grüße,
Alex
 
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