Homeserver Kaufberatung [Datenserver | VMs | Backup ]

Hibo

Cadet 3rd Year
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Mai 2015
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Hallo zusammen,

ich hoffe ihr könnt mir wieder einmal helfen. Hatte bereits schonmal euren Rat zu dem Thema bekommen, damals war aber dann doch das Geld nicht da. Dafür ist diesmal das Budget höher (~900€) und jetzt endlich die Zeit für das Projekt gekommen.

Ziel
Ich benötige hauptsächlich einen Dateiserver mit möglichst viel Festplatten Kapazität und schneller Anbindung für meine Workstation. Rohmaterial wird zwar auf der Workstation geschnitten, aber gerade wenn man Zugriff auf alte Dateien benötigt wäre eine schnelle Datenübertragung wünschenswert. Auch sollen Backups auf dem Gerät gefahren werden. Er soll auch leistungsstark für VM-spielerein und evtl zukünftigen NAS-Betrieb sein. Also habe Lust mich da etwas auszutoben

Konfiguration (geplant)


~900€ teurer sollte es eigentlich auch nicht werden.

Situation
Da sich mittlerweile 10x3.5 Zoll Festplatten unterschiedlicher Größe angesammelt haben wäre das Gehäuse sehr passend mit der Option in Zukunft weitere unterzubringen. Für ein Fileserver wäre das natürlich total overpowered. Es werden aber auch VMs laufen. Ich habe mich noch nicht für ein System entschieden (Proxmox, OMV usw.). Ein Raid ist nicht unbedingt geplant, auch weil mich das eher zu Unraid zwingen würde wegen der unterschiedlichen Laufwerksgröße und nicht unbedingt notwendig ist in meinem Fall. Eventuell ein Softwareraid bei 2-3 Laufwerken.

Gründe für die Auswahl:
  • Case: wegen der Option auf insgesamt 20 Laufwerke und damit erstmal für die nächsten Jahre Ruhe.
  • Netzteil: Corsair RM750x ist vollmodular und kann ohne Adapter 5x4, also 20 Sata Lautwerke, betreiben. Mir ist klar, dass ich das auch mit Molex Adapter bei anderen Netzteilen lösen könnte, möchte mir aber den Luxus gönnen.
  • Mainboard: habe ich ausgewählt wegen der hohen Anschlussvielfalt und den 2x PCIe 3.0 16x, 1x PCIe 2.0 16x, da ja schon ein PCIe 3.0 16x von der SAS Karte belegt und in Zukunft noch andere Karten Platz finden können (10Gbit usw).
  • Ram: Habe extra nicht übtertakteten Ram ausgewählt, da ich in der Vergangenheit die Taktung ab Werk bei den Crucial Ballistix runternehmen musste, um ein einfrieren zu verhindern. Stabilität ist mir deutlich wichtiger.
  • SAS Karte: Im Vergleich zu den günstigen Sata PCIe Karten ist die Karte an PCIe 3.0 x16 angebunden. Die günstigen Sata Karten sind oft nur an PCIe 1.0 x1/x2 angebunden und teilen sich dann noch alles an 4 oder 6 Ports auf. Da die SAS Karte theoretisch 16 Sata Laufwerke anbinden könnte wäre die Lösung auch nicht viel teurer als mehrere Sata PCIe Karten und sicherlich deutlich schneller und stabiler.

Bei den anderen Komponenten bin ich recht leidenschaftslos und für Vorschläge offen. Wichtig wäre mir aber ne onboard GPU, falls man mal Probleme hat und der Server an den Monitor muss.

Weitere Anforderungen
  • möglichst stromsparend
  • möglichst leise (Büro)
  • schnelle Datenanlieferung: von der Workstation aus Material (bis zu 4k) sichten und auch teilweise direkt schneiden. Also ohne Transkodieren, aber die "Datenanlieferung" sollte schnell genug erfolgen (i.d.R liegt das Rohmaterial aber auf einer M.2 SSD mit 3Gb/s).
  • zukunftssicher (Geschwindigkeit, Anschlussvielfalt)

Allgemeine Fragen
1) Ist das "Supermicro AOC-SLG3-4E4R, PCIe 3.0 x16" kompatibel mit dem Mainboard. Ist ja Serverhardware. Treiber für Linux und Windows gibt es auf der Webseite. Ist auch keine Raidkarte (plane auch kein reines Raid) und müsste dann nichtmal den Mode ändern?

2) Reicht auch der Artic Freezer 34 Sports ohne DUO? Dieser soll leiser sein. Lautstärke wäre mir auch sehr wichtig, da das Gerät im Büro steht.

Ich hoffe, dass trotz vielem Text das geschriebene einigermaßen übersichtlich war und bedanke mich schonmal bei der Hilfe.

Angelehnt ist der Server übrigens an Linus sein Video:

Grüße,
Hibo
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast verschieden grosse Laufwerke und willst Proxmox nutzen. Das schreit geradezu nach ZFS zur Datetraeger und Poolverwaltung :)

Die Supermicro SAS karte wuerde ich raus lassen, Preis/Leistungsmaessig ist das jenseits von gut und es ist nicth einmal sicher, dass sie auf dem Board funktioniert.

Ein Manoboard mit mehr Sata / ein einfacher Sata Controller werden alles bieten was du da brauchst.

Da du schnell 4k material verteilen willst: Hast du mal ueber 10g Netzwerkkarten nachgedacht?
 
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@madmax2010
Danke für deinen Input. Mit Proxmox ist momentan noch nicht sicher. Für ZFS bräuchte ich aber ein anderes Mainboard und ECC Ram oder? Bin da ehrlicherweise nicht ganz drin in Materie und weiß nicht, ob ZFS in meinem Fall notwendig ist. Auch weil wichtige Daten nochmal extra gesichert werden.

Hab die Gründe für den SAS Controller oben noch ergänzt. Vorteil ist dass man für 120€ bis zu 16 Lautwerke an PCIe 3.0 x16 (x4) angebunden bekommt. Da bräuchte ich dann schon wieder einige Sata Karten um das zu erreichen und die teilen sich dann die Geschwindigkeit an PCIe 1 oder 2.0 x2/x4 auf. Daher fänd ich 120€ ok und wäre auch deutlich aufgeräumter, aber wie Du meinst das große Fragezeichen ist da, ob der Controller läuft.

Über 10G hab ich schon nachgedacht, wollt aber erstmal testen ob die 2.5G nicht ausreichen. Ohne Raid wäre eh die Festplatte dann der limitierende Faktor, selbst bei Zugriff auf mehreren Platten auf einmal.

edit: hab gesehen, dass das Mainboard nur 1Gbit onboard hat. Hatte vorher eine rausgesucht gehabt mit 2.5Gbit. Dann wären 10G auf jeden Fall interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Hibo:
Rohmaterial wird zwar auf der Workstation geschnitten, aber gerade wenn man Zugriff auf alte Dateien benötigt wäre eine schnelle Datenübertragung wünschenswert.

Wie sieht denn der Rest Deiner Netzwerkkonfiguration aus?

Zitat von Hibo:
Auch sollen Backups auf dem Gerät gefahren werden. Er soll auch leistungsstark für VM-spielerein und evtl zukünftigen NAS-Betrieb sein.

Ich glaube, Du solltest Dir etwas mehr im Klaren sein, was Du genau mit der Kiste anstellen möchtest.

Du möchtest:
  • einen Fileserver darauf laufen lassen
  • Backups damit sichern
  • Virtuelle Maschinen ausführen
Ich denke, dass Du daher deine Wünsche separieren solltest.

Zitat von Hibo:
Ein Raid ist nicht unbedingt geplant, auch weil mich das eher zu Unraid zwingen würde wegen der unterschiedlichen Laufwerksgröße und nicht unbedingt notwendig ist in meinem Fall.

Redundanz kann sicherlich nicht schaden und ein Backup + Backup auch nicht.
Zitat von Hibo:
Case: wegen der Option auf insgesamt 20 Laufwerke und damit erstmal für die nächsten Jahre Ruhe.

Vergiss nicht die Belüftung, wenn es später bis zu 20 Platten sein sollen. Mit wie vielen rechnest Du denn am Anfang?
Zitat von Hibo:
Mir ist klar, dass ich das auch mit Molex Adapter bei anderen Netzteilen lösen könnte, möchte mir aber den Luxus gönnen.

Das ist kein Luxus, sondern es ist genau richtig.

Zitat von Hibo:

Welches Feature erhoffst Du Dir von einem SAS-Controller?
 
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Zitat von XShocker22:
Wie sieht denn der Rest Deiner Netzwerkkonfiguration aus?

Hab eine Fritzbox, die mit der Workstation verbunden ist. Der Homeserver würde sowohl an Workstation (mit 1 oder 10G dann) als auch Fritzbox kommen. Also direkter zugriff über Lan von der Workstation als auch Wlan mit dem Laptop. Zugriff von außen brauch ich erstmal nicht.

Zitat von XShocker22:
Ich glaube, Du solltest Dir etwas mehr im Klaren sein, was Du genau mit der Kiste anstellen möchtest.

Du möchtest:
  • einen Fileserver darauf laufen lassen
  • Backups damit sichern
  • Virtuelle Maschinen ausführen
Ich denke, dass Du daher deine Wünsche separieren solltest.

Hauptsächlich willl ich meine ganzen Daten unterbringen und auf dem ich auch im Netzwerk drauf zugreifen (vom Laptop aus). Ich habe momentan alle Laufwerke in der Workstation und da ist jetzt platzmäßig schluss und das tut auch gefühlt dem System nicht gut (startdauer usw).

Zitat von XShocker22:
Redundanz kann sicherlich nicht schaden und ein Backup + Backup auch nicht.
Ja na klar. Muss mir das mit ZFS Nochmal ansehen.

Zitat von XShocker22:
Vergiss nicht die Belüftung, wenn es später bis zu 20 Platten sein sollen. Mit wie vielen rechnest Du denn am Anfang?
10 Platten, 8 davon hab ich jetzt auch in meinem Define R6 Gehäuse drin. Das ging auch gut ohne extra Lüftung (die Platten gehen auch in Standby und werden nicht ständig alle gebraucht), aber sicherlich müsste ich mal beobachten wie warm das Ganze wird.

Zitat von XShocker22:
Das ist kein Luxus, sondern es ist genau richtig.

Top :)

Zitat von XShocker22:
Welches Feature erhoffst Du Dir von einem SAS-Controller?

Wie ich oben schon geschrieben habe. Hauptsächlich geht es darum einen Controller für alle Laufwerke bereitzustellen mit hoher Geschwindigkeit also bis zu 16 Sata Laufwerke, anfangs müsste ich nur einen mini SAS Port für weitere 4 Laufwerke einbinden. Bei den einfachen PCIe <-> Sata Adaptern liest man viel negatives und meist sind die auch sehr langsam angebunden. Also letztendes: hohe Stabilität, Geschwindigkeit und eine Karte für alle zukünftigen Laufwerke
 
Ich hab mir auch einen riesen Fileserver gebaut.

Mit sowas:
https://geizhals.at/?cat=geh19&xf=7647_24

Ich hab das Fantec, allerdings musste ich etwas tunen das es leise wird und die Platten nicht zu warm.

Als OS habe ich FreeNAS verwendet.

Controller LSI SAS 24 Port, kannst Du direkt an die Backplane hängen.
Strom per Molex.

Als Dateisystem ZFS Raid-Z3, mehrere Pools.

ECC Ram hab ich zwar, ist aber nicht unbedingt nötig.

Je nachdem was Du alles verbauen willst musst aupfassen das Du genug Lanes hast.
(z.B. bei 10Gbe Controller + SAS Controller)

Ich hatte vorher auch schon einen Fileserver in einem "normalen" Gehäuse, wollte die Fesplatten aber endlich in Caddys.
 
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Zitat von Hibo:
Ich benötige hauptsächlich einen Dateiserver mit möglichst viel Festplatten Kapazität und schneller Anbindung für meine Workstation.
wenn man Zugriff auf alte Dateien benötigt wäre eine schnelle Datenübertragung wünschenswert.
10x3.5 Zoll Festplatten unterschiedlicher Größe angesammelt
Case: wegen der Option auf insgesamt 20 Laufwerke und damit erstmal für die nächsten Jahre Ruhe.

Weitere Anforderungen
  • möglichst stromsparend
  • möglichst leise (Büro)
  • schnelle Datenanlieferung: die "Datenanlieferung" sollte schnell genug erfolgen (i.d.R liegt das Rohmaterial aber auf einer M.2 SSD mit 3Gb/s).
  • zukunftssicher (Geschwindigkeit, Anschlussvielfalt)
Erstmal ist die Frage, weshalb du einen Eigenbau gegenüber einem fertigen NAS bevorzugst?
Zudem is die Frage, in welchen Dimensionen sich deine Kapazität befinden wird (<40TB, >40TB, >80TB)?
Welche Bandbreite hat dein LAN derzeit und wie schnell soll die Datenübertragung stattfinden (2.5G, 5G, 10G)?
Möglichst stromparend und 10-20x 3,5" HDDs wiederspricht sich.
Die Lautstärke sollte bei einem Netzwerkgerät nachrangig sein, da es sich mit räumlicher Trennung zum Arbeitsbereich platzieren lässt.

Ein fertiges NAS mit 6/8 Einschüben nimmt nur 45-60W Leistung im Betrieb auf (ohne HDDs).
computerbase.de/preisvergleich/?cmp=2303927&cmp=2303932&cmp=1808948&cmp=1808951&cmp=1649678

Zudem lassen sich die Modelle von QNAP und Synology teilweise mit einer Erweiterungseinheit aufrüsten.
qnap.com/de-de/compatibility-expansion/
qnap.com/de-de/product/series/expansion
synology.com/de-de/products/expansion

Und wenn du schon so groß skalierst, ist die Frage ob gleich ein Modell für den Einbau im 19" Rack langfristig geschickter ist. Zumal es dort gleich direkt neben der Netzwerkinfrastruktur ist.
 
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Zitat von IBISXI:
Schau mal was ein 20 Bay NAS kostet, dann erklärt sich das von selber.
4Bay NAS + 8Bay Expansion Unit ermöglichen 144TB und kosten <1.000€.
Selbst 8Bay NAS + 8Bay Extension kosten <1.500€ und ermöglichen 192TB.

Statt viele einzelne HDDs mit geringer Kapazität ist es energiesparender und erzeugt weniger Verlustwärme, moderne (Heliumgelagerte) Platten mit höherer Kapazität zu verbauen.
 
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Ich bin auch Verfechter von Synology (habe selbst eine 918+ und bin zufrieden)

Aber das würde dann definitiv auch seine 900 € sprengen.

Wenn er auf Synology setzt müsste er zu Folgenden greifen:

Synology DiskStation DS918+, 4 Bay (~ 520 €) + Synology DX517 (~480 €) sind rund 1000 € (für 4 Bay + 5 Bay) nur 1 GbE

Synology DiskStation DS920+, 4 Bay (~ 550 €) + Synology DX517 (~480 €) sind rund 1030 € (für 4 Bay + 5 Bay) nur 1 GbE

Synology DiskStation DS1019+, 5 Bay (~680 €) + Synology DX517 (~480 €) sind rund 1160 € (für 5 Bay + 5 Bay) nur 1 GbE

Synology DiskStation DS1618+, 6 Bay (~780 €) + Synology DX517 (~480 € (*2)) sind rund 1260 € bzw. 1.740 € (für 6 Bay + 5 Bay (*2)) nur 1 GbE, mit Erweiterungskarte 10 GbE möglich (Synology E10G18-T1 (~ 140 €))

Er müsste dann schon mindestens zu einer DS1618+ greifen, damit das natürlich Sinn ergibt. Andererseits wäre es auch nicht völlig verkehrt. In der Theorie könnte er es so handhaben, wie @commandobot es vorschlägt:

Er könnte alte Platten ausmustern (je nach Alter/Laufzeit), Modell) und diese als Backup nutzen und sich neue, moderne Festplatten (> 6 TB) anschaffen.
 
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Zitat von IBISXI:
Ich hab mir auch einen riesen Fileserver gebaut.
...

Je nachdem was Du alles verbauen willst musst aupfassen das Du genug Lanes hast.
(z.B. bei 10Gbe Controller + SAS Controller)
..
Schaut nett aus :-) Für mich wäre das etwas zuviel des guten 🙃
Danke für den Hinweis mit den Lanes - werde mir das nochmal ansehen.

Zitat von commandobot:
Erstmal ist die Frage, weshalb du einen Eigenbau gegenüber einem fertigen NAS bevorzugst?

Hauptgrund ist, dass es in den Dimensionen teurer ist ein NAS zu kaufen und ich eigentlich kein Wert auf eine Anbindung außerhalb des Heimnetzwerkes lege. Auch habe ich Lust ein wenig zu basteln. Stromsparend ist jetzt nicht gemeint, dass es nur ein paar Watt verbrauchen darf, aber nicht unnötig viel Strom, wenn es nicht sein muss.

Zitat von commandobot:
Zudem is die Frage, in welchen Dimensionen sich deine Kapazität befinden wird (<40TB, >40TB, >80TB)?
Plattenmäßig ist zwischen 3 und 14TB alles dabei. Also klar könnte man bei der 3er Platte überlegen die auszusortieren bzw. obs da noch wirtschaftlich rentabel ist. Insgesamt sinds aktuell so 70-80TB, die im Server verbaut werden bei 10 Platten. Es ist jetzt also auch nicht so, dass es nur 1-2TB Platten sind bei denen man sich lieber 3x14TB kauft und ein kleines Gehäuse dafür, aber natürlich könnte man auch überlegen ein paar kleine Platten auszurrangieren. Ich hatte bisher die kleinsten aus dem jetzigen System rausgelassen (3 + 4TB), die würd ich dann jetzt erstmal einfach wieder nutzen.

Zitat von commandobot:
Welche Bandbreite hat dein LAN derzeit und wie schnell soll die Datenübertragung stattfinden (2.5G, 5G, 10G)?
Möglichst stromparend und 10-20x 3,5" HDDs wiederspricht sich.

Bandbreite hatte ich eigentlich mit 2.5G angesetzt, aber hab jetzt gesehen, dass das Mainboard nur 1G unterstützt. Wenn die Platten nicht im Raid laufen ist die Frage ob 10G sinnvoll sind, auf der anderen Seite wärs sicherlich zukunftssicher. An der Workstation sind momentan auch nur 1G, da müsste ich dann auch entsprechend aufrüsten.

Zitat von commandobot:
Möglichst stromparend und 10-20x 3,5" HDDs wiederspricht sich.
Da ich die Platten nur im JBOD laufen lasse, wird auch immer nur die Platte angesprochen deren Daten ich benötige. Die darf sich auch abschalten und wäre die meiste Zeit im Spindown Modus, daher stelle ich mir das nicht so schlimm vor. Vielleicht unterschätze ich das aber auch.

Zitat von commandobot:
Der Verbrauch und die Größe sind definitiv ein Vorteil. Der Rest aber für mich nur nachteilig: weniger Kapazität, weniger Flexibilität (wiegesagt VMs würde ich auch gern drauf laufen lassen) bei gleichen Kosten.


Zitat von IBISXI:
Schau mal was ein 20 Bay NAS kostet, dann erklärt sich das von selber.
Ja, genau das ist mein Gedanke

Zitat von commandobot:
4Bay NAS + 8Bay Expansion Unit ermöglichen 144TB und kosten <1.000€.
Selbst 8Bay NAS + 8Bay Extension kosten <1.500€ und ermöglichen 192TB.

Statt viele einzelne HDDs mit geringer Kapazität ist es energiesparender und erzeugt weniger Verlustwärme, moderne (Heliumgelagerte) Platten mit höherer Kapazität zu verbauen.
Wäre eine Option, wenn ich gar keine Platten hätten, das System vielleicht mal nicht anderweitig nutzen will und ich keine Lust hätte mir selber as zu basteln.


Danke für den ganzen Input. Spricht eigentlich was gegen den SAS Controller? Finde, dass das irgendwie die sauberere Variante ist und Kompatibilität müsste ich wahrscheinlich einfach selber testen.
 
Für dein Vorhaben wäre unRAID eigentlich perfekt. Grad was selfmade NAS und VMs angeht.
 
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Zitat von niteaholic:
Für dein Vorhaben wäre unRAID eigentlich perfekt. Grad was selfmade NAS und VMs angeht.
Ja, das kam mir auch immer wieder in den Sinn. Irgendwie hat mich aber abgeschreckt, dass es doch einiges kostet in diesen Dimensionen. Auf der anderen Seite kommt es darauf natürlich auch nicht mehr an.
 
Was heißt viel kostet? Für 90?$ gibt es die Pro Version und, theoretisch, unendlich viel HDD anbindung. Sofern es die HW mitmacht. Seit ich unRAID benutze vermisse ich nichts. Selbst aus alter HW kannst du wunderbar ein reines datastorage daraus machen und ggf sogar direkt an deiner WS verbinden.
 
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Zitat von commandobot:
Statt viele einzelne HDDs mit geringer Kapazität ist es energiesparender und erzeugt weniger Verlustwärme, moderne (Heliumgelagerte) Platten mit höherer Kapazität zu verbauen.

Das ist nicht ganz richtig.
Der P/L Sweetspot liegt bei 4TB, der Energieverbrauch ist egal, da die Platten schlafen und jeweils nur der benötigte Pool aufwacht solange benötigt.

Ein weiterer Vorteil vieler Plätze ist:
Man kann immer das bestehende Raid behalten und wenn die Kapazität knapp wird Pools nachrüsten.
 
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Zitat von IBISXI:
Naja, aber nicht in Stein gemeißelt, wenn ich z.B. bei Seagate gucke, da kosten 4TB 100€ und 16TB 400€. Also nimmt sich nicht viel, aber sicherlich abhängig vom Hersteller.

Ich bin ein großer Fan davon, Mass-Storage und VMs etc zu trennen, um Energie zu sparen, da man meistens den Storage eh nicht permanent braucht. Zu den VMs dann nur 1-2 wirklich große HDDs und damit kann man schon vieles abdecken. Mag aber andere Lösungen geben, die auch nicht schlecht sind.
 
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Zitat von XShocker22:
  • Aber das würde dann definitiv auch seine 900 € sprengen.
    Synology DiskStation DS918+, 4 Bay (~ 520 €) + Synology DX517 (~480 €) sind rund 1000 € (für 4 Bay + 5 Bay)
  • nur 1 GbE
    Er müsste dann schon mindestens zu einer DS1618+ greifen, damit das natürlich Sinn ergibt.
  • Bei einer gebrauchten DS918+ lassen sich 50€ einsparen - also ~950€ insgesamt. Knapp im genannten Budget.
  • Die Ports sind 1Gbit/s, aber mittels Bond lässt sich das NAS über 2Gbit/s einbinden:
    1595357863582.png
 
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Zitat von Hibo:
hauptsächlich einen Dateiserver mit möglichst viel Festplatten Kapazität und schneller Anbindung für meine Workstation [...] und evtl zukünftigen NAS-Betrieb
Du fabulierst dir da echt manchmal was zusammen^^ Rein aus Interesse: Was denkst du denn was NAS bedeutet also wofür diese Abkürzung steht und die daraus folgende zweite Frage wäre dann für mich worin deiner Meinung der Unterschied zwischen einem Dateiserver und einem NAS besteht.
Ich kürze es an dieser Stelle ab: Ein NAS ist ein Dateiserver.

Ganz wichtig: Die verlinkte Add-In-Card ist kein SAS HBA sondern ein NVMe HBA für bis zu 4 NVMe Laufwerke. Das hier sind SAS/SATA HBAs wo du 16 Laufwerke dran bekommst: https://geizhals.de/?cat=iosasraid&xf=497_16~500_SFF-8643~501_zzz
Selbst wenn der von dir ausgewählte HBA für SAS/SATA wäre und nicht für NVMe dann hat dieser 4x U.2/SFF-8643 Anschlüsse, warum genau hast du dir dann ein SFF-8087 Kabel ausgesucht?

Sofern du nicht zwingend darauf angewiesen bist alles mit einem HBA erschlagen zu müssen würde ich mir zwei gebrauchte aber in gutem Zustand befindliche IBM m1015 besorgen und in den IT-Mode flashen. Das Ding ist unter Leuten, die privat sich performante Storages mit ZFS basteln so ziemlich der Standardtipp. Bekommst gebraucht für um die 30-50€.
Davon ab spricht nix gegen den Einsatz von entsprechenden HBAs.

Des Weiteren schreibst du immer von Performance, Performance und Performance aber verwendest dann haufenweise einzelne Laufwerke? Egal welche CPU und wie viel RAM du da drauf wirfst: Flaschenhals ist und bleibt die einzelne HDD.
Solange du simpel Daten vom Server holen oder auf diesen verschieben willst wird der Flaschenhals die Performance der einzelnen HDD sein. Das zu beheben geht nur durch Verwendung von SSDs oder entsprechenden Raid-Leveln bei HDDs in Kombination mit SSDs (und/oder ausreichend viel RAM) um dies als Cache nutzen zu können.
Bei 1G Ethernet wird dies noch nicht direkt so ersichtlich sein aber sobald du auf 10G Ethernet gehen willst merkst du diesen Engpass.

Wenn du von der Software her nicht basteln willst: Nimm unRaid. Wenn dir das zu teuer ist dann stampfe die Anzahl deiner HDDs auf unter 8 Stk ein dann brauchst nicht die größte Lizenz. Wenn du das nicht willst oder kannst bliebe dir nur noch mehr selbst zu machen.
Wenn ich das machen müsste würde:
  • ich ein passendes Linux installieren
  • die Disks alle einzeln einbinden
  • die Daten, sofern gewünscht per Union Filesystem wie bspw. Aufs, zusammen fügen damit man aus Anwendersicht nicht die einzelnen Disks sieht
  • "Redundanzen" per Snapraid herstellen
  • Für VMs würde ich mir 1-2 große SSDs zulegen

Was dann noch fehlt: Ein vernünftiges Backupkonzept denn davon lese ich bisher nix bei dir.

@commandobot Das bond Device zeigt dir zwar 2 GBit/s an aber ein einzelner TCP Stream wird dennoch immer auf die 1 GBit/s limitieren. Im besten Fall kannst so lediglich mit zwei Clients parallel mit jeweils 1 GBit/s auf das NAS schreiben oder von dort lesen vorausgesetzt das NAS/Storage kann die Daten so schnell liefern. Wenn man mit einer einzelnen Verbindung mehr als die 1 GBit/s ausreizen will bleiben entweder ein Upgrade auf 2,5/5/10 GBit/s Ethernet oder die Verwendung von SMBv3 Multichannel oder NFSv4.1 Multipath.
 
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Zitat von snaxilian:
Du fabulierst dir da echt manchmal was zusammen^^ Rein aus Interesse: Was denkst du denn was NAS bedeutet also wofür diese Abkürzung steht und die daraus folgende zweite Frage wäre dann für mich worin deiner Meinung der Unterschied zwischen einem Dateiserver und einem NAS besteht.
Ich kürze es an dieser Stelle ab: Ein NAS ist ein Dateiserver.

Das hätte man auch etwas netter formulieren können. Ich habe ja genau aus dem Grund hier ein Thread erstellt, weil ich eben nicht den Durchblick habe. Deswegen fabuliere ich ja nicht. Ich habe hier den Begriff NAS nicht korrekt verwendet und meinte nur, den Zugriff zum Server außerhalb des lokalen Netzwerks zB durch einen VPN Server auf dem Homeserver. Auch wenn mir bewusst ist, dass der Begriff NAS nicht dieser Bedeutung entspricht, kann es bei so einem langen Text auch mal an Präzision fehlen oder fehlenden Kenntnissen (dafür stelle ich ja die Anfrage).

Zitat von snaxilian:
Ganz wichtig: Die verlinkte Add-In-Card ist kein SAS HBA sondern ein NVMe HBA für bis zu 4 NVMe Laufwerke. Das hier sind SAS/SATA HBAs wo du 16 Laufwerke dran bekommst: https://geizhals.de/?cat=iosasraid&xf=497_16~500_SFF-8643~501_zzz
Selbst wenn der von dir ausgewählte HBA für SAS/SATA wäre und nicht für NVMe dann hat dieser 4x U.2/SFF-8643 Anschlüsse, warum genau hast du dir dann ein SFF-8087 Kabel ausgesucht?

Genau da habe ich nicht durchgeblickt, ob die Karte die richtige ist und warum ich das Kabel rausgesucht habe, kannst Du dir wohl denken. Genau aus dem Grund, weil ich es nicht besser wusste. Deswegen stelle ich ja die Frage, ob das passt und nicht weil ich weiß, dass es passt. Entschuldige, dass ich bei der Anfrage, ob alles passt, Fehler gemacht habe. Trotzdem danke für die Klarstellung, dass die Karte nicht passt. Das hilft mir weiter.
 
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Ja hätte man besser formulieren können, mea culpa. Andererseits ist das der wie vielte Thread zum Thema "homeserver/NAS-Eigenbau Kaufberatung" allein in diesem Monat ohne "Erkenntnisgewinn" weil alle in 90% die gleichen Anforderungen hat?^^ ;)

Ein NAS/Dateiserver stellt halt über ein Netzwerk Daten zur Verfügung. Ob dies nur im lokalen Netzwerk passiert oder direkt im Internet ist unerheblich. Auch wenn ich (beispielsweise) ein NAS von der Stange nehme und in ein Rechenzentrum stelle mit dem nackten Arsch ins Internet hänge dann bleibt es trotzdem ein NAS.
Halbwegs moderne "NAS-Systeme" sind halt nicht mehr nur NAS sondern bieten mehrere Dienste an. Neben Dateizugriff per SMB/NFS oder blockbasiertem Zugriff per iSCSI kann man da meist noch einen VPN-Serverdienst drauf betreiben oder weitere Featuritis mit denen sich die Hersteller hervortun wollen (und nicht unbedingt weil es sinnvoll ist), entweder über irgendwelche "Apps" oder per Docker.

Ein 16-Port HBA ist halt relativ teuer da nur selten notwendig. Meist nimmt man da im Serverumfeld eher einen HBA und einen entsprechenden SAS Expander. Ich kann dir aber nicht sagen, ob und wie gut anschließend SATA Laufwerke an SAS Expandern funktionieren. Aber auch ein Expander benötigt einen PCIe Slot, da kannst dann auch einfach zwei HBAs nehmen mit je zwei Ports, sprich 8 Laufwerke.

Zusätzlich solltest du bedenken, dass jede zusätzliche Komponente (10G Ethernet, HBAs, etc) den Stromverbrauch nach oben treiben. Ein HBA allein verbraucht ab 6W aufwärts (Quelle) also ~ 15-25€ Stromkosten pro Jahr. Da stromsparend eins deiner Kriterien ist würde ich ernsthaft darüber nachdenken ob du deine alten kleinen HDDs durch ein bis zwei größere HDDs ersetzt und auf einen HBA verzichtest. Gerade wenn die kleinen Laufwerke schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben...
 
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