In bares Gold investieren, oder Schuss ins Knie ?

Janush schrieb:
Jetzt hab ich heute erst Gold geshortet. Wenn das mal kein boeses Ende nimmt :-)

Meines Erachtens ist noch etwas Korrekturpotential bis 1500$ vorhanden. Zumindest die 1600$ sollten nochmal aufblitzen.

Wenn das mal kein Schuss in den Ofen war, zumal im Juni die Pan Asia Gold Exchange ihre forten öffnet und der Goldpreis dann über 2.000 Dollar klettern wird.
 
Na wenn das der Fall ist, dann lasst uns alle reich werden. Ein paar tausend Euronen sind dann locker drinn $-)
 
Noxiel schrieb:
Unglaublich, dass wir noch nicht alle Millionäre sind, wenn Gold schon seit zehn Jahren steigt und es jeder weiß.

Und ich weiß, dass alles wieder runter muß wenn es hoch geht. :D


Ein Arbeitskollege hat sich gerade erst ein bischen von seinem Ersparten in Krugerrand angelgt. Nicht unbedingt mit dem Gedanken an Wertzuwachs, sondern einfach um sein Geld zu bunkern, als Wertgegenstand.
Liegt natürlich auch u. A. daran, dass er in Südafrika geboren ist.
Genau genommen spart er nur sein ganzes Geld damit er nicht arm stirbt^^

Wenn du aber langfristig auf einen Ziel sparen willst, dann hohl dir nen Sparbrief mit garantierter Verzinsung.
In Gold anzulegen um Gewinne einzufahren sollten, wie bereits hier erwähnt, nur Großinvestoren.
 
Der Goldstandard wurde mit dem vorhergesehenen Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg aufgeloest, um die Ruestungsausgaben stemmen zu koennen, die notwendig waren um die Kriegsmaschinerie zu produzieren.
Ansonsten haette das Geld nicht gereicht.



Feuermanngnther schrieb:
Was meinst du mit "virtelles gut"? Wenn du eine Unze Gold an der Börse kaufst, gehört dir eine Unze Gold, die wahrscheinlich bei irgendeiner Bank lagert. Wenn du Lust hättest, könntest du sie sicher auch zu Hause lagern. Wie kommst du darauf, anzunehmen, dass es nicht so ist?

Dabei hat er Recht: Das Gold welches an der Boerse gehandelt wird, ist zu 90% Papiergold, d.h. du kaufst einen Schein welcher zur Entgegennahme einer Unze Gold berechtigt.

Es wird geschaetzt dass etwa zehnmal mehr Gold auf diese Weise gehandelt wird als physikalisch in irgendwelchen Banken hinterlegt ist.


Topflappen schrieb:
du verstehst es nicht, würden alle denen gold in irgendeiner wertpapierform gehört das auch einfordern würden banken in nicht unbedeutender anzahl pleite gehen. den das gold ist physikalisch nicht da um alle auszubezahlen.

Preisfrage: Was passiert mit einem Gut, welches die ganze Zeit falsch gehandelt, wurde, d.h. von welchem weit weniger da ist als behauptet?

a) Der Preis bricht zusammen
b) Der Preis explodiert um den Faktor der falsch gehandelt wurde, spricht: Es sind nur 10% vom gehandelten Gold physikalisch da - D.h. ein um etwa den Faktor 9(!) steigender Goldpreis.


Der Goldpreis steigt oder faellt uebrigens nicht: Es sind die Waehrungen die gegenueber Gold den Wert verlieren.... Eine Unze Gold ist eine Unze Gold ist eine Unze Gold. Man kann sich in etwa immer die gleiche Menge an Waren davon kaufen, welche aber gleichzeitig durch Inflation teurer werden. Wir haben heute schon eine reale Inflation von 10%, rechne das mal gegen den Goldpreis.

2. Preisfrage: Was macht ein Staat der Pleite ist um wieder Geld zu haben und somit handlungsfaehig zu sein:

a) Er geht an das Geld seiner Buerger, indem er ihre Sparkonten entwertet (direkte Vermoegensabgabe, Inflation, Waehrungsreform, siehe Reichsmark <-> DMark Umstellung)
b) Er spart
c) Er druckt Geld, was folgen analog zu a) hat


Mal angenommen der Euro ueberlebt 2012 nicht und geht unter, wer kann sich und sein Vermoegen ueber eine evtl. Waehrungsreform besser hinueberretten:

a) Der Sparer der sein Geld auf dem Konto liegen hat
b) Der schlaue Investor der sein nicht vorhandenes Geld in Immobilienkrediten liegen hat
c) Der schlaue investor der sein Geld in abbezahlten Immobilien angelegt hat, welche wegen hohen Zinsen (folge von hoher Inflation welche dem Geld-drucken folgt) unverkaeuflich sind und somit im Preis fallen. Wo evtl. der Staat, analog zu 1948, Zwangshypotheken auf Immobilien erhebt?
d) Derjenige der physikalisches Gold besitzt, welches vom Staat nicht erfasst ist



Bei Gold wird meist mit den falschen Gedanken gespielt.

Fuer mich persoenlich gilt folgendes:

Glaube ich an den Staat? Glaube ich daran, dass die Politiker, die ihre Unfaehigkeit schon zu genuege unter Beweis gestellt haben, dass sie Verbrecher sind und mit dem Blute und Schweisse des Volkes (seinem Steuergeld) nicht umgehen koennen, und es mit allen Haenden nur so zum Fenster rauswerfen, diese Krise loesen koennen?
Glaube ich daran das der Staat im schlimmsten Falle mich beschuetzen und mich ernaehren kann? Glaube ich daran, dass Deutschland die Schulden aller Euro Laender Schultern kann?
Glaube ich daran dass die Politik mehr Macht hat als der Finanzmarkt?
Glaube ich daran das die Welt so bleiben wird wie sie aktuell ist, und diese Krise nur eine unter den vielen Krisen ist, die die letzten Jahrzehnte vorgebracht wurden, und schon alles frueher oder spaeter wieder in Ordnung geht.

Wenn ich daran glaube, dann glaube ich nicht an Gold. Dann habe ich die letzten Jahre Konsumkredite abgeschlossen (Haus, Auto, etc) und glaube an den Staat, und glaube er wird es schaffen.


Wenn ich daran jedoch nicht glaube, dann kaufe ich Gold. Weil es die einzige Versicherung gegen prassende Politiker ist. Es ist die einzige Moeglichkeit die Kaufkraft seines aktuellen Geldes ueber die kommenden Zeiten zu retten. Ich bin der Meinung uns steht eine nie dagewesene Depression bevor, in der viele viele Leute sich fuer den Tod durch den Strick entscheiden, weil sie es nicht aushalten werden.

Wenn man auch der Meinung ist, dass solche Zeiten unmittelbar bevorstehen, dann kauft man Gold.
Mit Gold wird man derjenige sein, der noch etwas hat, wo andere nichts mehr haben werden.

Klar kann man jetzt sagen, dass in solchen Zeiten Gold nicht viel hilft, da sollte die richtige Investition doch eher ein Traktor/Pferd/Pflug oder sonstwas sein, dem sei gesagt, dass man, wenn man an die kommenden Zeiten so glaubt wie ich, Gold nicht alleine besitzen soll, sondern auch alles was dazu gehoert, um in diesen Zeiten ueberleben zu koennen.


Um Abzuschliessen: Gold ist fuer mich die Lebensversicherung fuer die kommende Zeit. Gold, Nahrungsmittelvorraete, Selbstverteidigungskenntnisse, Kenntnisse fuers Ueberleben in den richtig harten Zeiten (Grosseltern fragen) und alles was dazugehoert.

Gold ist die Ultimative Freiheit und Versicherung fuer die Zukunft.


Wer mich als Schwarzmaler sieht, fuer den ist Gold eher nichts, bleibt bei euren Immobilienkrediten :>
 
MrWeedster schrieb:
Wir haben heute schon eine reale Inflation von 10%, rechne das mal gegen den Goldpreis.

Wie kommst du denn bitte darauf?! Wenn ich sowas immer lese.... Bei mir gehen fast 50% meiner monatlichen Ausgaben für die Warmmiete drauf. Selbige ist in den letzten Jahren wenig bis gar nicht gestiegen. Auch bei meinen sonstigen Ausgaben (Handy, Festnetz/Internet, Versicherungen, Nahrungsmittel, Kleidung, Computerzeugs...) sind die Kosten kaum gestiegen bzw. teilweise sogar gesunken. Der einzigen Ausgabenposten mit nennenswerten Preissteigerungen wären Strom und Bahntickets. Alles in allem liegt mein "persönliche" Inflationsrate im Schnitt der letzten Jahre wenn es hoch kommt bei 2% im Jahr. Ich mag nicht repräsentativ für die Allgemeinheit sein, aber wenn sich jeder mal seine persönliche Ausgabenstruktur anschaut werden nur die allerwenigsten auch nur annähernd auf 10% Inflation im Jahr kommen.

MrWeedster schrieb:
2. Preisfrage: Was macht ein Staat der Pleite ist um wieder Geld zu haben und somit handlungsfaehig zu sein:

a) Er geht an das Geld seiner Buerger, indem er ihre Sparkonten entwertet (direkte Vermoegensabgabe, Inflation, Waehrungsreform, siehe Reichsmark <-> DMark Umstellung)
b) Er spart
c) Er druckt Geld, was folgen analog zu a) hat

Mal angenommen der Euro ueberlebt 2012 nicht und geht unter, wer kann sich und sein Vermoegen ueber eine evtl. Waehrungsreform besser hinueberretten:

a) Der Sparer der sein Geld auf dem Konto liegen hat
b) Der schlaue Investor der sein nicht vorhandenes Geld in Immobilienkrediten liegen hat
c) Der schlaue investor der sein Geld in abbezahlten Immobilien angelegt hat, welche wegen hohen Zinsen (folge von hoher Inflation welche dem Geld-drucken folgt) unverkaeuflich sind und somit im Preis fallen. Wo evtl. der Staat, analog zu 1948, Zwangshypotheken auf Immobilien erhebt?
d) Derjenige der physikalisches Gold besitzt, welches vom Staat nicht erfasst ist

Führst du ernstahft als Pro-Argument für Gold an, dass es im Falle einer Staatspleite Vorteile gegenüber anderen Anlageformen hat?! Für wie wahrscheinlich hältst du denn eine Staatspleite der BRD?! Selbst die größten Pessimisten dürften dies für so unwahrscheinlich halten, dass es kaum ein größeres Investment in Gold rechtfertigt.

MrWeedster schrieb:
.....
Wenn ich daran glaube, dann glaube ich nicht an Gold. Dann habe ich die letzten Jahre Konsumkredite abgeschlossen (Haus, Auto, etc) und glaube an den Staat, und glaube er wird es schaffen.

Wenn ich daran jedoch nicht glaube, dann kaufe ich Gold. Weil es die einzige Versicherung gegen prassende Politiker ist. Es ist die einzige Moeglichkeit die Kaufkraft seines aktuellen Geldes ueber die kommenden Zeiten zu retten. Ich bin der Meinung uns steht eine nie dagewesene Depression bevor, in der viele viele Leute sich fuer den Tod durch den Strick entscheiden, weil sie es nicht aushalten werden.

Wenn man auch der Meinung ist, dass solche Zeiten unmittelbar bevorstehen, dann kauft man Gold.
Mit Gold wird man derjenige sein, der noch etwas hat, wo andere nichts mehr haben werden.

Um Abzuschliessen: Gold ist fuer mich die Lebensversicherung fuer die kommende Zeit. Gold, Nahrungsmittelvorraete, Selbstverteidigungskenntnisse, Kenntnisse fuers Ueberleben in den richtig harten Zeiten (Grosseltern fragen) und alles was dazugehoert.

Gold ist die Ultimative Freiheit und Versicherung fuer die Zukunft.

Eine "nie da gewesene Depression" geht für mich mit Massenarbeitslosigkeit und Nahrungsmittelknappheit einher. Was willst du in einer solchen Situation mit deinem physikalischen Gold anfangen? Willst du mit deinem Goldbarren zum Bäcker gehen und ihn bitten, sich ein Gramm von deinem Barren abzuschneiden und dir dafür etwas Brot zu geben?! Glaubst ernsthaft, bei einer schlimmen Depression mit Nahrungsmittelknappheit und Überlebenskampf pur interessiert sich irgendeine Sau für dein Gold?! Da werden alle Nahrungsmittelproduzenten zusehen, dass sie selber gut versorgt sind! Für mich ist Gold als das Allheilmittel gegen schwerste wirtschaftliche Krisen einfach nur Blödsinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
|MELVIN| schrieb:
Wie kommst du denn bitte darauf?! Wenn ich sowas immer lese.... Bei mir gehen fast 50% meiner monatlichen Ausgaben für die Warmmiete drauf. Selbige ist in den letzten Jahren wenig bis gar nicht gestiegen. Auch bei meinen sonstigen Ausgaben (Handy, Festnetz/Internet, Versicherungen, Nahrungsmittel, Kleidung, Computerzeugs...) sind die Kosten kaum gestiegen bzw. teilweise sogar gesunken. Der einzigen Ausgabenposten mit nennenswerten Preissteigerungen wären Strom und Bahntickets. Alles in allem liegt mein "persönliche" Inflationsrate im Schnitt der letzten Jahre wenn es hoch kommt bei 2% im Jahr. Ich mag nicht repräsentativ für die Allgemeinheit sein, aber wenn sich jeder mal seine persönliche Ausgabenstruktur anschaut werden nur die allerwenigsten auch nur annähernd auf 10% Inflation im Jahr kommen.

Ok, dann siehst du es entweder nicht oder der Prozess geht so schleichend von statten das du es nicht gemerkt hast.

Rechne mal heutige Preise, z.B. in Restaurants in D-Mark um.
6 Mark fuer einen Cappuchino? 20 Mark fuer ein Schnitzel mit Pommes? 8 Mark fuer ein Bier?

Mag sein das 10% nicht korrekt sind, vielleicht sind es nur 5%, was aber immer noch weit mehr ist als die offizielle Statistik von 2%.

|MELVIN| schrieb:
Führst du ernstahft als Pro-Argument für Gold an, dass es im Falle einer Staatspleite Vorteile gegenüber anderen Anlageformen hat?! Für wie wahrscheinlich hältst du denn eine Staatspleite der BRD?! Selbst die größten Pessimisten dürften dies für so unwahrscheinlich halten, dass es kaum ein größeres Investment in Gold rechtfertigt.

Ob ich es fuer wahrscheinlich halte das die BRD unter der Last der zu rettenden Suedlaender pleitegeht? Aber hallo, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche - Die Frage ist nur, wann die grossen Anleger an der Boerse das auch erkennen und BRD Bonds abverkaufen.

Die "Pleite Laender" muessen die naechsten zwei Jahre um die 2,5 Billionen Euro in neue Staatsanleihen umwaelzen fuer die effektiv Deutschland die Buergschaft traegt.
Wenn du glaubst Deutschland koenne dies im Ernstfall schultern dann sei dir diese Meinung gegoennt - Ich teile sie jedenfalls nicht.

Die ganze Euro Zone haengt nur noch an der Zahlungsfaehigkeit der BRD. Sollte diese ausfallen ist sowohl die BRD Pleite als auch die Euro Zone Geschichte.

Im Endeffekt wissen auch die ganzen Boersenhaendler das die BRD dies NICHT tragen kann, sie spielen das Spiel aber bis zum bitteren Ende weiter.

|MELVIN| schrieb:
Eine "nie da gewesene Depression" geht für mich mit Massenarbeitslosigkeit und Nahrungsmittelknappheit einher. Was willst du in einer solchen Situation mit deinem physikalischen Gold anfangen? Willst du mit deinem Goldbarren zum Bäcker gehen und ihn bitten, sich ein Gramm von deinem Barren abzuschneiden und dir dafür etwas Brot zu geben?! Glaubst ernsthaft, bei einer schlimmen Depression mit Nahrungsmittelknappheit und Überlebenskampf pur interessiert sich irgendeine Sau für dein Gold?! Da werden alle Nahrungsmittelproduzenten zusehen, dass sie selber gut versorgt sind! Für mich ist Gold als das Allheilmittel gegen schwerste wirtschaftliche Krisen einfach nur Blödsinn.


Ich sagte doch das ein physikalisches Gold Investment mit meinen Gedanken zur Lage nicht ohne andere Vorbereitungen denkbar ist. D.h. die Nahrungsmittelvorraete habe ich vorher, so dass ich mein wertvolles Gold nicht in essentielle Dinge hergeben muss.

Sollten die Vorraete nicht reichen gehe ich in meine alte Muehle und mahle ein bisschen Getreide :>

Dieses Gold werde ich dann Investieren. Z.B. in Immobilien oder Aktien.

Denn ich glaube, dass wenn die Krise richtig zuschlaegt, also nicht so rumduempelt wie die letzten Jahre, alle die heute einen abzuzahlenden Kredit haben, z.B. fuer Haeuser, aus ebendiesen wegen Zahlungsunfaehigkeit fliegen werden. Da dies sehr viele sein werden, und es gleichzeitig keinen Kredit fuer Immobilien gibt, werden die Preise ins Bodenlose fallen. Dann komme ich mit meinem Gold zur Bank und kaufe diese auf, so einfach ist das.

Wie es im Endeffekt laufen wird werden wir noch sehen, aber ich bin mir sicher auf der richtigen Seite zu sein.


Die ganze Gold Geschichte ist natuerlich Spekulation, naemlich die ultimative Spekulation wie man es rauslesen kann. Mit meinem Gold Investment spekuliere ich gegen Politiker, gegen das ganze Papierschuldgeldsystem, gegen den EU Beamtenapparat und gegen die Zahlungsfaehigkeit Deutschlands.

Ich druecke damit aus: Ich glaube nicht daran das diese Politikerkaste mit den Problemen fertig wird.

Wenn du an den Staat glaubst dann ist Gold fuer dich natuerlich der Teufel.
 
Gold ist derzeit mal nicht so angesagt, und der Besitzer einer Münze muss erst mal einen Abnehmer finden der das haben will (gilt auch für Sondermünzen, Briefmarken, Autos und P_litiker!).
 
Agi Hammerklau schrieb:
Gold ist derzeit mal nicht so angesagt, und der Besitzer einer Münze muss erst mal einen Abnehmer finden der das haben will (gilt auch für Sondermünzen, Briefmarken, Autos und P_litiker!).

So ein Quatsch. Warum sollte Gold "nicht so angesagt" sein?
Schau dir mal den Börsenkurs an. Bis auf eine Ausnahme im September 2011 war der Goldpreis nie höher.
 
Agi Hammerklau schrieb:
Gold ist derzeit mal nicht so angesagt, und der Besitzer einer Münze muss erst mal einen Abnehmer finden der das haben will (gilt auch für Sondermünzen, Briefmarken, Autos und P_litiker!).

Sry, aber selten so einen Quatsch gelesen.

Wann ist den deiner Meinung nach Gold angesagt?
Und das der Besitzer einer Münze einen Abnehmer finden muss ist ja überall so, auch der Besitzer einer gebrauchten Grafikkarte muss erst einen Besitzer finden.

Gold und Silber hat man zurzeit (seit ca. 1 Jahr) nie leichter verkauft bekommen.
 
MrWeedster schrieb:
Ok, dann siehst du es entweder nicht oder der Prozess geht so schleichend von statten das du es nicht gemerkt hast.

Rechne mal heutige Preise, z.B. in Restaurants in D-Mark um.
6 Mark fuer einen Cappuchino? 20 Mark fuer ein Schnitzel mit Pommes? 8 Mark fuer ein Bier?

Mag sein das 10% nicht korrekt sind, vielleicht sind es nur 5%, was aber immer noch weit mehr ist als die offizielle Statistik von 2%.

Die Inflation ist bei weitem nicht so hoch wie du diese darstellst. Man darf nicht vergessen, dass auch die Löhne sehr hoch sind heutzutage (der Besserverdiener, soziale Schere hat auch in D zugeschlagen).

Gold hat einige Probleme, die du hier gerne überspielst:

1. Aktuell viel zu teuer
2. Großen Schwankungen unterlegen
3. kein Zinseszins Effekt
4. In richtigen Krisenzeiten auch wertlos

Das sind so die Hauptargumente gegen Gold. Ich will nicht sagen, dass Gold eine schlecht Anlage ist, aber man muss abwägen wieviel und wann man es kauft.

Z.b. Immobilienkredite. Sind durchaus sinvoll in schlechten Zeiten. Niedrige Finanzierung, hohe Inflation entschuldet nicht nur den Staat sondern auch den Bürger.

Es stimmt also nicht, dass eine hohe Inflation nur Nachteile hat. Sie hat Nachteile für die Sparbücher, das stimmt.

Um Krisen gewappnet zu sein, gibt es nur eine Strategie und diese heißt gnadenlose Diversifikation. Alle beichten, prädigen und pochen seit Jahrzehnten es einzuhalten, doch nur die wenigsten Menschen schaffen es. Der Grund? man muss sich mit vielen Themengebieten gut auskennen, und soviel Zeit investieren nur wenige Leute.

Fazit:

Gold Ja gerne - aber nicht um jeden Preis.
 
Bookstar schrieb:
Die Inflation ist bei weitem nicht so hoch wie du diese darstellst. Man darf nicht vergessen, dass auch die Löhne sehr hoch sind heutzutage (der Besserverdiener, soziale Schere hat auch in D zugeschlagen).

Gold hat einige Probleme, die du hier gerne überspielst:

1. Aktuell viel zu teuer
2. Großen Schwankungen unterlegen
3. kein Zinseszins Effekt
4. In richtigen Krisenzeiten auch wertlos

Das sind so die Hauptargumente gegen Gold. Ich will nicht sagen, dass Gold eine schlecht Anlage ist, aber man muss abwägen wieviel und wann man es kauft.

Z.b. Immobilienkredite. Sind durchaus sinvoll in schlechten Zeiten. Niedrige Finanzierung, hohe Inflation entschuldet nicht nur den Staat sondern auch den Bürger.[...]

1. Gold ist IMMER zu teuer.
2. Egal da es primaer um die Sicherung deines Vermoegens geht, eigentlich sekundaer ist die Gewinnabsicht dahinter. Kann man natuerlich nicht pauschalisieren, die einen haben den Hintergedanken, die anderen nen anderen.
3. Egal, da ich keine Zinsen darauf brauche, mir reicht die Rendite die letzten Jahre, das haettest du mit einer, wie auch immer gearteten, verzinsten Geldanlage niemals hinbekommen. Ausserdem finde ich Zinseszins grunduebel und mache ihn mit fuer diese Krise verantwortlich.
4. Das lassen wir mal offen bis es so weit ist.
Ausserdem habe ich glaube ich schon mehrmals darauf hingewiesen das es natuerlich schwachsinnig waere sein Gold in der richtigen Krise™ fuer essentielle Dinge herzugeben.
Es ist zum Investieren fuer nach der Krise. Und keiner weiss heute wie es aussieht wenn sich der Nebel verzieht. Wir werden es sehen.


Es ist jedoch absolut blauaeugig anzunehmen, dass du als Immobilienkreditabstotterer der Bank durch Inflation ueberlegen bist, ganz im Gegenteil.

Egal ob du ein festverzinstes Darlehen hast oder nicht, wenn heute bei der Waehrung eine gravierende Inflation festgestellt wird, dann wird der Kredit in eine andere, stabile Waehrung umgewandelt, oder der Zinssatz angepasst. Die haben da schon ihre Mittel und
Wege, keine Angst.
Man nehme hier als aktuelle Beispiele Ungarn. Dort haben Leute vor Jahren auch CHF Kredite ob der guenstigen Zinsen aufgenommen, und kotzen heute wegen der Abwertung des Forints gegen den CHF, wodurch sie ihre Kreditraten nicht mehr zahlen koennen.
Das hat Augenscheinlich nichts miteinander zu tun, soll aber die Folgen davon zeigen.

Die andere Sache ist die, dass du bei einer hohen Inflation bei weitem nicht so viel Lohnausgleich erhalten wirst wie die Zinsen steigen werden.
Ergo wird deine abzuzahlende monatliche Kreditrate immer hoeher und hoeher, waehrend dein Lohn aber niemals so schnell mitsteigt.

Eine andere Moeglichkeit die die Bank noch hat waere den Kredit endfaellig zu stellen. Dabei heissts dann entweder sie zahlen den Rest vom Kredit innerhalb sagen wir mal vier Wochen, oder wir ziehen ihr Haus ein und/oder liquidieren ihren Hausstand um die Restschulden zu begleichen.

Der Spruch kommt nicht von ungefaehr: Die Bank gewinnt immer.
 
Dabei hat er Recht: Das Gold welches an der Boerse gehandelt wird, ist zu 90% Papiergold, d.h. du kaufst einen Schein welcher zur Entgegennahme einer Unze Gold berechtigt.

Es wird geschaetzt dass etwa zehnmal mehr Gold auf diese Weise gehandelt wird als physikalisch in irgendwelchen Banken hinterlegt ist.

Wenn das wirklich so wäre, würde ja wohl jeder Goldbesitzer schnellstens sein Gold von der Bank einfordern.

Der Goldpreis steigt oder faellt uebrigens nicht

Natürlich steigt und fällt der Goldpreis.
Siehe hier:http://de.wikipedia.org/w/index.php...gold_07-2011.svg&filetimestamp=20110828043045

Ok, dann siehst du es entweder nicht oder der Prozess geht so schleichend von statten das du es nicht gemerkt hast.

Rechne mal heutige Preise, z.B. in Restaurants in D-Mark um.
6 Mark fuer einen Cappuchino? 20 Mark fuer ein Schnitzel mit Pommes? 8 Mark fuer ein Bier?

Mag sein das 10% nicht korrekt sind, vielleicht sind es nur 5%, was aber immer noch weit mehr ist als die offizielle Statistik von 2%.

Die offizielle Statistik wird mit einem Warenkorb erstellt, nicht mit Restaurant-Preisen über den Daumen gepeilt. Daher könnte die Abweichung kommen.
Schaue dir doch mal deine Ausgaben über die letzten Jahre und und dann berechne die Inflation. Insofern du nicht einen übermäßigen Konsum von Öl und Strom an den Tag legst und im Gegenzug keine Wohnung hast, wirst du wohl in die Nähe der offiziellen Inflationsrate kommen.

Ob ich es fuer wahrscheinlich halte das die BRD unter der Last der zu rettenden Suedlaender pleitegeht? Aber hallo, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche - Die Frage ist nur, wann die grossen Anleger an der Boerse das auch erkennen und BRD Bonds abverkaufen.

Das ist sehr unwahrscheinlich. Wenn die Krise sich wirklich ausweiten sollte, kann man einfach Eurobonds einführen, wodurch die Gesamtschulden der Eurozone sehr tragfähig wären.

Egal ob du ein festverzinstes Darlehen hast oder nicht, wenn heute bei der Waehrung eine gravierende Inflation festgestellt wird, dann wird der Kredit in eine andere, stabile Waehrung umgewandelt, oder der Zinssatz angepasst. Die haben da schon ihre Mittel und
Wege, keine Angst.

Nenne doch mal ein Beispiel, wo das bei einem festverzinslichen Darlehen ohne Beteiligung des Schuldners passiert ist.


Eine andere Moeglichkeit die die Bank noch hat waere den Kredit endfaellig zu stellen. Dabei heissts dann entweder sie zahlen den Rest vom Kredit innerhalb sagen wir mal vier Wochen, oder wir ziehen ihr Haus ein und/oder liquidieren ihren Hausstand um die Restschulden zu begleichen.

Woher kommen eigentlich diese ganzen Hirngespinste in diesem Forum?
Insofern das nicht im Vertrag festgelegt wurde, wird so etwas nicht passieren.
 
Feuermanngnther schrieb:
Wenn das wirklich so wäre, würde ja wohl jeder Goldbesitzer schnellstens sein Gold von der Bank einfordern.

Das ist der Witz an der Sache.
Die Boersenhaendler die mit Gold handeln schieben ja keine Barren umher, sondern handeln mit Bits und Bytes - Da wird physikalisch nichts verschoben.
Ich bin mir sicher das viele von den Haendlern wissen das das so ist.
Aber sie spielen halt das Spiel weiter solange die Musik laeuft....

Feuermanngnther schrieb:
[...]
Die offizielle Statistik wird mit einem Warenkorb erstellt, nicht mit Restaurant-Preisen über den Daumen gepeilt. Daher könnte die Abweichung kommen.
Schaue dir doch mal deine Ausgaben über die letzten Jahre und und dann berechne die Inflation. Insofern du nicht einen übermäßigen Konsum von Öl und Strom an den Tag legst und im Gegenzug keine Wohnung hast, wirst du wohl in die Nähe der offiziellen Inflationsrate kommen.

Damit gestehst du doch ein das die Inflationsrate falsch ist sofern man Oel, Strom und Wohnung dazu nimmt und sein eigenes Leben finanzieren muss.

Beispiele dir mir spontan einfallen waere meine Autoversicherung, +30%, Nahrungsmittel ueber die letzten drei Jahre gerechnet so +10% pro Jahr mindestens.
Strom und Benzin ist ueber die Jahre teurer geworden, etc, etc. Gerade die Dinge die fuers taegliche Leben notwendig sind, sind die letzten Jahre anstaendig im Preis gestiegen.
Geht ja nicht von heute auf morgen sondern ueber Jahre.

Ebenso fliesst uebermaessig viel Elektronik und teurere Konsumartikel wie Autos ein, wobei die Leistungsfaehigkeit und Ausstattung beruecksichtigt wird und als geldwerter Vorteil in die Gleichung mit einfliesst.
Das Konsumverhalten mag vielleicht fuer den einen oder anderen zutreffen, sicher aber nicht fuer die Masse.


Feuermanngnther schrieb:
Das ist sehr unwahrscheinlich. Wenn die Krise sich wirklich ausweiten sollte, kann man einfach Eurobonds einführen, wodurch die Gesamtschulden der Eurozone sehr tragfähig wären.

Verfassungswidrig.
Ausserdem kannst du vergessen das das die Deutschen mitmachen werden.
Hoer dich doch mal um was der Poebel ueber Griechenland sagt.
Es ist keine Akzeptanz mehr uebrig die suedeuropaeischen Laender mitzuschleifen.


Feuermanngnther schrieb:
Nenne doch mal ein Beispiel, wo das bei einem festverzinslichen Darlehen ohne Beteiligung des Schuldners passiert ist.
[...]
Woher kommen eigentlich diese ganzen Hirngespinste in diesem Forum?
Insofern das nicht im Vertrag festgelegt wurde, wird so etwas nicht passieren.

Besondere wirtschaftliche Bedingungen machen es moeglich.
Eine hohe Inflation oder ein Waehrungscrash sind vermutliche solche besonderen wirtschaftlichen Bedingungen.

Bei uns in .de wuesste ich jetzt kein Beispiel. Im europaeischen Ausland etliche male passiert.
Auch in den USA, aber da laeuft das alles ja ganz anders.

Hast du schon mal was von einer Unterwerfungsklausel gehoert?
 
Das ist der Witz an der Sache.
Die Boersenhaendler die mit Gold handeln schieben ja keine Barren umher, sondern handeln mit Bits und Bytes - Da wird physikalisch nichts verschoben.
Ich bin mir sicher das viele von den Haendlern wissen das das so ist.
Aber sie spielen halt das Spiel weiter solange die Musik laeuft....

Wieso sollte man das machen? Wenn man das Gold kauft und einfordert hat man doch einen viel höheren Wert, wenn das stimmen würde was du sagst.

Damit gestehst du doch ein das die Inflationsrate falsch ist sofern man Oel, Strom und Wohnung dazu nimmt und sein eigenes Leben finanzieren muss.

Nein, ich wollte damit nur sagen, dass die Preissteigerungsrate nicht für alle Produkte gleich ist. Benzin und Strom sind soweit ich weiß in den letzten Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen, wohingegen Mieten beinahe konstant geblieben sind. Nochmal: betrachte alle deine Ausgaben und berechne dann die Inflation, nimm nicht einfach ein paar Beispiele, die dich gerade bestätigen und sage dann das trifft auf alles zu.

Ebenso fliesst uebermaessig viel Elektronik und teurere Konsumartikel wie Autos ein, wobei die Leistungsfaehigkeit und Ausstattung beruecksichtigt wird und als geldwerter Vorteil in die Gleichung mit einfliesst.

Das macht doch auch Sinn, die Ausstattung mit zu berücksichtigen. Eine neue Version von einem Auto kostet vielleicht mehr, hat aber dafür auch meistens erhöhte Sicherheit, höhere Fahrleistungen etc. Ich sehe keinen Grund, das nicht zu machen.

Verfassungswidrig.
Ausserdem kannst du vergessen das das die Deutschen mitmachen werden.
Hoer dich doch mal um was der Poebel ueber Griechenland sagt.
Es ist keine Akzeptanz mehr uebrig die suedeuropaeischen Laender mitzuschleifen.

Das mit der Verfassungswidrigkeit bekommt man schon hin. Im Moment haften wir für 200 Milliarden ohne dass das BVerfG sich stört. Wenn man es anders konstruieren würde, nicht komplette Haftung z.B. nur oberhalb von 60% des BIP o.ä. würde man das schon hinbekommen.
Die Deutschen werden das mitmachen, es wird dann einfach wieder alternativlos genannt und der ganze Bundestag stimmt zu. Soweit ich weiß wollen die linken Fraktionen sowieso schon Eurobonds.

Besondere wirtschaftliche Bedingungen machen es moeglich.
Eine hohe Inflation oder ein Waehrungscrash sind vermutliche solche besonderen wirtschaftlichen Bedingungen.

Bei uns in .de wuesste ich jetzt kein Beispiel. Im europaeischen Ausland etliche male passiert.
Auch in den USA, aber da laeuft das alles ja ganz anders.

Hast du schon mal was von einer Unterwerfungsklausel gehoert?

Dann nenne doch mal ein Beispiel mit Quelle. Nein, ich habe noch nicht von dieser Unterwerfungsklausel gehört. Sofern im Vertrag steht, dass die Bank plötzlich einfach so das Haus verpfänden kann, ist das auch kein Problem. Solche Verträge sollte aber kein vernünftig denkender Mensch abschließen.
 
MrWeedster deine Schwarzmalerei in allen Ehren, aber ein bisschen auf dem Teppich sollte man schon bleiben ;-). Die Inflation wird nicht von heute auf morgen explodieren, das dauert Jahre evtl. sogar Jahrzehnte.

Und die monatliche Kreditrate unterliegt nicht der Inflation, da hast du einen schönen Denkfehler. Denn die Schuldnersumme unterliegt keiner Inflation, da diese festgeschrieben ist ;).

Es geht also nicht um die Gewinnabsicht? du hast keine Vorstellung davon, wie wichtig der Zinseszins Effekt ist in unserem System. Es würde wohl niemand eine Rente bekommen ohne diesen Mechanismus. Gerade für junge Menschen ist er unumgänglich, um später mal nicht in Armut zu leben. Dein bisschen Gold wird dir da nicht weiterhelfen :).

Um es nochmal deutlich zu machen: Gold ist ein wichtiger Bestandteil der Diversifikation, aber sollte nicht zu teuer gekauft werden (man nehme den Schnitt der letzten 30 Jahre..) und vorallem sollte es nicht >10% des gesamten Vermögens ausmachen.

Dann bin ich für Gold als Anlage :)
 
Ich hab einen Teil meines Vermögens in Platin und Silber gesichert, ist denke ich nicht sooo verkehrt. Besser als ein dünnes Büchlein mit einer reingedruckten Zahl.
 
@Anno™ usw: Weil Gold (in Reinform) keine festgelegte Währung ist, sondern ein Verhandlungobjekt. Eine Sondermünze (freigegeben) wird in der BRD derzeit wie eine normale Münze bewertet, im E€-Raum ist sie ein Stück Metall. Ich hab noch ne ganze Hand DDR-Mark da, die mein Dad wahrscheinlich als Unterlegscheiben verwenden wollte (OK?). Am besten Ihr legt Euer Geld in "Schwiegermütter" an - das ist eine sehr "beständige" Wä(h)rung.... Ansonsten solltet Ihr Euch in den Handel von China reinhängen - am besten in den Transport, und das andauernd mal überprüfen....
 
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