nobodo schrieb:
Was ist m2? Das Thema Unterversicherungsverzicht kann ich Dir gerne erklären, egal ob ein Wohnflächentarif oder eine Versicherungssumme zugrunde liegt.
Mit m2 (= Quadratmeter) meinte ich Wohnfläche. Dieses sollte auf das Stichwort Unterversicherungsverzicht hinauslaufen. Nicht jeder, der eine Wohnung mit 70 Quadratmetern Wohnfläche sein eigen nennt hat einen Wert an "Hausrat" in der Wohnung, der einen pauschalen Flächentarif lukrativ erscheinen lässt. Das geht aber allerdings auch umgekehrt. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich ausdrücken.
nobodo schrieb:
Die Welt dreht sich nicht nur um Computer. Lassen wir mal außen vor, dass ein Blitzeinschlag Deine Steckerleiste in Luft auflösen wird. Hast Du an Deiner Waschmaschine auch eine Steckerleiste mit Überspannungsschutz dran? Über die Privathaftpflicht-Versicherung brauchen wir uns wohl nicht nicht unterhalten. Mittel zum Zweck.
An meiner Waschmaschine habe ich natürlich keine Überspannungs-gesicherte Steckdosenleiste. An meinem Herd auch nicht. Nur sind derartige Geräte auch weniger anfällig gegen Überspannung, schon gar nicht, wenn diese ausgeschaltet oder via Schaltdeckdose zweiphasig vom Netz getrennt sind (Mikrowelle, Kaffeemaschine, etc., solche Geräte schalte ich ans Netz dann wenn ich sie brauche aber nie ständig. Bei meiner Waschmaschine, die ich nur 2x in der Woche für 2h brauche ziehe ich sogar den Netzstecker.
An meiner teuren Technik also, PC, TV, Hifi habe ich aber derartige technische Schutzvorkehrungen, wie aktive Überspannungsschutzsteckdosenleisten, weil auch hier die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass IM BETRIEB dieser Geräte eine Überspannungsspitze im Netz auftritt (nur dies lässt eine "normale" Überspannungsbeschädigung zu), sei es durch einen entfernten Blitzeinschlag oder nur durch Nachbars nicht Blindstrom-kompensierte Kreissäge, etc.
Und wenn der Blitz meine Steckdosenleiste sichtlich "zerbröselt" ist auch das angeschlossene Gerät sicher "sichtlich" zerbröselt bzw. so stark beschädigt, dass es offensichtlich von außen erkennbar ist. Also mittelbarer Schaden durch Blitz und KEIN sog. "nur" Überspannungsschaden, wie die zerbröselte Dachantenne und das "verkokelte Dach", oder irre ich da ?
Schwieriger wird es eben bei Folgeschäden, also ein äußerlich intakter TV z.B., der "NUR" im Inneren durch Überspannung zerstört oder beschädigt wurde. Und hier wird es interessant im Schadensfall. Ein INTERESSANTES Thema bei allen Versicherungen. Da muss ICH dann nachweisen (Notfalls via Gutachter, den ich bezahlen muss , dass ohne offensichtlich erkennbaren Schaden auf meinen Dach, der möglicherweise noch vorhandenen Freilandleitung zu meinem Haus (so etwas gibt es aber kaum noch) der Blitz einschlug oder aber 10 km weiter entfernt in irgendeiner Umspannstation. Wie schaut es dann aus ? Und wie wäre hier die Pflicht des Energieversorgers ?? Fragen über Fragen ...
Und ich hatte Privathaftpflicht (offtopic aber in mittelbaren Zusammenhang zum Thema sinnige und unsinnige Versicherungen) ) bewusst eingeführt als die IMO einzige wirkliche zwingend nötige Versicherung, da ein existenzbedrohendendes Risiko besteht, immer und für jeden. BU (Berufsunfähigkeit) würde da noch hinzukommen, aber hier ist es im Leistungsfall aktuell mehr als fraglich, ob die ganzen Beiträge da dann im Endeffekt sinnvoll investiert sind (das nur am Rande da offtopic).
Alle weiteren Versicherung, da gilt es eben abzuwägen, wie hoch ist worst case, die Wahrscheinlichkeit und der evt. zu verschmerzende Schaden im Vergleich zu den Kosten der Versicherung und der auch nicht klaren Abwicklung im wirklichen Schadensfall.
nobodo schrieb:
Blitzschlag ist immer bedingungsgemäß mitversichert.
Okay - hier hast du sicher und uneingeschränkt Recht. Es war spät gestern Abend. Allerdings und darauf wollte ich auch hinaus ... Ich weiß nicht wirklich wie das im Schadensfall zu trennen ist .. Offensichtlich abgefackeltes Dach samt Antenne SAT Schüssel okay - alles weitere (siehe oben) ???
Ansonsten habe ich das Thema Hausratversicherung für mich persönlich nur am Rande "beackert", weil ich persönlich an dieser Stelle meinen preiswert versicherten Standard samt meiner technischen Vorkehrungen als ausreichend "geschützt" erachte.
Ich hatte aber versucht allgemein auf das Thema Versicherung dem TE zu antworten und besonders dem Punkt Kosten und Nutzen. Auch wollte ich anmerken, dass man sich immer noch am besten eben selbst versuchen sollte unabhängig zu informieren (ohne eben auf jeden "Fuzzie" zu hören und zu unterschreiben). Ich habe mich z.B. zum Thema BU mehr als 4 Monate intensiv'st informiert und war entsetzt, was mir eben solche "Fuzzies" erzählten und als Vertrag vorlegen wollten.
Also kurz: "Herr Kaiser" ist nicht bei mir. Und ich denke sogar ein Herr Kaiser in der aktuellen Zeit der Informationsbeschaffung ist obsolet, um es vorsichtig zu formulieren.
Sicher gibt es auch in Foren und im WWW allgemein Halbwahrheiten bis hin zu Unwissen. Nur man kann sich KOSTENLOS eine Meinung als Gesamtschnitt "ziehen". Wenn ich hier meine persönlichen Erfahrungen und "Tipps" niederschreibe tue ich dies uneigennützig, ich verkaufe keine Versicherungen. Ich diskutiere gern in Foren, nicht mehr aber auch nicht weniger. Auch ich bin streitbar und Kritik-fähig.
nobodo schrieb:
Auf welche Person würdest Du denn hören? Du hast ja definitiv keine Ahnung von dem Thema (Fuzzie).
Wie auch Andere hier schon anmerkten ... Das Internet ist zumindest hier ein Segen. Ich kann mit etwas Zeit mir selbst Online Konditionen berechnen lassen und vor allem die Verträge in Ruhe lesen und vergleichen.
Ich habe auch nicht direkt etwas gegen Versicherungen. Ich habe aber aus hinreichend eigener leidlicher Erfahrung sehr viel gegen solche selbst oder von Firmen ernannten "Berater" (die ich mit dem Wort "Fuzzie" umschrieb). Also z.B. solche, die bei der Frage nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung (offtopic aber nun mal "mein Bsp.") das Wort BU bzw. SBU nicht kennen und dem unbedarftem Kunden einen Lebensversicherung mit BUZ "andrehen" usw. Weiterhin habe ich etwas gegen "Versicherungsvertreter "der Firma XYZ, die nur Produkte eben dieser Firma anbieten, weil sie eben nichts anders kennen oder verkaufen können / dürfen (gleichwohl sie wissen könnten, dass Firma ABC ein besseres Produkt günstiger im Portfolio hat). Versicherungsmakler mit n>200 Anbietern im Portfolio sind das schon möglicherweise "besser", aber auch hier besteht die große Gefahr das Produkt "angedreht" zu bekommen, was dem Makler die höchste Provision einbringt unabhängig davon, was individuell für den Kunden optimal wäre.
Daher - falls du (nobodo) evt. Versicherungsmakler bist (so klang es nach deiner Ausführung) - Sicher es gibt auch "halbwegs" ehrliche Leute da bzw. solche, die neben der Provision zumindest ein wenig die Kundeninteressen im Auge haben, aber diese sind selten und diese muss man finden und das gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. 98% wollen meiner Meinung nach Kasse machen und da setzte ich lieber auf "mein" WWW und alles, was ich da finde und da sind Foren sicher nicht die schlechteste Adresse zum Informationsgewinn. Abschließen kann man dann immer noch online oder auch beim "Berater", der seine Provision durch objektive und sachlich fundierte BERATUNG verdient hat (auch da habe ich keinesfalls etwas dagegen). Es gibt sogar Versicherer, die bei Online Abschluss einen Rabatt (bzw. die Provision) in Teilen als Rabatt an den Kunden weiterreichen, leider sind das nicht alle Versicherer. Oder aber man zahlt Geld für eine Beratung, das geht auch, und das ist meist billiger als die sog. "kostenlose" Beratung bei Vermittler und eben nicht Berater.
Achja und wenn man schon bei GENAU und sachlich beraten ist ...
Salem24 schrieb:
"... Man sollte noch erwähnen, falls ich es nicht übersehen habe, dass die Versicherung auch nur den Zeitwert ersetzt. D.h. eine Garantie verlängerende Versicherung hat wenig Sinn, da nach über zwei Jahren gesetzlicher Gewährleistung/Herstellergarantie der Zeitwert so niedrig ist, dass die Versicherung selbst teurer sein kann. ..."
Soweit ich das weiß, ersetzt eine Hausratversicherung, den aktuellen Wiederbeschaffungswert und nicht "nur" den Zeitwert.
Garantieverlängernde Versicherungen sind i.d.R. "Geldschneiderei", weil sicher der Zeitwert eines heute gekauften Handys bzw. der allermeisten technischen Geräte nach 2 Jahren sicher weniger wert ist als der Betrag den die Versicherung kostet. JA, das ist LEIDER so. So eine "Versicherung" braucht kein Kunde. Aber auch so etwas wird eben dem unbedarften Kunden für "teuer Geld" von sog. "Versicherungs-Beratern" oder aber auch Elektronikmärkten versucht anzudrehen.
Aber klar, es ist deren Job und davon leben sie und kaufen sich ihre Brötchen. Das muss man eben ganz nüchtern ohne persönlich zu werden so feststellen.