Notiz Intel Xe: AMD verliert Xbox-Chip-Chef-Entwickler an Intel

Volker

Ost 1
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Intel kann einen weiteren hochkarätigen Neuzugang für sich verbuchen. Mit Ali Ibrahim kommt nicht irgendein Senior Fellow von AMD, sondern der Chief Architect at AMD for all Microsoft Console XBOX SOCs – der Entwickler der Custom Chips für die Xbox. Er wird künftig für die Abteilung Intel Xe arbeiten.

Zur Notiz: Intel Xe: AMD verliert Xbox-Chip-Chef-Entwickler an Intel
 

[wege]mini

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guter Mann, eine gute Wahl von Intel.

Auch für ihn keine schlechte Entscheidung, bei Intel soll in dem Bereich viel wachsen in den nächsten Jahren.

Bei AMD war ja schon eigentlich klar, dass seine Arbeit getan ist und bis zur "nächsten" Generation in 5-7 Jahren viel Wasser den Bach runter läuft.

Ob wir 2025/27 überhaupt noch neue "Konsolen" erleben, die 40-50 "eigene" TFlop haben werden, erscheint mir momentan mehr als fraglich.

mfg
 

Krautmaster

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Ich denke wenn Intel ernsthaft auf Games abzielt dann ist eher der Treiber, weniger die Hardware das Problem.

Wobei man keine wirklichen Erfahrungen mit starken Intel GPU in Games hat. AMD und Nvidia haben aber etliche Jahre in game-spezifische Optimierung gesteckt.
 

PS-ShootY

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...
Bei AMD war ja schon eigentlich klar, dass seine Arbeit getan ist und bis zur "nächsten" Generation in 5-7 Jahren viel Wasser den Bach runter läuft.

Ob wir 2025/27 überhaupt noch neue "Konsolen" erleben, die 40-50 "eigene" TFlop haben werden, erscheint mir momentan mehr als fraglich.
Dass er ein guter Mann ist bestreite ich nicht - dass Intel ihn natürlich abwirbt ist auch irgendwo verständlich. Macht Intel aber natürlich in meinen Augen nicht sympathischer. Seit Jahren oder gar Jahrzehnten betreibt Intel eine Gängelung von bekannten Herstellern mit Verträgen, die ja auch bereits zu Strafzahlungen geführt haben.
Den Herstellern ist ja in der Vergangenheit nichts anderes übrig geblieben als darauf einzugehen, weil Intel - zugegebenermaßen - die besseren Produkte hatte.

Dennoch ist das einfach ein Schlag ins Gesicht für AMD - jetzt da sie an Fahrt aufgenommen haben um Intel Paroli bieten zu können. Ich bin kein Fanboy - von niemanden. Ich kaufe das, was mir die bessere Leistung zu einem günstigen oder sagen wir guten Preis bringt. Doch hat sich in den letzten Jahren für mich Intel schon zum "Bad Boy" entwickelt mMn. Auf Biegen und Brechen jetzt mit den CPUs mit irrwitzigen Leistungsaufnahmen AMD Konkurrenz machen zu wollen erinnert mich an die gute alte Prescott-Zeit.

Klar - der Meistbietende bekommt den Zuschlag. Auch offensichtlich jetzt so geschehen mit Ali Ibrahim.

Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen:
Was genau meinst du damit, dass bis zur nächsten Generation in 5 bis 7 Jahren noch viel Wasser den Bach runter läuft? Beim Thema GPU hat AMD noch einigen Nachholbedarf. Ich denke er wäre nun in der GPU-Sparte von AMD besser aufgehoben gewesen - als jetzt zur GPU-Sparte zu Intel zu wechseln. AMD verliert hier einfach einen sehr guten Chief Architect.
 

[wege]mini

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Klar - der Meistbietende bekommt den Zuschlag. Auch offensichtlich jetzt so geschehen mit Ali Ibrahim.
Völlig richtig. Löse dich aber bitte von dem Gedanken, dass wir hier nur über Geld reden.

Das gesamte Konzept, von dem Fußballspieler immer reden sollen, macht hier den Unterschied.

Intel sagt, wo sie hin wollen, was du machen sollst, was dafür nötig ist und was du am Ende bekommst. Die Bezahlung interessiert nur ganz zum Schluss.

Wenn man wirklich gut ist, zahlen immer alle mehr, als du wirklich jemals (ver)brauchst. Geld macht aber nicht glücklich.

Daher wird Intel ein gutes Konzept aufgestellt haben, was sie gerne machen würden und warum du bei ihnen arbeiten sollst und musst, weil sie es alleine nicht hin bekommen.

Gefällt dir das, machst du das. Wenn nicht, dann nicht.

Niemand ist in dieser Kette "böse".

mfg
 

fireblade_xx

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Klar - der Meistbietende bekommt den Zuschlag. Auch offensichtlich jetzt so geschehen mit Ali Ibrahim.

Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen:
Was genau meinst du damit, dass bis zur nächsten Generation in 5 bis 7 Jahren noch viel Wasser den Bach runter läuft? Beim Thema GPU hat AMD noch einigen Nachholbedarf. Ich denke er wäre nun in der GPU-Sparte von AMD besser aufgehoben gewesen - als jetzt zur GPU-Sparte zu Intel zu wechseln. AMD verliert hier einfach einen sehr guten Chief Architect.
Das ist im Regelfall nicht der Grund. Ich arbeite selbst in einem forschungsintensiven Hochtechnologiekonzern, hab so etwas daher schon oft gesehen. Hier geht es meist um persönliche Freiheiten, spezielle Projekte/Technologien die das Interesse geweckt haben oder allgemein dem Durst nach Neuem. Ab einer Fellow Position spielt das Gehalt nicht mehr wirklich eine Rolle, da es einfach ausreicht ;)

Versteh mich nicht falsch - natürlich spielt das Gehalt immer eine tragende Rolle, aber das gibt nicht den Ausschlag bei solchen Personen.
 

smalM

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Intel kann einen weiteren hochkarätigen Neuzugang für sich verbuchen. Mit Ali Ibrahim kommt nicht irgendein Senior Fellow von AMD, sondern der Chief Architect at AMD for all Microsoft Console XBOX SOCs – der Entwickler der Custom Chips für die Xbox.
Wieso habe ich den Eindruck, der Autor hat nicht die geringste Ahnung, was der Begriff Senior Fellow bedeutet.
 

markox

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Dennoch ist das einfach ein Schlag ins Gesicht für AMD [...]

Klar - der Meistbietende bekommt den Zuschlag. Auch offensichtlich jetzt so geschehen mit Ali Ibrahim.
Man sollte auch bedenken, dass es in der Branche nicht viele Arbeitgeber zur Auswahl gibt. Wechsel von Intel zu AMD gab es in der Vergangenheit genauso wie Wechsel von AMD zu Intel.

Mal drei schnelle Beispiele aus einer Google Suche (da wird es sicher noch ein paar mehr gegeben haben über die Jahre):

2020 - "Einstellung: Dan McNamara wechselt von Intel zu AMD" " Jetzt wird er Senior Vice President und General Manager in AMDs Server Business Unit"

2018 - "Martin Ashton wechselt von Intel zu AMD und wird Corporate Vice President" " Nun wird er schlicht „Corporate Vice President“ bei AMD sein und sich auf die GPU-Sparte sowie die dahinterstehende Technologie konzentrieren."

2012 - "Hochrangiger Mathematiker fängt in AMDs Grafikabteilung an" " Er tritt die Position als Chief Product Architect an und soll an der Entwicklung von neuen Technologien in AMDs Radeon- und FirePro-Grafiklösungen beteiligt werden. Ebenso soll er sich an neuen Roadmaps beteiligen."
 

Neodar

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Wattwanderer

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Ich finde beeindruckend, wie USA Talente anzieht und akzeptiert.

Hierzulande schickt man als Ali und Raja Bewerbungen rum und bekommt Putzstellen angeboten.

Andererseits klagt man natürlich lieber über Fachkräftemangel. Schaut mal nach Toilettenpapier. Wenn etwas knapp ist gibt man sich Mühe bei der Suche und greift notfalls tiefer in die Tasche.
 

Neodar

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Intel, irgendwie der FC Bayern der Tech-Branche :hammer_alt:
Unter der Prämisse, der FC Bayern würde Konkurrenten immer die Spieler wegkaufen? Das ist ebenfalls absoluter Quark.
In einer Position wie sie der FC Bayern hat, MUSS man immer daran interessiert sein, die besten Spieler zu haben und zu holen. Das bedingt dann natürlich, dass man diese Spieler eben bei Vereinen wie dem BVB, Leipzig usw. sucht. Eben dort, wo das Leistungsniveau auch sehr hoch ist.
Das ist in anderen Ligen auch nicht anders. Ein FC Liverpool wird sich zur Verstärkung seines Teams sicher nicht irgendwo in der zweiten englischen Liga umschauen, sondern ebenfalls bei hochkarätigen Konkurrenten.
Die anderen BuLi Vereine kaufen auch Spieler von direkten Konkurrenten ein. Komischerweise beschwert sich da kaum jemand drüber. Nur der FC Bayern wird immer wieder als der böse Manipulator hingestellt.
Aber das kommt eben vom Erfolg. Die Neider sind nicht weit.

Back to Topic:
Intel scheint da mit Xe wahrlich was deutlich größeres auf die Beine stellen zu wollen. Wenn sie dran bleiben und nicht nach wenigen Jahren schon wieder einen Rückzieher machen, könnten sie wohl auch tatsächlich eine stabile Konkurrenz zu NVidia und AMD werden.
Täte dem GPU Markt auf jeden Fall gut, denke ich.
An der Hardware selbst wird es wohl auch nicht scheitern. Viel wichtiger wird sein, was Intel in die Software investiert.
Ergänzung ()

Hierzulande schickt man als Ali und Raja Bewerbungen rum und bekommt Putzstellen angeboten.
Wenn man als Ali oder Raja nur eine entsprechend geringe Qualifikation hat, mag das so sein. Bewirbt man sich hingegen mit entsprechend guter Ausbildung bzw. sogar Berufserfahrung bei einem hierzulande ansässigen Tech Unternehmen, wird man (sofern Bedarf besteht) ebenfalls mit Kusshand genommen.
 

[wege]mini

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da kommt DER große Zampano der entsprechenden Abteilung.
Solch ein Konzern ist halt auch nichts anderes, als ein gutes Orchester. Du brauchst einen Dirigenten, gute Streicher, ein bisschen auf die Pauke hauen, einen Tastenklopper an einem guten Flügel o.ä., gerne auch mit Trompeten und natürlich einen Typen, der das alles bezahlt.

Sonst hätten wir ein Hauskonzert mit Pauken und Trompeten. :D

Du brauchst jeden einzelnen und wenn du das Ganze auch noch vermarkten willst, brauchst du ein Theater.

Eigentlich ganz einfach. :heilig:

mfg
 

Salutos

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Sehe das mittlerweile gelassen. Eher als Chance für AMD und den jungen hungrigen Nachrückern.
Intel geht es zunächst um die Person die man beim erstarkenden Konkurrenten abwirbt. Damit zeigt man seinen Geschäftspartnern, jetzt haben wir die richtigen Leute.
Und Ibrahim dem geht's um's Geld, Punkt.
Aus welchen Gründen sonst sollte man zu Intel wechseln?
Ach ja weil man endlich, nach Jahren, mal wieder was Neues machen möchte, hää?
Motivation dafür:
Weil es sich bei Intel um ein junges innovatives Unternehmen handelt? Nein!
Weil sie eine zukunftsträchtige Fertigung haben? Nein!
Weil sie ein agiles/dynamische Unternehmen sind? Nein!

Intel steht sich selbst im Weg, da helfen auch kein Lichtgestalten wie Keller, Koduri , Ibrahim, oder Garry Patton (GF)
Ich will damit vergangenen Arbeiten und Leistungen der genannten nicht schmälern. Aber all diese Personen treffen auf einen seit Jahrzenten gewachsenen Dinosaurier.
Stellt euch mal die Frage, wie konnte es soweit kommen, dass Intel trotz seines erdrückenden Vorsprungs, gerade rechts überholt wird?
 

smalM

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Forum-Fraggle

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Völlig richtig. Löse dich aber bitte von dem Gedanken, dass wir hier nur über Geld reden.

Das gesamte Konzept, von dem Fußballspieler immer reden sollen, macht hier den Unterschied.

Intel sagt, wo sie hin wollen, was du machen sollst, was dafür nötig ist und was du am Ende bekommst. Die Bezahlung interessiert nur ganz zum Schluss.

Wenn man wirklich gut ist, zahlen immer alle mehr, als du wirklich jemals (ver)brauchst. Geld macht aber nicht glücklich.

Daher wird Intel ein gutes Konzept aufgestellt haben, was sie gerne machen würden und warum du bei ihnen arbeiten sollst und musst, weil sie es alleine nicht hin bekommen.

Gefällt dir das, machst du das. Wenn nicht, dann nicht.

Niemand ist in dieser Kette "böse".

mfg
Jein. Wie jemand anderes schon sagte, es geht vermutlich eher um eigene Freiheiten und weniger Vorgaben.
Was das Gehalt betrifft liegst Du falsch. Es ist immer wichtig, besonders in Amerika. Selbst wenn der gute Mann auch direkt die Hälfte spenden würde. Grund: Die Höhe spiegel den Respekt vor der Leistung wieder. Ob er das Geld dabei braucht ist unwichtig.
Wieso habe ich den Eindruck, der Autor hat nicht die geringste Ahnung, was der Begriff Senior Fellow bedeutet.
Weils der häufigste Grund für die Verwendung von Anglizismen ist, für die es Übersetzungen gibt. und der Artikel liest sich nur halb übersetzt.
 
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[wege]mini

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Die Höhe spiegel den Respekt vor der Leistung wieder.
Eine völlig verbreitete amerikanische Einstellung. Leider berücksichtigt man da nicht die Inflation, da meine Leistung dadurch weniger "Wert" wäre, im laufe der Zeit.

Das missfällt mir und daher betrachte ich niemals Geld als Respekt für meine Leistung. Ich nehme meine Teilmenge von allem. Sowohl Ruhm, Ehre, Schande, Schimpf und natürlich auch Geld. ← dafür wurden Betriebsrenten erfunden, damit man immer vom Geld etwas bekommt. :bussi:

Die Höhe des Geldes als absolute Summe für eine Leistung zu bekommen bedeutet, du gestaltest nicht sondern lieferst.

mfg
 
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hRy

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modena.ch

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Andererseits klagt man natürlich lieber über Fachkräftemangel. Schaut mal nach Toilettenpapier. Wenn etwas knapp ist gibt man sich Mühe bei der Suche und greift notfalls tiefer in die Tasche.
Für Firmen ist es ein Fachkräftemangel, wenn sich auf eine unbesetzte Stelle weniger als
7 Personen bewerben. Das war schon immer jammern auf sehr hohem Niveau zugunsten der
Firmen.
 

[wege]mini

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wenn sich auf eine unbesetzte Stelle weniger als
7 Personen bewerben.
Hier sind wir aber bitte mal alle ehrlich....man braucht 10 "Bewerber" um wenigstens 2 "Kandidaten" zu haben, damit eine echte Auswahl stattfinden kann.

Bildung, Bildung und noch mal Bildung. Wir reden hier immerhin vom Fachkräftemangel und nicht vom Arbeitskräfte Problem.

Einen Typen, der einen anderen beaufsichtigt, damit der sich keine Hand abschneidet an der gefährlichen Maschine und alle 2 Stunden müssen sie tauschen, weil beide eine Pause brauchen, finden wir immer.

mfg
 
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