Dr. MaRV schrieb:
@mibbio Das Ding ist und bleibt trotzdem ein Provinzflughafen. 2 Bahnen, nicht weit genug auseinander, um sie parallel zu betreiben...
Das ist nicht korrekt. Ab Dezember werden beide Bahnen parallel betrieben. Beide Bahnen zusammen reichen für 45 Mio Paxe.
@mibbio : Er war bei der Planung nicht zu klein ausgelegt. Die Anti-BER-Bewegung hatte nicht verstanden, dass er in ErweiterungsPhasen bis 45 Mio Passagiere geplant ist, die bei Bedarf gebaut werden (T3 und T4) und damit diesen falschen Eindruck bei vielen erweckt. Aktuell hat der Flughafen ca 25 Mio Passagiere und ist der drittgrößte hinter FRA und vermutlich MUC.
@topic:
Ja es ist ein Beispiel für lange Planungen und Ausführungszeiten. Aber kann man diese auch auf Unternehmen wie Micron anwenden? Viele BER-Verzögerungen sind entstanden, weil von oben ständig bis zum Ende noch Änderungswünsche/.aufforderungen eingekippt wurden oder Informationen der Industrie ignoriert wurden, dass man etwas auf die gewünschte Weise nicht machen kann (Stichwort Entlüftungskonzept im Brandfall). Zudem die vielen rechtlichen Verfahren in Bezug auf die Anwohner.
Ich denke nicht, dass diese Faktoren für den Bau einer großen Fabrik im Bundesstaat in gleichem Ausmaß relevant sind. Micron weiss, wie sie ihre Fabriken bauen, da rödeln keine Vorstandsmitglieder aus der Politik mit naiven Wünschen rum, wie man was im Gebäude macht. Sobald sie ein Gelände haben, müssen sie auch nicht soviele Klagen vor Gericht durchstehen, wie ein deutscher Flughafen. Die größten Probleme werden sie eher mit der Sicherung der Wasserrechte haben, denn NY ist in den letzten Jahren auch nicht mehr vor Dürren gefeilt.
Es wäre auch denkbar, dass Micron es mit der Fabrik nicht mehr so eilig hat. Wie in der News geschrieben, nützt eine Fabrik nicht so viel, wenn sie im Schweinezyklus zur Talsohle aktiv wird. Am besten ist es, wenn Fabriken fertig werden, wenn der nächste Schweinezyklus anzieht und sie ihre Investitionen wieder reinholen können.