News IT-Sicherheitsforscher: OpenAIs Hugging-Face-Hack war menschliches Versagen

Unnu schrieb:
LLM sind nicht deterministisch,
Naja im Kern schon. Bei exakt den selben input Parametern/Prompts der selben Gewichtung und dem selben neuronalen Netz kommt das selbe Ergebnis raus.

Da dies in der "freien Wildbahn" so nicht auftritt ist es für uns User propabilistisch statt deterministisch, nur der Vollständigkeit halber :)

ruthi91 schrieb:
und es ist Wind in die Segel der KI Kritiker, dass das alles eh Teufelszeug ist.
Und die interessieren gerade wirklich niemanden
 
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Weltraumeule schrieb:
Haben sie nichts von damals gelernt, als beim Sherlock Holmes-Rollenspiel La Forge dem Holodeck einen für Data angemessenen Gegenspieler angefordert hat? Also der KI die Sicherheitsmechanismen entfernt hat? :rolleyes:
witzig - vor etwa einer Stunde hab ich genau die Folge angeschaut :-)
 
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Xiaolong schrieb:
...

Da dies in der "freien Wildbahn" so nicht auftritt ist es für uns User propabilistisch statt deterministisch, nur der Vollständigkeit halber :)

Weil sie genau das ja abgeschaltet haben
Damit sich das Ergebnis lebendiger anfühlt.

Das rächt sich jetzt
 
@DeusExMachina: Man kann die mathematischen Regeln, nach denen ein digitales System implementiert ist, nicht einfach "abschalten". Ein LLM wird letztlich durch deterministische digitale Rechenoperationen ausgeführt; diese lassen sich auf der Ebene der booleschen Logik prinzipiell mit reinen NAND-Gattern realisieren (ob's sinnvoll ist, ist eine andere Frage). Ob dieselbe Eingabe stets exakt dieselbe Ausgabe erzeugt, hängt zusätzlich noch von der Decodierung, Pseudozufall, numerischer Rundung und der konkreten Hard- und Softwareausführung ab. Da diese Parameter sich laufend ändern, die Modelle permanent nachtrainiert werden und immer ein Random Seed mit eingepflegt wird, ist es praktisch unvorhersehbar.

Würde man es wollen und den Aufwand dafür betreiben, könnte man sehr genau nachvollziehen was Schritt für Schritt dort vorgeht. Ich weiß nicht inwieweit die Betreiber da so tief einsteigen beim Debuggen und Trainieren, für mich hätte das bestenfalls nur akademischen Wert. Damit fühlt sich das Ganze für den Benutzer lebendig an, am Ende des Tages bleibt das überspitzt formuliert aber ein "strunzdummer Rechenknecht".

Die Fähigkeiten, die von den Frontier Modellen aber ausgehen sind in der Tat höchst beeindruckend und ich nutze das auch selber mittlerweile für verdammt vieles :)
 
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Doch in dem man den randomseed for jeder Abfrage ändert und so jeder request eun leicht anderen starttoken hat
 
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Was nichts an der Deterministik eines LLMs ändert, man verändert seinen Input, nichts weiter.
 
Das war immer schon klar, dass der Mensch sich sein eigenes Grab schaufelt.
Durch: "Menschliches Versagen"
Falls uns diese Sachen mal um die Ohren fliegen, dann hat die "KI" sicher nicht versagt!
 
Xiaolong schrieb:
Was nichts an der Deterministik eines LLMs ändert, man verändert seinen Input, nichts weiter.

Was anderes hab ich auch nie behauptet .

Das Gegenteil ist der Fall.
Dadurch das die AI Buden die Starttoken manipuliert haben um eine lebendigere user experience zu erzeugen haben sie die Deterministik der dem LLM zugrundeliegenden Matrixmultiplikation "abgeschaltet"
 
Gut dann sprechen wir ja von Selben, bei den Anführungszeichen gehe ich voll mit :)
 
Xiaolong schrieb:
an kann die mathematischen Regeln, nach denen ein digitales System implementiert ist, nicht einfach "abschalten". Ein LLM wird letztlich durch deterministische digitale Rechenoperationen ausgeführt;
wuerde ich auch eher in den konjunktiv bringen.
LLMs haben bewusst probabilistische elemente. Beim next token sampling wird bspw. durch die temperatur eingestellt wie viele der moeglichen naechsten in die auswahl kommen und aus diesen wird, mit je nach modell unterschiedlichen verteilungen, der nächste Token ausgewählt.

Selbst bei gleichem seed, temperatur und modell, kann es von GPU zu GPU leicht unterschiedliche Ergebnisse geben. Die Addition von Gleitkommazahlen ist nicht assoziativ, was man bei parallelen operation wie sie hier nunmal vorkommen durchaus bemerkt
 
@madmax2010 Gleitkomma Berechnungen sind nicht assoziativ, das ist richtig. Ich muss gestehen dass ich mich jetzt nicht im Detail damit beschäftigt hatte inwieweit diese Abweichungen das sampling beeinflussen können. Das dürfte ja nur Tokens betreffen die sich Wahrscheinlichkeitsmäßig sehr sehr nah beieinander befinden, zumindest meinem Verständnis nach. Und dann müsste die Temperatur auch noch eine passend flache Verteilung aufweisen.

Ist dann auch die Frage ob man top-k oder top-p läuft oder mit greedy decoding da rangeht was wieder deterministisch wäre. Spielen ja noch Faktoren wie Treiber, Modellgewichte, und Decoding Parameter eine Rolle.

@DeusExMachina Ich weiß, LLMs sind nicht verlässlich und das "by Design". Das vergessen leider zu viele und halten die Bots für Propheten der absoluten Wahrheit 😵
 
Hör bloss auf. Wenn ich unsere Managementschicht höre mit Sprüchen wie
  • Man muss kein Techi mehr sein um Technik zu bedienen
  • Das hab ich mit einem Agenten gelöst war ganz einfach

Je weniger die verstehen wie es funktioniert desto mehr glauben sie die Heilsversprechen
 
Ja, das funktioniert auch in anderen Feldern sehr gut :)

Wobei die KI Agenten schon sehr gut funktionieren, wenn sie nur eine Aufgabe übernehmen sollen, habe ja selber genug davon am laufen.

DeusExMachina schrieb:
Man muss kein Techi mehr sein um Technik zu bedienen
Und damit hat er recht. Jeder Depp kann ein Smartphone bedienen. Bedienen ist aber Lichtjahre entfernt von wirklich Verstehen.

Ich finde das immer so krass wenn dann alle jungen Leute als "digital Natives" bezeichnet werden und denen Superkräfte zugesprochen werden, weil die durch Facebook und Insta scrollen können. Und die selben Leute fragen mich "Wer ist JSON?" 🤣🤣

DeusExMachina schrieb:
Je weniger die verstehen wie es funktioniert desto mehr glauben sie die Heilsversprechen
Ist ja auch logisch. Denn sie wissen nicht welches Wissen ihnen fehlt um zu verstehen. Klickibunti GUIs bedienen kann auch ein trainierter Schimpanse nach kurzer Zeit.
 
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