In bares Gold investieren, oder Schuss ins Knie ?

wuulf

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Wenn man davon ausgeht, dass es mit der EU/Weltwirtschaft immer schlechter bestellt ist (im schlimmsten Fall), wäre es nun schlauer in bares Gold zu investieren oder würe der Schuss nach hinten los gehen ?

Der Wert des Goldes ist die letzten zwölf Monate stetig angestiegen.

Wenn man beispielweise sein ganzes Erspartes in bares Gold investiert, kann man davon ausgehen das einem das Vermögen gleich viel Wert bleibt oder sogar noch mehr an Wert gewinnt, sollte der Goldwert weiterhin steigen.

Oder kann es gar nach hinten los gehen und der Wert des Goldes wird wieder sinken und man macht deutliche Verluste ?

Jedoch wenn man bedenkt, das die Nachfrage an Gold nie gedeckt werden kann (was Gold schließlich so teuer macht) und sich das in Zukunft stets nicht ändern wird, kann es doch die beste Methode sein um solche Krisen persönlich entgegen zu wirken!

Was meint Ihr ?
 
wuulf schrieb:
Der Wert des Goldes ist die letzten zwölf Monate stetig angestiegen.
Nicht so ganz. Der Goldkurs weist einige Dellen auf, im falschen Moment investiert - zum Beispiel vor drei Monaten - und deine Investition wäre ein Viertel weniger wert.

wuulf schrieb:
Wenn man beispielweise sein ganzes Erspartes in bares Gold investiert, kann man davon ausgehen das einem das Vermögen gleich viel Wert bleibt oder sogar noch mehr an Wert gewinnt, sollte der Goldwert weiterhin steigen.
Niemand legt alle seine Eier in einen Korb. Niemand!
Man kann von gar nichts ausgehen, der Blick in die Zukunft ist eine Wette auf die Wertentwicklung des Goldpreises, welchen der Kleinanleger nicht im Geringsten beinflussen kann. Die größten Goldreserven liegen bei Zentralbanken und Großinvestoren.

wuulf schrieb:
Oder kann es gar nach hinten los gehen und der Wert des Goldes wird wieder sinken und man macht deutliche Verluste ?
Selbstverständlich kann es nach hinten los gehen, wer behauptet allen Ernstes das der Goldkurs nur steigt?

wuulf schrieb:
Jedoch wenn man bedenkt, das die Nachfrage an Gold nie gedeckt werden kann (was Gold schließlich so teuer macht) und sich das in Zukunft stets nicht ändern wird, kann es doch die beste Methode sein um solche Krisen persönlich entgegen zu wirken!

Was meint Ihr ?

Als Beimischung zu einem gut diversifizierten Depot ist Gold eine gute Alternative, als Einzelinvestment ist es schlicht mit dem Besuch im Kasino vergleichbar. Kann gut gehen, muß aber nicht. Und am Ende gewinnt immer die Bank.
 
Gold steigt nicht seit 12 Monaten, Gold steigt seit über 10 Jahren!!! :D Schau dir mal nen entsprechenden Chart an, am besten in Euro.

Und solange unser Papiergeld-System noch einigermaßen vor sich hinwürgt und unsere Zentralbanken weiterhin Schrottkredite, Freischwimmerzeugnisse und Griechenlandanleihen in frische Scheine monetarisieren, wird Gold auch weiter steigen.

Easy call!

Dasselbe gilt für Silber.
 
Unglaublich, dass wir noch nicht alle Millionäre sind, wenn Gold schon seit zehn Jahren steigt und es jeder weiß.
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ich frage mich warum.
 
in gold investieren.. hätte das einer vor 10 jahren gemacht wär das super gewesen.
jetzt ist es spekulativ ins quadrat.

man stelle sich nur mal den worst case vor.. die ezb führt einen goldstatdart ein.
oder man betrachte nur mal die inflation, gold soll dagegen zwar sicher sein, aber das geld in dem du es bezahlst ist es nicht.
dann kommen beim goldkauf noch gebühren hinzu, deine bank ist ja nicht blöd.

aktien steigen auch immer, und trotzdem kann man da viel verlieren. sieht bei gold nicht anders aus. steigst du da jetzt ein, bekommst du extrem weinig, für proportional hohe gebühren.
da einzusteigen ist wie mit 250 über die autobahn zu schießen und dabei über spritsparen zu philosophieren..
 
@noxiel

1. Jeder weiss es ja nicht! Sparbuch, LV und Riesterente sind doch die "Topanlagen" und "mehr" zum Anlegen ist bei den meisten dann auch nicht mehr drin.

2. Für eine Million hättest du vor 10 Jahren EUR 250.000 anlegen müssen. Sowas haben wohl die wenigsten auf der hohen Kante. ;) Aber die Performance von 400% in 10 Jahren ist jetzt nicht so übel, bzw. schlägt selbst einige andere "viel riskantere" Anlageformen.

@topflappen

Goldstandard hat ja schonmal sehr gut geklappt und direkt in zwei Weltkriege geführt. :D

Bei einer Hyperinflation, die du wahrscheinlich meinst, haste am Ende immerhin ein paar Klumpen Gold. Wieviel die dann wert sind, wird man sehen. Mit einem Sparbuch in der Hand, haste du dann ein kleines nettes Büchlein in der Hand. Da kann ich jetzt schon sagen, dass das nicht so viel wert sein wird.

Gibt auch normale Goldhändler, muss keine Bank sein. Ne Marge kommt immer oben drauf, ausser du gehst selber schürfen. Gold ist dafür mehrwertsteuerfrei.


Was die Amis, und höchstwahrscheinlich demnächst die Europäer alles an neuem Geld (neue Schulden) drucken, bin ich zuversichtlich, dass Gold ganz schnell bei USD 2000 steht. Das macht derzeit 21% Gewinn - wieviel gibts es nochmal auf das Sparbuch? :D
 
den goldstandart mit (EINEM) weltkrieg in verbindung zu bringen ist so klug wie sandkörner in der wüste zählen.
also gar nicht, der zusammenhang ist gleich null.
den der goldstandart wurde im amiland irgendwann um 1933 eingeführt, in nachkriegseuropa 1946 oder so. nannte sich bretten woods irgendwas.
wenn du schon versuchst hier falsche thesen aufzustellen, dann schau vorher das ich nicht mitschreibe.

auf ein dummes sparbuch gibt es 0,25% zinsen, auf ein klügeres 1,2%.
zugegeben, das ist nichts. aber sparbuch ist auch extrem out.
ich nehm lieber tagesgeld, mit besserem service und überhaupt sichtbaren zinsen.

sei dir nicht so sicher, wenn es dem amiland schlecht geht, fällt der goldkurs. geht es der eu mies, ebenso.
das der kurs steigt, hat nur was mit angst zu tun, da gibt es keine substanziellen gründe.
den gedeckt werden kann der goldkurs mit real vorhandenem gold eh niemals.

es gibt einen substanziellen vorteil vom sparbuch zum gold. die zinsen sind minimal aber dafür sicher.
 
Denkt immer daran, dass Gold kaum einen realen Wert als Rohstoff hat. Mit Gold kann man einfach kaum was nützliches anfangen. Du kannst irgendwelchen Tussen oder Hoppern etwas Blingbling um den Hals hängen und du kannst mit minimalen Mengen ein paar Leiterbahnen basteln, das wars.
Wenn man schon in etwas investiert, dann in Rohstoffe, die knapper werden und tatsächlich benötigt werden.
 
@topflappen

Hier mal kurz ein Auszug ausm Wiki zum Goldstandard...solltest du vielleicht mal mitschreiben. ;)

"... Das Währungsregime des Goldstandards war von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg vorherrschend. Der Goldstandard verlor nach dem Ersten Weltkrieg an Bedeutung und fand schließlich durch die Sterlingkrise 1931 sein Ende...."

Kriege werden nur wegen des Geldes geführt. Da nehmen sich auch die zwei Weltkriege nix.


Dem Amiland ging es in letzten 10 Jahren öfters mal sehr schlecht. Hat den Goldpreis aber nicht gejuckt. Und klar hat das auch mit Angst zu tun. Der Angst davor, dass der bunte Zettel mit den lustigen Zahlen drauf, bald nix mehr wert sein könnte. Diese Angst ist aber absolut berechtigt und könnte nur durch eine Änderung des Geldsystem wieder entschärft werden. Diese ist aber weit und breit nicht in Sicht.

Und wieso kann der Goldkurs nicht mit Gold gedeckt werden? Das verstehe ich nicht. Du kannst doch einfach in einen Goldladen gehen und da Gold kaufen. :confused_alt:

Die 2-3% Tagesgeld werden auch von der Inflation gefressen.


Also für 2012 macht man mit Gold & Silber bestimmt nix falsch. Aber ist letztlich jedem seine eigene Entscheidung. Klar, kann der Preis auch runter gehen und wird er auch wieder. Sehe derzeit nur keinen Grund, im Gegenteil.
 
Topflappen schrieb:
den der goldstandart wurde im amiland irgendwann um 1933 eingeführt, in nachkriegseuropa 1946 oder so. nannte sich bretten woods irgendwas.
wenn du schon versuchst hier falsche thesen aufzustellen, dann schau vorher das ich nicht mitschreibe.

man könnte glatt meinen, auch die deutschsprachige Wikipedia wäre blockiert. Belies dich doch nochmal zum Abkommen von Bretton Woods, bevor du hier so große Töne spuckst.
 
Jetzt noch in Gold investieren? Hätte man vor ein paar Jahren machen müssen.

Schaut euch im Übrigen mal die Goldpreise von 1980 bis heute an ... nach dem hoch Anfang der 80er ist der Goldpreis extremst in den Keller gesunken und war im Prinzip 20 Jahre lang nichts wert.

Wer Gold als langfristige Geldanlage sieht, wird wohl ganz böse auf die Schnuffel fallen.

Investition in Silber wäre da wohl sinnvoller.
 
@TE

Wie bekommst Du denn deine bisherige Anlage inh Bier und Süßigkeiten (siehe Benutzerbild) wieder frei für ein Goldinvestment?
31,1 Gramm Goldbarren kosten aktuell immerhin schon rd. 1328 Euro! Es ist aber trotzdem eine gute Methode, um Papier- und Spargeld vor dem Wertverlust zu schützen. Kauf einfach mal etwas Gold und dann sehe in rd. 1 Jahr nach dem Vergleichswert in Papiergeld!
Hier sind viele einfach nur so böse auf physisches Gold, weil sie selber es jahrelang versäumt haben zu kaufen und jetzt den verpassten Chancen hinterhertrauern. Gold wird mit den jetzigen Währungen nie mehr so wenig Papiergeld kosten wie vor 10, 5 oder 3 Jahren - der Zug ist abgefahren!
 
@Tuetensuppe: Naja, wer die Kohle 30 Jahre liegen lassen kann (im worst case), ist doch bei Gold dann gut aufgehoben. :D

Warum ist damals Anfang der 80er Gold eigentlich so nach unten abgerauscht? Was waren die Gründe dafür?
 
für die 80er Preisspitze:
Stichwort kalter Krieg in Europa (Atomalarm) und dann noch Afghanistan Krieg !
 
der eine krieg wurd geführt weil alle geld und nicht gold gebraucht haben, der andere weil so ein irrer ausländer alle juden umnieten wollte und in russland neuen ""wohnraum" gesucht hat.
nebenbei, in beiden fällen haben die banken in den usa den krieg gewonnen.

ey FidelZastro, das schlüsselwort ist NACH dem 2.wk.
sollte dir aber auch aufgefallen sein :)
 
Gold wird für 3 Dinge benötigt:
1. Elektroindustrie bzw. Industrie im allgemeinen.
2. Schmuckindustrie
3. Spekulation/ Stabilisierung des Geldes (oder wie man es nennen mag.)

Würde der Euro Kollabieren, dann macht das der Dollar auch.
also bricht der Punkt 3 Komplett weg.
für Punkt 1/2 braucht man aber recht wenig Gold.

Brechen die Währungen weg, dann kommt der Goldkurs sicher hinterher.
 
Mal ganz abgesehen von den vielen richtigen Argumenten die einen starken Einstieg HEUTE in Gold ablehnen, möchte ich mal noch einen unterbringen!
Angenommen der Euro würde tatsächlich umkippen und mehr als Griechenland hätte echte Probleme, was würde dann wohl passieren!
Richtig, Länder würden gezwungen sein die Goldreserven zu verkaufen!
Nur mal so als Beispiel:
http://www.welt.de/finanzen/article13453841/Griechenland-hortet-vier-Millionen-Unzen-Gold.html
So, dann malen wir uns mal aus, was mit dem Goldkurs passieren würde - ich vermute mal, er würde innerhalb einer Woche um die Hälfte einbrechen.
Wo wäre man dann also besser aufgehoben, in Deutschland, in dem die Gelder auf sicheren Banken (Voba Spk etc.) liegen - auch wenn die Währung dann eine andere wäre, der Abschlag wäre niemals so groß wie beim Gold!
Das viele so denken, sieht man auch daran, dass derzeit soviele Investoren in Deutschland in gering verzinste Anlagen gehen!
http://www.dowjones.de/site/2012/01...edrige-rendite-bei-2-jähr-bundesschätzen.html

Nein, Gold ist hochspekulativ und wenn es kracht, kracht es auch bei den Edelmetallen.....
Zugegeben, meine Vermutung ist nur eine Möglichkeit, aber keine unwahrscheinliche wenn man mal die derzeitigen Ereignisse sieht, auch wenn nur etwas Gold verkauft wird:
http://derstandard.at/1317019942412/Eurozone-Ungewoehnlich-hoher-Goldverkauf-durch-Notenbank

edit: Bitte nicht falsch verstehen, etwas Gold macht sicher Sinn, Streuung ist schon immer das beste gewesen!
 
Nicht die Länder besitzen das Gold, sondern die Notenbanken der jeweiligen Länder!
Griechenland besitzt sogar prozentual den größten Goldschatz aller EU-Länder, trotzdem reicht er nicht zur Schuldenbegleichung und es wird auch überhaupt nicht mehr gefordet, dieses Gold zur Schuldenbegleichung zu verkaufen, warum wohl?
Griechenland wird demnächst Pleite gehen und keine einzige Tonne seiner 111 Tonnen Gold verkaufen müssen - so wird es sein!
Alles Gold der Notenbanken wird für den Währungs-Neuanfang gebraucht, um dem neuen Geld eine Wertstabilität zubilligen zu können. Die vorhandenen Goldreserven der Notenbanken reichen schon lange nicht mehr bei den ausufernden Staatsschulden, um diese tilgen zu können. Das Verhältnis Schulden/Goldwert hat sich in den letzten Jahren immer mehr erhöht, so dass Goldverkauf zur Schuldentilgung sich für die Staaten nicht mehr wirklich lohnt, weil der Schuldenabbau gering ausfällt.
 
ThomasK_7 schrieb:
für die 80er Preisspitze:
Stichwort kalter Krieg in Europa (Atomalarm) und dann noch Afghanistan Krieg !

Wegen solcher Lapalien? :D Da sind wir heute aber schon um einiges abgehärteter, zumindest was Kriege angeht. Der letzte Afghanistan-Krieg ist jedenfalls irgendwie am durchstartetenden Goldpreis abgeblättert. Da muss wohl heutzutage was anderes passieren.


@lars

Habe nie behauptet, dass wenn es kracht, Gold noch großartig was wert ist, aber mehr wert als ein Sparbuch oder ein Onlinekonto bei irgendeiner 0815-Bank ganz sicherlich.

Bei der letzten Währungsreform 1948 wurde Bargeld 10:0,65 umgetauscht. Also 6,5% von dem was man jetzt hat, bleibt einem dann übrig. Das nur mal als Referenz für einen "Abschlag" wenn die Währungen schlapp machen. :D

Aber solange die Währungen noch "so toll" funktionieren wie jetzt gerade, gehts m.E. für Gold nur in eine Richtung.
 
Daaron schrieb:
Denkt immer daran, dass Gold kaum einen realen Wert als Rohstoff hat. Mit Gold kann man einfach kaum was nützliches anfangen. Du kannst irgendwelchen Tussen oder Hoppern etwas Blingbling um den Hals hängen und du kannst mit minimalen Mengen ein paar Leiterbahnen basteln, das wars.
Wenn man schon in etwas investiert, dann in Rohstoffe, die knapper werden und tatsächlich benötigt werden.

Darum geht es nicht.
Mit Gold kann man tatsächlich wenig anfangen, der rießengroße Vorteil ist aber, dass man es (bis jetzt) nicht (künstlich) produzieren kann. Es kann nur abgebaut werden.
Da kann ein Staat dann nämlich nicht mal einfach so ein paar Milliarden Goldbarren "drucken".

Das heißt, dass Gold als Zahlungsmittel sehr interessant ist. Denn die Menge ist begrenzt.


Auch das mit den Rohstoffen ist so eine Geschichte.
Heute denkt man z. B., dass ein bestimmter Rohstoff in 10 Jahren unbedingt benötigt wird.
Aber vielleicht werden neue Möglichkeiten entdeckt, die dann weitaus besser sind?
Solche Aspekte darf man nicht vergessen.
 
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