IT-Systemelektroniker und nun Studium?

Pascal10x

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Hi,

ich bin 21 Jahre alt, komme aus Tübingen bei Stuttgart und habe vor 2 Jahren meine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker beendet. Eigentlich wäre Fachinformatiker für Systemintegration das richtige gewesen, da mein Betrieb eig. genau das macht aber die haben mich falsch angemeldet. Naja egal.
Aufjedenfall hab ich vor meiner Ausbildung einen Hauptschulabschluss gemacht und wollte mich nun mal erkundigen, ob ich mich Schulisch auch mit meinem Hauptschulabschluss weiterbilden kann. Weil Studium wird ja denk ich nicht gehen oder?
Was ich bisher gemacht habe:
Administration von Windows Server 2003,2008. Konfiguration von Exchange 2003,2007,2010. Arbeiten mit der AD, GPOs, einrichten von Firewalls und Netzwerken. Support für Windows XP,Vista,7, Office 2003,2007,2010.

Also hier meine Frage:

Was kann ich mit meinen Schulischen Qualifikationen nun als Weiterbildung machen?

Hoff ihr könnt mir helfen.

Danke schonmal und Gruß
 
Soweit ich weiß kannst du mit der Ausbildung an eine FH gehen. Wie deine Chancen da stehen - ohne die Vorbildung von Realschule oder Gymnasium - musst du selbst einschätzen...

Das was du jetzt kannst hat allerdings nicht viel mit dem Studium (FH) zu tun.

Die Alternative wäre ein Techniker... in Voll- oder Teilzeit. Da musste mal schauen was es in deiner Umgebung an Angeboten gibt.
 
Du kannst nun 1 Jahr dranhängen, dein Fachabitur nachholen und dann ins Studium gehen. Kein Problem. Ist eben nur eine ganz andere Welt!
 
Deine Berufsausbildung zählt höher als dein Hauptschulabschluss.

Du musst mal in dem Bildungsministerium (manchmal auch Kultusministerium) deines Bundeslandes nachfragen, welche Voraussetzungen man exakt für ein Studium benötigt. Ein FH Studium dürfte eigentlich drin sein.
Beachte: Bildung ist Ländersache. Nicht bei jedem Bundesland sind die Voraussetzungen gleich.

Von dem ausgehend, was du geschrieben hast, kannst du dich so weiterbilden:
- Abi nachholen
- FH-Studium
- nach FH-Studium (mit dem Bachelor in der Tasche) ist eventuell auch ein Uni-Studium drin (oder pochen die in dem Fall noch auf das Abi?)
 
Die Fachhochschulreife in Deutschland berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule bzw. in einem entsprechenden Studiengang an einer sonstigen Hochschule. Sie kann an verschiedenen Schul- und Bildungseinrichtungen erworben werden. Das „Zeugnis der Fachhochschulreife” vermittelt grundsätzlich die „allgemeine Fachhochschulreife”, während mit einer „fachgebundenen Fachhochschulreife” die Studienberechtigung auf eine bestimmte Fachrichtung eingeschränkt wird.

Also er kann es studieren an einer Fachhochschule, das sollte doch reichen? An eine Uni muss er ja nicht gerade, was mit Hauptschule bestimmt sehr witzig sein wird (Noch mehr Mathe als an einer FH)



Hab da noch was gefunden!

Fachhochschulreife an der Fachoberschule
Die in Fachrichtungen ausgerichtete Fachoberschule schließt in der Regel nach zwei Jahren mit der Fachhochschulreife ab. Der mittlere Bildungsabschluss ("mittlere Reife", Realschulabschluss und vergleichbares) gilt als Zugangsvoraussetzung. Zudem fordern einige Bundesländer einen Notendurchschnitt von 3,5 und besser im Realschulabschluss. Verfügt man über eine abgeschlossene Berufsausbildung kann die Fachoberschule bundeslandabhängig auf ein Jahr bis zur Fachhochschulreife verkürzt bzw. auf ein Jahr bis zum Abitur verlängert werden (FOS 13 in Nordrhein-Westfalen und Bayern). Diese einjährige Form der Fachoberschule (FOS 12) gibt es in den Bundesländern Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicher das er keine Fachhochschulreife braucht und einfach so nur mit einer Ausbildung auch studieren kann? Außerdem denke ich, das ihm das Jahr schule (besonders Mathe), besonders noch helfen kann, zum Aufbauen...
 
Ziemlich sicher, e-Laurin sieht das ja auch so.

Allerdings kann er dann nur fachbezogen an die FH - also z.B. nur Elektrotechnik - Fachrichtung Daten-/Nachrichtentechnik.

Was die Schulbildung angeht... idas muss der TE wohl selber wissen... immerhin ist das was er immo macht ohne Mathe Kenntnisse auch nicht mal eben so gemacht. Englisch sollte er dafür auch einigermaßen können... vielleicht lags ja woanders dran.
 
Mathe ist auf jeden Fall hart. Ich hab trotz Abitur beim Studium (WiInf/Uni) in Mathe erstmal kein Land gesehen.

Selbst wenn Mathe auf der FH einfacher sein sollte, das wird derbe schwierig ohne Kenntnisse ausm Fachabi/Abi. Auch Realschule dürfte da nicht sonderlich weiterhelfen vermute ich mal.

Davon ab noch die für dein Bundesland zu klärenden Vorraussetzungen.
Ich glaube in NRW muss man den schulischen Teil vom Fachabi + Ausbildung (praktischer Teil) haben um an die FH zu drüfen. Oder eben normales Fachabi/Abi.
 
Hier sind zwei Links, die etwas Klarheit reinbringen:
http://www.studis-online.de/StudInfo/hochschulzugang-quali.php
http://www.studis-online.de/StudInfo/studieren_ohne_abi.php

Man sollte in so einer Situation immer beim zuständigen Landesbildungsministerium nachfragen. Ja, das ist lästig und kann auch mal dauern, aber die wissen genau Bescheid.

Den schulischen Teil der Fachhochschulreife muss man vorher definitiv erwerben, sonst klappt das nicht. Das bedeutet meist, dass man die 12. Klasse abgeschlossen hat.
ABER: Es gibt Berufsausbildungen, wo sowohl der schulische als auch der praktische Teil der FH-Reife inbegriffen sind. Da muss man sich mal schlau machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hii,

erstmal vielen Dank für die reichlichen Antworten.
Soweit ich das jetzt alles durchgelesen habe, wärs am besten, wenn ich jetzt erstmal beim Bildungsministerium hier in BaWü anfrage, was man machen kann und was am besten ist.
Aber soweit ich das hier lesen, werd ich wahrscheinlich um FH nicht rumkommen, bzw. wäre auch das beste um nicht voll zu versagen.

Ich danke euch aufjedenfall und werde dann meine Infos die ich vom Bildungsministerium bekomm hier mal reinschreiben.
Ergänzung ()

Oder kann ich auch bei der IHK mal nachfragen oder sind die die falschen Ansprechpartner?
 
Wie um alles um der Welt kommen manche Leute hier auf die Idee, dass eine Berufsausbildung automatisch zu einem FH-Studium berechtigt? Fürs Studium braucht man prinzipiell immer noch irgendeine Form von Abitur (Fachabi, fachgebundenes Abi, normales Abi, je nach Hochschulart), das dürfte in jedem Bundesland gelten. Es gibt vielleicht ein paar wenige Ausnahmeregelungen für bestimmte Berufe und Studiengänge, da ist dann aber wohl mindestens noch die Mittlere Reife erforderlich, die der TE ja auch nicht hat.

Die pauschale Aussage "mit ner Berufsausbildung kannst du an ner FH studieren" ist jedenfalls schlicht und einfach falsch, denn in diesem Fall wäre der gesamte sog. "zweite Bildungsweg" (Haupt-/Realschulabschluss, dann Berufsausbildung, dann Abi nachholen an FOS/BOS) überflüssig.

Ich denke, es wird in diesem Fall auch auf genau diesen zweiten Bildungsweg hinauslaufen: 1 oder 2 Jahre berufliche Oberschule (BOS), um das Fachabitur respektive das allgemeine Abitur zu erwerben. Eventuell muss vorher noch der Realschulabschluss nachgeholt werden (geht in Abendkursen parallel zur Berufstätigkeit), falls das für den Zugang zur BOS erforderlich ist. In Bayern ist das z. B. der Fall, andere Bundesländer haben evtl. andere Regelungen.

Ohne diese schulische Weiterbildung seh ich schwarz für ein Studium, nicht nur wegen der formalen Zugangsvoraussetzungen der Hochschulen, sondern weil auch schlicht und einfach das erforderliche Vorwissen nicht vorhanden wäre.
 
@redsector: Google mal nach Studium ohne Fachabi und dann schau dir die vielfältigen Möglichkeiten an wie man ohne Fach-Abi an eine FH oder Hochschule kann.

Die Grundvorraussetzung ist dafür im Normalfall eine abgeschlossene Berufsausbildung und 2-3 Jahre Berufserfahrung.
 
MMn ist es nicht sinnvoll ohne (Fach-)abitur im Bereich Informatik oder IuK-Technik zu studieren. Da fehlen einfach ein paar Grundlagen vor allem in Mathe. Ausbildung und Berufserfahrung helfen einem da auch nicht weiter.
 
Wenn ihr es so seht, er könnte auch den staatlich geprüften Techniker machen. Das sind Vollzeit 2 Jahre Schule oder Teilzeit 4 Jahre, die Voraussetzungen (Ausbildung beendet, 1 Jahr gearbeitet) erfüllt er, und es ist kein Studium. Zusätzlich kann er damit auch nachher studieren.
 
Jap... nur ist ein Techniker vom Gehalt her kein Dipl / Master. Aber eine realistische Möglichkeit ist es!

Allerdings kenn ich auch Leute die erst den Meister, dann den Techniker und dann das Dipl. gemacht haben... hoch gefragte Menschen mit nem Gehalt was deutlich über dem Durchschnitt liegt.
 
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