Internet für Dummies

mosquito87

Lieutenant
Registriert
Aug. 2006
Beiträge
980
Moin Forumbase,

ich habe in 3-5 Wochen die schwierige Aufgabe, eine Familie ins Internet einzuweisen, die a) bisher noch nicht so viel mit dem PC zu tun hatte, b) 0 Plan vom Internet hat.

Da alle Familienmitglieder, was PC angeht, eher experimentierunfreudig sind (wenn ich da an meine Kindheit denke ... ich hab halt alles ausprobiert und dadurch viel gelernt/erfahren- doch darauf kann ich in diesem Fall wohl nicht hoffen), mache ich mir schon Gedanken, wie diese Einführung am besten aussehen soll.

Was auf keinen Fall zu kurz kommen darf ist die Sensibilisierung was Datenschutz/Datensicherheit (und Security im Allgemeinen) angeht- aber auch eine Kinderschutzsoftware (der Jüngste ist 12. Ich denke es ist wichtig, dass er nicht unbegrenzt viel surfen darf, da ich die Suchtgefahr hier fürchte).

Was ich noch für wichtig halte, um eben erst mal ne Basis zu schaffen:
- Einführung in den Browser (was macht man wo und warum, also Vor- und Zurück- Button, URL Feld, Aktualisieren Button, Tabs, Favoriten, etc.)
- Erklärung einer Suchmaschine anhand von Google
- Erklärung einer Preissuchmaschine (Geizhals.at/Deutschland)
- Einführung in E-Mail
- Instant Messaging
- News Seiten (also stern.de oder ähnliches)
- Videoportale wie YouTube
- Wikipedia

Habt ihr noch weitere wichtige Punkte/gute Ansätze?
Gibt es vielleicht schon so Websiten, die sich mit diesem Thema befassen und wo ich eine Brochüre o. ä. ausdrucken und der Familie zum lesen geben kann?
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar, die Erklärung zu vor, zurück und URL muss zuerst sein aber direkt als erste URL würde ich einen Email-Anbieter wählen und alle gemeinsam jeder seine Adresse auswählen und einrichten. Abgesehen von ein wenig Internet-Feeling kann man an der Stelle auch schon Datenschutz einbauen und erklären, dass es sich hier um einen Briefkasten handelt. Will man ihn nicht voller Werbe-Broschüren, muss man entsprechen auf ihn aufpassen und sollte mit der Verteilung der Adresse - wie im richtigen Leben auch - vorsichtig umgehen. Denn im Internet sind alle ganz wild auf Briefkästen, um ihre Broschüren an den Mann zu bringen.

Genauso wichtig ist, dass sie nahezu niemals persönliche Daten angeben sollten, die Privatanschrift erst recht nicht und Konto-Daten bitte gänzlich vergessen.
Solche Angaben macht man ja auch nicht, wenn ein Vertreter an der Tür steht, im Getränkemarkt oder an der Tankstelle. Mit solchen Vergleichen zum 0815-Alltag, kann man denke ich gut ein Bild dafür schaffen, worauf man sich im Internet einlässt, ohne die Leute zu sehr zu verschrecken vor lauter Gefahren.

Da gibt es natürlich den ein oder anderen Anbieter, wo man nicht um solche Angaben herum kommt aber vielleicht kannst du das ja auch übernehmen und direkt ein Konto mit ihnen zusammen einrichten. Je abwegiger es erscheint private Daten angeben zu müssen, desto wenig wird sowas mal aus versehen passieren.

Naja, Google mal zeigen oder vielleicht auch www.startmonitor.de als "Internet-Übersicht". Um die Einrichtung der Software und Sicherheit soweit möglich kümmerst dich vermutlich sowieso du. Falls der Virenscanner mal eine Warnung anzeigt sollen sie zu dir kommen. Das sollte erstmal reichen. Zuviel zum Start ist auch nicht gut.


edit: Du kennst ja sicher die Interessen deiner Familie und kannst ihnen ein paar Bookmarks dazu raussuchen. Das weckt auch direkt Interesse, wenn man vor sich auf dem Bildschirm sieht, was da im Internet steckt, statt immer nur zu hören, da solle es absolut alles geben. Also meinetwegen Angeln, Fußball und Computerbase, falls sich wer für PCs interessiert ;)

Was ich auf auf jeden Fall mit einbauen würde: Google Earth
Die ganze Welt auf einen Klick. Beeindruckt jeden, der es noch nicht kennt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ALso ich würde Google als Ausgangspunkt wählen (und auch als startseite festlegen). Dort können Sie dann den Begriff der Sie interessiert eingeben und erhalten dann ziemlich schnell brauchbare Internetseiten. über diesen Weg zeigt man dann auch Wikipedia, als universales Nachschlagewerk.

Und dann die Aufklärung, dass man nicht einfach auf jedes Eingabefesnter klicken soll und nur das downloaden darf was man genau kennt.

Im Anschluss könntest du ja auch noch den Download bereich von Computerbase erwähnen und ihenen zeigen was es im Internet alles an nütlichen programmen gibt.
 
Die Punkte sind schon mal OK. Was ich noch zu ergänzen hätte wäre, dass du nach dem Erklären, oder davor, den Browser komplett einrichtest, also bei ff wäre zum Beispiel der Adblocker nicht schlecht, dann sehen sie schonmal nicht so viel Werbung und pop ups ala "Wie alt wirst du"
Vor allem solltest du aber nicht zu viele Fachbegriffe verwenden, sonst kommen sie möglicherweise durcheinander.
Ein weiterer Punkt könnte noch das Thema Communitys sein. Nicht zum Anmelden, sondern damit die Eltern bescheid wissen um was es geht, wenn der/die Sohn/Tochter nach Hause kommt und sich bei SchülerVZ, kwick oder wo auch immer anmelden will.

Am Schluss kannst du sie ja mal unter deiner Aufsicht ein wenig "rum spielen" lassen, dann kannst du noch immer einschreiten falls etwas sein sollte.

Wünsch dir auf jedem Fall viel Glück ;)
 
huhu, bei mir hat es geholfen (was meinen vater angeht) ihn direkt ins "kalte wasser" zu stoßen.
- ab vor den rechner. als erstes sollte er den rechner erst einmal anmachen (viele wissen weder wie er angeht noch ausgeht, die meisten denken wenn ich auf den knopf vom bildschirm... usw :) )
dann erklärt was das internet eigentlich ist (wikipedia hilft zuweilen). dann gemeinsam ein emailkonto eingerichtet, und das dann auf outlook übertragen. man bedenke ich habe nur gesagt wie es geht, er saß dabei selber am rechner. und halt das standartmäßige immer wiederholt. theortisch wie bei der fahrschule. nun kann er alles was inet betrifft sehr sehr gut alleine, aber wenn es um dateien geht und kopieren... naja das die andere sache.
viel glück bei deinem unterfangen! (sry für nichteinhaltung der groß. -kleinschreibung :( )
 
Wo ich gerade Outlook lese, fällt mir noch etwas wichtiges ein:
Deine Auswahl der Programme für sie sollte direkt von Open Source und Freeware bestimmt sein, um erst gar nicht eine Gewöhnung an gewissen proprietäre Oberflächen/Hersteller hervorzurufen, von denen man sich eben aus diesem Grund der Vertrautheit später nicht mehr lösen will zugunsten besserer Alternativen.

Also der gleiche Effekt wie z.B. Schüler-PCs mit Linux. Wer frühen Kontakt damit hat und sich daran gewöhnt, wird später auch keine Angst davor haben, weil es das große Unbekannte ist.

Im Fall Email würde ich sowieso auf einen Web-Mail-Anbieter setzen. Einmal bringt es das Erlebnis Internet mit sich, dann die Plattform-Unabhängigkeit der Oberfläche und für dich bedeutet es einfachere Sicherheitseinstellungen, da es sowieso über den Browser läuft.

Bei der Auswahl des Web-Mail-Anbieters bist wieder du gefragt. Es sollte einer sein, der HTTPS bietet, nicht die Nutzer zu Werbe-(oder anderen)zwecken ausspioniert und allgemein die Privatsphäre schützt. Damit sollten schon mal zwei große US-Anbieter ausgeschlossen sein.
 
Zurück
Oben