News In neuer Vorabversion: LibreOffice überrascht mit farbigem Ribbon-Design

@Voodoo_Freak
Meine Rede, es muss funktionieren und nicht hip aussehen.
 
Balikon schrieb:
@MaverickM
Ich brauche kein Eye-Candy, ich brauche ein Werkzeug, dass mir einfach Zugriff auf alle Funktionen bietet. Das können aus meiner Sicht nur Dropdown Menüs, deswegen bin ich zu Libre Office.
Das geht sogar auch. Das ist dann ein schönes leeres Fenster, nur mit Menüs – ganz ohne grafischen "Firlefanz" :)
Die Menüs habe ich bei macOS übrigens (fast) immer. Damit kann ich dann auch MS Office über ein klassische Menü bedienen kann. Damit habe ich Ribbons (die ich super finde) und wenn ich da nicht sofort was finde, nutze ich das Menü.

Aber zur UI von Libreoffice (macOS): die ist wirklich nicht gut. Elemente der Menüleiste werden schwarz hervorgehoben, mancher Text wird weiß auf Hellgrau beim Mouse-over, eine Suche nach Funktionen im Menü (macOS spezifisch) gibts nicht und das berühmte Rubberband-Scrolling auf macOS fehlt ebenfalls.
Die Funktionen einer Office Suite sind schon alle da, aber wenn ich überall in der Bedienung Steine in den Weg gelegt bekomme, nervt es.

Ich hatte mal nach einer Office Suite gesucht, die folgendes haben sollte: Formeleditor, Suche in Menüleiste (macOS), *.odt kompatibel. Nur MS Office hat das. Pages, LibreOffce, Collabora, SoftMaker Office – keine hat alle Funktionen. Und da bin ich nichtmal bei "sieht schön aus".
 
Und ich dachte eines der Alleinstellungsmerkmale von Libre Office ist grade eben das sie keine Ribbon Oberfläche haben, die meisten MS Office Nutzer wünschen sich ja ein Klassisches Menüband zurück ...

Ich jedenfalls finde die Ribbons in Office 365 in der Firma voll nervig, ständig springt er auf ein anderes Ribbon und schon finde ich Funktionen nicht mehr und muss erst wieder umstelllen.
 
Mydgard schrieb:
Und ich dachte eines der Alleinstellungsmerkmale von Libre Office ist grade eben das sie keine Ribbon Oberfläche haben
Das haben die glücklicherweise schon lange optional. Ansonsten wüsste ich nicht, was ich unter Linux nutzen kann/möchte.

Mydgard schrieb:
die meisten MS Office Nutzer wünschen sich ja ein Klassisches Menüband zurück ...
Wie kommst du darauf? Das sind ein paar laute Schreihälse, die seit den frühen 90ern exakte Klickreihenfolgen auswendiggelernt haben und alles andere verteufeln.
Dass diese Art Menüs einzig und allein existierten, um auf Monitoren mit Auflösungen von 800x600 zu funktionieren, wird dabei gern vergessen,
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DNS81 und B.XP
@pseudopseudonym
Sehe ich nicht so. Ich mags auch eher schlichter und das hat nichts mit auswendig gelernten Klickreihenfolgen zu tun. Für mich sind die Ribbons einfach nur zu überfrachtet mit unnötigen Informationen, die das ganze unübersichtlich werden lassen. Am liebsten hab ich deshalb Werkzeugleisten, bei denen die einzelnen Funktionen durch einfache Icons repräsentiert werden.
 
Ostfriese schrieb:
OnlyOffice habe ich noch nie ausprobiert.

Gibt es deiner Meinung nach gravierende Abstriche, die man machen muss im Vergleich zu LibreOffice?
Ich habe es mal in einer VM ausprobiert, weil mir die Screenshots gefallen haben. Und ich muss sagen von der Bedienung her ähnlich eines MS Office mit Ribbons.
Allerdings mit ganz großem * bei der Textverarbeitung hatte mir bisher auch fast ein besseres Wordpad gereicht.
Aufzählungen, 2 bis 3 Überschriftarten und ein dutzend Schriftarten, frei Positionierbare Bilder. Und das wars. Benötige seltenst Bildunterschriften.

Im "Excel" nutze ich Summe Funktion und entsprechend verfärben der Zellen und oder Schrift, also auch keine Magie. Fühlte sich auch Runder an.

Allerdings nutze ich Only Office nicht, im Produktivsystem wegen des Russichen Anbieters der auf der EU Sanktionsliste ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/OnlyOffice

Ich nutze weiterhin also auch Libre Office. Muss wohl eine Masochistische Seite haben, sonst wäre ich schon verrückt geworden bei der Menüführung.

:schluck:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ostfriese
Uff. Ich meine, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber das „Design“ hier wirkt wie Tennissocken in Sandalen.
Klar, eine Software muss funktionieren, aber das ist nicht alles. Es geht um Bedienung, die intuitiv ist, keine verschachtelten Menüs, in denen man nur durch Recherche etwas wiederfindet.
Es hat schon einen Grund, warum gute Unternehmen viel in UI und UX investieren. Auch die Barrierefreiheit spielt eine entschiedene Rolle.
Und nicht zu vergessen: Das Auge isst immer mit. Das dient auch als Marketing und steigert die Verbreitung, wovon alle profitieren, weil sich dann in der Regel mehr Leute am Projekt beteiligen. Für manche hier, mag das alte Design genügen oder sie finden es gut, aber da sollte man sich immer auch fragen, ob man da nicht zu einer Minderheit gehört. Nur anekdotische Evidenz von mir: Viele finden so ein Design nicht ansprechend und nicht intuitiv.
Und wenn man als Projekt keine Kapazitäten dafür hat, dann muss man eben gezielt nach Leuten suchen, die das übernehmen.

Collabora Office zeigt doch auch, wie es geht und stammt von LibreOffice ab:
https://www.collaboraonline.com/de/collabora-office/

Oder auch das hier schon genannte OnlyOffice, oder auch SoftMaker Office.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: prayhe
DocAimless schrieb:
@MaverickM: Dann bleib doch bei MS Office, wenn LibreOffice dir nicht zusagt. Keiner zwingt dich ihre Software zu nutzen.
Ich habe LibeOffice in Schuleinsatz: Die Messlatte sind nun mal die eingeführten Funktionen von Microsoft (nicht alles!) und nicht mehr ineinander verschachtelte Menüs und da sind Funktionen, die man regelmäßig benötigt, schneller/besser erreichbar.

Aber das ist wie bei allen "offenen Projekten". Da sind die Entscheidungsträger schon fest mit ihren Sitzen im Projekt verwachsen und so lange diese bleiben, wird sich daran nichts ändern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: B.XP
Als Linux-Typ nutze ich LibreOffice (Tabellen & Slides) von Zeit zu Zeit. Die Anwendungen sind nicht schön aber tun was sie sollen. Auf der Arbeit haben wir MS Office. Sieht natürlich polierter aus aber als MS Ribbons ersonnen hatte, meine ich, war die Kritik groß. Anstatt UIs an breitere Monitore anzupassen, erfindet man eine zusätzliche horizontale Leiste. Sehe ich persönlich auch heute noch so. Das ist ein Beispiel für Gewöhnung an suboptimale Features, weil die Programme dahinter einen Quasi-Standard stellen.

Ob MS oder Libre, als wirklich modern empfinde ich beide Suiten nicht. Hätte da noch ganz andere Ideen, was Konzept und Usability angeht. Aber so ein Office ist mir noch nicht untergekommen. Andererseits kenne ich auch OnlyOffice und SoftMaker nicht. So wichtig ist es dann doch nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DocAimless
areiland schrieb:
@pseudopseudonym
Sehe ich nicht so. Ich mags auch eher schlichter und das hat nichts mit auswendig gelernten Klickreihenfolgen zu tun. Für mich sind die Ribbons einfach nur zu überfrachtet mit unnötigen Informationen, die das ganze unübersichtlich werden lassen. Am liebsten hab ich deshalb Werkzeugleisten, bei denen die einzelnen Funktionen durch einfache Icons repräsentiert werden.

Du kannst subjektiv halten was und wie Du willst. Aber Human Interface Design ist eine Disziplin, die real und wissenschaftlich fundiert klar gegen die alten verschachtelten Menüleisten spricht.

Und doch, die Klickpfade gelernt und verinnerlicht zu haben, spielt hierbei sehr wohl stark mit rein.

Das Argument „schlicht und einfach“ macht keinen Sinn, da Ribbon-Menüführung und -Designrochtlinien objektiv sogar schlichter und einfacher sind als die alten Menüleisten (nein, dass ich eben nicht einfach nur ein oder mein subjektiver Eindruck, sondern messbar). Bei den Ribbons springt auch nicht einfach irgendwas willkürlich hin und her wie bei den alten Menüleisten-basierten Menüführungen auch.

Ich find die Aussagen, dass die „meisten Office-User“ sich die alten "klassischen" Menüs zurückwünschen ebenfalls für sehr fragwürdig. Auf welcher Statistik beruht das denn? Die allermeisten User haben sich den Ribbons letztendlich angenommen und können damit bestens arbeiten. Warum denn die paar Wenigen Übrigen Verweigerer nicht? Und vor allem: 98% der User jüngerer Generationen sind selten oder gar nie mit den alten Menüs aufgewachsen, weder in Schulen, noch Studium, Ausbildung oder Arbeit. Daher Heute immer noch von „klassischen“ Menüs zu reden, macht einfach keinen Sinn mehr. Ribbon-Menüs sind seit vielen vielen Jahren klassische Menü geworden. Die alten "klassischen" Menü-Leisten-Menüs sind eher legacy ALTE Menüführungen als klassische.

Es ist nunmal so, wie Dein Vorredner sagte: Es stört inzwischen nur noch eine Minderheit von Ewiggestrigen. Ihr könnt ja gerne bei den alten Sachen und Designs bleiben, aber Ihr seid und bleibt nunmal nur eine Minderheit, die keine Blaupausen für alle anderen oder den Median darstellen.

Sorry, als jemand, der mit beidem aufgewachsen ist und beide Welten seit 20 Jahren professionell nutzt, kann ich null nachvollziehen, was an Ribbons komplizierter sein soll als an den alten "klassischen" Menüleisten? Ich selbst habe von Anfang an ohne Probleme sofort DIESELBEN Funktionen auch bei Ribbon-Menüs finden können, die ich zuvor von Menüleisten und Kontextmenüs her kannte. Da dauert real nichts plötzlich länger oder komplizierter als vorher. Wer das behauptet, hat das seit 2007 "Neue" nie aufrichtig genutzt, sondern aus reinem Trotz sich dem verweigert und meint seither / nun, alles Neue nur schlecht zu reden.

Wie gesagt, subjektiv kann man das gerne machen, aber objektiv und sachlich trifft dies nunmal nicht zu, zumal jede Menge Telemetrie und Tests dies auch mehrfach widerlegt haben.

Auch ist die Aussage „es muss nur funktionieren, nicht Hip sein“ recht sinnfrei. 1.) Ist etwas, was quasi seit 15 Jahren quasi Standard geworden ist, kein Hype oder Hip mehr. Und 2.) Inwiefern funktioniert denn das „Hippe“ Zeugs nicht (mehr)?
Was spricht denn dagegen, wenn etwas "Hip" / modern ist UND funktioniert? Woher denn die Annahme, dass nur alles Alte "funktionieren" würde?
Also ich hab auch schon vor den Ribbon-Zeiten 2007 jede Menge User sich in Zusammenhang mit UX und Usability beschweren hören. Also so perfekt und willkommen war das damals klassische Zeug für nicht Wenige schon damals nicht gewesen.

Gleiches auch bei SAP: Viele User meckern – zurecht – auch heute noch über die unnötige 1990er-GUI für moderne Applicationen auf S/4HANA-Basis, obwohl es die modernere Fyuri-GUI gibt. Sorry, UX und Usability darf durchaus auch mal an die Moderne angepasst werden, vor allem, da es schon seit langem nicht mehr nur reine Non-Touch-Desktops mehr gibt. Tablets, Touch-Displays, verschiedenste Display-Größen und Webfrontend-Integrationen muss eine moderne Office-Suite nunmal heutzutage unterstützen, sonst wird sie früher oder später in der Nische und damit für die Meisten Menschen in der Bedeutungslosigkeit verschwinden (ehrlich gesagt: dann auch zurecht).

Was hier immer wieder nicht Wenige und vor allem Ewiggestrige nicht verstehen wollen: Office-Tools wie LO, EO, OO, OOo, MSO etc. sind keine Individual-Tools für individuelle Bedürfnisse, sondern Standard-Software, d.h. Software, die von einer möglichst breiten Masse an Usern angenommen und verwendet werden möchte. Da spielen Funktionalitäten für verschiedenste Zwecke und ja, auch zeitgemäße GUI-Designs durchaus eine eminente Rolle. Das Eine muss nämlich nicht das Andere einander ausschließen.

Das Blender-Projekt hat dies bspw. zum Glück auch irgendwann für sich erkannt und die Defizite im GUI-Bereich angegangen. Und wenn ich mir die neue Strategie der TDF anschaue, dann hat auch das LO-Projekt dies endlich erkannt. Die Nachfrage danach ist eben da und nicht gerade klein.

Und natürlich würden deutlich mehr Anwender zu LO wechseln, wenn es kompatibler zu OOXML-Formaten wäre und das GUI-Design zeitgemäßer umgesetzt würde. Die alten "klassischen" Menüs könnte man ja als Option weiterhin bereitstellen. Es ist auch Quatsch jemanden Nahezulegen „dann geh / bleibt doch bei MS“, nur weil er / sie einen validen Kritikpunkt an der GUI anspricht. Der Hauptgrund zu OSS-Lösungen zu wechseln/greifen, ist nunmal nicht hauptsächlich die GUI und UX, sondern, dass eine OSS-Lösung niemanden exklusiv gehört, dauerhaft frei verfügbar bleibt und mehr Transparenz bietet, somit auch mehr Souveränität ermöglichen kann. Es spricht aber eben auch nichts gegen Forderungen / Erwartungshaltungen, nach moderneren GUIs bei OSS-Lösungen. Und doch, da es gerade hier bereits gute Konkurrenz durch OnlyOffice, Collabora etc. gibt, muss sich LO nunmal AUCH (nicht stattdessen) hieran messen lassen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: prayhe, B.XP und pseudopseudonym
the_IT_Guy schrieb:
Jupp, verstehe ich auch nicht. Auch das klassische Design ist dem klassichen MS-Office Desgin unterlegen.
Ja die Optik ist Steinzeit. Wie auch das ganze Usabilty Konzept (sofern es überhaupt eines gibt).

Es gäbe so vieles was man besser machen könnte, das fängt beim einfachen Farben auswählen an, geht weiter über Vorlagen-Auswahl usw. alles leider auf dem Stand von vor 20 Jahren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: the_IT_Guy
DITTY schrieb:
Aber Human Interface Design ist eine Disziplin, die real und wissenschaftlich fundiert klar gegen die alten verschachtelten Menüleisten spricht.
Link?

ETI1120 schrieb:
Dir ist klar dass viele Markdown da Implementationen die Formelsyntax von LaTeX verstehen?
Markdown kann einfach nicht ansatzweise mit den gestalterischen Möglichkeiten von Latex/Typst oder auch ODT mithalten
 
Bei all dem ganzen Gebashe von LibreOffice Richtung EuroOffice muss man einfach mal festhalten, dass die Benutzeroberfläche wirklich maximal altbacken ist und man sich da von OnlyOffice mal etwas abschauen sollte. Ich bin selbst begeisterter LibreOffice-Benutzer, aber die UI ist wirklich durchweg verbesserungswürdig.

Die News müsste eigentlich heißen: „LibreOffice enttäuscht mit farbigen Ribbons". Als ob diese Option jetzt der große Wurf gewesen ist. Im wahrsten Sinne nur Kosmetik ohne wirkliche Verbesserung der UX.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: xmimox und the_IT_Guy
nerev4r schrieb:
Aber zur UI von Libreoffice (macOS): die ist wirklich nicht gut.
Screenshot 2026-06-13 at 16-55-48 — Unbenannt 1.png

Zum Glück gibt es wenigstens bei LibreOffice eine Auswahl an Design Möglichkeiten.
nerev4r schrieb:
Und da bin ich nichtmal bei "sieht schön aus".
Immer dieses „schön“, ein Programm muss funktionieren und das am besten ohne aufdringlich zu sein.
pseudopseudonym schrieb:
Wie kommst du darauf? Das sind ein paar laute Schreihälse, die seit den frühen 90ern exakte Klickreihenfolgen auswendiggelernt haben und alles andere verteufeln.
Was über 20 Jahre Ribbon Gewöhnung als normal angesehen wird.
pseudopseudonym schrieb:
Dass diese Art Menüs einzig und allein existierten, um auf Monitoren mit Auflösungen von 800x600 zu funktionieren, wird dabei gern vergessen,
Hold my Beer bei 5K Display.
Eisbrecher99 schrieb:
Ich habe LibeOffice in Schuleinsatz: Die Messlatte sind nun mal die eingeführten Funktionen von Microsoft (nicht alles!) und nicht mehr ineinander verschachtelte Menüs und da sind Funktionen, die man regelmäßig benötigt, schneller/besser erreichbar.
Bei MS gibts nur friss oder stirb. Wenn es nach denen gehen würde wäre OOXML ein „gutes“ Format für offene Standards.
cyanmystery schrieb:
Sehe ich persönlich auch heute noch so. Das ist ein Beispiel für Gewöhnung an suboptimale Features, weil die Programme dahinter einen Quasi-Standard stellen.
+1
DITTY schrieb:
Auf welcher Statistik beruht das denn? Die allermeisten User haben sich den Ribbons letztendlich angenommen und können damit bestens arbeiten.
Nach 20 Jahren gibts halt auch Leute die nichts anders mehr kennen bzw. mit Ribbon aufgewachsen sind. Ist dann logisch das Ribbon das neue normal ist.
DITTY schrieb:
Ihr könnt ja gerne bei den alten Sachen und Designs bleiben, aber Ihr seid und bleibt nunmal nur eine Minderheit, die keine Blaupausen für alle anderen oder den Median darstellen.
Und ihr könnt bei MS Office bleiben. Nochmal, keiner zwingt euch von eurem Ribbon MS Office zu einer Alternative zu wechseln. Im Umkehrschluss habt ihr dann aber auch nicht zu fordern, sondern maximal zu bitten.
DITTY schrieb:
Sorry, als jemand, der mit beidem aufgewachsen ist und beide Welten seit 20 Jahren professionell nutzt, kann ich null nachvollziehen, was an Ribbons komplizierter sein soll als an den alten "klassischen" Menüleisten?
20 Jahre ist halt eine Menge Zeit. In der Zeit hat Apple 2 mal die Architektur geändert und da wurde weniger drüber diskutiert als über eine UI in einem Office Programm. Sollte einem zu bedenken geben...
 
fr0ntb0t schrieb:
Die News müsste eigentlich heißen: „LibreOffice enttäuscht mit farbigen Ribbons". Als ob diese Option jetzt der große Wurf gewesen ist. Im wahrsten Sinne nur Kosmetik ohne wirkliche Verbesserung der UX.
Naja. Es ist nicht der große Wurf, zeigt aber, dass da etwas Bewegung reinkommt. Vielleicht auch durch die EuroOffice-Geschichte. Und das ist definitiv gut.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DNS81
Das Ribbon Design war eine der besten Ideen von Microsoft. Wenn es gut umgesetzt ist, erleichtert es das Arbeiten massiv. Anstatt die paar Funktionen die man tatsächlich braucht in den Menüs zusammenzusuchen, hat man das was man braucht im Ribbon

Das was Libre Office dazu anbietet ist nichts halbes und ganzes. Dass die Icons schlecht sind lässt sich übrigen leicht ändern. Aber die schlechten Breeze-Icon sind nicht das eigentliche Problem. Was das Ribbon auszeichnet ist, dass es sich an die Fensterbreite anpasst. Dies geschieht dadurch dass das Ribbons in Funktionsblöcke aufgeteilt sind. Bei zu schmaler Fensterbreite kollabieren die Ribbons in ein Symbol.

Im aktuellen Libre Office verschwinden die Blöcke einfach und dafür erscheint ein Pfeil.

In den Screenshot wurden vernünftige Icons verwendet und zwischen den Gruppen gibt es nun ein Trenner. Die Möglichkeit Farbe hinterlegen zu können, ist eine weitere Option die irgendwo in den Menues herumgammelt.
Tevur schrieb:
Also ich finde das Gezeigte eindeutig besser als das aktuelle MS Office UI Design.
Vielleicht weil es eben nicht so modern wirkt? ;)
Gutes UI Design hat nur teilweise was mit dem Aussehen zu tun. Und beim Aussehen ist das alles entscheidende wie gut man die Elemente erkennen bzw. voneinander unterscheiden kann. Viel wichtiger als das Aussehen sind
  • das Verhalten einer UI. D. h. welche Funktionen die UI hat zu reagieren sind.
  • die Struktur in der die Funktionen der Software präsentiert werden.

KitKat::new() schrieb:
Markdown kann einfach nicht ansatzweise mit den gestalterischen Möglichkeiten von Latex/Typst oder auch ODT mithalten
Und?

Zu was sind denn diese gestalterischen Möglichkeiten zu nütze? Will man sie überhaut nutzen? Hat man selbst die Fähigkeiten diese Möglichkeit sinnvoll zu nutzen?

Das Problem mit allen Textverarbeitungen ist, dass sie alles tun wollen, aber letzendlich nichts richtig können. Und wenn man schreiben will steht einem diese unnütze Funktionsvielfalt im Weg.

Im übrigen kenne ich keine Textverarbeitung die FrameMaker 5.5 auch nur ein ansatzweise nahe kommt. Leider hat sich Adobe mit der "Weiter"entwicklung von FrameMaker hoffnungslos vertan. Und wenn es um lange Dokumente geht, die gut aussehen sollen und konsistent gesetzt sein sollen, würde ich nie eine Textverarbeitung in Erwägung ziehen.

Nachdem ich vor 20 Jahren restucturedText kennen gelernt habe, schreibe ich nur noch in Texteditoren oder Wikis. Auch wenn ich das Dokument am Schluss in Word abliefern muss. Letzendlich lenkt die ganze Funktionsvielfalt nur vom Schreiben ab.

restucturedText und Markdown unterscheiden sich nur in ein paar Details, bauen aber dem selben Prinzip auf, Whitespace als Auszeichnungen zu benutzen. Mit der Standardsyntax von MarkDown kommt man sehr weit. Tabellen sind ein Schwachpunkt. Aber dafür gibt es Tools.

Markdown wird mehr und mehr der Standard in der professionellen Softwaredokumentation.

Beim Haupteinsatzzweck von LaTeX ging es nicht um gestalten, sondern darum gut layoutete Dokumente zu bekommen.

Der Witz an Markdown ist, dass man (fast) alles wesentliche mit minimalen Markup schreiben kann und so der Text den man editieren muss, gut lesbar bleibt.

Typst kannte ich nicht. Im Grunde ist der Kern von Typst auch nicht viel anders als Markdown. Darauf packt Typst jede Menge zusätzliche Auszeichnungen. Was natürlich dazu führt, dass einiges an Markup in den Text wandert. Warum man eine eigene Syntax erfinden musste und nicht einfach CSS übernommen hat, muss ich nicht wirklich verstehen. Ja Typst kann mehr als Markdown. Aber ob es wirkich so viel mehr wie Obsisian kann steht auf einem anderen Blatt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: gaelic, B.XP und the_IT_Guy
ETI1120 schrieb:
Auch wenn ich das Dokument am Schluss in Word abliefern muss.
Pandoc lässt grüßen, Pain-Text mit Markdown Syntax in dem Editor nach Wahl wo einem die UI gefällt bzw. die Auswahl der Tools und ab gehts. Da ist es dann egal mit welchem OS, Programm oder nur im Browser/Cloud dies geschrieben wird.
 
ETI1120 schrieb:
Zu was sind denn diese gestalterischen Möglichkeiten zu nütze?
Um alle Dokument abdecken zu können, die man so verfassen möchte.
Briefe, Rechnungen, Studienarbeiten, Dokumentationen, CV, ...

ETI1120 schrieb:
Will man sie überhaut nutzen? Hat man selbst die Fähigkeiten diese Möglichkeit sinnvoll zu nutzen?
Ernsthaft?
Ich mag die Art und Weise von Markdown Dokumente zu verfassen, aber bin immer wieder auf Sachen gestoßen, die nicht gingen, wodruch ich entweder auf was anderes ausweichen musste oder irgendwelche Zusatztools nutzen musste, die diese zusätzliche Funktionalität hinzufügen. Dann hat man sowieso nicht mehr Markdown und ist noch zusätzlich von den Tools abhängig, und der große Vorteil von Markdown, die Verbreitung, ist effektiv verloren.
Also definitiv JA.

ETI1120 schrieb:
Markdown wird mehr und mehr der Standard in der professionellen Softwaredokumentation.
Auf jeden Fall ein Fortschritt zu diesen unsäglichen docx Dokumentationen u.ä. git-inkompatible Optionen, die mir bereits untergekommen sind.
Aber als Standard sehe ich das eher weniger, meistens wird Markdown dann doch eher nur für kleineres auf README Niveau genutzt oder in etwas größeres gebasteltes integriert, das die Unzulänglichkeiten von Markdown füllt.

ETI1120 schrieb:
Beim Haupteinsatzzweck von LaTeX ging es nicht um gestalten, sondern darum gut layoutete Dokumente zu bekommen.
Und die Layouts gestalten sich von selbst?


ETI1120 schrieb:
Typst kannte ich nicht. Im Grunde ist der Kern von Typst auch nicht viel anders als Markdown. Darauf packt Typst jede Menge zusätzliche Auszeichnungen. Was natürlich dazu führt, dass einiges an Markup in den Text wandert.
Der Kern ist nicht viel anders wie Markdown, ja, aber die Menge zusätzlicher Auszeichnungen sehe ich nicht.
Der Zusatz besteht eher in einer einfachen (v.a. im Vergleich zu Tex) Scriptsprache mit Zugriff auf das Dokument und Bestandteilen dessen sowie die Formelintegration.

ETI1120 schrieb:
Warum man eine eigene Syntax erfinden musste und nicht einfach CSS übernommen hat, muss ich nicht wirklich verstehen.
1. CSS ist ohne JavaScript und HTML nicht mächtig genug (bswp. kannst du mit Typst eine csv Datei als Diagramm darstellen, Links zu QR Codes umwandeln, ein Quellenverzeichnis generieren, Formeln visualisieren, einfach aus repetiven Dingen Templates machen und nutzen... in CSS und Markdown unmöglich)
2. CSS schreibt sich im Vergleich zu Typst und Markdown wie ein Grauß
3. Mit CSS brauchst effektiv eine dicke Browserengine
 
pseudopseudonym schrieb:
Dass diese Art Menüs einzig und allein existierten, um auf Monitoren mit Auflösungen von 800x600 zu funktionieren, wird dabei gern vergessen,
Das halte ich für ein Gerücht.
Apple hatte die Befehlsleiste einheitlich für alle Programme mit dem Macintosh eingeführt und alle haben sie nachgebaut, weil sie schnell und effektiv war.

Mit der Auflösung hat das schon lange nichts mehr zu tun.
Mein Mac II fx lief Mitte der 90er schon mit 1152 x 864 Pixeln oder mehr.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: weil die Menüpunkte auf den Touchgeräten nicht mehr per Finger zu trennen waren, wurde das Ribbon-Menü eingeführt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland
DocAimless schrieb:
Was über 20 Jahre Ribbon Gewöhnung als normal angesehen wird.
Der Punkt ist: Ribbons funktionieren in MS Office und anderen Anwendungen sehr gut.

Ich fand Ribbons nach 5 Minuten ausprobieren sehr gut und musste mich nicht 20 Jahre lang daran gewöhnen.

Ribbons sind nur eine überfallige Renovierung des Konzepts Icon-Leiste. Icon-Leisten sind der Funktionsvielfalt heutiger Software nicht mehr gewachsen.

Tastaturcodes lernt man nur bei Software die man ählich mehrere Stunden einsetzt. Aber die vergisst man auch wieder ziemlich schnell wenn man mehr mit anderer Software arbeitet.

DocAimless schrieb:
Bei MS gibts nur friss oder stirb.
Das ändert aber nichts daran dass Ribbons eine gute Idee sind.

So halbherzig wie es LibreOffice bisher umgesetzt hat, hilft es niemanden. Dabei ist die Optik nicht das Problem.

DocAimless schrieb:
Und ihr könnt bei MS Office bleiben.
Das Problem ist, LibreOffice könnte viel besser sein, wenn LibreOffice Konzepte die in anderen Programmen funktionieren übernehmen würde. Oder gar verbessern würde.

Microsoft hat den Paragraph-Katalog von StarOffice nachgebaut. Allerdings war diese Version besser als das "Original" von Star Office.
DocAimless schrieb:
Sollte einem zu bedenken geben...
Nein. Was einem zu denken geben sollte ist warum es in 20 Jahren nicht gelungen ist, ein Konzept zu adaptieren das in einem anderen Programm mit derselben Funktionalität sehr gut funktioniert.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: prayhe, B.XP und the_IT_Guy
Zurück
Oben