Heimnetzwerk aufbauen

onkelotti

Cadet 4th Year
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Nov. 2017
Beiträge
85
Eins vorab: Ich bin kompletter Neuling auf diesem Gebiet. :-)

Aktuell renovieren wir zuhause komplett und im Zuge dessen wollte ich gerne Netzwerkzugänge in ein paar Räume legen (Wohnzimmer, Gästezimmer) und hierbei natürlich zukünftsfähig sein, was die Verkabelung angeht.

Aktuell sieht mein Plan folgendes vor:

Im Keller steht unser Router, an den ein kleines NAS angeschlossen ist. Diesen würde ich jetzt mit einem Patchkabel an einen Switch anschließen, den Switch wiederum an ein Patchpanel* und davon ausgehend die Leitungen durch unser Haus bis zu den jeweiligen Netzwerkdosen ziehen. Als Verlegekabel verwende ich Cat.7 Kabel. Für die Patchkabel Cat. 6a.

Ist das ein Aufbau, der funktionieren würde?

* Ursprünglich wollte ich das Verlegekabel direkt an den Switch anschließen, aber die RJ45-Stecker bekomme ich einfach nicht auf das Kabel. Daher der Plan mit dem Panel.
 
Das Patchpanel hat ja keine technische Funktion und dient nur der Sauberkeit.

die Kabel aus den verschiedenen Räumen sollten halt im PP zusammen"laufen", müssen natürlich alle am gleichen Switch hängen. Und der Switch muss mit dem Router verbunden sein (Uplink).
 
Es sollten halt alle Kabel in einem Raum (meist Keller) rauskommen, damit du dort alles zentral verkabeln und verwalten kannst.
 
nimm CAT6a Keystone Adapter, dann kannst Du dich im Nachgang entscheiden ob Du ein Patchpanel nimmst oder Auf- bzw. Unterputzdosen
zudem braucht man auch kein LSA Werkzeug
 
Ich würde auch empfehlen für die Kabel 2 parallele Rohre (oder ein Dickeres für ein Zwillingskabel zu verwenden). Die Steckdosen sind die meist für 2 Anschlüsse gerichtet. So bist du auch für die weitere Zukunft bestens gerüstet. Die paar Meter mehr werden dich wahrscheinlich auch nicht ärmer machen.
 
@Bruzla: Das Patchpanel hat die Funktion der sauberen Schirmung und Erdung! Nur Pfuscher crimpen Stecker direkt an Verlegekabel!
 
Hier noch eine Vekabelungs-Möglichkeit für den Keller.

deco.png
 
owned_you schrieb:
@Bruzla: Das Patchpanel hat die Funktion der sauberen Schirmung und Erdung! Nur Pfuscher crimpen Stecker direkt an Verlegekabel!

Unterschreib ich dir so nicht. Baust du wegen einem Kabel ein Patchpanel hin?
Ich hab schon oft Kabel aufgelegt, wo kein Fluke-Messgerät gemeckert hat. Und beim Patchpanel kann man durchaus auch pfuschen..
 
Vorab erstmal: WOW, vielen Dank für die überragende Resonanz und die guten und hilfreichen Beiträge! Ihr seid ja Wahnsinn! :-D


Bruzla schrieb:
Das Patchpanel hat ja keine technische Funktion und dient nur der Sauberkeit. Die Kabel aus den verschiedenen Räumen sollten halt im PP zusammen"laufen", müssen natürlich alle am gleichen Switch hängen. Und der Switch muss mit dem Router verbunden sein (Uplink).

Das wäre die Idee.


owned_you schrieb:
@Bruzla: Das Patchpanel hat die Funktion der sauberen Schirmung und Erdung! Nur Pfuscher crimpen Stecker direkt an Verlegekabel!

Danke für den Hinweis. :-)


Meckatz schrieb:
Hier noch eine Vekabelungs-Möglichkeit für den Keller.

Das wäre genau mein Plan.


Zum Equipment:

Ich habe mir dieses Werkzeugset geholt...

... und diesen Switch

Muss ich beim Anschließen an den Router irgendetwas beachten? Oder einfach nur ein Patchkabel vom Router an einen beliebigen Switchport legen? Reicht es dann, von den übrigen 7 Ports je ein Patchkabel an das Panel zu legen?
 
DerBaya schrieb:
Router LAN1 kommt in den Switch und von da wieder auf's Panel zu deinem Gerät ;)

Muss ich hierzu irgendetwas beachten, z.B. Verbindung LAN1 des Routers mit Port 1 des Switch notwendig? Oder Port 2 des Switch muss zu Port 2 des Panels?

Klingt vielleicht doof, aber ich hab hiervon wirklich so gut wie keine Ahnung. ;-)
 
Das ist wirklich egal, eigentlich ist es auch egal, an welchem Port der der Router steckt.
(Außer der Switch sagt explizit was anderes)

Und wie gesagt, dient das Patchpanel "nur" dazu, dass alles sauber aufgeräumt ist und natürlich trägt es auch guten "Werten" im Kabel bei (@owned_you :D)

Du könntest aber auch genau so gut einfach direkt Stecker dranmachen und die Kabel ohne Panel direkt am Switch schließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das klingt doch schon mal sehr gut. Gibt es eine Empfehlung für ein geeignetes Panel? Muss ich da noch irgendetwas beachten hinsichtlich der Datenübertragungsrate? Also quasi idealerweise ein Cat.6a-Panel (Cat.7 gibt es ja wohl noch nicht?)?
 
Abgesehen davon, dass ein Patchpanel aufgeräumt aussieht, hat es auch einen praktischen Vorteil gegenüber Steckern direkt auf den Kabeln.

Bei einem Patchpanel ist die Kabelverbindung vollkommen unabhängig davon welchen Dienst man darüber betreibt. So kann man problemlos zB ISDN auf einem Port am Patchpanel auflegen und am anderen Ende kommt an der Dose eben ISDN heraus. Auch bei netzwerkfremden Diensten gibt es in der Regel simple Adapter mit RJ45 Stecker, die man dann einfach ins Panel steckt.

Sind auf den Kabeln direkt Stecker gecrimpt, ist das nicht so ohne weiteres möglich, da man dann eben nicht einfach das ISDN-Kabel am Patchpanel anklemmt, sondern mit RJ45-Verbindern arbeiten muss. Bei netzwerkfremden Diensten müsste man sich einen Adapter besorgen/basteln, der einen RJ45-Port hat. Gibt's auch bzw. geht auch, aber im worst case muss man basteln, weil die meisten Adapter eher einen RJ45-Stecker haben.

Es kommt natürlich wie so oft auf die Anforderungen an. Soll zu 100% nur LAN über das Patchfeld laufen, kann man im Prinzip auch direkt mit Steckern arbeiten, weil man vermutlich nie irgendwas umstecken wird. Man muss nur darauf achten, Stecker zu benutzen, die explizit für Verlegekabel geeignet sind.


*edit
Das Panel an sich sollte Cat6a haben, das reicht für 10 Gbit/s Ethernet aus, wenn das irgendwann mal in Frage käme.
 
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