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Grudsätzlich geht das schon. Aber was man dafür an Technologien kombinieren muss...
ich hatte mich mal etwas intensiver mit der Thematik beschäftigt, bin zu folgenden Erkenntnissen gelangt und habe es dann sein gelassen.
Vorweg, bei meiner hier aufgezeigten Idee gibt es Nachts/im Winter das Problem, dass zu wenig Strom für die 2-3 SLI/CrossFire Systeme (und das Bisschen was sonst noch so anfällt an Haustechnik, Kochen,...) der Kinder da ist.
Durch oben genannte Maßnahmen in Kombination mit einer guten Regelung (Regelung mit das technisch Schwierigste, da dieses System sehr Träge ist und die Anlage schon quasi einen Tag vorher "regeln" muss, um sich auf die Bedingungen 24h später eingestellt zu haben. Daher Anschluss an einen Wetterdienst (Vorhersage von Außentemperatur für Heizbedarf, Bewölkung für Abschätzung Energieeintrag über Solarthermie und PV,... ) notwendig.
Also ist es möglich, die Wärmeversorgung über die Sonne ganzjährig sicherzustellen (bei der Annahme, dass die Oberflächengeothermie als Speichermedium dient, welches man im Sommer wieder "auffüllt"). Natürlich ist das hier mit Einschränkungen verbunden:
Bleibt noch das Problem der Versorgung mit elektrischen Strom. Da bleibt nur: Strom sparen um möglichst wenig zu verbrauchen (keine dicken Computer (Nachts) laufen lassen) und dicke Batterien irgendwo hin packen. E-Autos zu nutzen ist in diesem Fall sinnfrei, da diese ja tagsüber benutzt werden sollen. Es nützt also wenig, sie Nachts als Energiequelle zu nutzen, denn grade die wollen ja auch nachts aufgeladen werden, damit man morgens zur Arbeit kommt :-D
Bliebe noch die Option "Blockheizkraftwerk". Man würde dann aber einen Gasanschluss benötigen oder Dieseltanks. Hat zur Folge, dass man die Photovoltaik und Solarthermie deutlich kleiner auslegen kann, Geothermie ist dann ggf. sogar komplett obsolet, da nicht mehr der Wärmebedarf gedeckt werden muss. Das BHK deckt dann das Delta was an Wärmebedarf noch vorhanden ist und produziert den benötigten Strom. Überschuss wird dann ins Stromnetz eingespeist.
Wie man es dreht oder wendet: Den eigenen (Wärme-)Energiebedarf über das Jahr "kann" man mit der Sonne decken. Aber nicht zu jederzeit den grade anliegenden Leistungsbedarf, zumindest was elektrische Leistung an geht. Wärmeleistungsbedarf lässt sich decken, aber nur mit Komfortverlust (kein Gäste über Nacht, duschen/Baden nur zu gewissen Zeiten, wenn genug WW zur Verfügung steht, also Vorrausplanung und man muss dem System dann ggf. auch bescheid geben, dass morgen einer Person mehr da ist) und/oder mit sehr hohen Kosten (>10-25% Hausbaukosten).
Komplett ohne Stromanschluss ist aber schon aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert. Das System ist auf gewisse Grenzwerte ausgelegt (unter anderem auch eine niedrigste erlaubte Außentemperatur für x Tage). Ist es mal kälter oder länger kalt, als bei der Auslegung berücksichtigt wurde, muss man elektrisch (oder mittels dem Blockheizkraftwerk) nachheizen, sonst kühlt auch so ein Haus aus. Auch mit BHK würde ich auf den Stromanschluss als Backup nicht verzichten wollen, wenn das BHK oder das Regelungssystem (Totalausfall) mal ausfällt.
So, ich hoffe, ich habe nicht zu sehr gelangweilt und dem Einen oder Anderen für das Thema interessieren können.
MfG
ich hatte mich mal etwas intensiver mit der Thematik beschäftigt, bin zu folgenden Erkenntnissen gelangt und habe es dann sein gelassen.
Vorweg, bei meiner hier aufgezeigten Idee gibt es Nachts/im Winter das Problem, dass zu wenig Strom für die 2-3 SLI/CrossFire Systeme (und das Bisschen was sonst noch so anfällt an Haustechnik, Kochen,...) der Kinder da ist.
- Thermische Bauteilaktivierung -> Gleicht als Energiespeicher die Schwankungen zwischen Tag/Nacht aus (nicht Sommer Winter). Man spart sich auch Heizkörper/Fußbodenheizung.
- Sehr gute Wärmeisolation -> Wir reden hier von Wärmeverlusten von <500Watt für das komplette Haus
- "Gekühlte" Photovoltaikmodule -> Höhere Effizienz/weniger Verschleiß.
- Oberflächengeothermie -> Das "Kühlwasser" der PV-Anlage heizt im Sommer den das Haus umgebenen Erdboden in einer Tiefe von ~2m auf (Oberflächengeothermie)auf, sofern es nicht für Warmwasser benötigt wird. Das ist in Kombination mit Solarthermie der Wärmeenergiespeicher für den Winter (ineffizient, aber im Sommer gibt es genug Wärme). Im Winter dient die "Kühlung" dem Frostschutz/Schneeschmelze und dazu, die PV Module auf einer guten Betriebstemperatur zu halten.
Durch oben genannte Maßnahmen in Kombination mit einer guten Regelung (Regelung mit das technisch Schwierigste, da dieses System sehr Träge ist und die Anlage schon quasi einen Tag vorher "regeln" muss, um sich auf die Bedingungen 24h später eingestellt zu haben. Daher Anschluss an einen Wetterdienst (Vorhersage von Außentemperatur für Heizbedarf, Bewölkung für Abschätzung Energieeintrag über Solarthermie und PV,... ) notwendig.
Also ist es möglich, die Wärmeversorgung über die Sonne ganzjährig sicherzustellen (bei der Annahme, dass die Oberflächengeothermie als Speichermedium dient, welches man im Sommer wieder "auffüllt"). Natürlich ist das hier mit Einschränkungen verbunden:
- Man kann Nachts nicht 3h duschen.
- Bei der Auslegung muss abgewogen werden zwischen Kosteneffizienz (Anlagengröße) und der maximalen Anforderungen. Anforderungen ist in dem Fall die maximale Anzahl "versorgbarer" Personen. Die Anlage, die 3 Personen versorgen kann ist günstiger. Aber wenn man mal die Eltern und den Bruder zu Besuch (für eine Woche) hat, muss die Anlage (Besser: Das System "Haus") dann 6 Personen versorgen. Soll sie das auch können? Wenn ja, muss sie fast doppelt so groß ausgelegt werden. Dann läuft sie aber den Rest des Jahres nur auf "Schwachlast" und ineffizient. Ebenso ist die Anlage dann teurer und benötigt mehr Platz/Fläche.
Bleibt noch das Problem der Versorgung mit elektrischen Strom. Da bleibt nur: Strom sparen um möglichst wenig zu verbrauchen (keine dicken Computer (Nachts) laufen lassen) und dicke Batterien irgendwo hin packen. E-Autos zu nutzen ist in diesem Fall sinnfrei, da diese ja tagsüber benutzt werden sollen. Es nützt also wenig, sie Nachts als Energiequelle zu nutzen, denn grade die wollen ja auch nachts aufgeladen werden, damit man morgens zur Arbeit kommt :-D
Bliebe noch die Option "Blockheizkraftwerk". Man würde dann aber einen Gasanschluss benötigen oder Dieseltanks. Hat zur Folge, dass man die Photovoltaik und Solarthermie deutlich kleiner auslegen kann, Geothermie ist dann ggf. sogar komplett obsolet, da nicht mehr der Wärmebedarf gedeckt werden muss. Das BHK deckt dann das Delta was an Wärmebedarf noch vorhanden ist und produziert den benötigten Strom. Überschuss wird dann ins Stromnetz eingespeist.
Wie man es dreht oder wendet: Den eigenen (Wärme-)Energiebedarf über das Jahr "kann" man mit der Sonne decken. Aber nicht zu jederzeit den grade anliegenden Leistungsbedarf, zumindest was elektrische Leistung an geht. Wärmeleistungsbedarf lässt sich decken, aber nur mit Komfortverlust (kein Gäste über Nacht, duschen/Baden nur zu gewissen Zeiten, wenn genug WW zur Verfügung steht, also Vorrausplanung und man muss dem System dann ggf. auch bescheid geben, dass morgen einer Person mehr da ist) und/oder mit sehr hohen Kosten (>10-25% Hausbaukosten).
Komplett ohne Stromanschluss ist aber schon aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert. Das System ist auf gewisse Grenzwerte ausgelegt (unter anderem auch eine niedrigste erlaubte Außentemperatur für x Tage). Ist es mal kälter oder länger kalt, als bei der Auslegung berücksichtigt wurde, muss man elektrisch (oder mittels dem Blockheizkraftwerk) nachheizen, sonst kühlt auch so ein Haus aus. Auch mit BHK würde ich auf den Stromanschluss als Backup nicht verzichten wollen, wenn das BHK oder das Regelungssystem (Totalausfall) mal ausfällt.
So, ich hoffe, ich habe nicht zu sehr gelangweilt und dem Einen oder Anderen für das Thema interessieren können.
MfG