Nochmal um das klarzustellen:
FSB (Frontsidebus) gibt es bei aktuellen CPUs nicht mehr. Der war ja bei Intel für die Anbindung der CPU an den Chipsatz zuständig. Da aber in modernen CPUs sowohl der Speichercontroller als auch der PCIe-Controller direkt in die CPU gewandert sind, fallen keine wirklich großen Datenmengen mehr an, die zwischen CPU und Chipsatz ausgetauscht werden müssten.
Das was noch zwischen CPU und Chipsatz abläuft (z.B. Datenverkehr über SATA, USB, Ethernet usw.) geht bei Intels neusten CPUs über eine Schnittstelle namens DMI. Das sind im Prinzip auch nur ein paar dafür abgestellt PCIe-Lanes. Beim aktuellen DMI 2.0 sind es 4 Lanes mit insgesamt 20 Gbps Tranferrate.
Der Löwenanteil des Datenaufkommens der CPU läuft direkt (am Chipsatz vorbei) über den integrierten RAM-Controller und über den integrierten PCIe-Controller, an dem z.B. die Grafikarte angeschlossen ist.
Bei AMD ist es ähnlich, wobei bei den Zambezi-Bulldozern (FX-Reihe) der PCIe-Controller bisher noch im Chipsatz sitzt, weshalb die Hypertransport-Schnittstelle dort noch etwas mehr zu tun hat.
Bei den APUs mit ihren integrierten PCIe-Controller ist es schon praktisch genauso gelöst wie bei Intel.
Was die Vorteile von schnellerem RAM bei SB-E-CPUs wie de, 3930K angeht, dürften sich die Auswirkungen in realen Anwendungen und Spielen sehr in Grenzen halten. Das 4-Channel-Speicherinterface ist für Consumeranwendungen sowieso meist schon völliger Overkill. (Die SB-E sind in erster Linie mit Blick auf Server und Workstations entwickelt worden.)
Selbst synthetische Consumer-Benchmarks tun sich oft schwer, den Speichercontroller der SB-E überhaupt wirklich auszulasten und an die theoretisch mögliche Bandbreite heran zu kommen.
Wenn man für ein paar Euro mehr 1600er-RAM statt 1333er bekommt, würde ich das mitnehmen, aber jede nennenswerte Mehrausgabe darüber hinaus ist es einfach nicht wert.