News In-Ear-Kopfhörer: Den AirPods Pro 3 fehlt in der EU die Echtzeit-Übersetzung

Superior1337 schrieb:
Gibt kaum einen Tag, wo mir diese Datenschutzvorgaben nicht auf den Sack gehen. Das bremst uns auch extrem aus.
Ist schon gut so daß nicht jedes Unternehmen alles sehen und hören kann. Aber in Zeiten wo das Smartphone selbst ausgeschaltet mithört und ortbar bleibt, ist der Datenschutz lächerlich umgesetzt, immer mit dem Lobbyargument, daß es eine für den Kunden super Sache ist.
 
frazzlerunning schrieb:
Das iPhone selbst könnte ja genauso 'Live übersetzen', aber das Feature ist das Zusammenspiel, welches so nur mit den AirPods Pro 3 gegeben sein wird, sonst hätte Apple das bei iOS 26 oder den iPhones 17 vermarktet/angepriesen.
Technisch wird das auch mit anderen In-Ears möglich sein, aber da Apple es exklusiv für die AirPods Pro 3 anbietet, nur in Verbindung mit iOS 26 und damit an iPhones gebunden, könnte die EU mit DMA dagegenwirken.

Es wird auch für die Airpod Pro 2 verfügbar sein.

frazzlerunning schrieb:
Rest sehe ich wie du, Apple hat bewusst entschieden, dass sie dieses Feature in der EU nicht anbieten, damit die EU nicht die Öffnung des Features (mit iPhone und anderen In-Ears) einklagen kann.

Das sehe ich genauso.

frazzlerunning schrieb:
Weil die EU also für die Bürger eine Aufbrechung des goldenen Käfigs fordert, bekommen die EU-Bürger den neuen Zubau nicht angeboten.

Ich kann beide Seiten verstehen, einerseits will die EU Kompatibilität fördern, andererseits ein Hersteller eine neue Funktion nicht sofort auch der Konkurrenz ermöglichen. Warum also nicht sagen "ihr dürft ein neues Feature ein Jahr exklusiv nutzen, danach muss Kompatibilität ermöglicht werden", das dürfte beiden Fraktionen ausreichend Nutzen bieten.
 
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@Limit: Du siehst das viel zu primitiv. Natürlich kannst du als Laie sagen, dass man doch nur Kopfhörer und ein Mikrofon benötigt. Die Frage ist aber, welche Qualitätsansprüche hast du? Apple setzt hohe Ansprüche. Wenn sie solch ein Feature offiziell rausbringen wollen, dann muss das reibungslos funktionieren. Perfekt. Dazu ist es dann schon wichtig, dass das Mikrofon bzw. es sind ja sogar mehrere Mikrofone, gewisse technische Ansprüche erfüllt, damit man überhaupt klar und deutlich in der Umgebung die Stimme isolieren kann, die übersetzt werden soll. Es müssen Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden, es muss fokussiert werden, damit Personen, die links und rechts von dir stehen und irgendwas daher brabbeln nicht plötzlich mitten in der Übersetzung deines Gesprächspartners auch übersetzt werden.

Des Weiteren kommt es auf die Latenz an. Du kannst entweder nur stumpf den generellen Audio-Input der am Gerät an kommt, analysieren, oder ggf. hat Apple die Möglichkeit, da es schließlich deren eigene Hardware ist, noch effizienter und vor allem performanter mit den AirPods zu kommunizeren, ggf. irgendwelche Analysen schon im Chip des AirPods ausführen. Weiß man das alles? Weiß man, was da alles dran hängt? Da ich Software-Entwickler bin, kann ich mir durchaus vorstellen, wie komplex die ganze Geschichte ist. Als Konsument hingegen denkst du nur stupide, da ist ein Mikro und das gesagte wird halt übersetzt. Nein, so einfach ist es in der Implementierung am Ende nicht.

Und nun stell dir vor du kaufst dir so tolle Kopfhörer für 30 EUR bei Temu. Meinst du ernsthaft, dass das Ergebnis dann zufriedenstellend ist? Dass das alles mit der Übersetzung und der Spracherkennung klappt? Sehr wahrscheinlich nicht. Und nun frag dich mal, wer dann Schuld hat und wer die Schuld zugesprochen bekommt: Apple. Der Kunde ist unzufriedend, frustrierend und verärgert, dass die beworbene Funktion nicht klappt. Beim nächsten Mal kauft er sich vielleicht kein Apple Produkt mehr. Ja, Apple könnte darauf hinweisen, dass es mit Drittherstellern nicht optimal klappt, aber glaubst du ernsthaft der dumme Konsument liest sich das durch? Kapiert das? Meinst du, du hast Lust dich im Vorfeld wochenlang intensiv zu informieren, welche Kopfhörer denn nun am besten geeignet sind und kompatibel sind? Am besten lass uns gleich noch Zertifikate wieder einführen, dass ein Kopfhörer von Apple dann für die Funktion zertifiziert ist. Und da die Zertifizierung Geld kostet, kosten die Kopfhörer anderer Hersteller plötzlich mehr als die AirPods, da dies ja mit eingepreist werden muss und dann wird auch auf Apple rumgehackt, dass die Schuld haben, dass andere Hersteller ihre Kopfhörer nicht zu konkurrenzfähigen Preisen verkaufen können.
 
Tici schrieb:
Gegenfrage, gibt es handfeste Beweise DASS Apple nachgefragt hat die EU meinte "wenn X dann Y"?

Ah klar. Du behauptest irgendwas und ich muss es belegen.
 
Der Nachweis von etwas, dass nicht passiert ist, ist prinzipiell schwieriger als der Nachweis, dass etwas passiert ist.
 
Wäre ich US-Hersteller von Geräten oder Software, würde ich viele Features in der EU auch streichen. Das macht vieles deutlich günstiger. Die Anpassungen der Software an EU-Richtlinien und Gesetze ist einfach zu teuer. Die Leute kaufen ja meistens trotzdem, auch wenn Feature X oder Y fehlt.
 
Sascha L schrieb:
Du siehst das viel zu primitiv. Natürlich kannst du als Laie sagen, dass man doch nur Kopfhörer und ein Mikrofon benötigt. Die Frage ist aber, welche Qualitätsansprüche hast du? Apple setzt hohe Ansprüche. Wenn sie solch ein Feature offiziell rausbringen wollen, dann muss das reibungslos funktionieren. Perfekt. Dazu ist es dann schon wichtig, dass das Mikrofon bzw. es sind ja sogar mehrere Mikrofone, gewisse technische Ansprüche erfüllt, damit man überhaupt klar und deutlich in der Umgebung die Stimme isolieren kann, die übersetzt werden soll. Es müssen Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden, es muss fokussiert werden, damit Personen, die links und rechts von dir stehen und irgendwas daher brabbeln nicht plötzlich mitten in der Übersetzung deines Gesprächspartners auch übersetzt werden.
Dann hat Apple ja keinen Grund das Feature in der EU nicht zu aktivieren. Wenn es mit anderen Ohrhörern nicht gut funktioniert, hätten sie ja ein gutes Argument, sollte die EU entsprechende Forderungen stellen. Dann müssten sie das nur noch Nachweisen.

Sascha L schrieb:
Da ich Software-Entwickler bin, kann ich mir durchaus vorstellen, wie komplex die ganze Geschichte ist. Als Konsument hingegen denkst du nur stupide, da ist ein Mikro und das gesagte wird halt übersetzt. Nein, so einfach ist es in der Implementierung am Ende nicht.
Es kann sicherlich Unterschiede bei der Erkennungsrate auf Grund der Qualität des verwendeten Headsets geben, aber die sind ganz bestimmt nicht so gravierend wie du es hier darstellst. Bei Google oder auch anderen Anbietern sah man keinen Grund für eine ähnliche Kopplung an spezielle Hardware. Wenn auch die AirPods Pro der letzten Generation damit funktionieren sollen (die lange vor dem Feature entwickelt wurden), können die Hardware-Anpassungen wohl nicht so groß sein.

Sascha L schrieb:
Und nun stell dir vor du kaufst dir so tolle Kopfhörer für 30 EUR bei Temu. Meinst du ernsthaft, dass das Ergebnis dann zufriedenstellend ist? Dass das alles mit der Übersetzung und der Spracherkennung klappt? Sehr wahrscheinlich nicht. Und nun frag dich mal, wer dann Schuld hat und wer die Schuld zugesprochen bekommt: Apple.
Das erinnert mich an die Autohersteller, die damals versuchten ihren Kunden vorzuschreiben welche Reifen sie nutzen dürfen, welchen Kraftstoff sie tanken können und welche Ersatzteile erlaubt waren. Der Unterschied war, dass es damals potentiell sicherheitskritisch war. Trotzdem entschieden die Gesetzgeber zu Gunsten der Wahlfreiheit der Konsumenten und es kam trotz allem es nicht zu reihenweise Aus-/Unfällen.

Sascha L schrieb:
Der Kunde ist unzufriedend, frustrierend und verärgert, dass die beworbene Funktion nicht klappt. Beim nächsten Mal kauft er sich vielleicht kein Apple Produkt mehr. Ja, Apple könnte darauf hinweisen, dass es mit Drittherstellern nicht optimal klappt, aber glaubst du ernsthaft der dumme Konsument liest sich das durch? Kapiert das? Meinst du, du hast Lust dich im Vorfeld wochenlang intensiv zu informieren, welche Kopfhörer denn nun am besten geeignet sind und kompatibel sind?
Oder der mündige Konsument stellt fest, dass es mit seinem Headset, das er schon besitzt, problemlos funktioniert und ist glücklich ohne Geld ausgeben zu müssen. Dass es für Apple angenehmer ist, wenn alle die neuen AirPods kaufen ist wohl unbestritten, aber diese Regeln sollen die Konsumenten schützen, nicht die Konzerne, die so oder so massig Geld verdienen.

Stell dir mal vor es beschwert sich hier im Forum jemand darüber, dass es nicht gut funktioniert mit seinen 30€ TEMU Headset. Was glaubst du, bekommt er als erstes zu hören?

Sascha L schrieb:
Am besten lass uns gleich noch Zertifikate wieder einführen, dass ein Kopfhörer von Apple dann für die Funktion zertifiziert ist. Und da die Zertifizierung Geld kostet, kosten die Kopfhörer anderer Hersteller plötzlich mehr als die AirPods, da dies ja mit eingepreist werden muss und dann wird auch auf Apple rumgehackt, dass die Schuld haben, dass andere Hersteller ihre Kopfhörer nicht zu konkurrenzfähigen Preisen verkaufen können.
Das wäre in der Tat ein typischer Apple-Move zu Verhinderung von Konkurrenz.
 
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Echt verdammt schade. Könnte ich aktuell echt gut gebrauchen.
 
Gibt es keinen Workaround die Sperre zu umgehen ?
Hilfreicher als die Spekulationen um die EU
 
9t3ndo schrieb:
War ja abzusehen. Pauschal erstmal alle Personen in der unmittelbaren Umgebung abhören ist nicht ganz mit dem Datenschutz in der EU vereinbar.

Artikel gelesen?
Nein, das ist nicht der Grund bzw. das Problem - sondern die proprietäre Lösung.
Die EU würde vermutlich verlangen dass die Funktion auch für nicht-Apple Geräte geöffnet wird.
 
@aid0nex
Jup, gelesn und mehrmals in dem Thread auch schon darauf eingegangen.
 
cietho schrieb:
Wäre ich US-Hersteller von Geräten oder Software, würde ich viele Features in der EU auch streichen. Das macht vieles deutlich günstiger. Die Anpassungen der Software an EU-Richtlinien und Gesetze ist einfach zu teuer. Die Leute kaufen ja meistens trotzdem, auch wenn Feature X oder Y fehlt.
Jupp. Warum soll ich mich der Gefahr aussetzen für irgendwas verklagt zu werden? Die Leute kaufen es auch so. Wie schon geschrieben: 99,9% der AirPod3 Käufer werden die Dinger jetzt nicht nicht kaufen, nur weil es das Translate Feature ned gibt.

Auf der anderen Seite schadet sich Apple aber auch selbst, weil sie halt nicht mehr die coolen Features anbieten. Mich nervt das schon hart, dass ich das Mirroring nicht nutzen kann. Zumal es sowas in der Form auch nicht bei Android gibt.
 
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Hylou schrieb:
Ah klar. Du behauptest irgendwas und ich muss es belegen.
Apple will ja was von der EU (Klarheit, ob/dass die ihre Dienste hier veröffentlichen können/dürfen ohne Probleme). Warum sollte die EU da tätig werden?

@Rattle Ich glaube die Wahrscheinlichkeit, wegen irgendwelchen Lappalien verklagt zu werden, ist in den USA viel grösser. Zumindest sind mir keine Fälle in der EU bekannt, wo Leute - sofern die Gerichte die Klage überhaupt zugelassen und diese nicht ausgelacht haben - erfolgreich wegen einem zu heissen Kaffee oder mangelnde Wirkungssteigerung bei RedBull erfolgreich waren.
 
Tici schrieb:
Warum sollte die EU da tätig werden?

Du behauptest, dass Apple das nicht anbietet wegen EU und das Apple nie die EU gefragt hat.

Ich frage nach einem Beleg und du Schwurbelst dir was zusammen.

Sag doch einfach das es eine These von dir ist (die vermutlich stimmt, keine Frage) die aber nicht belegbar ist.
 
@Hylou Du willst von mir einen Beleg über etwas, was nicht stattgefunden hat?

Ja, es ist eine These. Aber es ist wahrscheinlicher dass Apple bei der EU nicht nachfragen will (um so Druck und Unmut von Innen zu erzeugen -Was ja wie man bei dir und den anderen Konsortien sieht auch klappt), statt das (hohe) Risiko einzugehen, dass die EU sagt dass das 0 mit dem DMA zu tun hat.

Wie gesagt, Apple wäre die erste Firma die wettern würde "Wegen EU können wir das nicht bringen". Warum macht Apple das nicht? Richtig, weil sich DANN die EU einschalten könnte und sagt "ja ne iss nicht, uns ists egal".
 
Rattle schrieb:
Zumal es sowas in der Form auch nicht bei Android gibt.
Naja die haben halt einen richtigen Desktop, der ein Macbook z.B. überflüssig machen würde bei Apple.

Ansonsten geht das halt mit Android und Windows ab Windows 10: Smartphone-Link
 
Tici schrieb:
Was ja wie man bei dir

Bei mir?
Mir könnte nichts egaler sein.

Mich nerven nur diese beleglosen Tatsachenbehauptungen.
 
Hm, jedes Mal, wenn ich Artikel zu neuen Kopfhörer (egal welche Bauart) lese, bin ich neugierig wie sie klingen, bestelle sie mir, bin enttäuscht und schicke sie zurück.

Ich denke, manche Marken sollte ich dann keine Chance mehr geben - egal welche Iteration des Produktes es ist.
 
paganini schrieb:
Tja mal macht die EU alles richtig (USB-C etc.) und manchmal ist es einfach nur traurig

Und du bist derjenige, der entscheidet, was "richtig" ist und was nicht? Also ich hab gekotzt, dass ich meine ganzen Ladekabel entsorgen und schön neu kaufen durfte. Hat richtig schön dazu beigetragen, die Umwelt weniger zu belasten.
 
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