Heimnetzwerk Kupfer, LWL, Powerline oder Funk?

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CPU-Bastler

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In userem Haus soll ein Netzwerk errichtet werden.
Umfang 2 Etagen (EG, OG), ca. 10 Räume alles im Kubus 10x 10 x 6 m. Stahlbetondecke
Es sollen etwa 16 Doppeldosen installiert werden. Im HA-Raum soll das Patchfeld hin.
Daneben sollen noch 8 Antennendosen für Sat-TV montiert werden. Kann ich die Sat-Signale über die Netzwerkkabel übertragen? Dann brauche ich keine Koax-Kabel. dito für Telefon. Neubau. Wir haben VDSL 100 bestellt.
Nutzung Geschäftlich (2 Personen), Privat Video streamen (intern) und surfen. 2 x NAS, 1 Server, 3 PCs, 2 Drucker, Home-Automation, Tablett.

Es stehen 4 Typen zur Auswahl.

1. Klassisch Kupferkabel Cat 7 und Cat 6 Dosen
Der Elektriker will 160 EUR je Doppeldose (komplett, brutto).
Verkabelung über dem Rohfußboden, Wandschlitz zur Dose. Das ganze scheint mir etwas überteuert.

2. per LWL. Die LWL-Kabel sind recht preiswert, jedoch gehen die Umsetzer ins Geld.
1 Paar ca. 100 EUR. Hohe Stromkosten
Was mache ich mit dem Telefon und dem Sat-Empfang?

3. Powerline 500 MBit sollen gut funktionieren. Was ist mit den 1200 MBit-Geräten?
Sicherheit? Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit?
Was mache ich mit dem Telefon und dem Sat-Empfang?

4. Funk über WLAN 802.11ac
Welche Geräte sind zu empfehlen? Sicherheit?
Was mache ich mit dem Telefon und dem Sat-Empfang?

Was könnt Ihr mir empfehlen? Ich bin echt ratlos.
 
Empfehlen? LWL natürlich, was denn sonst.

Preiswert: dann Kupfer, der rest ist Rotz
 
Gerade wenn es beruflich genutzt wird mit Server, NAS (Backup) würde ich Wlan und Dlan als Hauptquelle ausschließen.

LWL ist das Kabel günstig, aber die Spleißung und Hardware geht ins Geld ;)
Für die Zukunft trotzdem das Beste.

Würde mir überall Cat7 Verlegekabel legen lassen.. Cat 6a Patchfeld und Dosen, dann ist das Roh-Netzwerk bereits 10 Gbit fähig.

Und definitiv Alternativangebote einholen, denn 160€ pro Doppeldose ist wirklich Wucher.

Das SAT-Kabel kann man mittels Lehrrohr parallel zum Netzwerk legen und mittels Multisplitter neben der Netzwerk-Hardware installieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Kerasto: Wucher ist der falsche Ausdruck, die Frage ist eher, ob der TE das so sagt und ein Angebot geteilt hat oder der Elektriker nicht fähig ist ein Angebot abzugeben.
Ich hab noch nie ein Angebot nach Anzahl der Dosen auf dem Schreibtisch gehabt. Ein anständiger Elektriker macht ne Ortbegehungen und schätzt die Kabellängen und plant die Sache nach Anzahl der Dosen, daraus folgt dann das Angebot. Alles andere halt ich eh für unseriös, weil eine der beiden Seiten da immer gewaltig drauf zahlen wird, bzw. den Zonk zieht
 
Kann mich nur auf Aussagen des TE beziehen ;)

Kenne eigentlich auch nur Angebote, welche aus Gesamtpreis bestehen.

Klassische Kalkulation liegt hier bei kalkulierte Arbeitsstunden * 1,5 (Puffer) * Stundenlohn.
 
Nach Möglichkeit immer richtige Netzwerkkabel verlegen - Cat 6 dürfte auch ausreichen.
Damit kannst Du auch zukünftig problemlos mehrere Gbit übertragen.
Würde aber gleich min 2 Kabel pro Zimmer bzw Zielpunkt verlegen (so wie Du es anscheinend schon vorsiehst) - dann ist später auch mal Teaming denkbar wenn nötig.

WLAN APs als Ergänzung für Laptops und Smartphones aber sicher nicht als Hauptbackbone benutzen.
Die APs kannst Du dann z.B. via PoE (Strom via Netzwerkkabel, benötigt entsprechender Switch) versorgen - so muss nur 1 Kabel da ran.
Von Zyxel gibts APs die sehen aus wie ein bisschen zu grosse Rauchmelder und bieten ordentliche Geschwindigkeit und Optionen (inkl. Wand- bzw Deckenmontage Möglichkeiten).

dLAN min. 1200er, der 2000er Standard ist am kommen, erste Produkte gibts bereits. Netto darf man da aber max 300 - 400 Mbit erwarten, je nach Geräte die am Stromnetz hängen deutlich weniger.
Ausserdem generiert dLAN ein recht krasses Störfeld. Nur ideal zum irgendwelche "abgelegene" Punkte zu verbinden und wenns nicht anders geht (in deinem Fall trifft das ja nicht zu).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde auch ein 10G (Cat 6a) Netz auf Kupferbasis empfehlen. Es wäre zu beachten dass das Datenkabel nicht Putzfest ist, es sollte immer in einem Leerrohr verlegt werden. Telefon ist prinzipiell auch darüber anzuschließen.
Preislich sind 160€ schlecht einzuschätzen, du hast vll eine durchschnittliche Kabellänge von 15m das mal 2, vier Cat 6a Jacks, eine Dose kosten im freien Handel etwas um die 60€. Dein Elektriker sollte bei dem Preis schon hochwertige Komponenten verbauen und Messprotokolle abliefern.
Sat (Coax) würde ich im Falle der Satanlage separat installieren.
Alles andere wäre Schwachsinn
 
Zuletzt bearbeitet:
Längste Kabellänge 30 m x 0,5 EURO/m = 15 Euro je Kabel
Netzwerkdoppeldose ca. 10 Euro im großen A.
Verlegen, anklemmen ca. 60 Minuten je Dose also 50 EURO.
Dann sollte eine Doppeldose so um die 75 Euro + MWSt. komplett mit Kabel kosten.
Habt ihr andere Preise?

Danke für die Hinweise.
WLAN, LWL und Powerline sind schon mal draußen.
Bleibt nur noch Kupfer. Mal sehen ob ich ein nachgebessertes Angebot bekomme.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Preise für Dienstleistungen sind je nach Region sehr unterschiedlich. Wir haben ne Tochterfirma mit zwei Sitzen. Die Gehälter unterscheiden sich bei den Entwicklern um teilweise fast 40% trotz gleicher Leistung. Allen "schlecht" bezahlten Entwicklern steht der Umzug zur Hauptfirma offen. Das Angebot nutzt niemand, weil die Lebenshaltungskosten (Miete, Dienstleistungen, usw.) so niedrig sind, dass sich der Umzug nicht lohnen würde.
 
Normalerweise LWL zwischen den Etagen, auf den Etagen dann mit Kupfer weiter.

Würde hier nicht unter Cat 7 anfangen. Einfach um sicher gehen zu können, das Ganze in 15 Jahren nicht neu machen zu müssen. Und das teuerste ist eh die Arbeitszeit, wenn ihr es machen lasst.

DLAN und WLAN kannst du vergessen, da sich alle die maximale Bandbreite teilen müssten.

Bei dLAN 1000 sind das bei 10 Modulen somit max. 100 MBit, die aber niemals erreicht werden würden.
Das kann man als Notbehelf machen, aber niemals würde ich damit planen.

Und das WLAN würde ständig zusammenbrechen, außer mit Profi-Hardware, die ins Geld geht (mit WLAN-Controllern usw). Zudem muss sich hier jemand auskennen, wenn doch mal Probleme auftreten.

Nichts ist so zuverlässig wie Kabel, bei denen man quasi nach einer Messung für ewig Fehler am Übertragungsmedium ausschließen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
LWL macht kein Sinn bis zu den Endgeräten zu führen. Damit kann man höchstens die Unterverteiler verbinden, wobei das hier in dem Fall auch nicht umbedingt nötig ist.
Wenn dein längstes Kabel 30m ist wird das bei Cat7 bis zu 40Gbit ausreichen.
 
@supa-star: selbst "profi"-Hardware im WLAN-Bereich kann nicht mit Kabel mithalten. Die Preise sind viel höher und gegen Störquellen sind diese nicht schützbar. Soll nur eine Ergänzung zu deinem Beitrag sein. Stimme dir vollkommen zu.
 
ich würde übrigens ALLES in Leerrohre verlegen, ausser du willst niiiiie im Leben die Kabel erneuern, respektive irgendwann umziehn und dem nächsten Bewohner das Leben schwer machen ;)

SAT immer über Satkabel, ich hab Kathreinkabel genommen, für innen reichen die 95er. Vonden Satdosen in den Zimmern in Leerrohren das Kabel in den Keller/Raum mit demPatchpanel führen, idem mit den Kabeln von der Satanlage, dort alles auf einen Multischalter (aka Multiplexer) verkabeln. So hast du zur Not noch die Möglichkeit später das Sat Signal per "Sat to IP" ins Heimnetz zu schicken ;) Diese Möglichkeit hab ich mir auch offen gelassen
 
Letztendlich stellt sich auch die Frage inwiefern zB PoE genutzt werden soll. Möchte man zentral im Serverraum einen x-Port-PoE-Switch anklemmen, dann muss zwangsläufig die Verkabelung zum PoE-Endgerät Kupfer sein. Hat man also 5 PoE-Kameras, die per LAN mit Energie versorgt werden sollen, dann führt zumindest für diese 5 Kabelwege kein Weg an Kupfer vorbei.

Wenn man zB die Etagen untereinander mit LWL verbindet und dann jeweils mit Kupfer weitergeht, bräuchte man an diesen Übergangen von LWL zu Kupfer jeweils einen PoE-Switch - natürlich nur, wenn in der Etage PoE von Interesse ist.

Gleiches gilt im übrigen auch, wenn man andere Dienste über die Kabel nutzen will. Als Beispiel nenne ich mal ISDN, um ISDN-Telefone weiterverwenden zu können. Dann kann man am Patchfeld einfach eine ISDN-Leitung auf einen Port legen und am anderen Ende, an der Dose kommt ISDN raus. Umpatchen kann man dann nach Belieben, wenn man das Telefon woanders hinstellt. Alles was elektrisch funktioniert, wird durch eine LWL-Strecke unbrauchbar - ohne geeignete Konverter wie zB die LWL-Medienwandler, die nichts anderes sind als Ethernet-LWL-Konverter.

Ob das für den TE relevant ist, hängt davon ab ob solche Einsatzgebiete in Frage kommen. PoE kann man natürlich auch als Einzellösung mit PoE-Injektoren oder lokalen PoE-Switches nutzen. Dann ginge auch ein LWL-Backbone.
 
Etagenverteiler mit LWL Verbindung in einem Einfamilienhaus?

Völlig unnötig.

Die Leitungswege sind doch so kurz, dass man problemlos Kupfer zu einem zentralen Punkt legen kann.
 
Würde wie gesagt folgendes vorschlagen:

Netzwerk:

- 2x 24 Port Cat 6a Patchpanel
- 1x 48 Port Gbit Switch (managbar)
- 16x Cat 6a Doppeldosen
- Cat 7 Verlegekabel
- 19" Schrank mit entsprechenden HE für gesamte Hardware (Netzwerk, Server, NAS, etc.)

Telefon:

Telefon läuft heutzutage alles über SIP oder DECT, daher sollten hier ausreichend Dosen geplant sein. (2 Telefone = 1 Doppeldose)

Wie soll Telefon denn generell geregelt werden?
- TK-Anlage?
- Fritzbox?

Eine 7490 kann z.B. SIP, somit könnte man hier auch Business Telefone anschließen (betreibe ich privat genauso).

TV:

Hier einfach vom LNB auf einen Multiswitch Kabel legen (mindestens 2).

Von da aus dann in alle gewünschten Räume verlegen und mittels Dose sauber abschließen.

Für alle Kabel gilt bei einem Neubau: Lehrrohre sind Pflicht!

Wer die Kabel unter Putz verlegt, spart definitiv am falschen Ende ;)
 
CPU-Bastler schrieb:
Längste Kabellänge 30 m x 0,5 EURO/m = 15 Euro je Kabel
Netzwerkdoppeldose ca. 10 Euro im großen A.
Verlegen, anklemmen ca. 60 Minuten je Dose also 50 EURO.
Dann sollte eine Doppeldose so um die 75 Euro + MWSt. komplett mit Kabel kosten.
Habt ihr andere Preise?
Wenn du deine Doppeldosen mit zwei Kabeln anschließen willst, kannst du den Preis fürs Kabel direkt verdoppeln. Marken-Duplexkabel kostet deutlich mehr als 1€ pro Meter. Marken-Doppeldosen gehen bei knapp 11€ los, dazu kommt aber noch der Rahmen und die Zentralscheibe. Rechne mal grob 7,50€ zusätzlich, eher mehr (ja das bisschen Plastik ist scheißteuer). Dazu kommt noch Kleinkram wie Unterputzbecher und Leerrohr. Zudem sehe ich nirgends ein Patchpanel. Bei 16 Doppeldosen benötigst du 2x 24er Patchpanel, Markenware ca. 100-120€ pro Stück.
Der Preis ist zwar hoch, aber kein Wucher.
 
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