News In neuer Vorabversion: LibreOffice überrascht mit farbigem Ribbon-Design

ETI1120 schrieb:
Ich fand Ribbons nach 5 Minuten ausprobieren sehr gut und musste mich nicht 20 Jahre lang daran gewöhnen.
Dann hast Du sicher nicht 30 Jahre lang vorher mit der Menüleiste gearbeitet.

ETI1120 schrieb:
Ribbons sind nur eine überfallige Renovierung des Konzepts Icon-Leiste.
Für die Touchgeräte sicherlich.
Für einen Office-PC sicher nicht.

ETI1120 schrieb:
Icon-Leisten sind der Funktionsvielfalt heutiger Software nicht mehr gewachsen.
Weshalb?
Selbst mein kleinster Monitor ist 2.560 Pixel breit.

ETI1120 schrieb:
Tastaturcodes lernt man nur bei Software die man ählich mehrere Stunden einsetzt. Aber die vergisst man auch wieder ziemlich schnell wenn man mehr mit anderer Software arbeitet.
Nö.
Was man 30 Jahre lang macht, frißt sich ein.
Ich kann viele Befehlsketten von Office immer noch auswendig.

ETI1120 schrieb:
So halbherzig wie es LibreOffice bisher umgesetzt hat, hilft es niemanden. Dabei ist die Optik nicht das Problem.
Das stimmt wohl.
 
MaverickM schrieb:
Das steht auf einem anderen Blatt Papier. Zudem erachte ich das Ribbon Design durchaus als Fortschritt. Die aktuelle Iteration funktioniert sehr gut und intuitiv in Office.
Leider mußte ich beruflich immer mit MS Office arbeiten, so daß ich die Ribbons irgendwann nutzen mußte. Sie sind langsamer, weil man öfter wechseln mußte. Leider bin den Schrott so gewohnt, daß ich mit dem klassischen Menu auch nicht mehr klarkomme, mangels Übung.
Manches wurde mit den neueren Office Paketen besser, keine Frage, z.B. direkte Vorschau, aber die Ribbons sind definitiv kein Fortschritt.
 
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KitKat::new() schrieb:
Ich mag die Art und Weise von Markdown Dokumente zu verfassen,
Das Problem ist das mit dem Dokumenten verfassen. Es ist in vielen Fällen gar nicht notwendig.

Wenn man tatsächlich große Dokumente verfassen will, würde ich dringend zu FrameMaker raten. So wie ich mitbekommen habe ist LibreOffice nicht so instabil wie MS Word. Aber FrameMaker hat eben die notwendigen Funktionen, um mit großen Dokumenten umgehen zu können.

Ein Kollege und ich haben vor 20 Jahren eine Toolkette gebastastel, die wir an unser ALM-System angeflanscht haben. Die Texte in den Feldern des ALMSystems wurden in einer WikiNotation erfasst. Wir haben die relevanten Felder per XML-Report rausgeholt, den Inhalt der Felder nach HTML-gewandelt und das ganze Dokument nach PDF gedruckt. Das ganze lief als Serverprozess. Das einzige Problem waren die Tabellen.

Der Vertieb des ALM-Anbieters war beieindruckt.

KitKat::new() schrieb:
Auf jeden Fall ein Fortschritt zu diesen unsäglichen docx Dokumentationen u.ä. git-inkompatible Optionen, die mir bereits untergekommen sind.
Aber als Standard sehe ich das eher weniger, meistens wird Markdown dann doch eher nur für kleineres auf README Niveau genutzt oder in etwas größeres gebasteltes integriert, das die Unzulänglichkeiten von Markdown füllt.
Der Punkt ist dass man keine Dokumente schreibt. Eine Handlungsseqeunz lässt sich Problemlos in Markdown schreiben, es muss nur als einzelne Datei abgelegt werden. Das Dokument baut man aus vielen einzelnen Dateien zusammen.

Wer heute in der Technischen Dokumentation mehr als 2 oder 3 Seiten in eine Datei schreibt macht grundsätzlich was falsch.
KitKat::new() schrieb:
Und die Layouts gestalten sich von selbst?
Das war ja der Clou warum LaTeX eingesetzt wurde, es gab die fertigen Stylesheets die man verwenden musste. Wenn alle dieselben Stylesheets verwenden, ...

Die Publikationsengine von Adept/Epic/Arbortext Editor hat ursprünglich auch auf eine LaTeX Layout Engine aufgesetzt. Aber die Stylesheets wurden als FOSI erstellt. Natürlich wurden die Stylesheets eigenständig ablegt.

KitKat::new() schrieb:
Der Kern ist nicht viel anders wie Markdown, ja, aber die Menge zusätzlicher Auszeichnungen sehe ich nicht.
Der Zusatz besteht eher in einer einfachen (v.a. im Vergleich zu Tex) Scriptsprache mit Zugriff auf das Dokument und Bestandteilen dessen sowie die Formelintegration.
Die meisten Markdown-Prozessoren unterstützen die LaTeX-Formelsystax, auf die selbe Art und Weise wie Typst per $...$ bzw $$...$$


KitKat::new() schrieb:
2. CSS schreibt sich im Vergleich zu Typst und Markdown wie ein Grauß
Und wenn juckt das? Dass CSS schreibt man ein einziges Mal.

Es ist mir massiv an den Beispielen von Typst aufgestoßen, dass sie nicht dargestellt haben wie man das Stylesheet vom Text trennen kann.

Das erste das man beim professionellen Umgang mit Textverarbeitungen lernt ist, dass man ausschließlich mit Absatz- und Zeichenformaten formatiert.

Leider ist das einzige Programm das vernünftig mit Absatz- und Zeichenformaten umgegangen ist, so ziemlich vom Markt verschwunden. FrameMaker hat das halblegs ordentlich gelöst. Die Normal.dot bei Word ist auch eine Sache die mehr Ärger als Nutzen stiftet.
 
Weedlord schrieb:
bitte nicht, ich mag die alte ui lieber

LibreOffice bietet die Auswahl zwischen klassischen Menüs und den Ribbons. Ich habe lediglich die Umsetzung bzw. das Design der Ribbons kritisiert. Niemand will dir die alte UI wegnehmen.

pseudopseudonym schrieb:
Und wenn man dann noch eventuell kostenlos arbeitet...

Nun, wenn man das nicht mit Freude macht, sollte man es vielleicht einfach besser bleiben lassen. Ich bin großer Freund der Open-Source Community und finde das Konzept von FOSS grandios. Im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche ich auch Teile meiner Arbeit bspw. unter CC bereit zu stellen.

Aber wenn das bedeutet, dass man keine konstruktive (!) Kritik am Projekt äußern oder Funktionen nachfragen darf, dann bleib ich lieber bei Closed Source und zahle dafür. Dann wird es nämlich wenigstens gemacht.

Muntermacher schrieb:
Sie sind langsamer, weil man öfter wechseln mußte.

Das ist ein konzeptioneller Bedienungsfehler. Die Ribbons sind quasi ähnlich zu "Workspaces" aus anderen Programmen: Man sollte nicht ständig zwischen den einzelnen Stadien eines Dokuments hin und her wechseln, sondern bspw. es erst Fertig schreiben, dann Einbettungen hinzufügen, dann das Design machen etc.

Wer so nicht arbeiten will (Obwohl es meiner Meinung nach wesentlich effizienter und schneller ist) kann ja weiterhin das alte/klassische Menü verwenden.
 
wuselsurfer schrieb:
Dann hast Du sicher nicht 30 Jahre lang vorher mit der Menüleiste gearbeitet.
Mehr als 20 Jahre, ich habe glaube ich zum ersten Mal 2009 mit einem MS Word mit Ribbonleiste gearbeitet.

Am Atari ST, Windows ab 3.1, zwischen durch ein bisschen Mac.

MS Word zu verwenden war für mich ein massiver Rückschritt. Klar hatte MS Word mehr Funktionen als meine kleine Textverarbeitung auf dem Atari ST und die hat auch keine Formatvorlagen.

Aber alles, was ich für meine Diplomarbeit gebraucht habe, hat funktioniert und Script war im Gegensatz zu MS Word stabil. Ich hatte nie einen Absturz, so viel zum angeblichen Bombenleger. Einer meiner Profs meinte, wenn alle Funktionen die MS Word hätte, funktionieren würden, wäre MS Word die beste Textverarbeitung. Aber viele Funktionen haben eben nicht stabil funktioniert. Und das gemeine mit MS Word war, es hat eine Weile funktioniert und dann irgendwann nicht mehr.

wuselsurfer schrieb:
Für die Touchgeräte sicherlich.
Für einen Office-PC sicher nicht.
Auch für einen OfficePC.

Im Gegensatz zu Windows, sehe ich die Änderungen bei MSOffice durchweg als positiv. MS Office 2003 war die erste Version mit der man vernünftig arbeiten konnte*) und MS Office 2007 war gut. Die späteren Änderungen auch im Kontextmenue waren ebenso positiv.

*) Wenn man Word mit vernünftiger Software vergleicht
wuselsurfer schrieb:
Weshalb?
Selbst mein kleinster Monitor ist 2.560 Pixel breit.
Was ist das für ein Argument?

Wenn man mehrere Fenster offen hat, will man nicht jedes Fenster auf die gesamte Breite ziehen. Im Büro habe ich einen setup mit 27" Monitor und Notebookbildschirm. Zuhause habe ich einen 34".
 
wuselsurfer schrieb:
Das halte ich für ein Gerücht.
Apple hatte die Befehlsleiste einheitlich für alle Programme mit dem Macintosh eingeführt und alle haben sie nachgebaut, weil sie schnell und effektiv war.

Mit der Auflösung hat das schon lange nichts mehr zu tun.
Mein Mac II fx lief Mitte der 90er schon mit 1152 x 864 Pixeln oder mehr.
Auch auf der Auflösung machen Ribbons wenig Sinn und auch das ist eine eher geringe Auflösung.


wuselsurfer schrieb:
Umgekehrt wird ein Schuh draus: weil die Menüpunkte auf den Touchgeräten nicht mehr per Finger zu trennen waren, wurde das Ribbon-Menü eingeführt.
Nein, zumal auch Ribbons auf Touch eher unbequem sind. Eingeführt wurden die übrigens 2007 mit Office 2007 (zusammen mit Vista), also lange vor Touch.

Ribbons vs Classic Menus sind übrigens ein klassisches Beispiel in Vorlesungen zu Mensch-Maschine-Interaktion. Keine Lust, jetzt in der Halbzeit ein kleines Proseminar zu halten (also diverse Paper hier zu zitieren), aber die Ergebnisse sehen ungefähr so aus (ja, hier erlaube ich mir mal KI zu nutzen):
Screenshot_20260613_215541.png

Passt auch zu dem, was ich zu dem Thema in Erinnerung habe.

Gerade zur Expert-Zeile bleibt anzumerken, dass das mittlerweile nur noch auf recht alte Nutzer zutrifft (Ribbons gibts ja nun auch sei fast 20 Jahren). Ohne diese Muscle Memory, das jüngere Nutzer nicht haben, sieht das sicher auch nochmal anders aus.
Die dritte Zeile zeigt hier auch nochmal schön, warum Ribbons in den 90ern (auch mit deiner "überragenden" Mac-Auflösung) wenig Sinn ergibt.
Ergänzung ()

wuselsurfer schrieb:
Dann hast Du sicher nicht 30 Jahre lang vorher mit der Menüleiste gearbeitet.
Nein, vermutlich nicht. Da sind wir wieder beim Thema Muscle Memory.

wuselsurfer schrieb:
Weshalb?
Selbst mein kleinster Monitor ist 2.560 Pixel breit.
Wenn du das so vollstopfst, hast du ein wahnsinnig überladenes Menü. Ist auch wieder ein Pattern, das man versucht zu vermeiden. Das funktioniert nur für Nutzer, die wirklich exakt auswendig wissen, wo welcher Knopf auf ihren 2560 Pixeln ist.

wuselsurfer schrieb:
Für die Touchgeräte sicherlich.
Für einen Office-PC sicher nicht.
Wie oben erwähnt, Ribbons kamen schon vor dem "Touch-Wahn". Das hat wenig miteinander zu tun.
Und wer sowohl Touch als auch Ribbons kennt, weiß, dass Ribbons auch erstmal relativ touchunfreundlich sind. Dafür sind viele Schaltflächen im Ribbon einfach zu klein.
 
ETI1120 schrieb:
Aber FrameMaker hat eben die notwendigen Funktionen, um mit großen Dokumenten umgehen zu können.
Haben Latex und Typst auch, auch wenn Latex etwas langsam ist.
Sehe daher keinen Grund für wieder eine proprietäre Software.

ETI1120 schrieb:
Der Punkt ist dass man keine Dokumente schreibt. Eine Handlungsseqeunz lässt sich Problemlos in Markdown schreiben, es muss nur als einzelne Datei abgelegt werden. Das Dokument baut man aus vielen einzelnen Dateien zusammen.

Wer heute in der Technischen Dokumentation mehr als 2 oder 3 Seiten in eine Datei schreibt macht grundsätzlich was falsch.
Du schreibst vielleicht keine Dokumente, sorry klingt stark nach Workaround für die Unzulänglichkeiten von Markdown.

ETI1120 schrieb:
Das war ja der Clou warum LaTeX eingesetzt wurde, es gab die fertigen Stylesheets die man verwenden musste. Wenn alle dieselben Stylesheets verwenden, ...
Es war eine rhetorische Frage. Die Layouts von Dokumenten gestalten sich nicht von selbst, auch wenn man in speziellen Anwedungsfällen ggf. eines gestellt bekommt.


ETI1120 schrieb:
Die meisten Markdown-Prozessoren unterstützen die LaTeX-Formelsystax, auf die selbe Art und Weise wie Typst per $...$ bzw $$...$$
wo wir bei
KitKat::new() schrieb:
oder irgendwelche Zusatztools nutzen musste, die diese zusätzliche Funktionalität hinzufügen. Dann hat man sowieso nicht mehr Markdown und ist noch zusätzlich von den Tools abhängig, und der große Vorteil von Markdown, die Verbreitung, ist effektiv verloren.
wären.
Formeln sind ein Feature von vielen, die Tools mit nicht standardisierten Erweiterungen hinzufügen.
Skaliert überhaupt nicht.
Latex und Typst bieten dafür standardisierte Pakete an, die die Funktionalität nahtlos erweitern.

ETI1120 schrieb:
Und wenn juckt das? Dass CSS schreibt man ein einziges Mal.
Mich (mindestens einmal pro Dokumentenreihe btw).
Bitte die anderen Gründe nicht vergessen.


ETI1120 schrieb:
Es ist mir massiv an den Beispielen von Typst aufgestoßen, dass sie nicht dargestellt haben wie man das Stylesheet vom Text trennen kann.
https://typst.app/docs/tutorial/making-a-template/ tldr: show rules
 
ETI1120 schrieb:
MS Word zu verwenden war für mich ein massiver Rückschritt. Klar hatte MS Word mehr Funktionen als meine kleine Textverarbeitung auf dem Atari ST und die hat auch keine Formatvorlagen.
Ja , der Atari soll eine bessere Textverarbeitung gehabt haben.

ETI1120 schrieb:
Einer meiner Profs meinte, wenn alle Funktionen die MS Word hätte, funktionieren würden, wäre MS Word die beste Textverarbeitung.
Die Wordgrundlage soll ja von einer anderen Firma zugekauft worden sein, aber darüber gibt es keine Aufzeichnungen.

Besser als Wordstar und Konsorten war es allemal aufgrund der WYSIWIG-Darstellung.
Da hat man eben nicht ^S ^D ^B vor und nach dem Wort stehen gehabt im Text und erst beim Druck die endgültige Form gesehen.

ETI1120 schrieb:
Aber viele Funktionen haben eben nicht stabil funktioniert.
Über die 50-Seiten Bugs haben wir uns auch aufgeregt bei der Dokumentation, aber da war die Konkurrenz längst erledigt.

ETI1120 schrieb:
Und das gemeine mit MS Word war, es hat eine Weile funktioniert und dann irgendwann nicht mehr.
Ein Speicherfresser war Office schon immer.
Hat man es als erstes Programm gestartet, hat es alles verfügbare belegt.

ETI1120 schrieb:
Auch für einen OfficePC.
Ich sehe da keinerlei Bedarf für einen Touchlandeplatz.

ETI1120 schrieb:
MS Office 2003 war die erste Version mit der man vernünftig arbeiten konnte*)
Ich habe mit der 97er Version ebenso gut gearbeitet.

ETI1120 schrieb:
und MS Office 2007 war gut. Die späteren Änderungen auch im Kontextmenue waren ebenso positiv.
Tut mir Leid, das ist alles immer überladener geworden.

ETI1120 schrieb:
Was ist das für ein Argument?
Denk mal nach.

ETI1120 schrieb:
Wenn man mehrere Fenster offen hat, will man nicht jedes Fenster auf die gesamte Breite ziehen. Im Büro habe ich einen setup mit 27" Monitor und Notebookbildschirm. Zuhause habe ich einen 34".
Ich sprach von Pixeln, nicht von Zoll, aber gut.

Aber darum geht es hier schon lange nicht mehr.
 
Muntermacher schrieb:
Leider mußte ich beruflich immer mit MS Office arbeiten, so daß ich die Ribbons irgendwann nutzen mußte. Sie sind langsamer, weil man öfter wechseln mußte.
Meine Erfahrung war das Gegenteil, anstatt durch die Menues zu gurken ist das was braucht im Ribbon.

Und wenn man etwas aus einer anderen Funktionsgruppe braucht wechselt man schnell mal das Ribbon. Wobei MS Word je nach dem was man auswählt auch Mal das Ribbon automatisch umstellt.

Ich habe letztes Jahr nach 20 Jahren wieder mit dem FrameMaker arbeiten müssen, und wieder feststellen müssen wie anstrengend es ist, sich durch umfangreiche Menues wühlen zu müssen.
Ergänzung ()

wuselsurfer schrieb:
Ja , der Atari soll eine bessere Textverarbeitung gehabt haben.
Er hatte mehrere gute. Signum war ein klassiker.
wuselsurfer schrieb:
Besser als Wordstar und Konsorten war es allemal aufgrund der WYSIWIG-Darstellung.
Da hat man eben nicht ^S ^D ^B vor und nach dem Wort stehen gehabt im Text und erst beim Druck die endgültige Form gesehen.
Was ich bei MS DOS gesehen habe war für mich immer einfach nur abschreckend.
wuselsurfer schrieb:
Über die 50-Seiten Bugs haben wir uns auch aufgeregt bei der Dokumentation, aber da war die Konkurrenz längst erledigt.
Wer als Unternehmen umfangreiche Technische Dokumentation mit MS Word macht, ist selbst schuld.

Ich hatte eine Studienkollegin die das Aufbau-Studium mehr oder weniger neben her gemacht hat. Im Studium hatte sie FrameMaker. Auf Arbeit musste sie mit MS Word arbeiten. Das damals grauselig schlecht war.

wuselsurfer schrieb:
Ein Speicherfresser war Office schon immer.
Hat man es als erstes Programm gestartet, hat es alles verfügbare belegt.
Aber hier habe ich nicht die andauernde Abstürze oder gevesperten Dokumente gemeint. Ein Klassiker war damals Master und Filialdokument. Das anfangs wenn man alles Aufgebaut hat Funktioniert hat, und dann plötzlich nicht mehr. Ist einem Kollegen noch mal 2007 passiert. Wir haben ihn gewarnt, seine Antwort tut doch. Und dann irgendwann tat es eben nicht mehr.
wuselsurfer schrieb:
Ich habe mit der 97er Version ebenso gut gearbeitet.
Ich kannte zu der Zeit professionelle Programme und dagegen war MS Word eine Kathastrophe.
wuselsurfer schrieb:
Tut mir Leid, das ist alles immer überladener geworden.
MS Word war schon immer überladen.
Ergänzung ()

KitKat::new() schrieb:
Du schreibst vielleicht keine Dokumente, sorry klingt stark nach Workaround für die Unzulänglichkeiten von Markdown.
Beinahe 30 Jahre Technische Dokumentation.
 
Zuletzt bearbeitet:
DocAimless schrieb:
Pandoc lässt grüßen, Pain-Text mit Markdown Syntax in dem Editor nach Wahl wo einem die UI gefällt bzw. die Auswahl der Tools und ab gehts. Da ist es dann egal mit welchem OS, Programm oder nur im Browser/Cloud dies geschrieben wird.
Danke, Pandoc kannte ich noch nicht.

reStructuredText und Markdown haben den Vorteil dass man große Mengen an Text ohne viel Aufwand gut strukturiert schreiben kann. Mit so einem Tool wie Pandoc und ein paar Stylesheets, ...
 
DITTY schrieb:
Das Argument „schlicht und einfach“ macht keinen Sinn,
Doch macht es, weil es für mich am meisten Sinn macht, wenn ich eine logisch aufgebaute Menüführung ohne die Reizüberflutung der Ribbons habe. Am liebsten hab ich sogar SAA Menüs.

Deine Disziplin des professionellen Human Interface Design lässt immer schön ausser Acht, dass es keinen standardisierten Anwender gibt. Jeder Anwender hat nämlich seine eigenen Arbeitsweisen. Und von daher kann man eben auch nicht jeden mit diesen aufgezwungenen Verbesserungen begeistern, die letztlich nur einem Zweck dienen: Dem Anwender mit optischen Gimmicks das nächste Geld aus der Tasche zu leiern.
 
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Würde da noch Typst mit in den Ring werfen. Ähnliche Richtung wie LaTeX, aber deutlich intuitiver und mit Live Vorschau.
 
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ETI1120 schrieb:
Und wenn man etwas aus einer anderen Funktionsgruppe braucht wechselt man schnell mal das Ribbon.
Genau das ist das, was ich sehr oft machen muß, weswegen es mich stört. Früher waren all diese Dinge in einer Funktionsleiste, weswegen ein Klick reichte. Jetzt brauche ich mindestens zwei, einmal Ribbonwechsel + Auswahl. Und der Ribbon wechsel ist immer noch häufig nicht der richtige.
 
MaverickM schrieb:
Sieht halt immer noch - oder gerade deswegen - maximal altbacken aus. Ich frage mich, was so schwierig daran sein soll, die Office UI einfach zu kopieren... Oder ist das Absicht, nur um anders zu sein!?
Ich schliesse mich MaverickM an und zwar aus folgendem Grund: Wenn LibreOffice "ähnlicher aussehen" würde wie Microsoft Office (oder halt Microsoft 365), dann würden doch viel mehr User umsteigen.
Die Hürde des anderen Designs in LibreOffice sollte man nicht unterschätzen. Die meisten Anwender lernen nun mal als erstes Office jenes von Microsoft kennen und bleiben dabei, weil sie schlicht keine Lust, Zeit oder was auch immer haben, sich in LibreOffice einzuarbeiten.
Da nützt es auch nichts, dass LibreOffice sehr gut ist und und auch noch kostenlos - auch wenn eine kleine Spende bei Dauergebrauch wohl angebracht wäre - zu haben ist.
 
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Muntermacher schrieb:
Genau das ist das, was ich sehr oft machen muß, weswegen es mich stört. Früher waren all diese Dinge in einer Funktionsleiste, weswegen ein Klick reichte.
Das ist nicht meine Erinnerung. Man hätte zig Leisten andocken müssen, die sehr viel Platz auf dem Bildschirm gekostet hätten. Und selbst wenn man das gemacht hat, ist man dann doch wieder durch die Menues gewandert, weil das was man gebraucht hat nicht in dern angedockten Leisten war ...

Ich arbeite noch mit vielen Programmen die klassische Iconleisten haben, all diese Funktionsleisten sind massiv schlechter als Ribbons. Ein wesentlicher Aspekt der Ribbons ist, dass Funktionen erheblich besser gruppiert werden können. Durch den Kontext der Funktionsgruppe fällt es viel leichter die Icons ihrer Funktion zuzuordnen.

Ein wesentlicher Punkt warum LibreOffice wesentlich schlechter als MSOffice ist, liegt darin, dass die Gruppierung der Funktionen schlecht zu erkennen ist.

Auch die Menues von MS Words waren eine Katastrophe. Aber das ist Prinzipbedingt.

Muntermacher schrieb:
Jetzt brauche ich mindestens zwei, einmal Ribbonwechsel + Auswahl. Und der Ribbon wechsel ist immer noch häufig nicht der richtige.
Aber den Menueintrag hast Du früher immer auf Anhieb gefunden, :D
 

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ETI1120 schrieb:
Das ist nicht meine Erinnerung. Man hätte zig Leisten andocken müssen, die sehr viel Platz auf dem Bildschirm gekostet hätten. U
Muß au h nicht Deine Realität gewesen sein, es hängt ja viel davon ab, was die eigene Arbeitsweise ist. Ich kam mit drei Leisten zurecht. Diese (meine) 3 waren schmaler als die Ribbonleiste heute, welche ca. 3,5 meiner Leisten ausmacht. Allerdings nahm ich auch immer kleine Symbole ohne Text. Jedenfalls war bei mir 95% der Dinge, die ich häufig benötige, diekt erreichbar. Heute,m muß ich ständig die Ribbons wechseln.
 
Land_Kind schrieb:
Ich schliesse mich MaverickM an und zwar aus folgendem Grund: Wenn LibreOffice "ähnlicher aussehen" würde wie Microsoft Office (oder halt Microsoft 365), dann würden doch viel mehr User umsteigen.
MSOffice 1:1 nachzubauen ist auch keine Lösung. Und das Aussehen ist irrelevant, dass kann man im übrigen anpassen. Es geht darum wie das UI funktioniert. Aber MS Office ist alles nur nicht perfekt. Da hat man Dinge die sehr gut umgesetzt sind. Und Dinge die mich immer wieder ärgern:

  • Die Schnapsidee, die Funktionen in Excel auf Deutsch zu benennen, nicht zu übernehmen, ist eine gute Idee von LibreOffice. Denn die Wahrscheinlichkeit dass diejenigen die eigene Funktionen programmieren andere Programmiersprachen kennen ist sehr hoch.
  • Wie in MS Word Listen gemacht werden ist einfach nur grotik schlecht. Hübsche klickibunti Dialoge die im Endeffekt erheblich weniger können als das was im FrameMaker in einem einzigen Feld eingestellt werden kann.
  • Wie MS Word mit Absatzabständen umgeht ist einfach nur nervig.
  • Wie Seiten eingerichtet werden, ...
  • Das grotige Zeichentool von Word ... Aber hier ist LibreDraw erheblich besser als das was MS Word selbst kann. Und Visio finde ich nicht entscheident besser als LibreDraw.
Es gibt viel was man besser als MS Office machen kann. Es anders schlecht zu machen ist in der Tat keine gute Idee.

Und es ist ja auch nicht so, dass sich das UI von LibreOffice nicht geändert hätte. Das schlechte Aussehen kommt im übrigen zu einem großen Teil von den "modernen" Breeze Icons.


Land_Kind schrieb:
Die Hürde des anderen Designs in LibreOffice sollte man nicht unterschätzen. Die meisten Anwender lernen nun mal als erstes Office jenes von Microsoft kennen und bleiben dabei, weil sie schlicht keine Lust, Zeit oder was auch immer haben, sich in LibreOffice einzuarbeiten.
Wer hat denn Lust sich Privat MS Office zu kaufen?

Auf der anderen Seite, bei den meisten Firmen bekommst Du nichts anderes als MS Office rein.

Land_Kind schrieb:
Da nützt es auch nichts, dass LibreOffice sehr gut ist und und auch noch kostenlos - auch wenn eine kleine Spende bei Dauergebrauch wohl angebracht wäre - zu haben ist.
LibreOffice wird genutzt. Aber dass es noch andere mehr oder weniger freie OfficePakete gibt, zeigt dass viele mit LibreOffice nicht zurecht kommen oder LibreOffice nicht mögen.

Ein ganz wichtiger Aspekt bei der ganzen Angelegenheit ist, welche Funktionen brauchen Privatanwender wirklich? Alleine den Funktionsumfang zu begrenzen und das was man unterstützt gut umzusetzen kann ein Programm für viele Anwender sehr attraktiv machen.

Aber LibreOffice steht dieser Weg nicht offen, da LibreOffice den Anspruch hat eine vollständige OfficeSuite als Gegenpart von MSOffice zu sein.
Ergänzung ()

Muntermacher schrieb:
Muß au h nicht Deine Realität gewesen sein, es hängt ja viel davon ab, was die eigene Arbeitsweise ist.
Wie es nun Mal so mit den Arbeitsweisen ist.
 
Land_Kind schrieb:
Wenn LibreOffice "ähnlicher aussehen" würde wie Microsoft Office (oder halt Microsoft 365), dann würden doch viel mehr User umsteigen.
haha Da kennt wohl jemand MS Office vor 2003 nicht. Den ab der Einführung von Ribbon gabs genug gemecker das MS Office nicht bedienbar ist.
Land_Kind schrieb:
Die Hürde des anderen Designs in LibreOffice sollte man nicht unterschätzen. Die meisten Anwender lernen nun mal als erstes Office jenes von Microsoft kennen und bleiben dabei, weil sie schlicht keine Lust, Zeit oder was auch immer haben, sich in LibreOffice einzuarbeiten.
Nennt sich Gewohnheitstier, gleiche kann man 1:1 zum OS sagen. Also ist diese Aussage bzw. Interpretation einfach hinfällig.
ETI1120 schrieb:
Ich arbeite noch mit vielen Programmen die klassische Iconleisten haben, all diese Funktionsleisten sind massiv schlechter als Ribbons.
macOS - hold my beer.
 
DocAimless schrieb:
Warum etwas kopieren was für Dich vielleicht gut ist aber für andere hinderlich? Dazu wenn sie dies 1:1 kopieren würden, würde sicherlich viele sagen das LibreOffice ja nur eine Kopie von MS Office wäre usw.
[...]
Da stimme ich dir grundsätzlich zu, allerdings gerade heute habe ich nach einer Testzeit LibreOffice vom PC runtergeschmissen, für mich ist dieses scheinbare Durcheinander an "Buttons mit Text", dann wieder Massen an Buttons irgendwie in einer Gruppierung" auch nach vier Wochen nicht durchschaubar - ich denke, das war es auch, was @MaverickM meinte...

Mit freundlichen Grüßen
 
ETI1120 schrieb:
MSOffice 1:1 nachzubauen ist auch keine Lösung. Und das Aussehen ist irrelevant, dass kann man im übrigen anpassen. Es geht darum wie das UI funktioniert. Aber MS Office ist alles nur nicht perfekt. Da hat man Dinge die sehr gut umgesetzt sind. Und Dinge die mich immer wieder ärgern:
perfekt ist es nicht. Aber man merkt, dass Microsoft ganz andere Ressourcen hat, was UI-Gestaltung angeht.
 
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