Host-GPU für VM-Gaming

NeoExacun

Lieutenant
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Hallo alle zusammen,

ich würde gerne in absehbarer Zeit meinen Rechner zuhause mit Linux betreiben. Was mich bisher davon abhält ist hauptsächlich Gaming, was auch heute leider noch nicht ohne Windows möglich ist (auch wenn die Entwicklungen langsam in die richtige Richtung gehen).
Ein Dualboot-Setup kommt für mich nicht in Frage, da ich während dem Zocken gerne noch produktives im Hintergrund mache und daher ständig zwischen Spielen und anderen Anwendungen hin und herwechsle.
Bei Lösungen mit VMs (also Linux als Host, Windows in der VM) hatte ich bisher immer Sorgen bzgl. Grafikleistung und Latenz. Aber ich denke, dass es da inzwischen ganz brauchbare Lösungen gibt, die ich gerne mal ausprobieren wollen würden. Wichtig ist mir dabei, dass ich erstens, kein zusätzliches Kabel zum Monitor brauche, ich will das Bild also über den Host darstellen. Zweitens will ich schnell und einfach zwischen Host und VM wechseln können. Die dafür notwendigen Softwarelösung würde ich eben gerne testen und etwas damit rumspielen.

Ich habe derzeit eine 1080, die ich der VM zuweisen würde. Um im Hintergrund dennoch im Host arbeiten zu können, braucht der dann wohl eine eigene Grafikkarte. Da ich nicht vorhabe, grafikintensive Anwendungen während des Gamings laufen zu lassen, würde mir da eine "schwache" GPU reichen.

Allerdings habe ich drei Bildschirme zu befeuern, alle per Displayport (bisher noch mit Adaptern auf DVI, soll aber zukunftsfähig sein). Dafür bräuchte ich nun eine preiswerte und ausreichend starke Karte mit den passenden Ausgängen. Bevorzugt von AMD, da ich es dann vllt sogar schaffe, trotz Berechnung durch Nvidia Freesync zu nutzen.

Leider habe ich in diesem Segment keinen Überblick. Hättet ihr mir da Empfehlungen bzgl. der Host-GPU?

Und ja, der Rest meines Systems ist nicht (mehr) für einen derartigen Betrieb geeignet. Ich habe noch einen 2600K mit 16GB DDR3, der auch ohne VM schon an seine Grenzen kommt. Wie gesagt, will ich erstmal Machbarkeit testen. Sollte alles wie gewünscht funktionieren, wird es Zeit für eine neue Plattform.

Ich danke euch für eure Zeit und Hilfe
Neo
 
Warum zum Testen nicht die IGP deines 2600K fürs Host-System nutzen? An sonsten tut es jede günstige Grafikkarte, welche genügend Anschlüsse für deine Displays bietet.
 
Das ist eine gute Idee, darauf bin ich noch nicht gekommen. Werde ich mal probieren.

Gibt es dennoch Empfehlungen für eine entsprechende Karte, falls das Verfahren funktionieren sollte? Ich könnte natürlich eine x-beliebige kaufen. Doch gibt es irgendetwas besonders passendes?
 
erlaubt nvidia das Betreiben einer nicht quadro Grafikkarte in einer VM? Ich meine im Hinterstübchen zu haben, dass es da Probleme mit den Treibern gibt?
 
Bisschen off topic, aber meines Wissens nach ist für GPU-passthrough VT-d-Unterstützung (heißt so bei Intel, bei AMD heißt es anders) seitens des Prozessors und Mainboards nötig. Der 2600k kann das nicht, also sollte GPU-passthrough nicht gehen. Bevor du wegen nichts ne GPU kaufst, solltest du es erst mal mit der igpu testen oder gleich ne neue Plattform mit Unterstützung für Directed-I/O-Virtualisierungstechnik kaufen.
 
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Ich habe derzeit eine 1080, die ich der VM zuweisen würde.
Wie gesagt, will ich erstmal Machbarkeit testen.

Das wird nichts werden, Punkt.
Aber ich lasse mich gern Überzeugen das Endanwender-Hardware es schafft mit IOMMU eine GPU an eine VM durchzureichen.
Selbst unter Windows Server 2016 gibt es nur eine Handvoll Geräte die unterstützt werden.
 
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NeoExacun schrieb:
ich würde gerne in absehbarer Zeit meinen Rechner zuhause mit Linux betreiben. Was mich bisher davon abhält ist hauptsächlich Gaming, was auch heute leider noch nicht ohne Windows möglich ist (auch wenn die Entwicklungen langsam in die richtige Richtung gehen).
Geht nicht. Ausserdem halte ich das für überhaupt nicht sinnvoll. Installiere Windows und lasse Linux in der VM, zb. auf einer eigenen (physikalisch nur der vm zugewiesenen) SSD laufen. Linux läuft dann in der VM sehr sehr schnell.
 
Das mit dem Hardware durchreichen kann kniffelig werden. CPU, Board (+BIOS/UEFI) und Grafikkarte müssen passen. Bei Intel heißt der Spaß VT-d soweit ich mich entsinne. Bei AMD kenn ich das als IOMMU.

Hier gibts ne nette List, sicherlich alles andere als vollständig und aktuell, aber vielleicht ein Start: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_IOMMU-supporting_hardware

Aber machbar ist das, wenn man bereit ist, ein bisschen Arbeit reinzustecken. Eine schlüsselfertige Lösung wirst du aber nicht finden.

PS: Host und VM brauchen definitiv jeweils eine eigene Grafikkarte.
 
Ok, vielen Dank für die vielen Antworten. Ich werde mir genanntes nochmal ausführlich anschauen.
 
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Das ganze ist keine Raketenwissenschaft aber erfordert viel ausprobieren und passende HW. Hatte selbst mit nem Kollegen vor ca 3-4 Jahren mal sowas gebastelt, i7-4770, passendes Board und GPU war damals ne AMD RX380(X) oder 390 und KVM als Hypervisor.
Damaliges Setup hatte aber den "Haken": extra Kabel von der AMD-GPU zu einem Monitor, sodass beim starten der VM der Monitoreingang geändert werden musste und soweit ich mich erinnern kann war auch Maus und Tastatur dann in der Vollbild-VM gefangen bis diese heruntergefahren wurde. War mehr eine Machbarkeitsstudie und hat Spaß gemacht das zu basteln. Performance-Verlust war ca 3-5% in der VM vs Windows nativ auf der Hardware. Stand mit der Hardware damals..
Ansonsten hier noch zwei Erfahrungsberichte und Anleitungen von 2016 (https://davidyat.es/2016/09/08/gpu-passthrough/) und 2017 (https://heiko-sieger.info/running-windows-10-on-linux-using-kvm-with-vga-passthrough/)
 
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NeoExacun schrieb:
Ich werde mir genannten nochmal ausführlich anschauen.
Dein 2600k unterstützt kein VT-d, daher kannst Du das imho auch lassen.
 
Klar könnte ich tun. Ich könnte mich auch unter eine Brücke setzen und heulen. Zielführend ist das aber nicht. Aber du hast recht, ich bin mein Leben lang an meinen 2600K gebunden. :freak:
 
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NeoExacun schrieb:
ich bin mein Leben lang an meinen 2600K gebunden. :freak:
Dann lagere doch die Gaming-Komponenten in einen extra-Rechner mit dem 2600k aus. Dann kannst Du Dich wenigstens dort entspannen wenn Du immer wegen Linux auf dem Desktop einen Herzinfarkt zu bekommen drohst;)
Aber letztlich wäre vermutlich Host:Windows, VM:Linux (auf extra SSD!) die für dich schönste und problemärmste Lösung.
 
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