Desktop

News IBM Z trifft Arm: 11-Kern-Chip mit 5,7+ GHz für 99,9999999 % Verfügbarkeit

Volker

Ost 1
Teammitglied
Registriert
Juni 2001
Beiträge
20.358
IBM bietet mit der Z-Mainframe-Architektur nun auch volle Arm-v9.3-Unterstützung. Der reine Prozessor ist einmal mehr ein ganz spezieller Chip, der viele Besonderheiten aufweisen kann. Das beginnt schon bei den elf Kernen mit 5,7+ GHz Takt aus der 2-nm-Fertigung, hinzu kommen Unmengen an Cache und weitere Dinge.

Zur News: IBM Z trifft Arm: 11-Kern-Chip mit 5,7+ GHz für 99,9999999 % Verfügbarkeit
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mcmeider, M@tze, fox40phil und 13 andere
Wie ist dieses 99,9999999% Verfügbarkeit zu verstehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: fritz.boks, Buchstabe_A, Qyxes und eine weitere Person
Sehr interessant was so alles machbar ist.

Wird vermutlich weiterhin eine Nische bleiben aber IBM ist als ehemaliges Schwergewicht technologisch immer für eine Überraschung gut…

Heutzutage kennt man sie ja eher aus der Grundlagenforschung und weniger von den Produkten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: HolySkillet, t3chn0 und Qyxes
Fighter1993 schrieb:
Wie ist dieses 99,999999999% Verfügbarkeit zu verstehen?
Du hast zwei Neunen zu viel hinter dem Komma!
Die Verfügbarkeit wird einfach in Stunden gerechnet: Von 1 Milliarde Betriebsstunden ist das System 999.999.999 Stunden verfügbar und fällt statistisch gesehen nur eine Stunde aus.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fritz.boks, fox40phil, Dimitri Kostrov und 9 andere
Fighter1993 schrieb:
Wie ist dieses 99,999999999% Verfügbarkeit zu verstehen?
Die KI sagt: Das bedeutet ca. 31,5 Millisekunden Ausfallzeit pro Jahr
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mcmeider, Dimitri Kostrov, Buchstabe_A und 3 andere
Weyoun schrieb:
Du hast zwei Neunen zu viel hinter dem Komma!
Die Verfügbarkeit wird einfach in Stunden gerechnet: Von 1 Milliarde Betriebsstunden ist das System 999.999.999 Stunden verfügbar und fällt statistisch gesehen nur eine Stunde aus.
Stimmt 7 nicht 9.
okay danke in die Richtung ging meine Vermutung.
 
Verstehe ich das richtig, dass hiermit erstmals die Idee von Project K12 von AMD Marktreife erreicht, nur in nochmals extremer? Zur Erinnerung: Damit sollte x86-Zen ja einen ARM-Zen-Ableger erhalten, bei dem nur der Decode-Part ausgetauscht worden wäre. Hier hingegen, und deshalb nochmals extremer, soll ein Chip ja zur Laufzeit zwischen zwei Befehlssätzen wechseln können!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: iron_monkey und AAS
Fegr8 schrieb:
32 Millisekunden Ausfallzeit pro Jahr!
In der Tat beeindruckend!
Ergänzung ()

yaegi schrieb:
Die KI sagt: Das bedeutet ca. 31,5 Millisekunden Ausfallzeit pro Jahr
Die KI, die nicht korrekt runden kann, oder will. Es sind 31,5576 Millisekunden, wenn man davon ausgeht, dass das Jahr 365,25 Tage hat. :D
 
Da auch bei IBM Z die Ausfaelle nicht nur 32ms lang sind, sondern wohl mindestens 32s (alleine nur das rebooten usw.), heisst das, dass 1000 Z-Maschinen im Durchschnitt in einem Jahr nur einen solchen Ausfall haben sollen. Wenn die fuer die Zahl mit laengeren Ausfaellen gerechnet haben, meinen sie, dass entsprechende Ausfaelle noch seltener sind.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: IgorGlock und knoxxi
CDLABSRadonP... schrieb:
Verstehe ich das richtig, dass hiermit erstmals die Idee von Project K12 von AMD Marktreife erreicht, nur in nochmals extremer?
Ich würde eher sagen, dass dieses "nochmals extremer" es zu einer anderen Idee macht. AMD wollte damals mit wenig Entwicklungsaufwand zwei Produktlinien schaffen. IBM hingegen zielt darauf ab, mehr Software mit einer Hardware kompatibel zu machen.

Beides auch aus völlig unterschiedlichen Marktpositionen heraus. Für AMD wäre es egal gewesen, auf welche Architektur ein Kunde setzt, er hätte so oder so Standard-Server gekauft. Für IBM geht es hier darum zu sagen "du brauchst gar keinen Standard-Server (von jemand anderem) für Standard-Software mehr daneben stellen, du kannst deine Standard-Software mit auf deinem z laufen lassen".

EDIT: Mir fällt dazu noch ein, dass das wohl überlebenswichtig wird für IBM z. Denn praktisch jeder will eigentlich weg vom alten Stack - da geht es aber weniger um die Hardware (die nunmal geil ist), sondern mehr um jahrzehntealte COBOL-Software. Denn die Experten dafür sterben aus (wortwörtlich). Noch gibt es Fälle, dass 80jährige im Rollstuhl in die Rechenzentren rollen, um Software zu warten, die sie vor 50 Jahren entwickelt haben. Aber das geht nicht mehr lange gut.

Mit diesem Schritt jetzt sagt IBM letztlich: Ihr könnt das beste aus beiden Welten bekommen. Moderne Software auf echter Mainframe-Infrastruktur. Implementiert eure COBOL-Anwendungen neu in was auch immer ihr wollt, aber macht euch keine Gedanken darum wie ihr Mainframe-Features auf Standardservern nachbaut. Das müsst ihr jetzt nicht mehr machen, jetzt ist der ARM-Mainframe für euch da.

So kann IBM auch diejenigen auf z halten, die eigentlich gerade ihre ganze Business-Software neu bauen (und das sind viele).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: fox40phil, Col. Jessep, Matthias B. V. und 4 andere
@mae
Deshalb schrieb ich ich ja ursprünglich auch von einer Nicht-Verfügbarkeit von "1 von 1 Milliarde Betriebsstunden". Die Betriebsstunden hängen von der Zahl aller existierenden Mainframes ab. :schluck:
 
Fighter1993 schrieb:
Wie ist dieses 99,9999999% Verfügbarkeit zu verstehen?
Geringstmögliche Ausfallzeiten. 100% nur deshalb nicht, weil kein System vollständig ausfallsicher sein kann, was in der Natur der Sache liegt.
Matthias B. V. schrieb:
Wird vermutlich weiterhin eine Nische bleiben aber IBM ist als ehemaliges Schwergewicht technologisch immer für eine Überraschung gut…

Heutzutage kennt man sie ja eher aus der Grundlagenforschung und weniger von den Produkten.
Aus Verbrauchersicht mag IBM Nischen bedienen, in manchen Branchen sind sie aber unverzichtbar. Wo ein Mainframe läuft, ist es wahrscheinlich von IBM.
Und Red Hat gehört mittlerweile ja auch zum Unternehmen. Das ist vermutlich noch die Sparte, die "öffentlich" am sichtbarsten agiert.

Ja, da Geräte wie ThinkPads nicht mehr von IBM kommen, ist persönlicher Kontakt halt selten. Aber tatsächlich spielt IBM nicht nur in der Forschung zu Quantencomputern, sondern auch in der KI und im Unternehmensumfeld eine bedeutende Rolle.

Und hey, wir reden immer noch von einem Milliardenunternehmen. Fast 70 Milliarden Dollar Umsatz in 2025, wovon über 10 Milliarden Dollar Gewinn abfielen. Dividendenrendite von 2,9% zuletzt. Schlecht ist das ganz und gar nicht. IBM ist ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, dass sich erfolgreich spezialisiert und gesundgeschrumpft hat. Zu "Big Tech" kann man "Big Blue" vielleicht nicht mehr zählen, aber technisch gesehen trifft das auch auf deutlich prominentere Unternehmen wie AMD oder Intel zu, die gegen die Spitze des Silicon Valley auch "total abschmieren", was den reinen Zahlenvergleich angeht. Der Unterschied liegt hier nur darin, dass beide mit Consumer-Sparten aufwarten, die sich sehr viel näher am Leben des Einzelnen bewegen, was die öffentliche Präsenz betrifft.

"Intel Inside" kennt halt im Zweifel auch der letzte DAU noch, an einem Gerät mit Intel-Prozessor hat auch fast jeder schon mal gesessen. Da ThinkPads aber schon lange von Lenovo kommen, hält mancher, selbst wenn er irgendwie noch weiß, dass sie mal aus anderem Hause kamen, IBM sogar für pleite, selbst wenn das von der Wahrheit ziemlich weit entfernt ist, siehe oben. Nicht uninteressant, wie sich ein Mangel an Produkten für den Endverbraucher da auswirken kann :D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Col. Jessep, t3chn0 und stefan92x
99,9999999% Verfügbarkeit ist schon besser als jedes SLA des Anbindungsanbieter. Schon ab 99,999% wird es extrem teuer.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kazuja und M@tze
CDLABSRadonP... schrieb:
Verstehe ich das richtig, dass hiermit erstmals die Idee von Project K12 von AMD Marktreife erreicht, nur in nochmals extremer? Zur Erinnerung: Damit sollte x86-Zen ja einen ARM-Zen-Ableger erhalten, bei dem nur der Decode-Part ausgetauscht worden wäre. Hier hingegen, und deshalb nochmals extremer, soll ein Chip ja zur Laufzeit zwischen zwei Befehlssätzen wechseln können!
Sehr beeindruckend ja!
 
knoxxi schrieb:
99,9999999% Verfügbarkeit ist schon besser als jedes SLA des Anbindungsanbieter. Schon ab 99,999% wird es extrem teuer.
Mich würde mal interessieren, ob in den neun Neunen auch schon das "robuste" US-Stromnetz mit eingerechnet wurde. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fox40phil und Volker
Back dir ein Eis drauf und zähl nochmal.
 
Ein mal bitte auf Gaming-Basis zurechtschneiden und preiswert anbieten, danke!
 
Zurück
Oben