IONOS Webhostvertrag

aviato

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Hallo,



ich hatte einen Webhostingvertrag bei IONOS und habe diesen jetzt gekündigt, da die Leistung + Service sehr schlecht ist und ich bei einem anderem Anbieter mehr Leistung für den gleichen Preis bekomme. Dieser Vertrag läuft jetzt noch bis zum 28.04. Das heißt, ich muss noch 5 Monate lang zahlen, für eine Leistung, die mangelhaft ist und ich gar nicht benutze. Kann man hier gegen was machen? Wieso ist sowas überhaupt noch möglich in Deutschland ? Das grenzt doch an Knebelvertrag ? Würde die Leistung passen, hätte ich ja kein Problem damit, aber nicht mal das passt ja.


Freue mich über jegliche Rückmeldungen
 
"Leistung und Service schlecht" ist halt absolut subjektiv - und wenn die die angebotene/deklarierte Leistung soweit erfüllen, kommst du da auch nicht raus.

"Bei einem anderen Anbieter bekomme ich mehr Leistung für den gleichen Preis" ist übrigens auch kein Grund.

Wenn du mit dem Service unzufrieden bist: Warum hast du dann den Vertrag nicht innerhalb der ersten 14 Tage widerrufen?

Außerdem ist der 28.4 nicht in 5 Monaten, sondern in 3,5 Monaten.

Meiner Meinung nach hast du 2 Möglichkeiten*:
  • Reklamieren und eine angemessene Frist für Nacherfüllung setzen (Wenn sie ihren Vertrag nicht erfüllen). Nach 3 erfolglosen Nacherfüllungsversuchen müsstest du rausgelassen werden
  • Auf Kulanz hoffen
*Keine Rechtberatung!
 
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aviato schrieb:
Wieso ist sowas überhaupt noch möglich in Deutschland ?

Nennt sich "Mindestvertragslaufzeit". Deshalb gibt es ja auch bei Sowas immer ein 14 tägiges Widerrufsrecht damit man eben - bei bemerken das es einem nicht passt - wieder raus kann.

Dazu, erste mal das ich wirklich etwas negatives -wenn auch nichts fundiertes - über IONOS/1&1 höre im Hostingbereich.
 
Es gibt gesetzliche Regeln zu Mindestvertragslaufzeiten, solang dir vor Vertragsabschluss die Konditionen bekannt waren, sollte das in Ordnung sein.

Was die Leistung angeht, was wurde denn vereinbart? Die meisten, kleinen Webhostingangebote enthalten keine quantifizierten Leistungszusagen und meist auch kein SLA bzw. qualitativen Zusagen. Wenn findet sich meist nur ein Ausschluss von div. Anwendungen und damit sind die meisten Anwendungen, die größere Mengen CPU-Zeit benötigen meist erledigt.
Nimm es als Lehrgeld für Vertragsabschlüsse. Wenn du konkrete Anforderungen hast, brauchts Verträge wo konkrete Leistungszusagen eingehalten werden.

Stell dich darauf ein, dass dir das mehrfach passieren wird. Die meisten Anbieter beschneiden irgendwo ihr Leistungsspektrum.
 
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WeisheitsTroll schrieb:
bei bemerken das es einem nicht passt
Manchmal geht das nicht innerhalb von 14 Tagen. Besonders bei Internetanbietern wie Vodafone, wo nach ein paar Monaten auf einmal die Geschwindigkeit nicht mehr passt. Ich weiß nicht, ob das bei Hosting auftreten kann.
 
Was soll man denn jetzt hier bitte konstruktiv antworten? Nichts gegen meine Vorredner. Aber "Leistung und Service schlecht" kann halt alles sein. Da mag ich gar nicht einsteigen, denn ich bin mit meinem Paket zufrieden ^^
Ansonsten sind es normale Verträge mit Laufzeiten die man dann eben "aussitzen" muss.
 
aviato schrieb:
Das grenzt doch an Knebelvertrag ?
Du schließt einen Laufzeitvertrag ab und redest im Nachhinein von "Knebelvertrag"?
Grundsätzlich gibt es Sonderkündigungsrechte, wenn vereinbarte Leistung nicht geliefert wird. Du musst aber nachweisen, dass die vertraglich vereinbarte Leistung nicht geliefert wird und das mit Fakten belegen.
Wenn sich einfach nur deine Anforderungen verändert haben und du jetzt mehr Leistung brauchst, die das aktuelle Webhosting leider nicht mehr erfüllt, dann musst du trotzdem deinen Vertrag erfüllen.

Also manchmal...

Letztlich dürfte die einzig "qualifizierte Leistungszusage" jene der Erreichbarkeit sein. Ggfs. noch die, der zugesicherten Hardwareleistung (meist bei VPS o.ä.)
 
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jube schrieb:
Manchmal geht das nicht innerhalb von 14 Tagen.

Find der vergleich zwischen Webhostingangebot und einem Provider (gerade VF mit Shared Medium) hinkt da gewaltig.
Dazu habe ich gerade mal bei IONOS geguckt, die listen schon ziemlich haar genau auf was wie wo in welchem Tarif drin ist.
 
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WeisheitsTroll schrieb:
Dazu, erste mal das ich wirklich etwas negatives -wenn auch nichts fundiertes - über IONOS/1&1 höre im Hostingbereich.
Je nach Anwendung sind die reinen Webhostingpakete meist nicht der Brüller. die Grenzen für Memory und Runtime von PHP-Prozessen ist meist nicht so prall. Nebenläufiger Worker für Webserver und PHP sind meist nicht optimal konfiguriert (also schon optimal wenn man viele Kunden über eine Hardwareinstanz laufen lassen will, aber halt nicht auf Kundensicht für flotte Anwendungen). Genauso wie Kundenseiten ohne regelmäßige Zugriffe gern mal aus den Caches der Werbserver fliegen und man recht häufig die Performance mit kalten Caches erleben darf.
 
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Was ich mich Frage.

Der TE hatte im letzten Thread schon durchgegangen welche anbieter alles nix taugen, hatte dann überlegt zu IONOS zu gehen, aber hat da schon mit "knebelvertrag" angefangen (vielleicht nochmal wiki bemühen was das ist) und das IONOS so wenig Leistung hat (Datenbanken und Domains).

Wieso ist er dann überhaupt dahin, und da der Thread keine Woche alt ist, wieso nimmt er kein gebrauch vom Widerrufsrecht?
 
Hallo,

das Problem ist ja, das dieser Vertrag jetzt schon über 12 Monate lang läuft, über der 12 Monate Vertragslaufzeit, 14. Monat, es ist quasi ein veralteter Vertrag mit alten Tarifen und einen Kunden an alte Tarife fest zu ketten, sollte schon lange nicht mehr möglich sein in Deutschland. Diese Vertragslage sollte wie bei Mobilfunkanbietern sein, dass es quasi gesetzlich vorgeschrieben ist, das man kündigen kann, wenn man möchte, wenn die Mindestvertragslaufzeit vorbei ist. Man ist an diesen jährlichen Vertrag festgebunden obwohl die Leistung Müll ist. Kann ja nicht sein das man sich am 12. Monat den Wecker stellen muss nur um den Vertrag zu kündigen.

Zu den mangelhaften Leistungen bei IONOS: Man bekommt zwei Datenbanken und eine kostenlose Domain. Bei anderen Providern wie z.B. All-Inkl 25 Datenbanken und 10 kostenlose Domains. Gleicher Preis versteht sich. Support bei IONOS ist eine Katastrophe, die wissen nicht mal selbst wie man PHP Versionen ändert oder Module installiert, gleicht einer Hauptschulqualifikation, selbst da wollen die Geld sparen. Und so weiter da gibt es noch eine jede Menge.

Das schlimmste ist aber wie gesagt die Vertragslaufzeit, diese Knebelverträge müssen schnellstmöglich raus aus Deutschland. Es wird gezielt darauf gehofft das der Kunde es vergisst. Bei All-Inkl existiert nicht mal eine Vertragslaufzeit. Sollte genau wie bei Mobilfunkanbieter sein. Ein Jahres Mindestlaufzeit, ok, danach darf der Kunde jederzeit kündigen. Möchte nicht wissen wieviel Kunden gerade so jährlich abgezockt werden bei IONOS.
 
aviato schrieb:
gleicht einer Hauptschulqualifikation
Und wo siehst Du deine Qualifiaktion?

Regelungen für fairere Verbraucherverträge sind am 1. März 2022 in Kraft getreten. Das Betriff alle neu "Verträge", außer bei Mobilfunk, da gilt das auch für Altverträge.
Was hat Dich daran gehindert, den Vertrag "rechtzeitig" zu Kündigen? In meinen Augen solltest Du den Fehler bei Dir suchen und nicht bei IONOS. Als Du den Vertrag mit denen gemacht hast, hast Du den Vertrag gelesen? Wenn ja, verstehe ich deine Aufregung nicht. Wenn nein, selber schuld.

Ich bin auch kein Freund von IONOS, das was hier von Dir gibst, ist in meinen Augen übertrieben.

CU
redjack
 
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Arbeitest du auch zufällig bei IONOS und wendest die Mindestvertragsabzocke bei unschuldigen Menschen an?
Ergänzung ()

redjack1000 schrieb:

Arbeitest du auch zufällig bei IONOS und wendest die Mindestvertragsabzocke bei unschuldigen Menschen an?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Find es immer wieder schön wie hier von Usern immer gleich von Abzocke oder Wucher oder Knebelverträgen gesprochen wird - bei ganz normalen Vertragslaufszeiten
 
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