Ich kann auch nichts dafür, dass LiIon umgangssprachlich verwendet wird. Und davon ab, warum kommst du jetzt damit um die Ecke? Die Konstruktion der Zelle ist doch eigentlich für die Fragestellung unerheblich!
Aber meinetwegen können wir auch da noch kurz einsteigen.
Lithium-Ionen-Akku ist, und da widerspreche ich auch garnicht, der Oberbegriff für eine ganze Reihe verschiedener Akkus, bei denen eine Elektrode meistens aus Graphit und die andere aus einer Lithiumverbindung bzw. einem Lithiumoxid besteht.
Einen LiIon Akku gibt es so ja garnicht, aber umgangssprachlich wird der Begriff nunmal verwendet und meint Lithium-Cobaltdioxid-Akkus, LiCoO2. Aber sind wir mal ehrlich, für den normalen Anwender ist das eine inakzeptable Bezeichnung.
Und Lithium-Polymer-Akkus unterscheiden sich durch das Polymer als Elektrolyt, stellen also keine eigene Zellchemie dar.
Gängig (relativ gesehen, je nach dem in welcher Umgebung man sich so aufhält) ist dann auch noch der LiMnO2 (Mangan) und LiFePO4 (Eisenphosphat)
Und die Nennspannung der LiCoO2 Zellen ist 3,6V, die der LiPo Zellen ist 3,7V, die der LiMnO2 Zellen auch 3,7V und die der LiFePO4 Zellen ist 3,3V. Das ist meist einfach so, Ausnahmen und Toleranzen interessieren mich nicht, die hat man im gebräuchlichen Umfeld einfach nicht. Deswegen heißt es nunmal Nennspannung.
Und wenn dann jemand auf einen LiIon Akku für ein Notebook 11,1V drauf schreibt, dann ist das nicht spezifisch genug und es sollte LiPo heißen, weil auch LiIon nicht spezifisch genug ist, wenn es aber umgangssprachlich gemeint ist, dann sollte es wenigstens auch 10,8V sein.
Wenn man sich daran nicht hält hat man doch keine Chance das richtig zuzuordnen und das wiederum finde ich einfach suboptimal.