Probleme mit aktuellen High-End-Grafikkarten und eine solide Lösung
Immer wieder ist von Fällen zu hören, bei denen Kunden berichten, dass Ihre Grafikkarte je nach Lastzustand ein hochfrequentes Geräusch in das Netzteil emittiert. Viele Hersteller haben die eigentliche Problematik hierin noch gar nicht erkannt: Da die Stromsparmechanismen aktueller Grafikkarten die Kernspannung und Last der GPUs im Mikrosekundenbereich ändern können, ergeben sich im Volllastbetrieb zum Teil erhebliche Stromschwankungen auf den PCI-Express-Versorgungsleitungen. Diese können dann unter anderem die Spulen der Spannungswandler auf der Grafikkarte oder im Netzteil zum Schwingen anregen. Das wird dann von den Nutzern als hochfrequentes Geräusch wahrgenommen.
Während sich diesbezüglich in Diskussionen verstrickt wird, ob Single- oder Multi-Rail-Netzteile eine Lösung dafür seien und Abhilfe schaffen, liegt die Ursache des genannten Problems eigentlich woanders: Die hochfrequenten Lastwechsel kommen mit extremen Leistungsspitzen ungeglättet und vor allem meist schneller am Netzteil an, als dieses selbst schalten kann. Dies führt zu dem erwähnten Ton im Bereich der Spulen der Spannungswandler. Eine passende Lösung wurde gesucht und schlussendlich gefunden. Wir haben die Ausgangskapazität der Glättungskondensatoren (Elektrolydkondensatoren) auf der 12V-Leitung durch nun 4 Kondensatoren auf der Main PCB vergrößert und zusätzlich auf der PCB mit Kabelmanagement noch Solid Caps (low ripple current) installiert, um die Spannungsspitzen, welche am Netzteil über die Grafikkarte ankommen, direkt zu filtern.
Im Vergleich zum Straight Power E9 haben wir die Kapazität und Frequenzfestigkeit dieser Kondensatoren deutlich erhöht. Neben einer gestiegenen Betriebssicherheit und dem souveränen meistern solcher Lastwechsel und Stromspitzen, profitiert auch das gesamte Netzteil mit einer gesteigerten Lebensdauer deutlich davon.
An diesem Beispiel ist sehr gut zu erkennen, wie wichtig eine Kooperation mit anderen Komponentenherstellern und die Beobachtung des Marktes sein können. Selbst kleine Features und Änderungen an anderen Bauteilen können sich massiv auf das Netzteil auswirken. Deshalb entwickeln wir permanent Lösungen für eine möglichst hohe Kompatibilität und niedrige Lautstärke.
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Den Nachweis können wir mit einer neuen Testreihe liefern: Wo andere Hersteller, wegen den hohen sowie schnell wechselnden Lastspitzen, Netzteile mit mindestens 850 oder 1.000Watt einsetzen müssen und diese trotzdem eine äußerst starke Geräuschentwicklung zeigen, hat unser Straight Power 10 mit 500 Watt alle Tests respektive Benchmarks mit Bravour unhörbar gemeistert. Getestet wurde mit einer Z97-Plattform und verschiedenen Grafikkarten. Darunter befanden sich auch eine GTX Titan-Z und eine R9-295X2. Auch bei dieser Extrembelastung blieb das System jederzeit stabil und das Netzteil unhörbar, obwohl die Belastung bei über 100 Prozent lag.
Für das eingesetzte System sollte beim Dauerbetrieb eigentlich ein Netzteil mit mindestens 650 Watt zum Einsatz kommen.