Konfiguration Heimnetzwerk mit Kabelanschluss

Crank_Sir

Ensign
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Dez. 2017
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183
Hallo zusammen,

ich habe ein Haus umgebaut und befinde mich langsam auf der Zielgeraden. Meine Geräte schließe ich vorzugsweise direkt per LAN an und habe daher auch eine strukturierte Verkabelung in fast jedem Raum verlegt. Dennoch benötigt man heutzutage ja mind. für die Mobilgeräte, etc. WLAN.

Eckdaten:
Das Haus hat einen Keller, EG, OG und DG. Den Router mit Zugang zur Unterverteilung für das Netzwerk soll in den Keller. Als Provider ist nur Kabel (Vodafon Gigabit) möglich, weshalb ich letztes Jahr eine Fritz!Box 6690 Cable gekauft habe.

Fragestellung:
Ich benötige für die strukturierte Verkabelung einen gescheiten Switch (voraussichtlich mit POE) und auch mit Kabel angeschlossene Repeater für eine stabile Netzabdeckung. Ich kenne aus dem Büro die Produkte von Ubiquiti/UniFi und finde sie dort sehr zuverlässig, an deren Router kann man aber ja nicht direkt mit Kabel ran. Mit der Konfiguration und Einstellung im Büro habe ich dort aber auch nichts zu tun.

Würdet ihr in meinem Fall einfach auf Fritz-Produkte für das Wlan greifen und einen gescheiten Switch holen, oder würdet ihr lieber direkt hinter der Fritzbox auf eine Ubiquiti-Landschaft gehen?

Es geht primär um Surfen, Streaming, Homeoffice, SmartHome (ggf. viele Endpunkte) und ggf. Kameras (wenn nicht per LAN anschließbar).
 
Fast alle Fritzgeräte haben kein PoE-In und sind nicht unbedingt für Platzierung an der Wand oder Decke geeignet, eher im Regal/Schrank oder an der Steckdose.

Für einzelne Geräte ist vielleicht ein Power-Injektor nötig. Global PoE-Switche braucht man in der Heimumgebung eher nicht. Das gibt es um die eigentlich mittlerweile obsoleten Voip-Hardphones und Kameras zu versorgen. Beides hat man zu Hause nicht zu 16 oder 24 Stück.

Würde auf jedenfall mehrere Dosen pro Raum setzen, damit du auch, wenn von Möbeln verdeckt du noch gut an Alternative Anschlüsse kommst. Persönlich würde ich mehrere Doppeldosen mit Duplexkabel verbauen. So kann man noch LACP-Fahren bevor man irgendwann die Leitung austauschen muss.


Von den Anforderungen reicht aber Fritz, und Ubiquiti wäre Overkill.
 
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Ich würde ´ein´ Kabel vom Keller zum Dach/oberstes Stockwerk legen und in jedem Stockwerk ein
AVM Repeater 3000 AX setzen. Der hat 2 LAN Buchsen, das ´schleift´ sich also durch.
Also somit WLAN dann auf jedem Stockwerk.
Für LAN Abwzeige in den Stockwerken kann neben den AX Repeatern je ein std. Switch gesetzt werden.
 
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Mein Tipp: Wenn Dir FRITZ! ausreicht, bleib bei FRITZ!-Produkten. Hast die Auswahl zwischen Steckdose (FRITZ!Repeater 2400, Stand-Gerät (FRITZ!Repeater 6000) oder Decke (FRITZ!Repeater 1610). Brauchst du an der Stelle auch noch einen kleinen Switch, kannst Du auch eine (gebrauchte) FRITZ!Box setzen, die dann in den Modus IP-Client.
Crank_Sir schrieb:
in fast jedem Raum
Auch an der Decke oder „nur“ Höhe Sockelleiste?
Crank_Sir schrieb:
an deren Router kann man aber ja nicht direkt mit Kabel ran
Was meinst Du genau damit? Ich probiere: Du kannst das Cable-Modem auch in den Modus Bridge versetzen lassen, dann könntest Du Deinen eigenen Router dahinter setzen, also z. B. einen UCG-Ultra. Oder meinst Du, dass Du an „UniFi Access-Points“ nicht auch ein LAN-Kabel anschließen kannst?
Crank_Sir schrieb:
gescheiten Switch (voraussichtlich mit PoE)
Normal trennst Du, also
  • großer normaler Switch
  • kleiner Switch mit PoE
  • kleiner Switch mit Multi-Gig
falls Letzteres überhaupt schon Thema ist. Dadurch vermeidest Du einen großen teuren Switch, teuer in der Anschaffung und teuer im Unterhalt wegen Strom wegen aktiver Kühlung = Lüfter. So hast Du auch mehr Auswahl und kannst gebraucht kaufen, also nochmals dicke sparen.
Crank_Sir schrieb:
Wenn Du Decken-Montage machen kannst, gibt noch viel mehr Hersteller …
 
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Hi,

hier mal meine Meinung zu dem Thema. Ich bin seit einigen Jahren mit Unifi Geräten unterwegs und bin damit sehr zufrieden. Mein Aufbau seiht aktuell wie folgt aus:

Fritzbox vom Provider <-> UCG Fiber <-> USW-Pro-Max-16-PoE (180W) <-> 2x U7-Pro

Sicherlich kann man darüber streiten ob das Overkill für deinen Anwendungsfall ist oder nicht.

Das skitzierte System ist aus meiner Sicht langfristig nutzbar und ausbaufähig. Hätte jetzt schon 10G Interface und 2,5 G Interface. Die UCG Fiber kannst du ggf. irgendwann auch mal ein einem Glasanschluss verwenden.

Natürlich sind die Kosten höher als bei einer einzelnen Fritzbox.

Gruß

Dirk
 
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Switch= den kaufen der für dich geeignet ist.
WLAN= daskaufen was für dich sinnvoll ist. Je nach Router würde ich wegen Mesh kompabilität auch bei der selben Marke bleiben (speedport=speedwlan/fritzbox=fritzrepeater/tp link=tp link ap… usw)
Stabilität= kommt immer auf die wohnsituation an und hat im eigentlichen Sinn nichts mit den ap/repeater zu tun)
Für unifigeräte brauchst du eine Software als Steuerung oder extra deren Box.ob das bei einem oder zwei unifi Sinn macht musst du wissen.
Poe= Brauchst du das wirklich? Normalerweise. Braucht man sowas nur, wenn keine Steckdosen der Nähe ist bei Deckenmontage. Bei anderen wlan reicht es auch die Geräte an der wand oder auf einen Tisch/an die Steckdose selber zu platzieren
 
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Ich würde bei AVM Fritz bleiben, es sei denn andere Hersteller haben für gleichen Preis was besseres. Aber das ist derzeit nicht der Fall.
Ubiquiti hat zentrale Verwaltung und APs haben kein Webinterface. Da bist Du vom Wohlwollen des Herstellers abhängig, ob er Dir Zugang gewährt. Sicherlich ist das ein gutes System um hunderte Hardware zu verwalten. Für 2 oder 3 APs ist es sehr mühsam, alles händisch einzurichten. Man muss halt einen Server vor Ort haben, wo die Konfig-Software drauf läuft.
 
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@hildefeuer
Für Unfi Geräte brauch es keinen extra Server in der UCG-Fiber ist der Controller für die Unfi Geräte mit eingebaut.

Was meinst Du mit Wohlwollen des Herstellers ? Das ganze läuft ja lokal ohne Cloud. Man macht sich natürlich abhängig vom Ökosystem den Herstellers. Komponenten anderer Hersteller kann du nicht managen.

Und ja man braucht halt die Controller Software. Ohne die geht's halt nicht.

Meiner Erfahrung nach ist keineswegs mühsam die AP's mit Unifi zu verwalten. Dafür ist ja das zentrale Mgmt gedacht. Du legst z.B. ein Profil an und rollst es auf alle AP's aus.

Gruß

Dirk
 
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Danke erstmal für die super schnellen Rückmeldungen!

Zu den gestellten Fragen:
Doppeldose war leider nicht möglich. Die Verkabelung haben wir durch vorhandene Leerrohre (vorher Koaxial) gezogen und es hat nur jeweils 1 Kabel gepasst. Der Elektriker meinte, dass man für die Doppeldose dann dauerhaft die Leistung halbieren würde und lieber einen Switch nutzen soll.

Für die Repeater habe ich im EG und OG jeweils zentral eine Deckendose (RJ45 + Strom) setzen lassen.

@norKoeri
Es gibt ja quasi nur Fritz als Anbieter inkl. Kabel-Modem, ansonsten hätte man direkt einen Unifi-Router nehmen können. So müsste ich für ein reines UniFi Netzwerk die Fritzbox auf Durchlauf schalten und nochmal einen Router holen.

__
Da ich tatsächlich von der aktuellen Wohnung noch eine erst 4 Jahre alte FritzBox "übrig" habe, werde ich erstmal einen einfachen non-POE Switch für das LAN holen und im Netzwerk erstmal nur einen einzigen Fritz-Repeater kaufen. Damit müsste der Großteil abgedeckbar sein, ohne hohe Kosten. Bei Bedarf kann man ja dann immer noch auf Unifi umsteigen, wenn auch Overkill :D

Grundgedanke für UniFi / Ubiquiti war einfach die positive Erfahrung. In der Vergangenheit oder auch bei Freunden schmiert immer mal wieder das Wlan der FritzBox ab. Das kann aber auch am Gerätealter oder dem Provider liegen.
 
hildefeuer schrieb:
Ich würde bei AVM Fritz bleiben, es sei denn andere Hersteller haben für gleichen Preis was besseres. Aber das ist derzeit nicht der Fall.
Ubiquiti hat zentrale Verwaltung und APs haben kein Webinterface. Da bist Du vom Wohlwollen des Herstellers abhängig, ob er Dir Zugang gewährt. Sicherlich ist das ein gutes System um hunderte Hardware zu verwalten. Für 2 oder 3 APs ist es sehr mühsam, alles händisch einzurichten. Man muss halt einen Server vor Ort haben, wo die Konfig-Software drauf läuft.
Ist letztendlich eine Geldfrage. Wenn man einmal bereit ist, etwas mehr zu investieren, würde ich immer zu Ubiquiti greifen. Funktioniert einfach besser und reibungsloser, als AVM. Die Möglichkeit, PoE zu nutzen und APs richtig an Decken und Wände montieren zu können, ist ein echter Gamechanger für eine vernünftige Verkabelung.
Unifi Cloud Gateway Ultra kostet 100 € + eine Switch von Ubi. Großer Vorteil: Man kann sein Netzwerk frei konfigurieren und segmentieren, anstatt, wie bei AVM, nur eine Gäste-Netz Funktion zu haben.
Möchte man vielleicht auch noch eine Kameraüberwachung installieren, wäre ein UDM-Pro die nächst höhere Variante.
 
Wenn du keinen Spaß an dem ganzen Netzwerkgeraffel hast dann ist mit Fritzbox starten sicher der richtige Ansatz, das Ubiquiti Zeug hat schon eine gewisse Lernschwelle.

Gibt ja auch alternativen wie TP-Link Omada oder so.
 
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Crank_Sir schrieb:
Es gibt ja quasi nur Fritz als Anbieter inkl. Kabel-Modem, ansonsten hätte man direkt einen Unifi-Router nehmen können. So müsste ich für ein reines UniFi Netzwerk die Fritzbox auf Durchlauf schalten und nochmal einen Router holen.
Oder Vodafone Station nehmen, falls kostenlos. Die dann in den Modus Bridge schalten lassen. Und FRITZ!Box wieder verkaufen.
Crank_Sir schrieb:
In der Vergangenheit oder auch bei Freunden schmiert immer mal wieder das Wlan der FritzBox ab.
Merkwürdig. Müsste man genauer anschauen, also ob das vielleicht ein Hardware-Schaden, irgendwas Anderes oder doch ein bevorrechtiger Nutzer im 5-GHz-Frequenzband war. Wenn Du hier wirklich schlechte Erfahrungen hast, kann tatsächlich ein Hersteller-Wechsel helfen.
Crank_Sir schrieb:
vorhandene Leerrohre (vorher Koaxial)
Wieviele LAN-Buchsen hast Du im Haus jetzt überhaupt?
Crank_Sir schrieb:
EG und OG jeweils zentral eine Deckendose
Vielleicht hilft dann dieser Post …
 
Ich habe ein Unifi Netzwerk aufgebaut und auch hinter dem Telekom Speedport Router eine Dreammachine.
Ein PoE Switch hat alle Geräte angebunden und stellt PoE bereit für Access Points und Kameras.
Wir haben auch 4 Etagen, ich habe auf jeder Etage einen AP verbaut. 2x an der Decke und 2x an der Wand (In-Wall).
 
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Was ist denn an den ubies besser, ausser das die vlans können?
Automatisches Firmware Update gibt es nicht. Autoupdate der konfig Software ebenfalls nicht. Fernwartung via VPN geht ebenfalls nicht. Fernwartung via Controller geht. Wenn das Programm auf Server permanent läuft und über LAN verbunden ist. Wechselt man auf wlan, geht's nicht mehr.
 
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