KitKat::new() schrieb:
Ich mag die Art und Weise von Markdown Dokumente zu verfassen,
Das Problem ist das mit dem Dokumenten verfassen. Es ist in vielen Fällen gar nicht notwendig.
Wenn man tatsächlich große Dokumente verfassen will, würde ich dringend zu FrameMaker raten. So wie ich mitbekommen habe ist LibreOffice nicht so instabil wie MS Word. Aber FrameMaker hat eben die notwendigen Funktionen, um mit großen Dokumenten umgehen zu können.
Ein Kollege und ich haben vor 20 Jahren eine Toolkette gebastastel, die wir an unser ALM-System angeflanscht haben. Die Texte in den Feldern des ALMSystems wurden in einer WikiNotation erfasst. Wir haben die relevanten Felder per XML-Report rausgeholt, den Inhalt der Felder nach HTML-gewandelt und das ganze Dokument nach PDF gedruckt. Das ganze lief als Serverprozess. Das einzige Problem waren die Tabellen.
Der Vertieb des ALM-Anbieters war beieindruckt.
KitKat::new() schrieb:
Auf jeden Fall ein Fortschritt zu diesen unsäglichen docx Dokumentationen u.ä. git-inkompatible Optionen, die mir bereits untergekommen sind.
Aber als Standard sehe ich das eher weniger, meistens wird Markdown dann doch eher nur für kleineres auf README Niveau genutzt oder in etwas größeres gebasteltes integriert, das die Unzulänglichkeiten von Markdown füllt.
Der Punkt ist dass man keine Dokumente schreibt. Eine Handlungsseqeunz lässt sich Problemlos in Markdown schreiben, es muss nur als einzelne Datei abgelegt werden. Das Dokument baut man aus vielen einzelnen Dateien zusammen.
Wer heute in der Technischen Dokumentation mehr als 2 oder 3 Seiten in eine Datei schreibt macht grundsätzlich was falsch.
KitKat::new() schrieb:
Und die Layouts gestalten sich von selbst?
Das war ja der Clou warum LaTeX eingesetzt wurde, es gab die fertigen Stylesheets die man verwenden musste. Wenn alle dieselben Stylesheets verwenden, ...
Die Publikationsengine von Adept/Epic/Arbortext Editor hat ursprünglich auch auf eine LaTeX Layout Engine aufgesetzt. Aber die Stylesheets wurden als FOSI erstellt. Natürlich wurden die Stylesheets eigenständig ablegt.
KitKat::new() schrieb:
Der Kern ist nicht viel anders wie Markdown, ja, aber die Menge zusätzlicher Auszeichnungen sehe ich nicht.
Der Zusatz besteht eher in einer einfachen (v.a. im Vergleich zu Tex) Scriptsprache mit Zugriff auf das Dokument und Bestandteilen dessen sowie die Formelintegration.
Die meisten Markdown-Prozessoren unterstützen die LaTeX-Formelsystax, auf die selbe Art und Weise wie Typst per $...$ bzw $$...$$
KitKat::new() schrieb:
2. CSS schreibt sich im Vergleich zu Typst und Markdown wie ein Grauß
Und wenn juckt das? Dass CSS schreibt man ein einziges Mal.
Es ist mir massiv an den Beispielen von Typst aufgestoßen, dass sie nicht dargestellt haben wie man das Stylesheet vom Text trennen kann.
Das erste das man beim professionellen Umgang mit Textverarbeitungen lernt ist, dass man ausschließlich mit Absatz- und Zeichenformaten formatiert.
Leider ist das einzige Programm das vernünftig mit Absatz- und Zeichenformaten umgegangen ist, so ziemlich vom Markt verschwunden. FrameMaker hat das halblegs ordentlich gelöst. Die Normal.dot bei Word ist auch eine Sache die mehr Ärger als Nutzen stiftet.