Heimnetz mit MoCA 2.5 / Alternativen?

schnagga schrieb:
Ich weiß, ganz so einfach ist das nicht. Wer es besser erklären kann möge sich äußern.
Vor allem hat man auch einen LC Tiefpass dadurch. Die einzelnen Adern haben einen induktiven parasitären Belag und koppeln sich unter einander dann nochmal kapazitiv (und induktiv). Das verdrillen der Adern erhöht die Kapazität tendenziell noch, da der Abstand geringer wird (natürlich nur in Gegentaktlage). Allerdings wird die Impedanz dadurch berechenbarer.

Das ist in der Praxis allerdings für die meisten Streckenlängen noch gar nicht das Problem (Mischer, LNA und PA können das kompensieren).

Die Adern koppeln sich auch mit der Umgebung (aka. Andere Adern, Abschirmung und andere Leitungen) und haben für unterschiedliche Betriebszustände ein stark anderes Verhalten (Gleichtaktlage (Evenmode), Gegentaktlage (Oddmode), Skineffekt,..)

Mit viel Pech hat man irgendwo einen sprunghaften Wechsel der Impedanz und ein guter Teil des Signals wird zurück reflektiert. Passiert das an zwei Stellen auf der Leitung, reflektiert das hin und her und man kann das Signal vergessen.

Wenn man die Adern verdrillt, hat man sie kapazitiv stark aneinander gekoppelt. Dadurch macht die Umgebung (man spricht dabei von einem Dreileitersystem) verglichen mit dem gedrillten Adern und derer Kapazität einen viel geringen Anteil aus.

-> Leitung hat zuverlässigere Eigenschaften, welche man leichter kompensieren kann.

Das hat mir in der Ausbildung damals auch niemand so wirklich erklärt. Der AHA Moment kam erst später im Studium und als man sich dann Mal im Beruf mit der Entwicklung solcher Systeme beschäftigen musste. In meiner Erklärung fehlt auch noch der Einfluss von Kurven (Beugung) und Grenzladung, allerdings das bei Ethernet beides vernachlässigbar.
 
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hier sind die technischen Daten von j-2Y-St 4x2x0,6
https://www.etoh24.de/diverse-j-2y-st-y-4x2x0-6mm2-schnittlaenge.html

aus http://bedienungsanleitung.elektronotdienst-nuernberg.de/impedanz.html

Das Datenkabel J-2Y(St)Y (bzw. J-2Y(St)H)
  • wurde (und wird) in der Telefoninstallation kaum eingesetzt
  • entspricht und übertrifft Cat 3, die Cat 4 Anforderungen werden wegen geringer Übersprechdämpfung (NEXT) nicht erreicht
  • lediglich die 2-paarige Ausführung (2×2×0,6) entspricht praktisch Cat 5
 
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Hallo zusammen,
durch die Feiertage hats etwas länger gedauert, aber mal eine erste Erfolgsmeldung. Alle Dosen und Stecker sind neu und einheitlich belegt und positiv durchgestestet (bis auf eine unwichtige Dose, dort tut PIN4 nicht).

Leider funktioniert der GBit atroodac 12-port switch für die Hutschiene nicht, PowerLED leuchtet aber keiner der Ports reagiert (keine LED, keine Verbindung).
Hatte noch einen 20 Jahre alten 100MBit Switch, Speedtest mit PingTool ergab:
LAN+Access Point Downstream 87.2Mbps Up 87.7Mbps
PowerLAN Downstream 17.1Mbps Up 36.1Mbps
Also schon eine signifikante Verbesserung.

Die Stecker direkt auf die Kabel und dann in den Switch klappt leider nicht besonders gut, außerdem geht bei dem Switch so die Abdeckung nicht mehr drauf. Werde also noch auf Keystones & Patchpanel umrüsten und mit flexiblen Patchkabeln weitermachen.

Foto 29.12.25, 21 58 32.jpg


Ich warte jetzt mal auf den neuen GBit switch, aber wenn der Speedtest erfolgreich ist, kommen NAS und FritzBox in den Keller und es wird alles über einen zentralen Switch verbunden. Wäre charmant, weil auch der PowerLAN Adapter mit dem LAN-Kabel zur Garage dort ist und ich das LAN Kabel dann direkt auf den Switch hängen könnte, somit auch die Bandbreite zur Garage wesentlich besser werden dürfte. Außerdem brauche ich dann gar kein PowerLAN mehr.
Internet in EG und OG dann über Access Points an den Netzwerkdosen, so wäre der Plan.

Foto 30.12.25, 00 14 53.png


Einzige Unsicherheit ist gerade noch, ob ich die FritzBox an den XT 1-8e anschließen kann, aber nach allem was ich bisher gelesen hab, sollte das problemlos gehen. Muss ich die Tage mal testen.

Foto 20.12.25, 12 55 22.jpg
Foto 20.12.25, 12 55 22 - Ausschnitt.jpg


Ich geb nochmal ein Update wenn alles umgesetzt ist, falls noch jemand Hinweise hat immer gern.
 
Ja die Stecker sind für den Industie-Switch zu breit. Wenn Du die dann reinzwägst, kann es sein, das nicht alle Kontakte kontakt haben.
Oben rechts über dem Schrank, ist noch ein Kabel geflickt. Wackel das mal durch, ob das das nicht angeschlossene links ist. Da sind noch grüne Adern zu sehen.....
Was hast Du für ein Netzteil für den switch genommen?
Die Koax-Kabel liegen alle im Leerrohr blau. Da kannst Du noch was (dünnes LAN ø6mm) durchschieben, bei Bedarf.
Poste mal Foto von der Dose wos nicht funzt.
Der XT1-8, das ist ein Abzweiger. Da ist das Haus an der Abzweigung mit -8db angeschlossen.
Der Pegel an dem freien Anschluss ist stärker.
In der Verteilung sind doch noch weitere Verteiler für Koax. Dort an dem 3fach Verteiler geht doch ein schwarzes Koax Kabel ab, wo noch ein Dämpfer davor steckt. Ist das der Router-Anschluss? Sind in den Zimmern bei TV-Kabel eigentlich Dosen mit TV und Radio bzw. Multimedia Dosen?
Die TV-Kabel Verteilung ist eine umgebaute Sat-Stern-Verteilung.
Deshalb der 36db Verstärker mit nachgeschaltetem Abzeiger -8db und 3fach Verteiler mit -12db und weitererm 8fach-Verteiler.
Normalerweise geht das bei TV-Kabel von Dose zu Dose.
 
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Oben rechts über dem Schrank ist der Telekom Hausanschluss, das zusammengeflickte was man sieht war die Brücke auf die Leitung zum Telefonkabel, das zum Wohnzimmer geht. Die mach ich noch weg und zieh sie raus, brauche ich nicht mehr.

An den RJ45 Steckern lags nicht, ich hatte testweise als Netzteil ein Batterieladegerät für Autobatterien verwendet. Hab jetzt aber gelernt, dass die Ausgangsspannung da viel zu unkonstant ist ("ripple").
Gestern kam das richtige Netzteil (SeKi H-30-12 12V 24W), mit dem funktioniert der Switch einwandfrei.
Ob ich mir jetzt noch die Fleißarbeit mit Umbau auf Keystones & Panel antue muss ich mir nochmal überlegen.

Hab heute einen Speedtest gemacht, Upstream 876Mbps & Downstream 860Mbps. Ein Traum.
FritzBox & NAS kommen wie geplant in den Keller an den Switch und im EG & OG dann WiFi über Fritz Repeater 1200AX (LAN Bridge zur RJ45 Dose).

Ist jetzt optisch kein Highlight, aber funktioniert wie gesagt top.
Foto 01.01.26, 16 26 27.jpg


Anschluss der FritzBox an den XT 1-8e funktioniert nicht, aber am zweiten Anschluss vom XT 2-12e klappt es mit voller Bandbreite.

Foto 01.01.26, 16 14 30.jpg


Ich glaube, das obere Kabel am XT 2-12e geht zur Dose, an die der Router aktuell im Wohnzimmer angeschlossen ist (2x DATA + TV + Radio), die restlichen Kabel von der Stern-Verteilung gehen in jedes Zimmer (TV + Radio).

Ich geb in ner Woche nochmal ein Update wenn alles fix fertig ist, sage aber jetzt schonmal Danke für die tolle Hilfe!
 
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Wie versprochen ein letztes Update.
Zwischenzeitlich ist alles umgebaut, FritzBox und NAS sind im Keller. Im EG und OG laufen die Fritz Repeater 1200AX. Funktioniert Top. Sogar die Abdechkung geht noch über den kleinen Switch drüber.

Speedtest mit dem endgültigen Setup ergab ca. 750MBit im WiFi vom OG zum NAS.

Letzte kleine Challenge ist nun, dass das Telefon aktuell im Keller steht.
Nach meiner Recherche sollte sich das aber einfach über ein VoIP Telefon und den in der Fritz Box integrierten AB lösen lassen. Auf zusätzliche DECT Repeater habe ich keine Lust, VoIP scheint die einfachste Lösung mit der guten WLAN Abdeckung jetzt.

Thema ist von meiner Seite also beantwortet und kann bei Bedarf geschlossen werden, danke nochmal.

Foto 06.01.26, 12 52 11.jpg
 
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KnuterKnilch schrieb:
Letzte kleine Challenge ist nun, dass das Telefon aktuell im Keller steht.
Die Fritz Fon App schonmal probiert?
 
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