Headset und Soundkarte MMX300 oder ein anderes?

DavidsMind

Lieutenant
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Ich schildere es mal so kurz wie möglich. Bin neu in der "höheren" Audiowelt :D
Habe mir nach einigen Recherchen die Asus Xonar Phoebus bestellt. Soweit so gut.
Das Beyer MMX 300 ist heute angekommen. Also heute mal mit Onbord sound auskommen.
Ahnungslos hab' ich mir das 300er gekauft und musste feststellen, dass das dt 770 die selbe oder zumindest stark ähnliche Qualität aufweisen kann. Ich möchte ohne Kompromisse eine Top Audioquali, ohne dabei auf gute Bässe verzichten zu müssen. Dem Dt 880 sagt man nach die Bässe wären zu schwach. Dieses wäre nämlich auch auf meiner Liste der möglichen Headsets/Kopfhörer. Welchen Unterschied werde ich durch das dt 880 mit 600 ohm merken im Vergleich zum MMX 300? Mehr Details ? Weniger Bässe? Was wäre Qualitativ die beste Lösung für diese Soundkarte? Zu guter letzt: Damit wird gezockt, Musik gehört aber auch Filme.
 
Mehr Kontrolle und einen transparenten Klang mit hoher Natürlichkeit ohne zu sehr aufgesetzte Details, was die 600 Ohm betrifft.

Die 600 Ohm können drücken, wenn es das Material her gibt. Aber erwarte bei Beyerdynamic keine Spaßkopfhörer. Sie können Spaß machen, aber auf eine eher nüchterne Weise.

PS
Das MMX300 gibt es auch in der 600 Ohm Version, was die sinnvollere Variante darstellt. Sonst halt die offenen Version, die auch von den Asus Essence TPA6210 Soundkarten gut angetrieben werden.
 
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Der Nachbar schrieb:
Mehr Kontrolle und einen transparenten Klang mit hoher Natürlichkeit ohne zu sehr aufgesetzte Details, was die 600 Ohm betrifft.

Die 600 Ohm können drücken, wenn es das Material her gibt. Aber erwarte bei Beyerdynamic keine Spaßkopfhörer. Sie können Spaß machen, aber auf eine eher nüchterne Weise.

Was verstehst du unter Spaßkopfhörer ?^^
 
Der DT 770, 880 und 990 sind vom Klang alle fast identisch (nahezu gleiche Treiber). Wenn du was neues willst, schau dir den T90, T70 oder AKG 701 usw. an. Wobei mir AKG nicht wirklich gefallen hat, zu viel Plastik.
 
Technisch ist das MMX300 ein DT770 mit Mikrofon, daher klingen die auch beinahe identisch.

Aber bei Kopfhörern dieser Klasse hilft eigentlich nur Probehören, klar sagt man den Beyerdynamicshörern eine gewisse Badewannenabstimmung nach, dem AKG K701 seine neutral/analytische Abstimmung, der Punkt ist aber, Dir muss der Klang gefallen, das geht nur mit Ausprobieren.
 
O-Saft-Killer schrieb:
Der DT 770, 880 und 990 sind vom Klang alle fast identisch (nahezu gleiche Treiber). Wenn du was neues willst, schau dir den T90, T70 oder AKG 701 usw. an. Wobei mir AKG nicht wirklich gefallen hat, zu viel Plastik.

Ich hätte gerne ein Beyer. Sind mir sympathisch. Mal gucken. Das 880 pro kommt freitags. Somit teste ich dann mit der neuen Soundkarte einfach durch.
 
Man gewöhnt sich auch sehr an den total übertriebenen Bass von Billigkopfhörern .... nimm dir ruhig etwas Zeit dein Ohr an vernünftigen Klang zu gewöhnen und wirf den Hörer nicht gleich weg, wenn der Bass nicht stark genug drückt :)

Hab bei mir den DT990 im Einsatz, vllt. für dich der bessere wenn du etwas mehr Bass möchtest als beim 880 welcher ja relativ neutral sein soll ( selbst nicht gehört ).

Den T90 durfte ich auch mal Probehören, ein Traum (der seinen preis hat) :)

grüße
 
Viel Bass heißt nicht gleich guter Klang, es sollte recht ausgewogen sein. Ein guter offener Kopfhörer der viel Bass hat ohne alles zu verfärben wäre der Fidelio X2, wenn es doch ein geschlossener sein soll dann entweder der NAD Viso HP50 oder der Custom Studio (hier könntest du denn Bass nach deinem Gusto einstellen). Wieviel willst du denn eigentlich ausgeben?
 
Was verstehst du unter Spaßkopfhörer ?^^
Eine Klanganpassung, die dem Audiomaterial ein Lächeln oder Effekte aufsetzen um dem Zuhörer Spaß zu vermitteln.

Zum Beispiel ein ständiges Mittendrin Gefühl.
Oder mit Frequenzanpassungen große Explosionen.
Oder ein sehr anspringender und lebendiger Klang, gleichgültig vom Material.

Der DT880 600 Ohm hat zum Beispiel keine striktes Bühnenabbild. Er ist da tendenziel transparent ausgelegt. Was von Weitem erklingt, klingt auch weit. Was nah ist, erklingt auch nah. Zwar nicht alles perfekt, aber für positionsbestimmendes Abhören ortdentliche Qualität und hoher Auflösung.
Ein K701 simuliert zusätzlich weiträumliches Abbild.

Das MMX300 30 OHm betont durch den Bass und die oberen Mitten Explosionen und die Stimmenwiedergabe. Durch die eher grobe und teils matschigen Spielweise mit den Betonungen entspannt es den Klang auf das Wesentliche.

Das 880 pro kommt freitags.
Der völlig falsche Kopfhörer für Spiele. Er ist gut, aber durch sehr dünne Spielweise auf Fehler und Knackser im Quellmaterial abgestimmt. Filme und Musik klingen auch sehr dünn udn bei schnellen Stücken verwäscht der Bass.
 
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Der Nachbar schrieb:
Der völlig falsche Kopfhörer für Spiele. Er ist gut, aber durch sehr dünne Spielweise auf Fehler und Knackser im Quellmaterial abgestimmt. Filme und Musik klingen auch sehr dünn udn bei schnellen Stücken verwäscht der Bass.


Welches kannst du abgesehen vom mmx 300 empfehlen?
 
müsste der dt-880 nicht sogar gut zum zocken sein, da er relativ neutral ist und du dadurch keinen enormen peak hast ?
 
Also gerade der DT 880 und K701 bzw. Q702 sind für Shooter richtig gut, da sie keine Bassbetonung besitzen und eher neutral agieren. So werden keine Details unterschlagen, die für eine Ortung wichtig sind.
 
Komisch, ich hatte den DT 880 ein halbes jahr, der klang nie dünn. Weder bei spielen, noch bei explosionen, und bei Filmen auch nicht.
Finde sogar, dass er in dem Preisbereich einer der besten Allrounder ist, eben weil er NICHT "zu dünn" spielt, aber auch nicht zu viel bass. Sofern man mit dem Hochton klarkommt.


@ MMX 300: Hat meiner Meinung nach keine Daseinsberechtigung mehr. Wenn es unbedingt ein geschlossenes fertiges headset ohne zweites Kabel sein MUSS:
- Beyerdynamic Custom Studio
- Beyerdynamic Custom Headset Gear

Der studio kostet 199€, ist technisch besser als ein dt 770 Pro / MMX 300, kabel abnehmbar, seitencover austauschbar (optik), und bassmenge einstellbar. Man hat also was besseres, was zudem gleichzeitig spaßhörer (bassbetont) und analytisch (neutral/bassarm) sein kann.

Das EINZIGE was das MMX 300 besser macht ist, dass das Mikro ein wenig besser ist.
 
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Darkseth88 schrieb:
Finde sogar, dass er in dem Preisbereich einer der besten Allrounder ist, eben weil er NICHT "zu dünn" spielt, aber auch nicht zu viel bass. Sofern man mit dem Hochton klarkommt.


Habe ich mir so auch gedacht. Das Pro hat ja im Vergleich zur Edition Version einen Ticken kräftigeren Bass. Somit ist er vielversprechend. Wie mir schon geraten wurde: Probehören ^^
 
Die DT880(pro/Edition) 250 Ohm Version scheitert an der Phasengangdarstellung, die mitunter für die Positionierung wichtig ist. Der ausgedünnte Klang lässt Hintergrundeffekte und alles verschwinden, was als Mikrodetail im Quellmaterial vorhanden ist. Daher skaliert ein DT880 nicht gut mit binauralen Wiedergaben und wer beim Mischen mit dem DT880 zuviel Reverb drauf setzt um es hörbar zu machen, wird von der DT880 600 Ohm Version als Gegenabhöre von Hall erschlagen.

So seziert der DT880 250 Ohm bei einer Gitarre den Anriss und Saitenschwingung, verheimlicht aber Nachschwingungen und Spielnuancen. Sämtliche Aufnahmen klingen durch diese analytische Darstellung nicht gerade dynamisch. Ein Grund, warum viele den Kopfhörer für Klassik nehmen. Nämlich um jedes Instrument auf seinem Bühnenplatz rauszuhören, aber auf Kosten der Gesamtintegrität und maximaler Auflösung. Er taugt auch nicht für schnelle Stücke, die gerne verwaschen.

Die Problematik hört man besonders im Mittenbereich und in den Stimmen raus.

Ich habe selber den pro über mehrere Monate in der 250 Ohm Version als Haupthörer genutzt. Daher ist mir sein Einsatzbereich gut bekannt und ich wurde mit der 250 Ohm Version nie ganz richtig warm.
Für Fehleranalyse ausgezeichnet mit guter Auflösung, aber bitte nicht für komplexes Spielmaterial. Die Stärke seines Soundings ist gleichzeitig auch seine Achillesferse, die das 600 Ohm System technisch problemlos ohne gravierendes Sounding ausmerzt.

Greif dir bitte den K612pro als Gegenstück, wenn du schon den DT880Pro gekauft hast.
 
"Scheitert an der Phasengangdarstellung " ? Was bitte soll das denn bedeuten ? Ein Lautsprecher hat einen Phasengang, ja , der kann auch variieren, je nach Frequenz, aber du müsstest mir mal wissenschaftlich erklären, warum der Phasengang in irgendeiner Form eine Auswirkung auf den Klang eines Lautsprechers haben sollte ? Der Phasengang kommt mWn. nur ins Spiel, wenn mehrere Lautsprecher sich gegenseitig beeinflussen. Hat der eine Lautsprecher nämlich bei gleicher Frequenz einen um 180° verschobenen Phasengang, löschen sich beide Frequenzen gegenseitig aus. Was genau das jetzt aber mit dem Klang eines einzigen (denn beim Kopfhörer können sich beide Lautsprecher ja nicht gegenseitig beeinflussen) zu tun haben soll...da müsstest du mich mal aufklären. Ich vermute mal eher der unterschiedliche Klang lässt sich aus den unterschiedlichen Schwingspulen und der daraus resultierenden Abweichung im Frequenzgang erklären - aber ich lass mich auch gerne korrigieren.
 
Inwieweit sich der dt 880 pro nun für Spiele eignet, werde ich morgen sowieso selber erfahren.

Doch erst kann ich nur eine kurz erläutern wie ich zum MMX 300 stehe. Klar ist es ein teurer Dt770.
Hab ihn dennoch hier und schon getestet mit oben bereits erwähnter Xonar Phoebus.
Meine Vergleichskopfhörer sind ein Kingston Hyper X Cloud I, ein Steelseries Siberia v2 und ein Astro A5.
Mir ist bewusst dass das Gamingkopfhörer sind. Das Hyper X Coud finde ich für seinen Preis einfach nur phänomenal. Das A50 ist eine pure Enttäuschung im Vergleich zum MMX 300 gewesen. Also zum Gamen, Musik und Film ist das 300 finde ich klasse geeignet. Nur möchte ich mir wenn möglich geld sparen und auf das Mikro verzichten. Somit habe ich ja dann das dt 880 pro ins Auge gefasst. Wie sehr es sich nun wirklich vom mmx 300 unterscheidet wird sich morgen zeigen.
 
Auch hier sei gesagt, du testest 2 Unterschiedliche Bauweisen. Dass du mit einem Porsche auf der Autobahn schneller bist, heisst noch lange nicht dass der Gelaendewaagen fuer die Wueste ungeeignet ist. Jeder hat sein passendes Profil. Offene und geschlossene Hoerer sind 2 unterschiedliche Bauweisen. Darum schieben Kenner den MX sehr gerne beseitige, weil er geschlossen ist und nicht weil es ein teurer DT770 ist.
 
Da hat er recht. Das MMX und auch den DT 770 mag ich schon wegen der geschlossenen Bauweise (VIEL weniger räumlich), als auch wegen des enormen Basses nicht.


Das mit dem Astro hätte ich dir gleich sagen können. Mit so einem Mist muss man garnicht erst vergleichen.
 
Sooo. Dt 880pro und MMX 300 wurden mit der Xonar Phoebus getestet. Der Bass ist beim MMX deutlich stärker. Das 880 hat aber auch einen präsenten Bass, solange man den Regler hochdreht. Auch mit dem MMX kann man sehr gut Musik hören wie ich finde. Je nach Einstellung im Equalizer eben mit mehr oder weniger Bass. Klar ist, dass das MMX eindeutig der "Spaßigere" KH ist. Mit dem 880 hört man vl einen Ticken Glatter und detaillierter. Für mich ist das Teil leider nichts. Orten kann ich in Bf4 damit kaum. Das geht mit dem MMX deutlich besser. Egal wie ich den EQ einstelle. Zum Musik hören ist der 880 sicher die bessere Wahl. Es bleibt jetzt beim MMX. Wenigstens hab ich das schon ein gutes Mic dran. Das ist mir viel wert.
 
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