In bares Gold investieren, oder Schuss ins Knie ?

Laut Fachmeldung im DLF werden rund 45% des neu geförderten Goldes für Anlagezwecke gekauft aber nur rund 6% des neu geförderten Platins. Platin ist somit, ähnlich wie Silber, weit krisenanfälliger (Krise=weniger Rohstoffnachfrage) als Gold. Nur weil Platin einen in etwa gleich hohen Preis hat, ist es deswegen noch nicht als Anlage gleichwertig.

Zu den wenig geistreichen Kommentaren vom Agi Hammerklau (früher Fauler Willi) nur soviel: DDR-Münzgeld (ohne Edelmetallanteil) zum Vergleich heranzuziehen, entspricht genau Deinem Niveau - untere Schublade.
 
MrWeedster schrieb:
Ok, dann siehst du es entweder nicht oder der Prozess geht so schleichend von statten das du es nicht gemerkt hast.

Rechne mal heutige Preise, z.B. in Restaurants in D-Mark um.
6 Mark fuer einen Cappuchino? 20 Mark fuer ein Schnitzel mit Pommes? 8 Mark fuer ein Bier?

Kleiner Denkfehler.
So ziemlich jeder geht davon aus, dass die DM heute noch den Wechselkurs von damals hätte. Dabei wäre das schon lange nicht mehr so, da sie die Währung bzw. der Wechselkurz ständig verändert und zudem noch von der Wirtschaft abhängig ist.
Würde die DM heute noch gehandelt werden, hätte sie mit Sicherheit nicht mehr den doppelten Wert des Euros wie damals!

somit ist dieser Vergleich für die Katz.
 
Der Vergleich ist für die Katz, aber nicht, weil er den festgelegten Wechselkurs benutzt.
Ob die DM heute noch diesen Wechselkurs hat, ist doch egal. Man wird in Euro bezahlt und zahlt in Euro. Der Wechselkurs hat nur bei der Umstellung eine Rolle gespielt. Davon abgesehen hätte die DM jetzt wahrscheinlich eher einen höheren Wert im Vergleich zum Euro. Solche Ding wirken sich auch nicht direkt auf die Inflation aus. Der Außenwert des Euro ist seit Beginn der Krise stark gefallen, ohne dass das nennenswerte Auswirkungen auf die Inflation gehabt hätte.
 
Ich habe schon Geld investiert :D
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Ich würde es nicht riskieren und Geld in Alkohol investieren wo bekommt man sonst 40% Prozent.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ leon482
Mir ist dein Kommentar nicht ganz klar. Ist das jetzt ein Pro oder Kontra?

PS.:
Investiert -wenn ihr schon in Gold investiert - dann auch in Münzen. Die könnt ihr in Krisenzeiten besser wieder loswerden als Barren. Bsp. Ladengeschäfte kaufen lieber Münzen an, als Barren. Kommt aber auch auf denn Händler selbst an.
Hinzu kommt das Münzen was die Stückelung angeht, sich besser eignen zum Tauschhandel. Ergo wenn man noch ein paar "kleine Münzen" hat, kann man viel besser dosieren. Ergo kleinere Mengen gegen Essensmarken oder direkt gegen Naturalien tauschen.
Zumal sehen die hübscher aus als langweilige Barren. Ansonsten finde ich Gold hässlich, weiß gar nicht was daran so schön ist. Silber hingegen finde ich wunderschön.
 
@Anno™ ua: Weil man Gold NICHT (mehr) für techniche Dinge (vom Handy bis zum SpaceShutle(Nachfolger) braucht, sondern nur für Schmuck. Silber ist da eher relevant - weil man es überall in elektronischen Geräten braucht. Eher wird auf Erden Silber alle als Gold. Darum recycling alle eure alten Geräte, damit da noch was da ist.
 
Ich denke das Gold (oder Silber, oder Platin...)vorallem dann interessant ist wenn man nicht auf Rendite sondern Werterhalt aus ist. Am Ende bringt euch auch Gold nix wenn man nix mehr zu Essen hat. Der einzige Vorteil von Gold ist das es hinterher noch was Wert ist, wohingegen Tagesgeldkonten, Aktien, usw...alle Weg sein werden. Von daher sehe ich Gold nicht als Geldanlage sondern als bestes mittel zum Werterhalt.
 
Gold ist zwar schön und gut aber es lebt von seinem Mythos und seiner unvergänglickeit.
Denn das meiste Gold heutzutage braucht man ja nicht zur "richtigen" Produktion sondern wird zu Barren weil man davon ausgeht das sie in ihrem Wert unvergänglich sind. Dazu geht ein großer teil in die Schmuckindustrie aber nach einer Krise braucht man nicht wirklich schmuck. ;)
Und ja auch in anderen Industrien ist Gold gefragt aber nicht in den Mengen denn abseits seines unvermögens zu oxidieren ist Gold vorallem ziemlich weich und damit nicht wirklich nützlich für Maschinen oder gar Werkzeug.
Davon ab kann natürlich jeder "wert" für sich selbst definieren aber ein Haus ist da doch Wertstabiler denn nach einer Krise kannst du darinn weiter wohnen und spätestens im Winter hat der ohne Haus mit seinem Gold ein Problem wenn keiner Unterschlupf gegen Gold tauscht. Denn andere Güter wie z.b Brot oder alle anderen Lebensmittel sind wie auch Heizmaterialien dann im Tausch bei weitem interessanter.
 
Ich glaube darum geht es gar nicht.
Auch ist das Wort "Krise" immer mit Vorsicht zu genießen. Was genau ist eine Krise und WO findet sie statt. Nehmen wir einmal an, D-Land geht pleite. Dann ist HIER das größte Problem, dass du irgendwann, wie oben erwähnt Essensmarken bekommst. Aber wofür? Du hast dein Haus, schön. Aber dein Haus kannst du nicht essen. Also verkaufst du dein Haus für nen Appel und Ei (vielleicht sogar wortwörtlich). Es kauft dir das Haus ja niemand mehr ab. Und die ausländischen Investoren haben hartes Geld, die sind ja nicht pleite. Die kaufen dann die Häuser, Grundstücke ein. Für eben wenig Geld. Welches dir hier ja sowieso nichts bringt.

Das Gold was du hättest, hast du zu hause in deinem Bett versteckt. Du merkst, dass du für eine Münze hier ein Mittagessen bekommst.

Dann ist die logische Schlussfolgerung, dass du dein Bett auf den Rücken schnallst und in ein Land ziehst, welches Gold als Währung mit einem anderen Wert vergibt, als es hier der Fall ist. Du ziehst also nach Holland und hast "ein wenig" Erspartes in Form von Gold. Dafür bekommst du in Holland, sagen wir einfach mal so, 30 Mittagessen im Vergleich zu einem hier in D-Land.

Ihr geht hier immer davon aus, dass die gesamte Welt zusammenbricht und das komplette Finanzsystem. Das ist aber unwahrscheinlich, wie oft gab es das Weltweit? Ja, die Weltwirtschaftskrise. Aber meint ihr wirklich, dass es die bei den heutigen Industrieländern wie Europa, USA, China, Japan, Russland wirklich so weltübergreifend stattfinden kann? Ich bezweifel es. Da hilft einem sein bitter gespartes Haus auch nichts wenn Plünderungen stattfinden und es ums überleben geht. Da kann man direkt in Zwieback und Bundeswehrkekse investieren. Das Haus ist nur sehr schnell weg. Während man mit dem Gold noch sehr weit kommen wird.
 
Aus den von euch genannten Gründen Gold kaufen finde ich ganz schön Schwarzmalerisch, natürlich ist die Globale Wirtschaft und die verkettung schwer zu durchschauen und bringt ihre Probleme mit sich aber eine Super Inflation also das ein Brot 20000€ kostet halte ich für unwahrscheinlich. In Gold zu investieren um in einer richtigen Ausnahmesituation wie nach einem Krieg oder sogar während dessen eine sichere Bezahlung zu haben ist etwas weit hergeholt.
Momentan ist nicht abzusehen das so etwas auf uns zu kommt, ein Krieg wie er damals geführt wurde ist durch das Europäische System und ihre Alliierten auch unwahrscheinlich. Wir haben noch nie in einer so friedlichen Zeit wie aktuell gelebt alles ist miteinander verknüpft.

Ich hatte letzt die Situation das ich keine Sondertilgung mehr für das Jahr leisten konnte und auch in den nächsten Jahren das Geld schon auf der Seite hatte. Durch einen Glücklichen Zufall bekam ich eine größere Menge Geld. Nun was damit machen? Der Bankberater hat gleich Lunte gerochen und wollte mir Gold andrehen. Er zeigte mir Kurven von tollen Renditen etc, aber all das was die ganzen Jahre so lief muss ja nicht unbegrenzt so weitergehen. Gold ist momentan sehr teuer und das es ewig so weitersteigen wird ist Glaube ich so nicht drin.

Ein weiteres Problem beim Goldkauf ist übrigens auch die hohen Gebühren die beim Kauf und Verkauf anfallen dadurch muss der Kurs schon einiges Steigen um das zu kompensieren
 
Nicht böse sein, aber wenn ich das von dir geschriebene richtig deute, verstehst du etwas falsch.
Es geht hier nicht darum zu spekulieren und sein Reichtum zu mehren. Einfach weil solche Ausdrücke wie Rendite und Gebühren bei dir gefallen sind. Selbst wenn Gold abstürzen würde und zwar völlig. Gold ist Gold und nicht a bissle Papier was bunt bedruckt ist und einen willkürlichen Wert zugemessen wurde.
Wo wir gerade dabei sind, das Gold so sehr im Wert gestiegen ist wie dein Bankberater behauptet, ist gar nicht mal so sehr der Fall.
Ich nehme an er hat dir gesagt SOVIEL Gold für soviel Euro. Nur ist die Wertsteigerung zu mindestens zum Teil der Inflation zuzurechnen. Vor ein paar Monaten bekam man halt für weniger Euro die gleiche Menge Gold als heute. Sprich bekommt unsere großen Führer^^ endlich mal die Kurve, sollte Gold einsacken.
Gold würde ich deswegen nicht zum spekulieren nutzen. Ja hallo? Was ist so cool am Magengeschwür?:D Und alles in Gold umsetzen würde ich auch nicht.
 
Ich sehe bei Gold als ultimative Krisensicherung schon das Problem der Aufbewahrung. Wenn es bei einer Bank im Tresor liegt, wird es bei einem Staatsbankrott gepfändet werden, wie das bisher bei den meisten Krisen der Fall war.
Wenn man Gold zu Hause aufbewahrt ist immer das Risiko gegeben, dass es geklaut wird oder bei einem Brand, Unwetter, beliebiges anders Szenarion verloren geht oder beschädigt wird. Also hilft nur einen eigenen großen Tresor im Keller zu bauen. Wer diesen Aufwand betreibt hat es bestimme nicht nötig, sich solche Gedanken zu machen.
 
Also ich bring mal noch ein Argument, auch wenn es ein wenig schwammig und evtl. falsch rüber kommt:
Als Hartz 4 Empfänger darf man nur ein bestimmtes Geld- und Guthabenvermögen besitzen. Wer 30 Jahre in eine private Renten- und Lebensversicherung gezahlt hat, der ist schon sehr am Limit dessen, was man noch haben darf. Wer dann noch Geld angelegt hat für schlechte Zeiten, damit dann vielleicht mit 55 Jahren arbeitslos wird..... So lange reichen auch die Rücklagen nicht.

Das soll natürlich nicht heißen, dass man sich auf Staatskosten seinen Mercedes weiterbetreiben sollte und seine 10 Häuser.

Aber anstatt eben ein Geldvolumen anzulegen könnte man in Gold investieren, dieses dann "verschenken". Es gleicht in etwa die Inflation aus. Das beudetet man hat in 30 Jahren in etwa (keine Gewähr) den Kaufwert, den man damals auf Seite gelegt hat.

@Alrik
Keine Ahnung wieviel Gold man aufhäufen musste um dafür einen Safe in den Keller zu schaffen. Wenn du mehrere Kilos hast dann ist das was anderes, als halt alle paar Monate mal ne Münze kaufen.

@Fanalord
Es war nur ein Beispiel, weil gesagt wird, dass das Geld sich nicht vermehrt. Das stimmt. Aber wie schon geschrieben gleicht man in etwa die Inflation aus. Das bedeutet (überspitzt), wenn ich mir heute 1Gr Gold für 46€ kaufe, so bekomme ich dafür 23 Brote. Wenn ich in 40 Jahren 1Gr Gold verkaufe, bekomme ich vielleicht 500€, kann mir dafür dann auch 23 Brote kaufen. Ich habe also keinen Wertverlust. Ich habe zwar mehr Geld, kann mir davon jedoch nicht mehr kaufen. Jedoch habe ich mein Geld sozusagen in die Zukunft mitgenommen.
 
Onkelhitman schrieb:
...Es gleicht in etwa die Inflation aus. Das beudetet man hat in 30 Jahren in etwa (keine Gewähr) den Kaufwert, den man damals auf Seite gelegt hat.

Genau davon würde ich eben NICHT ausgehen. Gold ist beispielsweise derzeit inflationsbereinigt etwas weniger wert als vor ca. 30 Jahren (siehe blauer Chart im Bild)! Niemand kann dir garantieren, dass es in 10, 20 oder 30 Jahren inflationsbereinigt den gleichen Wert hat wie heute! Das ist reine Spekulation! Wenn ich als völlig ahnungsloser mir den langfristigen Chart anschaue würde ich diesen sogar so interpretieren, dass Gold derzeit langfristig betrachtet sehr teuer ist und in ein paar Jahren/Jahrzehnten inflationsbereinigt eher weniger wert sein wird als heute.

gold-euro-typ1.gif
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du auch eine Statistik zu den Brotpreisen von damals zu heute? Ohne den wirklichen Geldwert zu wissen, nützt uns das leider nichts.

Man beachte. 1970 eine Feinunze gekauft für ca. 100€. 1975 200€. 1980 600€. etc. etc. Es gibt nur eine Ausnahme. Wer von 1979 bis 1985 in Gold investiert hat, der hat heute "miese" gemacht. In Deutschland. Als Europreis. Gemittelt.

Von daher bleibe ich bei meiner Meinung. In den nächsten Jahren wird der Preis vielleicht wieder eine Hochfahrt machen, später wieder eine Talfahrt. Mein investiertes Geld habe ich danach jedoch immer noch. Weniger als die 100-200€ wird es niemals fallen.

Klar ist das reine Spekulation. Aber wofür verwendet man das Gold? Um eben "überschüssiges" Geld zu lagern. Wenn ich mir ein Auto kaufe, weg mit dem Gold, dann brauche ich ein Auto. Brauche ich nichts, kommt wieder Gold unters Bett.
 
@ Alrik
Was Diebstahl angeht, kleinere Mengen an Gold kann man immer noch gut verstecken. Und was denn Brand angeht. Gold schmilzt erst ab 1000 Grad. Von daher wird a) Gold zu denn wenigsten Sachen gehören die nach einem Brand noch da sind und b) die Wahrscheinlichkeit das Onkelhitmans Gold Reserve die Kanalisation veredelt ist auch dementsprechend unwahrscheinlich. Auch wenn ich sagen muss, das ich keine Ahnung habe welche Temperaturen bei einem Wohnungsbrand entstehen:D
 
Wenn ich tatsächlich Goldreserven hätte, ich würde sie niemals bei mir und auch nicht im Keller lagern. Und ebensowenig bei der Bank.
Das ist aber eh alles nur Hokus-Pokus. Selbst eine normale Währung kann durch Inflation, oder wie der Euro eben auch durch andere Länder im Wert sinken. Das was Gold halt interessant macht ist, dass ich in anderen Ländern was dafür bekomme, und das ja auch nur, wenn mir hier alles einbricht. Die Wahrscheinlichkeit ist doch wohl sehr gering oder meint ihr nicht? Selbst wenn der Euro sinkt, der Goldpreis würde in Euros ja steigen, da ja Euros weniger wert sind.
Und wenn der Euro steigt sinkt der Einkaufspreis für Gold in Euro. Jedoch sagt dies nichts über die Kaufkraft in den anderen Währungen aus. Die wären davon nämlich (fast) unbeeinflusst. Im Nachbarland würde ich immer noch genug Rubel kriegen, oder in der Schweiz..... etc. etc.

PS: Mein Gott, ich wäre schon froh wenn Kupfer unsere alten Bleirohre veredeln würde...
 
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