Hardware für Homeserver

feelex

Cadet 4th Year
Registriert
Mai 2010
Beiträge
86
Hallo Allerseits,

ich suche passende Hardware für einen Homeserver.


1. Was möchte ich machen?
Hauptsächlich: Cloud, Diaspora Pod, Firefoxsync Server, Mailserver, Webserver, Backupserver, Lokaler Datenspeicher und evtl. noch anderes wenn Bedarf da ist (z. B. HTTP-Antiviren-Proxy, Firewall, …). Die einzelnen Aufgaben möchte ich voneinander abgrenzen, indem das Ganze in separaten VMs läuft. Als „Virtualisierungsmethode“ würde ich KVM bevorzugen. Eventuell werde ich später auch mal Vmware vSphere testen.

2. Welche Anforderungen habe ich?
Ich habe mir natürlich schon einige Gedanken gemacht was das System angeht. Zu den Komponenten aber unter drittens mehr. Ich möchte ein System das im Leerlauf wenig verbraucht. Sollte es mal unter größere Last geraten, darf es auch gerne ein paar Watt mehr fressen, zumindest solange es von dem Leistungszuwachs sinnvoll ist. Das Wichtigste bei der Planung ist die Zuverlässigkeit. Ich werde öfters für mehrere Wochen nicht in der Nähe sein und da soll es keine Probleme geben, die nicht aus der Ferne lösbar sind. Insgesamt sollte alles exklusive HDDs unter 500€ kommen. Hier mal Anforderungen an einzelne Komponenten:

Prozessor:
Als Hauptabnehmer sollte sein Verbrauch im Leerlauf natürlich entsprechend gering ausfallen. Er sollte AES „mitbringen“ und die Virtualisierungserweiterungen beherschen.

Mainboard:
Das Mainboard sollte möglichst sparsam sein. Ansonsten wäre ein Intel-Ethernet-Chip ganz praktisch.


3. Optionen
Serverhardware (http://geizhals.de/eu/?cat=WL-327193): 590€
Consumerhardware (http://geizhals.de/eu/?cat=WL-327194): 430€
AMD Consumerhardware (http://geizhals.de/?cat=WL-327304): 310€
HP ProLiant ML310e (http://geizhals.de/hp-proliant-ml310e-g8-674785-041-a884088.html): 440€ (+120€ RAM)


4. Fragen
1 Welche der 4 Möglichkeiten ist aus eurer Sicht „die Beste“/was würdet ihr anders machen?
2. Ist es sinnvoll auf Serverhardware zu setzten? Mein Gedanke war, dass der Server, wenn aufgesetzt, 24/7 laufen soll. Ich bin als zukünftiger Student öfters mal ein paar Wochen nicht Zuhause und möchte da kein unnötiges „Risiko“ eingehen. Habe aber schon viele kritische Stimmen bezüglich ECC Ram in Homeservern gehört. Was mein ihr?


Wenn ihr im Text bis hier hingekommen seid möchte ich euch schon einmal danken.
Ich hoffe auf tolle Antworten ;-)


Liebe Grüße
Felix


PS Als Vorlage für diesen Post hat mir übrigens dieser hier gedient.
 
Ich würde mir im Endeffekt Consumerhardware von Intel kaufen und dann drauf achten, dass CPU und Mainboard VTd und evtl. ECC unterstützen.
Der günstigste "Trick" um sicherzustellen, dass der Server immer läuft, dürfte wohl so eine FritzWLAN Steckdose sein. Aber ka, ob man dafür zwingend eine FritzBox braucht.
Dann noch ein Raspberry Pi, der immer prüft ob der Server noch läuft und wenn nicht, ihn kurz zum Neustart stromlos schaltet.
 
Danke für die flotte Antwort!
Die nicht Serverhardware unterstützt bei Intel kein ECC. Bliebe also die Frage, ob ECC notwendig ist.
Fritzbox wäre da, aber das mit der FritzWLAN Steckdose hör ich gerade zum ersten mal :D
Bei dem HP wäre iLo dabei und ich meine gelesen zu haben, dass man den Server damit aus der Ferne steuern kann (sogar vom Smartphone). Dann wär das ja ein klarer Punkt für das HP-Paket.
 
Je nachdem was Du machst, könnte der HP knapp werden von der CPU her. Du solltest dann nichtzuviel parallel machen. Ich würde auch eher zu einem entsprechenden Intel-System greifen.
 
Die Stromkosten sind bei einem Homeserver viel zu hoch (60 W im Idle x 24 h x 365 Tage /1000 x 0,25 Euro/kWh = 131,40 Euro Stromkosten pro Jahr). Selbst wenn Du das Teil auf 40 W herunter bekommst ist das nochzuviel. Denk mal über ein NAS (ab ca. 10 W) nach.
Wake on Lan wäre auch noch eine Möglichkeit die Kosten runter zu bekommen.

Meinen privaten Server habe ich langst abgeschafft. Hier werkelt ein NAS herum. Das reicht.
 
MoinMoin,

feelex schrieb:
1. Was möchte ich machen?
Hauptsächlich: Cloud, Diaspora Pod, Firefoxsync Server, Mailserver, Webserver, Backupserver, Lokaler Datenspeicher und evtl. noch anderes wenn Bedarf da ist (z. B. HTTP-Antiviren-Proxy, Firewall, …). Die einzelnen Aufgaben möchte ich voneinander abgrenzen, indem das Ganze in separaten VMs läuft. Als „Virtualisierungsmethode“ würde ich KVM bevorzugen. Eventuell werde ich später auch mal Vmware vSphere testen.

Gerade bei Mailserver würde ich mir das überlegen: Du hast i.d.R. im privaten Umfeld nicht die redundante Auslegung der Infrastruktur um Mail sinnvoll betreiben zu können. Insofern würde ich das (immer) bei einem Hoster o.ä. liegen lassen. Oder man weiß sehr genau, was man tut...


Ich habe mir natürlich schon einige Gedanken gemacht was das System angeht. Zu den Komponenten aber unter drittens mehr. Ich möchte ein System das im Leerlauf wenig verbraucht. Sollte es mal unter größere Last geraten, darf es auch gerne ein paar Watt mehr fressen, zumindest solange es von dem Leistungszuwachs sinnvoll ist. Das Wichtigste bei der Planung ist die Zuverlässigkeit. Ich werde öfters für mehrere Wochen nicht in der Nähe sein und da soll es keine Probleme geben, die nicht aus der Ferne lösbar sind. Insgesamt sollte alles exklusive HDDs unter 500€ kommen.

Dann sind iLO & Co schon fast Pflicht.


So einen erwarte ich morgen bei mir...
Dann kann ich Dir Mitte Woche auch ein paar mehr Detailinformationen geben.

Beim RAM beachten, dass der ECC bevorzugt nimmt. Das treibt je nach Ausbau die Kosten etwas in die Höhe.

2. Ist es sinnvoll auf Serverhardware zu setzten? Mein Gedanke war, dass der Server, wenn aufgesetzt, 24/7 laufen soll. Ich bin als zukünftiger Student öfters mal ein paar Wochen nicht Zuhause und möchte da kein unnötiges „Risiko“ eingehen. Habe aber schon viele kritische Stimmen bezüglich ECC Ram in Homeservern gehört. Was mein ihr?

Jede Variante stellt lediglich ein Kompromiss dar. Und "richtige" Serverhardware hast Du in keinem Fall. Die kostet i.d.R. ein wenig mehr und ist in den meisten wesentlichen Punkte redundant ausgelegt.


um Thema Stromverbrauch: Natürlich nimmt ein solcher Rechner mehr Strom und erfreut den Stromlieferanten. Ein NAS mit 10 W beitet jedoch auch nicht die Leistung und die Möglichkeiten eines entsprechenden Servers. Und die größeren NAS von Synology ziehen auch gerne mal 40-60 W. Aus diesem Grund werde ich auch mein NAS (Synology DS409+) gegen einen Server tauschen: Das NAS kann nicht alles und zwei Geräte wären Overkill. Also wird der Server die NAS-Funktionalitäten und zusätzlich auch noch die gewünschten neuen Rollen übernehmen (Firewall, Monitoring, etc).

Zumal ein NAS mit vier Laufwerksschächten genauso viel wie ein deutlich leistungsfähigerer Server kostet.


Cu,
Chris
 
Zurück
Oben