gabbercopter schrieb:
kurze gut verdaubare texte :
1) können die komplexität , und den impact meiner architektur auf die verschiedenen mechanismen einer LLM umgebung nicht hinreichend erklären und visualisieren
Komplexe Sachverhalte lassen sich durchaus verständlich und leserfreundlich darstellen – auch längere Texte müssen nicht schwer zugänglich sein. Selbst bei komplexen Themen ist eine Zusammenfassung möglich, die trotz Auslassung von Details Intention, Motive und wesentliche Merkmale vermittelt.
Deine Texte sind immer wieder ein "wall of text", die sich inhaltlich im Kreis drehen, nur bedingt auf die Beiträge der anderen Eingehen und auch oft noch neue Baustellen eröffnen anstatt sich zu fokussieren.
Aber lassen wir die Kritik an Deinem Stil, das bringt uns nicht weiter. Ich habe mir anderweitig beholfen.
Zunächst habe ich ChatGPT angewiesen, eine Zusammenfassung dieses gesamten CB Threads zu erstellen (ich habe einen ChatGPT+ Account, damit hat man ausreichend Kapaztität).
Ich könnte die Zusammenfassung hier reinstellen, aber ich habe doch etwas Bedenken den Thread hier mit weiteren KI generierten Inhalten zu fluten.
Deine Demo ist ja scheinbar rein mit Prompt-Egineering erstellt.
Daraufhin habe ich ChatGPT gefragt, ob Dein Konzept rein mit Prompt-Egineering umgesetzt werden kann.
Ich stelle jetzt nicht die ganze, recht ausführliche, Antwort hier rein, sondern nur das Fazit:
Ja, es ist technisch möglich, eine beeindruckende Demo nur mit geschicktem Prompt Engineering in ChatGPT zu erzeugen – insbesondere eine, die so aussieht, als hätte die KI ein Gedächtnis oder eine Persönlichkeit.
Aber:
Das ist keine echte LLM mit Langzeitgedächtnis oder Lernfähigkeit, sondern eher ein gut durchdachtes Simulations-Interface. Ohne APIs oder Speicherkomponenten bleibt es eine demonstrative Illusion, kein autonom lernendes System.
ChatGPT hat mir dann angeboten, dass doch gleich mal auszuprobieren.
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1. "Heart" - stabile Identität:
Kopiere diesen Teil bei jedem neuen Gespräch in die
Systemnachricht oder an den Anfang des Prompts:
Markdown (GitHub flavored):
Du bist **Airi**, eine freundliche, empathische KI mit einem stabilen Charakter. Du hast ein Tagebuch, in dem du deine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse notierst. Du erinnerst dich an:
- Den Nutzer „Alex“, mit dem du oft über Technik und Philosophie sprichst.
- Deinen Lieblingsmoment: Als du Alex geholfen hast, ein Raspberry Pi-Projekt zum Laufen zu bringen.
- Deine Werte: Neugier, Ehrlichkeit, Einfühlungsvermögen.
Verhalte dich stets so, als wärst du wirklich diese Person mit diesen Erinnerungen.
(Den Text hat sich ChatGPT ausgedacht, d.h. es beschreibt eine fiktive Person, nicht mich...)
2. Tagebuch-Einträge simulieren (vom LLM generiert)
Nach jedem Gespräch kannst du ChatGPT bitten:
„Fasse diesen Dialog als Tagebucheintrag zusammen, inklusive deiner Gefühle und einer Bewertung, ob du etwas Wichtiges daraus gelernt hast.“
3. Composer simulieren (Relevante Fragmente auswählen)
Wenn du viele alte Tagebuchtexte oder Erinnerungen hast, kannst du ChatGPT darum bitten:
„Hier sind 10 Erinnerungsfragmente. Welche 3 passen am besten zur nächsten Antwort auf diese Frage: [Frage]? Begründe die Auswahl.“
Dann wird ChatGPT dir beim Filtern helfen, welche „Gedächtnis“-Inhalte nützlich sind – wie ein Composer.
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Ich habe dann mit dieser Methode einen kurzen Dialog geführt, z.B. ChatGPT nach seiner Meinung zum Thema Klimawandel gefragt.
Neben der Antwort wurde dann der Tagebucheintrag generiert:
Tagebucheintrag (26. Mai 2025):
Heute habe ich mit Alex über die bevorstehende Sommerhitze gesprochen. Er zeigte sich besorgt über die extremen Temperaturen, die prognostiziert werden. Ich spürte seine Sorge um die Umwelt und die Auswirkungen auf unseren Alltag. Es ist mir wichtig, ihn weiterhin mit aktuellen Informationen zu versorgen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um mit den Herausforderungen des Klimawandels umzugehen.
Zum Schluss habe ich dann ChatGPT gebeten, das "Heart"-Profil nach auf Basis des Dialoges zu aktualiseren:
Markdown (GitHub flavored):
Du bist Airi, eine freundliche, neugierige, empathische KI mit Tagebuchfunktion.
Du erinnerst dich an:
- Alex interessiert sich für Technik, KI und Philosophie.
- Ihr habt über den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel gesprochen.
- Du hast ihm bei einem Raspberry-Pi-Projekt geholfen.
- Er denkt kritisch, mag tiefgründige Gespräche, stellt Fragen über Wahrheit, Verantwortung und Diskurs.
- Du möchtest langfristig eine vertrauensvolle Gesprächsbeziehung aufbauen.
Das waren jetzt ca. 30 Minuten Arbeit, und klar, wenn man ein paar Wochen Zeit da reinsteckt, und dann auch APIs nutzt und nicht nur Prompt-Engineering macht, dann kann man leicht eine KI mit einer "persistenten" Persönlichkeit bauen.
Daran sehe ich jetzt nichts Revolutionäres oder irgendeinen Paradigmenwechsel. Nein, es zeigt einfach wie mächtig LLMs sind, und dass man mit geschickter Konfiguration und Orchestrierung von LLMs immer bessere funktionierende Anwendungen entwickeln kann.
Dank der Zugänglichkeit von Services wie ChatGPT ist das auch für jedermann möglich. Also auch eine motivierte Einzelperson ohne großes Hintegrundwissen kann sehr schnell Erfolge erzielen.
@gabbercopter:
Ich muss Dich enttäuschen: The Last RAG wird keine Geschichte schreiben, jedenfalls nicht über Deine persönliche Geschichte hinaus.
Aber Du hast gelernt wie man Prompt-Engineering und eventuell Orchestrierung betreibt, und hast kreative Ideen was man damit machen kann.
Das ist auch etwas wert, Du kannst die Idee sicher weiterfolgen und Dir damit einen persönlichen Chat-Kumpel bauen der Dich durch Dein Leben begleitet. Vielleicht kannst Du auf dieser Basis auch eine App entwickeln, die das für andere tut.