Internetverkehr mitloggen

c4sp

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Hallo zusammen,
bin neu hier und hab da mal ne Frage.

Und zwar zur folgenden Problemstellung: Im Haus meines Onkels ist es aus technischen Gründen nicht möglich für seine Mieter DSL zu bekommen. Er selbst hat aber DSL. Nun möchte er sein WLAN den Mietern zur Verfügung stellen, was jedoch rechtliche Risiken birgt. (Filesharing, etc, etc, ....)

Nun meine Frage: Wie kann man am besten den Internetverkehr der über den Router geht mitloggen, also nach dem Schema: diese IP hat zu dieser Zeit auf diese Internetadresse zugegriffen?

Hab da mal an nen kleinen Proxy mit IPcop o.ä. gedacht, oder nen Router der dies kann.
Wäre super wenn mir jemand mit nem konkreten Vorschlag helfen könnte. Bin auf diesem Gebiet nicht sehr erfahren.

Thx im Voraus.
Gruß c4sp

PS.: Ich weis natürlich das es sowas wie Datenschutz gibt, das Ganze wird natürlich mit den Mietern geklärt und ggf. Vertraglich festgehalten.
 
Das ist gegen den Datenschutz und nicht legal ! Wenn sich dein Onkel gegen Filesharing schützen will, braucht er doch nur die Firewall zu nutzen und bestimmte Ports zu schließen !

Oder hättest du es gerne,wenn jemand sehen könnte,wo du überall drauf gehst ?
 
Zum einen ist das datenschutzrechtlich wirklich sehr dünnes Eis.
Mit einem normalen Router dürfte das auch nciht gehen; spezielle, teure Router können das ggfs., oder auch ein selbst aufgesetzter PC als Router kann sowas auch loggen.

Macht imHo bei einem geteiltem DSL-Anschluss keinen wirklichen Sinn; einfach im Standard-Router die ganzen Filesharing-Ports sperren.
 
Wenn er Datenverkehr loggen/regulieren möchte muss er wahrscheinlich mehr machen als nur ein paar Router-Einstellungen tätigen.
Da würde sich der Betrieb eines Proxy-Servers anbieten.
 
Datenschutzrechtlich OHNE die Mitsurfer VORHER zu informieren hochgradig bedenklich.

Wenn die (schriftliche) Zustimmung bzgl. des Mitloggens der Mitsurfer vorliegt, kann man das in Angriff nehmen. Gibt es keine Zustimmung dazu, A*schkarte gezogen!
 
Woogie schrieb:
Das ist gegen den Datenschutz und nicht legal !
Man kann die Mieter auch einfach unterschreiben lassen, dass man das darf und das werden sie sicher auch unterschreiben, wenn sie unbedingt Internet möchten.

Woogie schrieb:
Wenn sich dein Onkel gegen Filesharing schützen will, braucht er doch nur die Firewall zu nutzen und bestimmte Ports zu schließen !
Nütz gar nichts, oder es geht kein Internet mehr, wenn du alle ausgehenden Ports sperrst.

mfg eigs
 
Problematisch wird es, sobald die Mieter verschlüsselte Verbindungen für ihre Filesharingaktivitäten einsetzen, dann bringt das ganze gefiltere nämlich nicht mehr sonderlich viel.

Für alles andere sei dieser Linksys wrt54gl mit tomato-firmware zu empfehlen. Der bietet z.B. eine QoS Funktion, die in der Lage zu sein scheint, Bittorrent oder Emule-Traffic (unverschlüsselt) erkennen zu können (L7 Firewall) und entsprechend zu drosseln. So vergeht den Nutzern schnell die Lust am Filesharing - ob nun legal oder illegal, das wird man auf diese Weise nicht entscheiden können.

Wer einen eigenen PC als Router, Proxy, Inhaltsfilter und Firewall hinstellen möchte, der kann IPCOP oder Endian benutzen: Squid als Proxy mit Dansguardian als Inhaltsfilter. Dann muss man die ausgehende Firewall noch dich mache, dass alles zwangsläufig über den Proxy läuft. Zum Schluß noch die Option, dass IP-Adressen als URLs z.B. nicht akzeptiert werden, sondern der zur verfügung gestellte DNS benutzt werden muss. Verschlüsselte (443 / SSL) Verbindungen lässt man halt nur noch bei bekannten Diensten wie web.de zu bzw. schaltet sie auf Anfrage der Mieter frei.

Das wäre jetzt meine Idee - so ähnlich setze ich das @Work um

Mitloggen könnte man auch, aber wer würde sich schon GB weise Logs anschauen?
 
eigs schrieb:
Man kann die Mieter auch einfach unterschreiben lassen, dass man das darf und das werden sie sicher auch unterschreiben, wenn sie unbedingt Internet möchten.

Andersrum wird ein Schuh draus: Man sollte den Mieter unterschreiben lassen, was der Mieter nicht darf.

Technisch verhindern kann man praktisch nahezu nichts, wenn der Mieter halbwegs pfiffig ist. Außerdem wäre der Aufwand dazu sehr hoch. Deshalb sollte man gar nicht erst versuchen ihn technisch an irgendwas zu hindern sondern die Nutzung vertraglich einschränken.
 
okay, danke erstmal für die Antworten.

Natürlich wird da nix ohne ne Zustimmung vom Mieter gemacht, aber ich denk mal da werden sie drüber hinwegsehen wenn sie dafür ne dsl Verbindung kriegen.

Klar ist auch das man gegen versiertere Internetbenutzer nix ausrichten kann. Irgendwo giebt es immer Mittel und Wege. Aber irgendetwas, um es jetzt einmal grob auszudrücken, sollte man ja machen.
Eine rein rechtliche Lösung wird es wahrscheinlich nicht geben, dazu ist das ganze Thema zu strittig.
Ich glaube der Vorschlag von Luke ist eigentlich ganz vernünftig. Besser dsl Geschwindigkeit mit Einschränkungen als ne 56k Anbindung oder gar keine^^.

Oder die Telekom zieht einfach ein neues Kabel ins Haus zur Anlage und der ganze Ärger wäre im wahrsten Sinne ausm Haus.

mfg, c4sp
 
Das schon ... allerdings beruht der mit Abstand größte Teil der aktuellen Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen (also illegale Mediendownloads) auf dem Filesharing.
Emule, Kazaa, und vielleicht noch anderen wären da zu nennen. Und die kommunizieren eben nicht auf Port 80, sondern haben eigene Ports, die man im Router sperren kann.
 
Ja schon klar das war ja mit Mittel und Wege gemeint. Da gibts ja auch noch mehr Möglichkeiten, wenn man will. Ich fass jetzt mal zusammen:
-sinnvoll loggen so gut wie unmöglich, zumindest in diesem Fall
-filter und firewall, gut aber nicht ausreichend
-rechtliche Lage sehr strittig, von welchem Blickwinkel auch immer

Bin aber trotzdem offen für jeden weiteren Vorschlag.

mfg c4sp
 
HaveFun schrieb:
Und die kommunizieren eben nicht auf Port 80, sondern haben eigene Ports, die man im Router sperren kann.
Du meinst die Standard Ports, die bei manchen Trackern gar nicht erlaubt sind und auch auf oft andere Ports wie Port 110 (Standard für POP3 Abruf) verwendet werden.
Bei einem Filesharing Programm sind die Ports genauso einfach zu änder wie es bei Skype möglich ist.

mfg eigs
 
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