News Insolvenz: Händler Atelco meldet Zahlungsunfähigkeit an

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Der Käuferschutz bei PayPal ist auf 180 Tage begrenzt, also gleich einen Fall eröffnen.

Ich habe mein Geld, für einen allerdings gelieferten Artikel, noch vor ~4 Wochen wiederbekommen, hatte aber auch mit PayPal bezahlt.
Dafür hat man bei Atelco erstmal behauptet, man habe den Artikel nicht zurückerhalten, obwohl ich das belegen konnte.

Die Firma, bei der ich schon vor mehr als 20 Jahren meine Computer gekauft habe, hat nichts mehr mit dem zu tun, was daraus geworden ist.
Meiner Meinung nach wird dort Abzocke betrieben und einen derart schlecht aufgestellten, von der eigenen Warenwirtschaft anscheinend überforderten, Händler als Beispiel für das Aussterben des Einzelhandels als solchen hinzustellen, ist schlicht falsch.
 
Ein Bekannter von mir ist Jurist und er ist Fachanwalt für Insolvenzen. Da wird sehr viel zigeunert, hat ihm mal einen Strafbefehl eingebracht. Dabei hatte er großes Glück, dass es nur ein Strafbefehl (ging um Insolvenzverschleppung) war. Jedenfalls sorgt so ein Anwalt dafür, dass ihr als Geschäftsinhaber bzw. Eigentümer so gut wie möglich aus der Sache kommt und die Kunden die gearschten sind, das ist eben die Kehrseite. Das hat wie gesagt nichts mit dem Insolvenzverwalter zu tun, das ist was anderes. Jedenfalls könnt ihr wohl euer Geld und eure Hardware abschreiben, das geht in die Insolvenzmasse. Die Firma wird wohl aus bekannten Gründen abgewickelt und das bisschen was da ist, reicht niemals aus um die Masse zu bedienen. Der Insolvenzverwalter ist nur da, weil es das Gesetz verlangt und damit die Mitarbeiter geschützt sind und weiterhin Geld bekommen und ordentlich gekündigt werden können. Das Geld ist schon zuvor weg, das hat die Geschäftsführung verbrannt, das regelt dann so ein Insolvenzanwalt und leitet das Insolvenzverfahren ein. Mein Beileid für die Opfer.
 
matty2580 schrieb:
Der klassische Einzelhandel wird noch lange wichtiger Bestandteil der Handels bleiben.
Warum Atelco Insolvenz anmelden musste, ist eher ein individuelles Problem.
Hier stimmte der Preis, Service, u.s.w. nicht mehr.

Persönlich bestelle ich fast nichts mehr online.
Die einzigste Postfiliale für mich in Potsdam ist im Sterncenter, für 3 große Wohngebiete, Stern, Drewitz, und den Kirchsteigfeld, mit über 20 000 Einwohnern. Die Post stellt bei mir fast immer nicht mehr direkt zu, trotz mehrfacher Beschwerden (über 20). Ich darf dann mit der gelben Karte über 1,5 km ins Sterncenter, dort (oft) an einer riesigen Schlange eine Stunde lang anstehen, und dann das (schwere) Paket nach Hause schleppen. Wenn man diese Prozedur wie ich seit Jahren regelmäßig durch hat, ist der Onlineeinkauf einfach zum abgewöhnen. Ich kann nur hoffen das der klassische Handel noch viel Jahre so weiter besteht.
Sorry......
Aber wie naiv bist du denn?
Es gibt Packstationen.
Aber wenn dir 1,5 km zu viel sind dann brauchst du in Zukunft wohl keine Post.
 
@IndigoHD

Atelco ist Mitglied bei den sog. "E-Trusted-Shops".

Dort kannst du einen Antrag auf Käuferschutz stellen. Mach das und du erhältst dein Geld zurück!

Auf der Homepage von E-Trusted-Shop steht nämlich genau, was im Falle einer Insolvenz passiert:

Du erhältst dein Geld zurück!

Hier ist der Link:

http://www.trustedshops.de/info/trusted-shops-schuetzt-vor-insolvenz/



Jeder der im Warenkorb bei Atelco den Trusted-Shop Schutz gewählt hat, bekommt jetzt auf diese Art sein Geld zurück!



Allen Betroffenen viel Glück und stellt den Käuferschutz-Antrag bei E-Trusted-Shops.
 
Zuletzt bearbeitet:
j-d-s schrieb:
Tja Leute, per Vorkasse sollte man nie, nie, nie zahlen. Schon gar nicht bei Beträgen über 50 Euro oder so. Es reicht ja schon wenn der andere nicht liefern will, damit ihr euer Geld möglicherweise nie wieder seht. Wenn man mit Kreditkarte, Bankeinzug oder Paypal zahlt, kann man das Geld recht problemlos wieder zurückholen. Und selbst wenn der Insolvenzverwalter es sich wiederholen will, muss er euch dafür erstmal verklagen.
Du hast wohl noch nie etas online gekauft?
 
Ich hab jetzt mal in ein paar anderen Foren gesucht und dort gibt es einige Leute die von Atelco einfach mal abezogen wurden:
Artikel vor knapp einem Monat bestellt und einfach nicht Versand, das gleiche Spiel lässt sich mit Retouren und den damit verbundenen Rückerstattungen bzw. Lieferungen von Ersatzgeräten beobachten :/
 
Das riecht alles nach Verschwörung hier. Atelco hat alle abgezockt oO (achtung ironie)... ich weis nicht. Ich hatte mit Atelco zwar nie kontakt aber mit hardwareversand und da war retoure wie auch Lieferung immer einwandfrei.

Einmal mehr bin ich froh das ich seid längerem keine neue Hardware mehr benötige und deshalb verschont bleibe :)
 
Die Insolvenz wird nur soviel verschleppt, daß es schwer nachzuweisen bzw. den Klageweg zu beschreiten ist, sich aber für die Firma / Geschäftsführer lohnt. Normal...
 
Hatte vor kurzen, 29 Juni, via Amazon auch bei ihnen bestellt.
12x NF-F12 PPC 3000 PWM kamen aber, wie ich nun feststelle, zum Glück vor kurzem bei mir an.
 
alpaycal schrieb:
Wie ist es denn, wenn am z.B. irgendein Produkt in Raten gekauft hat? Würde mich mal interessieren, wie es mit den Leuten aussieht.
Zum Beispiel PC in Raten bei HWV "gekauft" und man bezahlt noch die Rate.

Naja das sollte hier wohl keine Rolle spielen da die Finanzierung in solchen Fällen meistens über eine Bank läuft.
D.H. Die Bank finanziert dem Kunden den Betrag. Der Händler bekommt das Geld von der Bank und der Kunde ist aber diesem Zeitpunkt Schudlner der Bank und nicht gegenüber dem Händler.


Was mich wunder ist warum man aktuell über den Onlineshop noch bestellen kann.
 
Atelco darf zum jetzigen Zeitpunkt keine Vorderungen bedienen. Das obliegt dem Insolvenzverwalter. Selbst wenn sie wollten, um noch Kunden halten zu können, dürften sie es nicht.
 
di.roth schrieb:
Der Geringverdiener möchte nun aber Produkte erwerben, die sein Geldbeutel eigentlich nicht hergeben kann.
Dank Online und Preisverfall soll es aber möglich gemacht werden.

Demnächst stehen diese Leute im Baumarkt und kaufen einen Eimer Farbe und beschweren sich, warum in diesem Preis der Maler nicht inbegriffen ist, der die Wände pinselt-etwas überspitzt dargestellt aber ich denke, jeder weiß was ich meine.
Und genau dieser "Geringverdiener" ist es der sich daheim oder am Stammtisch(oder sonst wo) über die Ausbeuterbezahlung seines Arbeitgebers beschwert und mehr Kohle für seine Arbeit fordert.

Das ist die, durch miese Politik und frei wildernde Marktwirtschaft anerzogene Massenverblödung unserer Zeit.
 
onkel_axel schrieb:
Das ist Blödsinn, was du erzählst.
Bei einem insolvenzverfahren, werden alle Gläubiger und Forderungen gleich behandelt.

Das ist quatsch!
 
Sobald irgendwas eine Aktiengesellschaft ist, ist es fürn Ar*** !

Und die ganzen Tochtergesellschaften :freak::eek:

Zitat Zitat von onkel_axel Beitrag anzeigen
Das ist Blödsinn, was du erzählst.
Bei einem insolvenzverfahren, werden alle Gläubiger und Forderungen gleich behandelt.

Das ist wirklich Quatsch... wer zuerst sich anmeldet hat höhere Chancen etwas zu bekommen vom Insolvenzverwalter.
 
Das ganze ist tragisch, sowohl für das Unternehmen selbst (dort arbeiten auch Menschen, deren Existenzen daran hängen!) also auch für die Gläubiger. Ich kann jeden Kunden hier verstehen, keine Frage, ich wäre auch sauer. Deshalb muss man aber nicht auf das Insolvenzrecht schimpfen, das Regelt nur die Abwicklung des ohnehin eingetretenen worst case und ermöglicht immerhin je nach Umstand eine (minimale) Entschädigung. Unterm Strich zwar scheiße, aber besser als nichts. Und "für die Chefs" wird da bestimmt nichts "rausgeholt" - die sind angestellte wie alle anderen auch und im Falle einer vollständigen Abwicklung ebenso ihren Job los.

lottepappe schrieb:
Das ist wirklich Quatsch... wer zuerst sich anmeldet hat höhere Chancen etwas zu bekommen vom Insolvenzverwalter.

Mein Gott... informiert euch doch bevor ihr solchen Müll von euch gebt...


Zum Beispiel: https://www.stuttgart.ihk24.de/rech...menskrisen/Glaeubiger_in_der_Insolvenz/684964
 
Oely schrieb:
Du hast wohl noch nie etas online gekauft?

Du etwa? Ich zahle nie im Voraus und schon gar nicht per Überweisung bei größeren Beträgen.
Wer bei seiner 750€ Grafikkarte dann Vorkasse wählt weil es 2€ weniger Versand kostet hat gelinde gesagt selbst schuld.
Nichtmal Maßanfertigungen zahle ich im Voraus und die sind echt wertlos wenn ich sie nicht bezahle.
 
Kaufe auch schon sein bestimmt etwas über 10 Jahren online ein und hab auch noch nie was per Vorkasse gezahlt. Entweder Rechnung oder Kreditkarte bzw. Bankeinzug bei Amazon.
 
Patrick_06 schrieb:


Jeder der im Warenkorb bei Atelco den Trusted-Shop Schutz gewählt hat, bekommt jetzt auf diese Art sein Geld zurück!



Allen Betroffenen viel Glück und stellt den Käuferschutz-Antrag bei E-Trusted-Shops.

aber nur binnen 30 tagen nach zahlung mgl ! also frist beachten
 
das_mav schrieb:
Du etwa? Ich zahle nie im Voraus und schon gar nicht per Überweisung bei größeren Beträgen.
Wer bei seiner 750€ Grafikkarte dann Vorkasse wählt weil es 2€ weniger Versand kostet hat gelinde gesagt selbst schuld.
Nichtmal Maßanfertigungen zahle ich im Voraus und die sind echt wertlos wenn ich sie nicht bezahle.
Ist aber oft schwierig. Auf Rechnung/Bankeinzug bietet fast keiner an, vor allem nicht bei der ersten Bestellung.
Kreditkarte ist auch Vorkasse und ist keine Garantie das man in so einem Fall sein Geld wieder bekommt.
 
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