@florian.
25% bei der Umwandlung zu Wasserstoff? In einem Privathaushalt bei einer fluktuierenden Stromzufuhr? Kannst du sicher vergessen. Selbst wenn brauchst du eine so riesige Photovoltaikanlage, das rentiert sich einfach nicht.
@_killy_
Vergleich Paraffin-Wasser
Also 1000L Wasser kann man ungefähr mit 333Liter Paraffin vergleichen. Nun braucht man als eine Person am Tag so ca. 100 Liter Wasser zum Duschen/Baden/Spülmaschine/Waschmaschine im Durchschnitt? Gehen wir also von 100 Liter Wasser aus, sind das 33 Liter Paraffin am Tag. Im Monat braucht man also ca 1000L Paraffin, welches gespeicherte Energie abgibt. 6 Monate in etwa Winter = ca. 6000 Liter Paraffin. Kosten sieht man ja im Link, 333L Paraffin kosten als Tank ca. 4000€. Also ca. 72 000€. Da würde man auch nicht mit Photovoltaik, sondern mit direkter Solarenergie erhitzen. 6000L brauchen im übrigen noch den Platz.
@niqlas
Was passiert, wenn die Photovoltaik-Module so viel Strom erzeugen, dass dieser nicht mehr gespeichert werden kann, weil der Speicher schon voll ist
Nix passiert damit. Wo kein Speicher, da keine Last, wo keine Last, da passiert nix.
...und auch nicht ins Netz eingespeist werden kann, weil dort die Kapazität gedeckt ist?
Das Netz soll VOLL sein? Dann verkauft der Stromanbieter ins Ausland. Es gibt kein Kapazitätslimit im Netz.
Wie würde man diesen Strom "entsorgen"?
Gar nicht. Er würde weder verbraucht noch gespeichert. Er verpufft.
Die meisten Energiespeicher nutzen die Methode der chemischen Energie, oder? Wie sinnvoll ist die Speicherung mittels einer anderen Methode (vlg.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Energieform), z.B. in potentieller Energie?
Das ist ne tolle Idee. Nur wohin mit dem ganzen Krempel? Platz ist das Problem. Ansonsten könnten wir ja mitten im Nichts nen Berg aufschütten und dort nen Stausee anlegen, damit wir überschüssigen Strom zum reinpumpen in den Stausee nutzen können. Oder in Druckluft. Oder eben Wasserstoff, wie .florian schreibt. Wobei man da klugerweise Methan draus macht indem man CO2 hinzufügt, weil man dann die vorhandenen Erdgasleitungen nutzen könnte.
"Überschüssiger" Strom könnte also dafür sorgen, dass Autos weiterhin effizienter (als mit Akkus) fahren können, dann halt mit Gas. Zum heizen kann man das Gas auch benutzen, wodurch dann wieder der Strom abgenommen würde. In Großanlagen kann man auch höhere Effizienzen erreichen als im Haushalt.
Gas ist für mich der neue Energielieferant.
Mit dem lässt sich Warmwasser per Gas-Durchlauferhitzer erzeugen wenn es gebraucht wird. Mit Gas lässt sich der Herd befeuern. Mit Gas kann man ein Mini-Blockheizkraftwerk im Haus errichten und so im Winter das Warmwasser/Heizwasser und Strom erzeugen. Und mit dem Auto/Bus ist ein großflächiger Umbau auf Elektro auch nicht notwendig, viele Autos lassen sich ja zu Gas umbauen. Speichern kann man das auch wunderbar, Transportnetz ist schon vorhanden. Man entlastet so auch das Stromnetz.
@nebulein
Das Grundproblem in der ganzen Thematik ist nicht Strom, sondern das beheizen eines Hauses, vor allem im Winter benötigt horrend viel Energie und die kriegt man über eine Photovoltaik Anlage nicht hin. Dadurch entsteht auch gar nicht das Problem, dass die Anlage zu viel Strom erzeugt.
Das bezweifel ich. Wenn du eine Wärmepumpe an die elektrische Energie koppeln würdest, und das mit Grundwasser, so kannst du mit einem COP von 7 rechnen. Bedeutet: 1KWh Strom rein = 7KWh Heizenergie raus. Gehen wir hiernach:
Wie groß müsste eine Photovoltaik Anlage demnach sein?
Die genannten 350 bis 400 Kilowattstunden Strom erzeugt eine Photovoltaik Anlage im Winter ca. mit einem Kilowattpeak Nennleistung (1 kWp). Oder anders gesagt, 350 bis 400 Kilowattstunden Strom können Sie zwischen Oktober und April in etwa mit 1 kWp Photovoltaik in Deutschland erzeugen. Dafür brauchen Sie rund 5 bis 7 Photovoltaik Module auf dem Dach bzw. folgende Dachfläche:
-> 6-9m² mit monokristallinen Modulen (Schrägdach)
-> 7-10m² mit polykristallinen Modulen (Schrägdach)
-> 15-20m² mit Dünnschichtmodulen (Schrägdach)
-> sowie rund 20m² bebaute Dachfläche auf Flachdächern.
http://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/elektroheizung/ertrag-im-winter
Wären demnach 300KW Strom im Monat, also 10KW am Tag, und umgerechnet 70KW Heizleistung mit einer Wärmepumpe. Am Tag. Im Monat sind das also aus 300KW = 2100KW. Das macht in den Wintermonaten bei 6 Monaten ca. 12600KW. Das ist ein durchaus realistischer Wert für ein Haus inkl. Warmwasser. Bei nem dick isolierten Haus sogar viel zuviel.
Eine Kombination von Wärmepumpe mit Grundwasser sowie Photovoltaik in der obrigen Größenordnung würde also für Sommer wie im Winter ausreichen. Wahrscheinlich mit Überschuss. Wobei eine Netzkopplung immer noch sinnvoller ist meines erachtens, vor allem im Sommer.