News Intel Software Defined Silicon: Aufwertbare Prozessoren könnten zurückkehren

Viper816 schrieb:
Tolles gemachtes Beispiel. Aber leider Ziel verfehlt. Dieses nachträgliche Upgrade in dem Beispiel ist dann genau so teuer wie der Top-Chip damals. Für dass gleiche Geld würde er vermutlich den neueren Top-Chip bekommen oder den alten Top-Chip der mittlerweile viel günstige ist.

Das war ja nur sein Beispiel denn keiner sagt das ein nachträgliches Upgrade genauso teuer ist, bzw. nicht im Preis angepasst werden kann. Hier wird sich mal wieder künstlich über ungelegte Eier aufgeregt.
 
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AlanK schrieb:
In der Autoindustrie völlig normal geworden.
Viele Funktionen sind verbaut müssen aber im Steuergerät, online oder Navi freigeschaltet werden.

Richtig, da geht es um Software.

Dies hier ist die Hardware...
Als wenn du im Urlaub dem Auto per Keyeingabe einen Heckspoiler oder getönte Scheiben verpassen würdest.
 
Auf meinem Westmere Xeon müsste ich wegen Meltdown/Spectre eigentlich Hyperthreading abschalten um voll abgesichert zu sein, erstattet Intel mir jetzt das Geld zurück? Ist wahrscheinlich wie immer eine Einbahnstraße um Kunden zu melken, darum halte ich davon überhaupt nix.
 
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ro///M3o schrieb:
Da braucht man keine Freischaltcodes auf nem Riesenmonolythen der z.B. 64Kern könnte aber nur mit 16 gekauft wird.
Davon redet doch auch keiner, oder hab ich den entsprechenden Post überlesen? Aber gerade AMD hat z.B. heute Prozessoren mit deaktivieren Kernen im Angebot.

Außerdem wurde ja auch im Artikel erwähnt, dass es bei bisherigen Vorständen um Dinge wie HT und nicht um ganze Kerne geht.
Ergänzung ()

Endless Storm schrieb:
Richtig, da geht es um Software.

Dies hier ist die Hardware...
Auch da geht's um HW: Wenn du Funktionen im Auto nachträglich freischalten willst, dann brauchst du schon vorher die entsprechenden Sensoren und leistungsstarke CPUs. Also genau das gleiche was kntel hier Vorschlägt: Die HW ist von anfang an da, Ausgereizt wird sie aber erst nach Freischaltung.
 
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Ich bin da ein wenig unentschlossen ob das was Gutes ist oder nicht.

Intel kann seine Fertigung im Grunde auf eine Handvoll Chips runterbrechen und die werden dann eben per Software "verfeinert", aus der Sicht sicherlich wirtschaftlich interessant für Intel.

Über die Nachhaltigkeit lässt sich streiten. Hier werden dann Ressourcen verbraten, die am Ende ggf. gar nicht verwendet werden, was eigentlich nicht schön ist. Aber da gibt es andere Produkte, bei denen das leider genauso ist, wie eben bei Autos, auch einfach aus dem Grund möglichst wenige Fertigungslinien zu haben. Ich weiß jetzt nicht wie hoch da die Verschwendung bei so einer CPU ist.

Für die Kunden ggf. auch. Da kauft man sich einen neuen Rechner/Server mit best. Specs zu einem niedrigeren Preis und wenn man mehr Leistung braucht, zahlt man eben nochmal was für den entsprechenden Key und kann sein System damit aufrüsten. Eigentlich eine nette Idee.

Ich denke aber dass sowas letztlich schon zu einem Problem werden kann. Software bietet immer eine gewisse Angriffsfläche und sowas würde ggf. neue Arten von DDoS ermöglichen, falls man Features auch wieder deaktivieren kann.
Außerdem sehe ich hier für Intel auch das Problem, dass es in einschlägigen Kreisen bald Keys oder Keygeneratoren geben wird und Intel das Programm wieder einstellen wird, da sich die meisten dann ja die Basis Variante kaufen und mit so einem Key einfach upgraden.
 
Chris_S04 schrieb:
Ich denke aber dass sowas letztlich schon zu einem Problem werden kann. Software bietet immer eine gewisse Angriffsfläche und sowas würde ggf. neue Arten von DDoS ermöglichen, falls man Features auch wieder deaktivieren kann.
Naja, die Möglichkeit einzelne features per Software an und abzuschalten gibt's ja auch jetzt schon. Der Unterschied ist, dass Intel bei diesem Modell Geld dafür sehen will, bevor Funktionen freigeschaltet werden. Von demher weiß ich nicht, ob das wirklich so viel neue Angriffsfläche erzeugt. Ist aber sicherlich ein wichtiger Faktor.
 
nervenjere schrieb:
schonmal was von yieldrate gehört?
meist kann der Hersteller die Parameter bei den beschnitten chips nicht garantieren.
du basht hier herum, scheinst aber 0 plan zu haben


Was hat das mit Yield Raten zu tun?
Du glaubst doch nicht, dass alle Intel (oder AMD) 6-Kerner teildefekte 8-Kerner sind, oder? (oder jede 3080 eine teildefekte 3090, etc...).

Gibt unter den 6-Kerner sicherlich genug Chips, die auch problemlos als 8-Kerner hätten verkauft werden können - aber da sie nicht nur die Top-Modelle verkaufen, brauchen sie auch ein paar weitere.

Aber Unsereins wird wohl kaum in der Lage sein, zuverlässige Aussagen über irgendwelche Yield-Raten und mögliche Ausschussware machen zu können
 
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Also ich möchte mir jetzt eine 3010 für 100 Euro freischalten, um dann irgendwann einmal eine bezahlbare 3090 per 300 Euro Karte freizuschalten. YEAH! :-)
Ergänzung ()

tomgit schrieb:
Und die nächste Ransomware wird dann vermutlich die Schnittstelle ausnutzen und Funktionen einfach deaktivieren
Schön wäre es ja, wenn man mit dem Smartphone die Codes im Laden (da wo man noch selber reingehen udn einkaufen muss^^) abfotografieren könnte. So wie es damals bei Spiele-CD-Codes gemacht worden ist. Ich bin dabei. Yeah! ^^ :-)
 
Endless Storm schrieb:
Richtig, da geht es um Software.

Dies hier ist die Hardware...
Als wenn du im Urlaub dem Auto per Keyeingabe einen Heckspoiler oder getönte Scheiben verpassen würdest.
Nicht richtig was du sagst.
Der Autohersteller verbaut die Hardware ab Werk. Z.B. App Connect oder Die Sensoren und Kameras oder das Navi.
Er schaltet sie aber nur per Software gegen € frei.

Intel verbaut das auch alles. Möchte aber mehr Cache oder Kerne nur gegen € freischalten.
 
Der erste Reflex war auch, "Was für ein Schmarrn"
Beim zweiten Überlegen ist das garnicht einmal soo Blöd.
Wenn man mal als Beispiel Amd´s Spezial Epycs mit wenigen Kernen und viiiel Cache nimmt. Da bin ich mir sicher, das AMD dort jede Menge Kerne deaktiviert. Wenn man die nun, wenn sich eine Nutzungsänderung oder der Bedarf nach mehr Kernen ergibt in gewissen Grenzen freischalten könnte, wäre das doch sicherlich eine feine Sache.
Oder die Desktop CPU. Da gabs doch wohl auch schon 6 + 8 Kerner mit 2 Dies, von denen eines deaktiviert war? Könnte man ja auch CPU´s mit extra Aufrüstoption für Leute, welche zunächst nicht soviel Geld ausgeben wollen / können und einem (zunächst) geringen Aufschlag für die Option verkaufen und wenn später wirklich der Bedarf vorhanden ist einfach frei schalten. Beispielsweise einen 6 Ender zum 12er freischalten oder AMD verbaut mehrere zusätzliche Caches und wenn man meint das zu benötigen, kauft man es nach.
Sooo schlecht fände ich das jetzt nicht.
Voraussetzung ist natürlich, das der Prozess genügend gute Chips abwirft. Und einen 6er wird man auch kaum zum 16er freischalten können, da es ja ohnehin noch genug schlechte Chips gibt.
Wenn die Chipkrise irgendwann vorbei ist und niemand mehr weiß wohin mit dem Zeug, könnte ich mir das ungefähr in dieser Art gut vorstellen.
 
Da geht es wahrscheinlich um die Lagerhaltung.

Man will halt nicht 1000 verschiedene Modelle auf Lager liegen haben, um jeden Kunden ein passendes Modell bieten zu können. Die Intel Prozessoren basieren eh nur auf einer Handvoll Chips, die je nach Kunde von Intel konfiguriert werden.
So brauch man nur einige Basismodelle anbieten und regelt den Rest über das Freischalten.
 
So ein Modell kann für beide Seiten Vorteile haben, einige davon werden durch den Kapitalismus wieder aufgefressen werden, aber dennoch. Es ist vermutlich sogar umweltfreundlicher wenn man statt 5 Modelle nur eins produzieren muss, auch wenn einige Parts unbenutzt abliegen. Es bietet die Chance bei altgekaufter Hardware bei Bedarf mehr Performance zu aktivieren ohne, dass man es tauschen muss oder sogar die ganze Büchse auswechseln. Vor allem Firmen werden auch nicht rumrennen wie irgendwelche Kiddies und sich n KeyGen ziehen, weil da deutlich mehr dranhängt. Im Firmensegment haben oben genannte Vorteile noch deutlich mehr Gewicht, weil man dann ein Lizenzupgrade eher finanziert bekommt als eine komplette Ersetzung oftmals.

Wenn man sich nicht nur eindimensional mit dem Thema beschäftigt, dann liegt da viel Potenzial dahinter. Nebenbei wird das jetzt auch schon oft gemacht, auch wenn es dabei mehr um Yield-Raten geht. Gab in der Vergangenheit schon diverse Grafikkarten die man mit nem Bleistift upgraden konnte, weil Pins verbunden worden sind oder via hacked Firmwaren mehr Power aktiviert wurde (durch freischalten von Cores etc.)

Ist also auch überhaupt gar nichts Neues...
 
bersi84 schrieb:
Es ist vermutlich sogar umweltfreundlicher wenn man statt 5 Modelle nur eins produzieren muss, auch wenn einige Parts unbenutzt abliegen.
Milchmädchenrechnung.
Der primäre Grund, weswegen es überhaupt die vielen verschiedenen Modelle gibt, nennt sich Binning. Sicherlich wird Intel auch bei ein paar Chips hergehen und absichtlich Teile deaktivieren, aber beim i3 wirst sicherlich davon ausgehen können, dass hier ein i5/i7/i9 verwendet wurde, bei dem einfach nicht alle Cores funktionieren oder der Takt nicht ausgereizt werden kann. F-Produkte werden vermutlich sonst nach dem Standard funktionieren, jedoch die iGPU entweder nicht innerhalb der Spezifikation oder gar nicht tun.

Bei diesen Produkten hier muss man im Grunde davon ausgehen, dass sie nicht nur innerhalb der Spezifikation des Modells laufen, sondern auch darüber hinaus. Intel muss sichergehen, dass Funktionen tun, die eigentlich nicht verkauft wurden, aber nachgekauft werden könnten.
bersi84 schrieb:
Vor allem Firmen werden auch nicht rumrennen wie irgendwelche Kiddies und sich n KeyGen ziehen, weil da deutlich mehr dranhängt. Im Firmensegment haben oben genannte Vorteile noch deutlich mehr Gewicht, weil man dann ein Lizenzupgrade eher finanziert bekommt als eine komplette Ersetzung oftmals.
Ich behaupte mal, dass gerade Firmen diejenigen sein werden, die am wenigsten davon gebrauch machen werden. Hardware wird sowieso über Jahre abgeschrieben, höchstens Wartung und Instandhaltung wird da als laufende Kosten vorkommen. Muss man skalieren, werden vermutlich eher neue Systeme angeschafft als sich darum zu kümmern, ob die freigeschaltete Leistung ausreicht.
 
melemakar schrieb:
Aber Unsereins wird wohl kaum in der Lage sein, zuverlässige Aussagen über irgendwelche Yield-Raten und mögliche Ausschussware machen zu können
Dann lass es.
das "meist" in meiner Antwort hast wohl überlesen.
Ergänzung ()

Miuwa schrieb:
Arbeitest du bei Nvidia, oder woher weißt du, dass das meistens so ist?
Kein DIE ist frei von Fehlern.
im Endeffekt ist es eine Kategorisierung der dies.
Ich behaupte mal, die nehmen nicht die besten dies für die serien abseits von flagships.
 
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Hoffentlich scheitert das.
Der ganze "Pay as you grow" Scheiß, Softwarevermietung, die immer komplizierter werdenen Lizenzmodelle (gerade im Enterprise-Bereich), Abos und DLCs sind das Krebsgeschwür der IT und inzwischen auch von immer mehr Bereichen des Lebens.

Ich seh das leider auch im Netzwerkbereich.
Früher (2000) haste nen Router gekauft, deine 200k Euro auf den Tisch gelegt, dazu 10% davon pro Jahr für Support und alles war paletti.
Heute musst du erstmal Interfaces und FIB-Size per Lizenz freischalten, für ein halbes Dutzend Software Features irgendwelche Speziellizenzen kaufen (bzw. mieten) und verstehst ohne fremde Hilfe in der Regel gar nicht was du überhaupt kaufen musst.

Und für 9 von 10 Kunden ist der Kram am Ende des Tages natürlich auch teuerer als mit fixem Modell.
 
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